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Mehrwertsteuer-Rechner 2026

In Deutschland beträgt die Mehrwertsteuer 19 %, für Lebensmittel, Bücher, Bahnfahrten, Hotelübernachtungen und Speisen im Restaurant 7 %. Aus 100 € netto werden so 119 € oder 107 € brutto. Der Rechner rechnet in beide Richtungen und zeigt die Steuer auf den Cent.

Stand: So werden die Rechner geprüft

Mehrwertsteuer-Rechner

Bruttobetrag mit Mehrwertsteuer

1.190,00 €

Netto 1.000,00 € + 19 % Mehrwertsteuer 190,00 € = Brutto 1.190,00 €

Auf 1.000,00 € kommen 19 % Mehrwertsteuer, also 190,00 €. Brutto sind das 1.190,00 €.

Netto
1.000,00 €
Mehrwertsteuer
190,00 €
Brutto
1.190,00 €

Rückwärts rechnen: Die Steuer in einem Bruttobetrag ist nicht 19 % davon, sondern 19/119. In 119 € stecken 19 € Mehrwertsteuer, nicht 22,61 €.

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Kopier den Code an die Stelle deiner Seite, an der der Rechner stehen soll. Er läuft dann bei dir, kostenlos, ohne Werbung und ohne Statistik, und rechnet immer mit den aktuellen Werten. Der Link zu RechnerCheck unter dem Rechner muss drinbleiben. Alle Rechner zum Einbinden

Auf dieser Seite
  1. Formeln
  2. Was mit 7 % besteuert wird
  3. Beispiele
  4. Steuerfrei statt ermäßigt
  5. Was auf der Rechnung steht
  6. Vorsteuer und Zahllast
  7. Voranmeldung und Fristen
  8. Häufige Fragen
  9. Quellen

Die drei Formeln

Brutto = Netto × 1,19

Netto = Brutto ÷ 1,19

Mehrwertsteuer im Bruttobetrag = Brutto × 19 ÷ 119

Für den ermäßigten Satz setzt du 1,07 und 7 ÷ 107 ein. Die Steuer wird auf den Cent gerundet.

Was mit 7 % besteuert wird

  • Lebensmittel aus der Liste in Anlage 2 zum UStG. Viele Getränke gehören nicht dazu, etwa Säfte und Limonaden.
  • Bücher, Zeitungen und Zeitschriften (Anlage 2 Nr. 49), auch als E-Book oder E-Paper (§ 12 Abs. 2 Nr. 14).
  • Bahnfahrten im Nah- und Fernverkehr, Bus, Taxi und Fähre innerhalb einer Gemeinde oder bis 50 Kilometer (Nr. 10).
  • Übernachtungen in Hotels und auf Campingplätzen (Nr. 11). Leistungen wie Parkplatz oder Wellness gehören nicht dazu.
  • Speisen im Restaurant und beim Caterer, ohne Getränke (Nr. 15).
  • Eintritt für Theater, Konzerte und Museen (Nr. 7).
0 % für Solaranlagen

Für Solarmodule, Wechselrichter und Speicher auf oder bei Wohngebäuden gilt seit 2023 ein Steuersatz von 0 % (§ 12 Abs. 3 UStG).

Beispiele

Nettobrutto mit 19 %brutto mit 7 %Steuer in diesem Betrag als brutto
10 €11,90 €10,70 €1,60 €
100 €119,00 €107,00 €15,97 €
500 €595,00 €535,00 €79,83 €
1.000 €1.190,00 €1.070,00 €159,66 €
5.000 €5.950,00 €5.350,00 €798,32 €

Letzte Spalte: So viel 19-%-Steuer steckt im Betrag der ersten Spalte, wenn er ein Bruttobetrag ist.

Steuerfrei statt ermäßigt

Manche Leistungen sind nicht ermäßigt, sondern ganz von der Umsatzsteuer befreit (§ 4 UStG). Dazu gehören die Miete für eine Wohnung (Nr. 12), Heilbehandlungen beim Arzt (Nr. 14), Versicherungen (Nr. 10) sowie Kredite und viele Bankleistungen (Nr. 8). Auf deiner Mietabrechnung oder Arztrechnung steht deshalb keine Mehrwertsteuer.

