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Bitcoin-Steuer-Rechner 2026

Gewinne aus Bitcoin und anderen Kryptowerten sind steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr liegt. Verkaufst du früher, zählt der Gewinn zu deinem Einkommen und wird mit deinem persönlichen Steuersatz besteuert, nicht mit der Abgeltungsteuer. Bei 7.000 € Gewinn und 45.000 € übrigem Einkommen sind das 2.422 €.

Stand: So werden die Rechner geprüft

Bitcoin-Steuer-Rechner

Steuer auf den Gewinn

2.422,00 €

Gewinn 7.000,00 € · nach Steuer 4.578,00 € · 34,6 % vom Gewinn

Der Gewinn erhöht dein Einkommen, darauf fallen 2.422,00 € an. Steuerfrei wäre ein Verkauf ab dem 16. Januar 2027, also 110 Tage später.

Einkommensteuer
2.422,00 €
Soli
0,00 €
Kirchensteuer
0,00 €

Freigrenze, kein Freibetrag: Liegt der Gewinn aller privaten Verkäufe im Jahr bei 1.000 € oder mehr, ist er ganz steuerpflichtig, auch der Teil unter der Grenze. Ein einziger Euro kann so ein paar Hundert Euro Steuer kosten.

Auf dieser Seite
  1. So wird gerechnet
  2. Die Jahresfrist
  3. Freigrenze
  4. Tausch, Staking, Verluste
  5. Mehrere Käufe: Fifo
  6. Häufige Fragen
  7. Quellen

So wird die Krypto-Steuer berechnet

Gewinn = Verkaufserlös − Anschaffungskosten − Gebühren

Steuerpflichtig ist der Gewinn nur, wenn du innerhalb eines Jahres nach dem Kauf verkaufst und alle privaten Veräußerungsgewinne des Jahres zusammen die Freigrenze erreichen. Dann kommt er zu deinem übrigen Einkommen, und es gilt dein persönlicher Steuersatz (§ 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, Abs. 3 EStG).

Rechenbeispiel Bitcoin für 5.000 € gekauft, für 12.000 € verkauft
Verkaufserlös
12.000 €
Kaufpreis samt Gebühren
−5.000 €
Gewinn, Verkauf nach 256 Tagen
7.000 €
Über der Freigrenze von 1.000 €, also voll steuerpflichtig
7.000 €
Einkommensteuer und Soli darauf bei 45.000 € übrigem Einkommen
2.422 €

Alleinstehend, ohne Kirchensteuer. Die Steuer ist die Differenz der Einkommensteuer mit und ohne den Gewinn, gerechnet mit dem Tarif 2026.

Steuer nach Gewinn und Einkommen

Gewinn30.000 € Einkommen45.000 € Einkommen70.000 € Einkommen
2.000 €570 €675 €840 €
5.000 €1.453 €1.713 €2.102 €
10.000 €2.992 €3.512 €4.452 €
20.000 €6.331 €7.370 €9.151 €

Einkommensteuer und Soli auf einen Gewinn innerhalb der Jahresfrist, auf volle Euro gerundet. Alleinstehend, ohne Kirchensteuer, zu versteuerndes Einkommen ohne den Gewinn.

Die Jahresfrist auf den Tag

Steuerpflichtig ist ein Verkauf, wenn zwischen Kauf und Verkauf „nicht mehr als ein Jahr" liegt (§ 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG). Am Jahrestag des Kaufs läuft die Frist also noch. Steuerfrei verkaufst du erst am Tag danach.

gekauft amsteuerfrei ab
15. Januar 202616. Januar 2027
31. Dezember 20251. Januar 2027
29. Februar 20241. März 2025

Fehlt der Jahrestag, wie beim 29. Februar, endet die Frist am Monatsletzten.

Staking verlängert die Frist nicht

Das Gesetz kennt eine Frist von zehn Jahren für Wirtschaftsgüter, mit denen du Einkünfte erzielst. Die Finanzverwaltung wendet sie auf Kryptowährungen nicht an, auch nicht beim Staking oder Lending (BMF-Schreiben vom 6. März 2025).

