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Festgeldrechner 2026: Zinsen berechnen

Beim Festgeld legst du Geld für eine feste Zeit zu einem festen Zins an. 10.000 € bringen für zwei Jahre zu 2,64 %, dem Durchschnitt neuer Festgelder im August 2026 laut Bundesbank, 534,97 € Zinsen. Täglich fällige Einlagen, also Tagesgeld- und Girokonten, brachten im Schnitt nur 0,51 %. Der Rechner zeigt Zinsen, Zinseszins und was nach Steuern bleibt.

Stand: So werden die Rechner geprüft

Festgeld-Rechner

Auszahlung am Ende

10.534,97 €

davon Zinsen 534,97 €

10.000 € bringen bei 2,64 % in 2 Jahren 534,97 € Zinsen, mit Zinseszins.

Anlage
10.000 €
Zinsen
534,97 €
Steuer
0,00 €

Vorher prüfen: Festgeld lässt sich meist nicht vorzeitig kündigen. Leg nur Geld an, das du bis zum Ende der Laufzeit sicher nicht brauchst. Bis 100.000 € je Bank und Kunde ist es gesetzlich abgesichert.

Auf dieser Seite
  1. So rechnest du Festgeldzinsen
  2. Zinsen nach Laufzeit
  3. Zinsentwicklung seit 2019
  4. Festgeld-Treppe
  5. Steuer
  6. Festgeld und Inflation
  7. Festgeld im EU-Ausland
  8. Einlagensicherung
  9. Festgeld, Tagesgeld, Sparbuch
  10. Häufige Fragen
  11. Quellen

So rechnest du Festgeldzinsen

Für ein Jahr ist die Rechnung einfach: Kapital mal Zinssatz. Über mehrere Jahre kommt es darauf an, was mit den Zinsen passiert. Zahlt die Bank sie jedes Jahr aus, verzinst sich nur das Kapital, und es gibt jedes Jahr denselben Betrag. Schreibt sie die Zinsen dem Festgeld gut, werden sie im nächsten Jahr mitverzinst. Das ist der Zinseszins.

Zinsen mit Auszahlung = Kapital × Zinssatz × Jahre

Endbetrag mit Zinseszins = Kapital × (1 + Zinssatz)^Jahre

Rechenbeispiel 10.000 € für 3 Jahre zu 2,72 %
Zinsen bei jährlicher Auszahlung: 10.000 € × 2,72 % × 3
816,00 €
Endbetrag mit Zinseszins: 10.000 € × 1,0272³
10.838,40 €
Zinsen mit Zinseszins
838,40 €

Der Zinseszins bringt hier 22,40 € mehr. Je höher Zins und Laufzeit, desto größer wird der Unterschied.

Läuft das Festgeld kürzer als ein Jahr, rechnet die Bank anteilig nach Tagen: Kapital × Zinssatz × Tage ÷ 365. 10.000 € für sechs Monate (182 Tage) zu 2,28 % bringen 113,69 €. Manche Banken rechnen mit 360 Tagen im Jahr und 30 Tagen je Monat. Welche Methode deine Bank nutzt, steht in ihren Bedingungen.

Zinsen nach Laufzeit

LaufzeitDurchschnittszinsZinsen auf 10.000 €
1 Jahr2,28 %228,00 €
2 Jahre2,64 %534,97 €
3 Jahre2,72 %838,40 €
5 Jahre2,72 %1.436,02 €

Bundesbank-Durchschnitt für neue Einlagen privater Haushalte, August 2026 (vorläufig). Zinseszins bei jährlicher Gutschrift, vor Steuern.

Längere Laufzeiten bringen zurzeit nur wenig mehr. Du bindest dein Geld also länger für einen kleinen Aufschlag. Einzelne Angebote liegen deutlich über oder unter dem Durchschnitt.