Der Unterschied zum Satz von 0 %: Wer steuerfreie Leistungen erbringt, darf die Vorsteuer auf seine Einkäufe meist nicht abziehen. Beim Nullsatz für Solaranlagen dagegen schon. Für Verbraucher ist das Ergebnis dasselbe, auf der Rechnung steht keine Steuer.

Was auf der Rechnung steht

Bei kleinen Beträgen bis 250 € reicht eine vereinfachte Rechnung, typisch ist der Kassenbon: Name und Anschrift des Verkäufers, Datum, was gekauft wurde, der Bruttobetrag und der Steuersatz (§ 33 UStDV). Die Steuer muss dort nicht als eigener Betrag stehen, du rechnest sie mit der Formel oben heraus.

Über 250 € braucht eine Rechnung mehr: unter anderem deinen Namen und deine Anschrift, die Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Verkäufers, eine fortlaufende Rechnungsnummer, den Zeitpunkt der Leistung, den Nettobetrag, den Steuersatz und die Steuer als eigenen Betrag (§ 14 Abs. 4 UStG). Für Unternehmen ist das wichtig, denn nur mit einer korrekten Rechnung dürfen sie die Vorsteuer abziehen.

E-Rechnung zwischen Unternehmen

Seit 2025 müssen alle Unternehmen elektronische Rechnungen empfangen können. Papier- oder PDF-Rechnungen an andere Unternehmen sind nur noch für Umsätze bis Ende 2026 erlaubt, bis Ende 2027 für Unternehmen mit höchstens 800.000 € Vorjahresumsatz (§ 27 Abs. 38 UStG). Danach muss die Rechnung in einem strukturierten Format kommen, ein einfaches PDF reicht nicht mehr. Rechnungen an Privatleute sind davon nicht betroffen.

Vorsteuer und Zahllast für Selbstständige

Wer als Unternehmer Umsatzsteuer berechnet, darf die Steuer aus seinen eigenen Einkäufen abziehen, die Vorsteuer (§ 15 UStG). Ans Finanzamt geht nur der Unterschied, die Zahllast. Für den Betrieb ist die Umsatzsteuer deshalb ein durchlaufender Posten, bezahlt wird sie am Ende vom Endkunden.

Rechenbeispiel Ein Monat mit 10.000 € Umsatz und 3.000 € Einkauf, jeweils netto
Umsatzsteuer auf 10.000 € netto Umsatz
1.900,00 €
Vorsteuer aus 3.000 € netto Einkauf
−570,00 €
Zahllast ans Finanzamt
1.330,00 €

Wer vor allem an Privatkunden verkauft und wenig einkauft, trägt die Steuer faktisch selbst im Preis. Bis 25.000 € Umsatz im Vorjahr und 100.000 € im laufenden Jahr kannst du deshalb die Kleinunternehmerregelung wählen: keine Umsatzsteuer auf den Rechnungen, dafür kein Vorsteuerabzug. Bei vielen Geschäftskunden lohnt sie sich selten, weil die für die Steuer ohnehin nichts zahlen. Was für dich besser ist, zeigt der Kleinunternehmer-Rechner.

Voranmeldung und Fristen

Unternehmer melden die Umsatzsteuer vorab an, und zwar bis zum 10. Tag nach Ablauf des Zeitraums, elektronisch über ELSTER (§ 18 UStG). Wie oft, hängt von der Steuer im Vorjahr ab:

Zahllast im VorjahrVoranmeldung
Steuer im Vorjahr über 9.000 €monatlich
Steuer im Vorjahr bis 9.000 €vierteljährlich
Steuer im Vorjahr bis 2.000 €Befreiung möglich, nur Jahreserklärung

§ 18 Abs. 2 UStG, Grenzen seit 2025. Wer 2026 gründet, rechnet die voraussichtliche Steuer des ersten Jahres hoch (§ 18 Abs. 2 Satz 6).

Auf Antrag bekommst du einen Monat mehr Zeit, die Dauerfristverlängerung (§ 46 UStDV). Wer monatlich anmeldet, zahlt dafür einmal im Jahr eine Sondervorauszahlung von einem Elftel der Vorjahresvorauszahlungen, die mit der Dezember-Anmeldung verrechnet wird (§ 47 UStDV).

Normalerweise schuldest du die Steuer, sobald die Leistung erbracht ist, auch wenn der Kunde noch nicht bezahlt hat (Soll-Versteuerung). Bis 800.000 € Umsatz im Vorjahr und für Freiberufler kannst du beantragen, sie erst nach Zahlungseingang abzuführen (Ist-Versteuerung, § 20 UStG). Das schont die Liquidität, wenn Kunden spät zahlen.