Freigrenze: alles oder nichts

Bleibt der Gewinn aus allen privaten Veräußerungsgeschäften eines Jahres unter 1.000 €, ist er steuerfrei (§ 23 Abs. 3 Satz 5 EStG). Dazu zählen neben Krypto auch Gold oder ein Kunstwerk, das du innerhalb eines Jahres verkaufst. Erreicht er die Grenze, ist der ganze Gewinn steuerpflichtig. Die 1.000 € gelten seit 2024, bis 2023 lag die Grenze bei 600 €. Für eine ältere Steuererklärung rechnest du also mit der alten Grenze.

Gewinn im JahrSteuer
999 €0 €
1.000 €336 €
1.500 €505 €
5.000 €1.713 €

Alleinstehend, 45.000 € zu versteuerndes Einkommen, ohne Kirchensteuer.

Tausch, Staking, Verluste

  • Tausch: Tauschst du Bitcoin gegen eine andere Kryptowährung, gilt das als Verkauf. Für die neuen Einheiten beginnt die Jahresfrist von vorn. Dasselbe gilt, wenn du mit Krypto bezahlst.
  • Staking und Lending: Die Belohnungen sind sonstige Einkünfte. Steuerfrei bleiben sie, wenn sie im Jahr zusammen unter 256 € liegen (§ 22 Nr. 3 EStG). Die Jahresfrist für die eingesetzten Coins verlängert sich dadurch nicht auf zehn Jahre, die Sonderregel in § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 4 EStG wendet die Finanzverwaltung auf Kryptowährungen nicht an.
  • Mining: Erzeugte Coins gelten als angeschafft. Die Einnahmen sind je nach Umfang gewerbliche oder sonstige Einkünfte, ab dem Zeitpunkt läuft für die Coins die Jahresfrist.
  • Hard Fork: Spaltet sich eine Blockchain, ist das im Privatvermögen noch kein Einkommen. Die Anschaffungskosten der alten Coins werden nach den Kursen zum Zeitpunkt der Spaltung auf alte und neue Coins verteilt, und für die neuen gilt das Kaufdatum der alten. Verkaufst du sie innerhalb eines Jahres nach diesem Datum, ist der Gewinn steuerpflichtig.
  • Airdrops: Musst du dafür etwas tun, etwa Daten teilen oder für ein Projekt werben, sind die Coins sonstige Einkünfte. Bekommst du sie ohne Gegenleistung, kann es eine Schenkung sein.
  • Verluste: Sie lassen sich nur mit Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften verrechnen, im selben Jahr, im Vorjahr oder in späteren Jahren (§ 23 Abs. 3 EStG). Dafür musst du sie in der Steuererklärung angeben.

Mehrere Käufe: welche Coins du verkaufst

Hast du dieselbe Kryptowährung mehrmals gekauft, entscheidet die Reihenfolge, welche Einheiten du verkaufst und ob die Jahresfrist schon um ist. Kannst du die Einheiten nicht einzeln zuordnen, gilt nach dem BMF-Schreiben vom 6. März 2025: zuerst gekauft, zuerst verkauft (Fifo), getrennt für jede Wallet und jedes Konto bei einer Börse.

  1. Käufe0,5 BTC am 1. Februar 2025 und 0,5 BTC am 1. März 2026.
  2. Verkauf0,6 BTC am 15. April 2026.
  3. Zuordnung nach FifoZuerst gehen die 0,5 BTC von 2025 raus, sie sind länger als ein Jahr gehalten und steuerfrei. Die übrigen 0,1 BTC stammen vom März 2026, ihr Gewinn ist steuerpflichtig.

