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Übergangsgeld-Rechner 2026

Das Übergangsgeld ersetzt während einer Reha der Rentenversicherung deinen Lohn. Grundlage sind 80 % des Bruttos, höchstens das Netto. Davon gibt es 75 % mit Kind und 68 % ohne. Bei 3.000 € brutto in Steuerklasse I mit Kind sind das 1.550,70 € im Monat. Steuern und Sozialbeiträge gehen davon nicht ab.

Stand: So werden die Rechner geprüft

Übergangsgeld-Rechner

Übergangsgeld im Monat (30 Tage)

1.550,70 €

51,69 € am Tag · 75 % deines Nettos

Grundlage sind 80 % deines Bruttos, höchstens dein Netto: 2.067,60 € im Monat. Davon zahlt die Rentenversicherung 75 %. Steuern und Sozialbeiträge gehen nicht ab.

Je Kalendertag
51,69 €
Weniger als Netto
516,80 €
Krankengeld zum Vergleich
1.629,90 €

So wird gerechnet (je Kalendertag)

Regelentgelt: Brutto ÷ 30100,00 €
80 % des Regelentgelts80,00 €
Netto ÷ 3068,92 €
Berechnungsgrundlage: der kleinere Wert68,92 €
Übergangsgeld: 75 % davon51,69 €

Erst der Arbeitgeber · Während einer bewilligten Reha zahlt dein Arbeitgeber das Gehalt bis zu sechs Wochen weiter wie bei Krankheit (§ 9 mit § 3 EntgFG). Warst du vorher wegen derselben Krankheit krankgeschrieben, zählen diese Wochen mit. Übergangsgeld gibt es erst, wenn kein Gehalt mehr fließt.

Auf dieser Seite
  1. So wird gerechnet
  2. Regeln und Werte 2026
  3. Übergangsgeld nach Gehalt
  4. Weihnachts- und Urlaubsgeld
  5. Häufige Fragen
  6. Quellen

Übergangsgeld berechnen: So wird gerechnet

  1. RegelentgeltDas laufende Brutto des letzten abgerechneten Monats vor der Reha geteilt durch 30, ohne Einmalzahlungen. Warst du vorher krankgeschrieben, zählt der Monat vor der Krankschreibung (§ 67 Abs. 1 SGB IX). Höchstens zählt die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung, 281,67 € am Tag.
  2. Berechnungsgrundlage80 % des Regelentgelts, aber nicht mehr als das Netto je Kalendertag (§ 66 Abs. 1). Bei den meisten Gehältern ist das Netto der kleinere Wert.
  3. Satz75 %, wenn du ein Kind hast, für das Kindergeld gezahlt werden kann, auch an den anderen Elternteil, ein Stiefkind im Haushalt lebt oder dein Ehepartner im selben Haushalt nicht arbeiten kann, weil er dich pflegt oder selbst Pflege braucht, und dafür keine Leistungen der Pflegeversicherung bekommt (§ 66 Abs. 1 Satz 3 SGB IX). Sonst 68 %.
  4. AuszahlungDie Rentenversicherung zahlt je Kalendertag. Beiträge zur Sozialversicherung trägt sie selbst, abgezogen wird höchstens der Zuschlag zur Pflegeversicherung für Kinderlose.
Rechenweg 3.000 € brutto, Steuerklasse I, mit Kind
Brutto 3.000 € ÷ 30 = Regelentgelt je Tag
100,00 €
80 % davon
80,00 €
Netto 2.067,50 € ÷ 30
68,92 €
Berechnungsgrundlage: der kleinere Wert
68,92 €
Übergangsgeld 75 % je Kalendertag
51,69 €
× 30 Tage
1.550,70 €

Ohne Kind wären es 68 % und damit 1.382,70 € im Monat, für Kinderlose ab 23 schon nach Abzug des Pflegezuschlags. Das Krankengeld läge bei demselben Gehalt bei 1.629,90 € nach Abzügen.