Häufige Fragen

Wie rechne ich die Mehrwertsteuer aus einem Bruttobetrag heraus?
Teil den Bruttobetrag durch 1,19, das ist der Nettobetrag. Die Differenz zum Brutto ist die Steuer, direkt rechnest du sie mit Brutto × 19/119. Aus 119 € brutto werden so 100 € netto und 19 € Steuer. Beim ermäßigten Satz teilst du durch 1,07.
Warum ist die Steuer im Bruttobetrag nicht einfach 19 %?
Weil die 19 % auf den Nettobetrag aufgeschlagen werden. Im Bruttobetrag steckt deshalb 19/119 Steuer, rund 15,97 %. In 119 € sind es 19 €, nicht 22,61 €.
Welcher Satz gilt im Restaurant?
Für Speisen im Restaurant und beim Caterer gelten seit 1. Januar 2026 dauerhaft 7 %, egal ob du vor Ort isst oder mitnimmst. 2024 und 2025 waren es 19 %. Getränke bleiben bei 19 % (§ 12 Abs. 2 Nr. 15 UStG). Auf einer Rechnung stehen deshalb oft beide Sätze.
Muss ich als Kleinunternehmer Mehrwertsteuer ausweisen?
Nein, wer die Kleinunternehmerregelung nutzt, weist keine Umsatzsteuer aus und kann keine Vorsteuer abziehen. Ob du darunter fällst, zeigt der Kleinunternehmer-Rechner.
Was bedeutet Reverse Charge auf einer Rechnung?
Bei bestimmten Leistungen schuldet nicht der Verkäufer, sondern der Kunde die Umsatzsteuer, etwa bei Leistungen eines Unternehmers aus dem Ausland oder bei Bauleistungen an Bauunternehmen (§ 13b UStG). Die Rechnung weist dann keine Steuer aus und trägt den Hinweis „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“. Der Kunde meldet die Steuer an und zieht sie meist gleich wieder als Vorsteuer ab.
Muss ich auf Lieferungen an Firmen in anderen EU-Ländern Umsatzsteuer berechnen?
Nein, wenn der Kunde ein Unternehmen mit gültiger Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ist und die Ware in ein anderes EU-Land gelangt. Dann ist die Lieferung bei dir steuerfrei, der Kunde versteuert den Erwerb in seinem Land (§ 4 Nr. 1 b, § 6a UStG). Auf der Rechnung stehen beide Identifikationsnummern. Bei Privatkunden in anderen EU-Ländern bleibt es bei der deutschen Steuer, solange deine Verkäufe dorthin zusammen 10.000 € im Jahr nicht übersteigen, darüber gilt die Steuer des Ziellandes (§ 3c UStG).
Was passiert, wenn auf der Rechnung zu viel Steuer steht?
Dann schuldet der Verkäufer auch den zu hohen Betrag, bis er die Rechnung berichtigt (§ 14c UStG). Wer als Kleinunternehmer versehentlich Steuer ausweist, schuldet sie ebenfalls, bis er die Rechnung berichtigt (§ 14c Abs. 1 UStG). Ausgenommen sind laut Finanzministerium Rechnungen an Privatkunden über eine tatsächlich erbrachte Leistung (BMF-Schreiben vom 18.03.2025). Prüf deshalb vor dem Versand Satz und Betrag.
Ist Mehrwertsteuer dasselbe wie Umsatzsteuer?
Ja. Im Gesetz heißt sie Umsatzsteuer, im Alltag Mehrwertsteuer. Gemeint ist dieselbe Steuer auf Lieferungen und Leistungen.

Quellen

  1. § 33 UStDV: Rechnungen bis 250 € gesetze-im-internet.de
  2. § 14 UStG: Pflichtangaben auf Rechnungen gesetze-im-internet.de
  3. § 4 UStG: Steuerbefreiungen gesetze-im-internet.de
  4. § 3c UStG: Fernverkauf an Privatkunden in der EU, Schwelle 10.000 € gesetze-im-internet.de
  5. § 12 UStG: Steuersätze: 19 %, 7 % und 0 % gesetze-im-internet.de
  6. Anlage 2 UStG: Liste der Gegenstände mit ermäßigtem Satz gesetze-im-internet.de

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