Weil das Fifo-Prinzip je Wallet gilt, kann es sich lohnen, ältere Coins auf einer eigenen Wallet zu halten. Halte Kaufdatum, Menge, Preis und Gebühren für jede Einheit fest, Steuer-Tools für Krypto lesen dafür die Exporte deiner Börsen ein.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Steuer auf meinen Bitcoin-Gewinn?
Erlös minus Kaufpreis minus Gebühren ergibt den Gewinn (§ 23 Abs. 3 Satz 1 EStG). Liegt der Verkauf innerhalb eines Jahres nach dem Kauf und alle Gewinne des Jahres zusammen bei mindestens 1.000 €, kommt der ganze Gewinn zu deinem übrigen Einkommen. Die Steuer ist der Unterschied zwischen der Einkommensteuer mit und ohne Gewinn. Im Beispiel oben sind das 2.422 €.
Muss ich auch steuerfreie Verkäufe nach einem Jahr angeben?
Nein, Gewinne nach mehr als einem Jahr sind nicht steuerbar und gehören nicht in die Anlage SO. Bewahre die Belege trotzdem auf, damit du die Haltedauer nachweisen kannst, wenn das Finanzamt fragt. Seit 2026 melden Krypto-Plattformen deine Transaktionen ohnehin.
Wo gebe ich Krypto-Gewinne in der Steuererklärung an?
In der Anlage SO bei den privaten Veräußerungsgeschäften, und zwar jeden Verkauf innerhalb der Jahresfrist, auch Verluste. Gewinne nach mehr als einem Jahr sind nicht steuerbar und gehören dort nicht hinein.
Gilt die Freigrenze für Ehepaare doppelt?
Ja. Jeder Ehepartner hat seine eigene Freigrenze von 1.000 €, auch bei gemeinsamer Veranlagung. Sie lässt sich aber nicht übertragen: Hat einer 1.400 € Gewinn und der andere nichts, ist der Gewinn voll steuerpflichtig.
Zählen die Gebühren der Börse?
Ja. Gebühren beim Kauf erhöhen die Anschaffungskosten, Gebühren beim Verkauf mindern den Erlös (§ 23 Abs. 3 EStG). Trag im Rechner deshalb den Kaufpreis mit und den Erlös ohne Gebühren ein.
Welche Einheiten habe ich verkauft, wenn ich mehrmals gekauft habe?
Am besten ordnest du jede Einheit einzeln zu. Geht das nicht, gilt nach Auffassung der Finanzverwaltung: zuerst gekauft, zuerst verkauft (Fifo), und zwar für jede Wallet getrennt. Das entscheidet auch, ob die Jahresfrist schon um ist.
Welcher Steuersatz gilt für Krypto-Gewinne?
Dein persönlicher Einkommensteuersatz, nicht die Abgeltungsteuer von 25 %. Krypto-Gewinne innerhalb der Jahresfrist kommen zu deinem übrigen Einkommen dazu und werden mit deinem Grenzsteuersatz versteuert, dazu Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer.
Welche Unterlagen brauche ich?
Für jede Transaktion Datum, Menge, Preis in Euro und Gebühren, dazu die Wallet-Adressen und Börsenauszüge. Das BMF-Schreiben zu Kryptowerten verlangt, dass du Käufe, Verkäufe und Tausche nachweisen kannst. Exportiere die Daten deiner Börsen regelmäßig, bevor Konten geschlossen werden.
Erfährt das Finanzamt von meinen Verkäufen?
Zunehmend ja. Seit 2026 müssen Krypto-Plattformen in der EU die Transaktionen ihrer Kunden erfassen und jedes Jahr an die Steuerbehörden melden, erstmals 2027 für das Jahr 2026. In Deutschland regelt das das Kryptowerte-Steuertransparenzgesetz vom 22. Dezember 2025, die erste Meldung an das Bundeszentralamt für Steuern ist bis zum 31. Juli 2027 fällig.

Quellen

  1. Bundeszentralamt für Steuern: DAC8, Verfahren: Meldepflichten der Krypto-Anbieter nach dem Kryptowerte-Steuertransparenzgesetz bzst.de
  2. BMF-Schreiben vom 6. März 2025: Einzelfragen zu Kryptowerten, auch Staking, Mining, Airdrops bundesfinanzministerium.de
  3. § 23 EStG: Jahresfrist, Freigrenze, Verluste gesetze-im-internet.de
  4. Senatsverwaltung für Finanzen Berlin: FAQ Kryptowerte: Freigrenze bis 2023, Fifo, Anlage SO, Belege berlin.de
  5. Deubner: BMF-Schreiben vom 6. März 2025: Zusammenfassung, Hard Fork und Fifo je Wallet deubner-steuern.de
  6. § 22 EStG: Staking-Erträge als sonstige Einkünfte gesetze-im-internet.de
  7. BMF-Schreiben vom 6. März 2025: Einzelfragen zu Kryptowerten bundesfinanzministerium.de

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