Regeln und Werte 2026

RegelWertGrundlage
Berechnungsgrundlage80 % des Regelentgelts, höchstens Netto§ 66 Abs. 1 SGB IX
Übergangsgeld mit Kind, Stiefkind oder Ehepartner, der wegen Pflege nicht arbeiten kann75 %§ 66 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 SGB IX
Übergangsgeld sonst68 %§ 66 Abs. 1 Satz 3 Nr. 2 SGB IX
Regelentgelt je KalendertagMonatsbrutto vor Reha oder Krankschreibung ÷ 30§ 67 Abs. 1 SGB IX
Einmalzahlungen der letzten 12 Monate÷ 360 dazu, soweit beitragspflichtig§ 67 Abs. 1 Satz 6 SGB IX
Nach einem JahrAnpassung an die Lohnentwicklung§ 70 SGB IX
Regelentgelt höchstens (Rentenversicherung)281,67 € am Tag§ 66 Abs. 1 Satz 1 SGB IX
Renten- und Arbeitslosenbeiträgeträgt der Reha-Träger§ 170 SGB VI, § 347 SGB III
Kranken- und Pflegebeiträgeträgt der Reha-Träger§ 251 SGB V, § 59 Abs. 1 SGB XI
Zuschlag Pflegeversicherung für Kinderlose0,6 % auf 80 % des Regelentgelts, selbst§ 59 Abs. 5 SGB XI
Einkommensteuersteuerfrei, Progressionsvorbehalt§ 3 Nr. 1 c, § 32b EStG

Neuntes und Sechstes Buch Sozialgesetzbuch, Rechengrößen 2026.

Übergangsgeld nach Gehalt: Tabelle

Übergangsgeld im Monat (30 Tage) bei Steuerklasse I ohne Kirchensteuer, ohne Einmalzahlungen:

BruttoNettoÜbergangsgeld 75 %Übergangsgeld 68 %Krankengeld zum Vergleich
1.500 €1.172,84 €879,60 €797,40 €919,50 €
2.000 €1.485,92 €1.114,50 €1.010,40 €1.171,50 €
2.500 €1.780,09 €1.335,30 €1.210,50 €1.403,70 €
3.000 €2.067,50 €1.550,70 €1.406,10 €1.629,90 €
3.500 €2.348,17 €1.761,00 €1.596,60 €1.851,00 €
4.000 €2.622,17 €1.966,80 €1.783,20 €2.067,30 €
5.000 €3.149,92 €2.362,50 €2.142,00 €2.483,40 €
6.000 €3.663,37 €2.747,40 €2.490,90 €2.888,10 €
8.000 €4.713,87 €3.535,50 €3.205,50 €3.564,60 €

Netto geschätzt mit gesetzlicher Krankenversicherung und durchschnittlichem Zusatzbeitrag, als Eltern ohne Zuschlag zur Pflegeversicherung. 68 % gilt etwa für Eltern, deren Kinder kein Kindergeld mehr bekommen. Krankengeld nach Abzug der Beiträge.

Weihnachts- und Urlaubsgeld erhöhen das Übergangsgeld

Einmalzahlungen der letzten zwölf Monate kommen mit einem 360. Teil zum Regelentgelt (§ 67 Abs. 1 Satz 6 SGB IX), beim Netto im selben Verhältnis wie dein laufendes Netto zum Brutto (§ 66 Abs. 2). Mit 3.000 € Weihnachtsgeld steigt das Übergangsgeld im Beispiel von 1.550,70 € auf 1.680,00 € im Monat. Mehr als dein laufendes Netto je Tag gibt es aber nicht.