Zinsen nach Betrag und Laufzeit

Betrag1 Jahr2 Jahre3 Jahre5 Jahre
5.000 €114 €267 €419 €718 €
10.000 €228 €535 €838 €1.436 €
25.000 €570 €1.337 €2.096 €3.590 €
50.000 €1.140 €2.675 €4.192 €7.180 €

Zinsen vor Steuern mit Zinseszins, Bundesbank-Durchschnitt für die jeweilige Laufzeit (August 2026).

Zinsentwicklung seit 2019

Zeitpunktbis 1 Jahr1 bis 2 Jahreüber 2 Jahre
Dezember 20190,08 %0,49 %0,60 %
Dezember 2020-0,01 %0,40 %0,59 %
Dezember 2021-0,07 %0,20 %0,51 %
Dezember 20221,53 %2,01 %1,52 %
Dezember 20233,37 %3,25 %3,17 %
Dezember 20242,48 %2,27 %2,11 %
Dezember 20251,79 %2,00 %2,31 %
August 20262,28 %2,64 %2,72 %

Effektivzins neuer Festgelder privater Haushalte, Durchschnitt aller Banken in Deutschland. Quelle: Deutsche Bundesbank, MFI-Zinsstatistik (SUD102 bis SUD104).

Bis Mitte 2022 gab es für kurze Festgelder fast nichts, Ende 2021 lag der Schnitt sogar knapp unter null. Dann hob die EZB ihre Leitzinsen an, und die Festgeldzinsen folgten bis auf 3,46 % im November 2023. Mit den Zinssenkungen der EZB ab Mitte 2024 gingen sie wieder zurück, 2026 zogen sie erneut an. Wie es weitergeht, hängt vor allem an der Geldpolitik. Dein laufendes Festgeld betrifft das nicht, sein Zins steht fest.

Die Festgeld-Treppe

Statt alles für eine Laufzeit festzulegen, verteilst du das Geld auf mehrere. Jedes Jahr wird ein Teil frei, und du kannst neu entscheiden, zum dann gültigen Zins.

Rechenbeispiel 30.000 € auf drei Laufzeiten verteilt
10.000 € für 1 Jahr zu 2,28 %
228,00 €
10.000 € für 2 Jahre zu 2,64 %
534,97 €
10.000 € für 3 Jahre zu 2,72 %
838,40 €
Zinsen zusammen
1.601,37 €

Mit den Durchschnittszinsen für die jeweilige Laufzeit, Zinseszins, vor Steuern.

Steuer auf Festgeldzinsen

Zinsen bleiben bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € im Jahr steuerfrei, darüber zieht die Bank Abgeltungsteuer und Soli ab. Der Rechner rechnet die Steuer für jedes Jahr getrennt, so wie die Bank sie bei jährlicher Zinsgutschrift abführt.

Versteuert werden Zinsen in dem Jahr, in dem sie gutgeschrieben oder ausgezahlt werden (§ 11 Abs. 1 EStG). Zahlt die Bank alles erst am Ende der Laufzeit, landen die Zinsen mehrerer Jahre in einem einzigen Jahr. 25.000 € für 3 Jahre zu 2,72 % bringen 2.096,00 € Zinsen. Bei jährlicher Gutschrift bleibt jedes Jahr unter dem Pauschbetrag, Steuer fällt keine an. Kommen die Zinsen auf einmal, sind 289,07 € fällig, wenn du keine anderen Kapitalerträge hast und keine Kirchensteuer zahlst.

Freistellungsauftrag nicht vergessen

Ohne Freistellungsauftrag zieht die Bank Steuer ab, auch wenn du unter dem Pauschbetrag bleibst. Zurück bekommst du sie dann erst über die Steuererklärung.

Festgeld und Inflation

Festgeld über mehrere Jahre brachte im August 2026 im Schnitt 2,72 %, die Preise stiegen zuletzt um 2,9 % (August 2026). Real ist das ein Minus von 0,17 % im Jahr, vor Steuern. Festgeld schützt dein Geld also vor Schwankungen, aber nicht zuverlässig vor der Teuerung. Für Geld, das du erst in vielen Jahren brauchst, lohnt ein Blick auf breit gestreute Aktienfonds, mit deutlich mehr Schwankung.