Häufige Fragen

Wie hoch ist das Übergangsgeld?
Grundlage sind 80 % deines Bruttos, höchstens dein Netto. Davon bekommst du 75 % mit Kind und 68 % ohne. Weil 80 % des Bruttos bei den meisten über dem Netto liegen, läuft es meist auf 75 % oder 68 % des Nettos hinaus. Bei 3.000 € brutto in Steuerklasse I sind das 1.550,70 € im Monat mit Kind und 1.382,70 € ohne Kind und kinderlos.
Wird Übergangsgeld versteuert?
Nein, Übergangsgeld der Rentenversicherung ist steuerfrei (§ 3 Nr. 1 c EStG). Es erhöht aber den Steuersatz auf dein übriges Einkommen im selben Jahr (Progressionsvorbehalt, § 32b EStG). Deshalb kann eine Nachzahlung kommen, und bei mehr als 410 € Übergangsgeld im Jahr musst du eine Steuererklärung abgeben (§ 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG).
Welches Gehalt zählt, wenn ich vorher krankgeschrieben war?
Das Gehalt aus dem letzten abgerechneten Monat vor der Krankschreibung, nicht das niedrigere Teilgehalt kurz vor der Reha (§ 67 Abs. 1 SGB IX). Hast du schon Krankengeld bekommen, rechnet die Rentenversicherung mit demselben Entgelt wie die Krankenkasse (§ 69 SGB IX). Während der Reha ruht das Krankengeld.
Wird das Übergangsgeld nach einem Jahr erhöht?
Ja. Liegt das Ende des Bemessungszeitraums mehr als ein Jahr zurück, etwa nach langem Krankengeld, wird die Berechnungsgrundlage an die Entwicklung der Löhne angepasst (§ 70 SGB IX). Den Faktor gibt das Bundesarbeitsministerium jedes Jahr zum 30. Juni bekannt.
Gibt es Übergangsgeld auch bei Umschulung oder Wiedereingliederung?
Bei einer Umschulung oder anderen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben ja, auch von der Agentur für Arbeit (§§ 119 bis 121 SGB III). Liegt das letzte Gehalt mehr als drei Jahre zurück, wird es fiktiv aus der Qualifikation bemessen (§ 68 SGB IX). Bei einer stufenweisen Wiedereingliederung direkt nach der Reha läuft das Übergangsgeld weiter (§ 71 Abs. 5 SGB IX). Eigener Verdienst und bestimmte Leistungen werden angerechnet (§ 72 SGB IX).
Werden vom Übergangsgeld Sozialbeiträge abgezogen?
Nein. Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung zahlt der Reha-Träger allein. Du bleibst versichert und erwirbst Rentenansprüche. Abgezogen wird nur der Zuschlag zur Pflegeversicherung für Kinderlose ab 23, und zwar auf 80 % deines Regelentgelts (§ 59 Abs. 5 SGB XI).
Ist Übergangsgeld höher oder niedriger als Krankengeld?
Meist etwas niedriger. Krankengeld sind 70 % des Bruttos, höchstens 90 % des Nettos, minus Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Beim Übergangsgeld gehen keine Beiträge ab, dafür ist der Satz kleiner. Bei 3.000 € brutto mit Kind sind es 1.550,70 € Übergangsgeld gegen 1.629,90 € Krankengeld. Bei hohen Gehältern kann das Übergangsgeld höher sein, weil es bis zur Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung reicht.
Wer zahlt Übergangsgeld, wer Krankengeld?
Bezahlt die Rentenversicherung deine Reha, zahlt sie auch Übergangsgeld (§ 20 SGB VI). Bezahlt die Krankenkasse die Reha, gibt es von ihr Krankengeld, sofern du darauf Anspruch hast. Nach einem Arbeitsunfall zahlt die Berufsgenossenschaft während der medizinischen Reha Verletztengeld (§ 65 Abs. 1 SGB IX). Vorrang hat in allen Fällen die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers bis zu sechs Wochen.
Wie viel Übergangsgeld gibt es nach Arbeitslosengeld?
Hast du vor der Reha Arbeitslosengeld bezogen und davor Pflichtbeiträge gezahlt, bekommst du bei einer medizinischen Reha Übergangsgeld in Höhe des Krankengeldes für Arbeitslose (§ 21 Abs. 4 SGB VI). Das entspricht deinem Arbeitslosengeld, du hast in der Reha also so viel wie vorher.
Wie wird Übergangsgeld bei Selbstständigen berechnet?
Aus 80 % des Einkommens, das den Rentenbeiträgen für das letzte Kalenderjahr vor der Reha zugrunde lag, davon ebenfalls 75 % oder 68 % (§ 21 Abs. 2 SGB VI). Voraussetzung sind Beiträge zur Rentenversicherung vor der Reha (§ 20 Abs. 1 SGB VI). Der Rechner hier ist für Beschäftigte mit Monatsgehalt gemacht.

Quellen

  1. §§ 64 bis 72 SGB IX: Höhe und Berechnung des Übergangsgelds, geprüft am 9. Oktober 2026 gesetze-im-internet.de
  2. §§ 20, 21 SGB VI: Übergangsgeld der Rentenversicherung, Arbeitslose und Selbstständige gesetze-im-internet.de
  3. § 170 SGB VI: Rentenbeiträge trägt der Leistungsträger gesetze-im-internet.de
  4. § 251 SGB V und § 59 SGB XI: Kranken- und Pflegebeiträge, Zuschlag für Kinderlose gesetze-im-internet.de
  5. § 3 und § 32b EStG: Steuerfrei mit Progressionsvorbehalt gesetze-im-internet.de
  6. § 9 EntgFG: Lohnfortzahlung während einer Reha gesetze-im-internet.de

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