Festgeld im EU-Ausland

Über Zinsportale bieten Banken aus anderen EU-Ländern oft mehr Zinsen. Geschützt ist das Geld dort über die Einlagensicherung des jeweiligen Landes, nach EU-Recht ebenfalls bis 100.000 € je Kunde und Bank. Im Ernstfall hängt die Auszahlung aber vom Sicherungssystem dieses Landes ab.

Manche Länder behalten auf Zinsen eine eigene Quellensteuer ein. Die kannst du dir teils mit einem Formular zurückholen oder in der deutschen Steuererklärung anrechnen lassen, das kostet Aufwand. Deutsche Banken ziehen die Abgeltungsteuer dagegen direkt ab und berücksichtigen deinen Freistellungsauftrag.

Einlagensicherung: 100.000 € und mehr

Festgeld bei einer Bank in der EU ist gesetzlich bis 100.000 € je Kunde und Bank geschützt, egal wie viele Konten du dort hast (§ 8 Abs. 1 EinSiG). Fällt eine deutsche Bank aus, muss die Entschädigung spätestens sieben Arbeitstage nach der Feststellung durch die BaFin fließen, ohne Antrag (§ 14 EinSiG).

Gezählt werden alle Konten bei derselben Bank zusammen, mit den aufgelaufenen Zinsen (§ 7 Abs. 2 und 3 EinSiG). Bei einem Gemeinschaftskonto zählt der Anteil jedes Inhabers, im Zweifel zu gleichen Teilen (§ 7 Abs. 4). Die EU-Richtlinie über Einlagensicherungssysteme schreibt die 100.000 € und die Auszahlung binnen sieben Arbeitstagen für alle Mitgliedstaaten vor (Art. 6 und 8 der Richtlinie 2014/49/EU).

Für bestimmte Einmalbeträge steigt der Schutz für sechs Monate auf bis zu 500.000 €: etwa den Erlös aus dem Verkauf der selbstgenutzten Wohnung oder Geld, das mit Heirat, Scheidung, Ruhestand, Kündigung oder einem Todesfall zusammenhängt (§ 8 Abs. 2 EinSiG). Zusätzlich sichern die Verbände der privaten Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken freiwillig ab. Auf diese freiwillige Sicherung besteht aber kein Rechtsanspruch.

Festgeld, Tagesgeld, Sparbuch oder Bundeswertpapier

AnlageZugriffZins
Festgelderst am Ende der Laufzeitfest für die Laufzeit, im Schnitt 2,64 % für bis zu zwei Jahre
Tagesgeldjederzeitvariabel, mit Girokonten zusammen im Schnitt 0,51 %
Sparbuchdrei Monate Kündigungsfrist, bis 2.000 € im Monat ohne Kündigungvariabel, im Schnitt 0,73 %
Bundeswertpapieretäglich an der Börse verkaufbar, vor Fälligkeit zum aktuellen Kursfester Kupon, Rendite hängt vom Kaufkurs ab

Durchschnittszinsen der Bundesbank für neue Einlagen, Stand August 2026. Spareinlagen nach § 21 Abs. 4 RechKredV.

Festgeld lohnt sich für Geld, das du sicher für eine feste Zeit nicht brauchst. Eine Reserve für Notfälle gehört aufs Tagesgeld. Bundeswertpapiere brauchen keine Einlagensicherung, weil der Bund zahlt, schwanken bei einem Verkauf vor Fälligkeit aber im Kurs.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Zinsen für Festgeld?
Für ein Jahr: Kapital mal Zinssatz. Über mehrere Jahre mit Zinseszins: Kapital × (1 + Zinssatz)^Jahre, davon das Kapital abziehen. 10.000 € für drei Jahre zu 2,72 % ergeben so 838,40 € Zinsen. Bei kürzeren Laufzeiten rechnet die Bank anteilig nach Tagen.
Wie hoch sind die Festgeldzinsen aktuell?
Laut Bundesbank bekamen private Haushalte im August 2026 für neue Festgelder im Schnitt 2,28 % bis ein Jahr, 2,64 % für ein bis zwei Jahre und 2,72 % für längere Laufzeiten. Das sind Durchschnitte über alle Banken. Einzelne Angebote liegen darüber oder darunter, die nächste Zahl veröffentlicht die Bundesbank Anfang des übernächsten Monats.
Ist ein Gemeinschaftskonto doppelt abgesichert?
Ja, im Ergebnis schon. Bei einem Gemeinschaftskonto zählt der Anteil jedes Inhabers, ohne besondere Regel je zur Hälfte (§ 7 Abs. 4 EinSiG). Ein Paar ist damit bei einer Bank bis 200.000 € geschützt. Hast du dort zusätzlich ein eigenes Konto, zählt es mit deinem Anteil zusammen (§ 7 Abs. 3).
Kann ich Festgeld vorzeitig kündigen?
In der Regel nicht. Du legst das Geld für die vereinbarte Zeit fest. Manche Banken erlauben eine vorzeitige Auflösung gegen einen Zinsabschlag, das steht in den Bedingungen. Leg deshalb nur Geld an, das du bis zum Ende sicher nicht brauchst.
Werden die Zinsen jährlich oder am Ende gezahlt?
Das hängt vom Angebot ab. Zahlt die Bank alle Zinsen erst am Ende, fallen sie steuerlich in ein einziges Jahr. Dann nutzt du den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € nur einmal, bei jährlicher Zahlung jedes Jahr. Bei größeren Beträgen kann das einige Euro Steuer ausmachen.
Wie sicher ist Festgeld?
Bei Banken in der EU sind bis 100.000 € je Kunde und Bank gesetzlich abgesichert. Achte bei ausländischen Banken darauf, welches Land für die Sicherung zuständig ist.
Warum ändern sich die Festgeldzinsen?
Banken richten neue Angebote nach ihren Refinanzierungskosten, die den Leitzinsen der EZB und den Zinsen am Kapitalmarkt folgen. Dein laufendes Festgeld bleibt davon unberührt, der Zins ist für die ganze Laufzeit fest.
Wie verteile ich den Sparer-Pauschbetrag auf mehrere Banken?
Über Freistellungsaufträge. Du teilst die 1.000 € im Jahr frei auf, etwa nach den erwarteten Zinsen je Bank. Reicht ein Auftrag nicht, zieht die Bank Steuer ab. Die holst du dir über die Anlage KAP zurück, solange der Pauschbetrag insgesamt nicht ausgeschöpft ist.
Was passiert am Ende der Laufzeit?
Je nach Bank wird das Geld aufs Referenzkonto ausgezahlt oder automatisch neu angelegt, dann oft zum aktuellen, vielleicht niedrigeren Zins. Prüf die Bedingungen und vergleiche rechtzeitig.

Quellen

  1. Bundesbank: MFI-Zinsstatistik: Zinsen auf Einlagen mit vereinbarter Laufzeit, Stand August 2026 bundesbank.de
  2. § 20 EStG: Sparer-Pauschbetrag (Abs. 9) gesetze-im-internet.de
  3. § 7 EinSiG: Alle Konten zusammen, Gemeinschaftskonten anteilig gesetze-im-internet.de
  4. § 11 EStG: Zufluss im Jahr der Gutschrift gesetze-im-internet.de
  5. Richtlinie 2014/49/EU über Einlagensicherungssysteme: Deckung 100.000 € und Auszahlung binnen sieben Arbeitstagen in der ganzen EU (Art. 6, 8) eur-lex.europa.eu
  6. § 8 EinSiG: Einlagensicherung bis 100.000 €, bis 500.000 € bei bestimmten Anlässen gesetze-im-internet.de
  7. § 14 EinSiG: Auszahlung binnen sieben Arbeitstagen gesetze-im-internet.de
  8. § 21 RechKredV: Spareinlagen: drei Monate Kündigungsfrist, 2.000 € frei gesetze-im-internet.de

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