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Heizkostenrechner 2026

Heizen kostete im Abrechnungsjahr 2025 in einer durchschnittlichen 70-m²-Wohnung mit Gas laut Heizspiegel 1.170 €, mit Wärmepumpe 715 €. Der Rechner zeigt, was deine Heizung kostet und wie viel CO₂-Preis darin steckt, welchen Teil der CO₂-Kosten dein Vermieter tragen muss und um wie viel du eine fehlerhafte Heizkostenabrechnung kürzen darfst. Die Regeln stammen aus der Heizkostenverordnung und dem CO₂-Kostenaufteilungsgesetz.

Stand: So werden die Rechner geprüft

Heizkosten-Rechner

Deine Heizkosten im Jahr

1.710 €

142,50 € im Monat · 1,43 € je m² und Monat · 130 kWh je m²

Darin stecken rund 168,37 € CO₂-Preis für 2.358 kg CO₂, das sind 10 % deiner Kosten. Je kWh 1,3 Cent.

Im Monat
142,50 €
Je m² und Monat
1,43 €
CO₂-Preis
168 €
Auf dieser Seite
  1. Heizkosten berechnen
  2. Heizspiegel 2026
  3. Abrechnung in der Mietwohnung
  4. Zähler und Verbrauchsinfo
  5. CO₂-Preis in den Heizkosten
  6. CO₂-Kosten: Mieter und Vermieter
  7. Abrechnung prüfen
  8. Kürzungsrechte
  9. Häufige Fragen
  10. Quellen

Heizkosten berechnen: Verbrauch mal Preis

Heizkosten sind Verbrauch mal Arbeitspreis plus Grundpreis. Den Verbrauch findest du auf der Rechnung des Versorgers in Kilowattstunden, bei Heizöl in Litern. Ein Liter Heizöl hat einen Heizwert von rund 10 kWh. Teilst du die Kilowattstunden durch die Wohnfläche, bekommst du einen Kennwert, mit dem du dein Haus mit dem Heizspiegel vergleichen kannst.

Rechenbeispiel Gasetagenheizung, 70 m², 9.000 kWh

Gerechnet mit dem Durchschnittspreis für Haushalte im 1. Halbjahr 2026 laut Statistischem Bundesamt.

9.000 kWh × 11,58 ct
1.042,20 €
darin CO₂-Preis für 1.633 kg CO₂
116,56 €
im Monat
86,85 €
je m² und Monat
1,24 €

Im Durchschnittspreis von 11,58 ct stecken Grundpreis, Netzentgelte, Steuern und Abgaben. Wer weniger als rund 5.600 kWh im Jahr verbraucht, zahlte im Schnitt 15,17 ct, wer mehr als rund 55.600 kWh verbraucht, 10,92 ct je kWh. Der CO₂-Preis macht rund 11 % des Durchschnittspreises aus.

Wohnst du zur Miete mit Zentralheizung, steht dein Anteil in der Heizkostenabrechnung, eine eigene Gasrechnung bekommst du nicht. Dann trägst du die Werte des ganzen Hauses ein oder nimmst deinen Kostenanteil direkt aus der Abrechnung. Im Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds für 2024 kosteten Heizung und Warmwasser im Schnitt 1,32 € je m² und Monat, die Spanne reichte von 0,46 € bis 2,18 €.

Heizspiegel 2026: Heizkosten nach Energieträger

Der Heizspiegel für Deutschland wertet jedes Jahr zehntausende Abrechnungen aus, herausgegeben von co2online mit dem Deutschen Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund. Im Abrechnungsjahr 2025 wurde Heizen mit Gas und Holzpellets deutlich teurer, für 2026 erwarten die Herausgeber vor allem bei Heizöl und Pellets höhere Kosten.

HeizungWohnung 2025je m²/Monat2026Haus 20252026
Erdgas1.170 €1,39 €1.120 €2.040 €1.930 €
Heizöl1.030 €1,23 €1.275 €2.145 €2.745 €
Fernwärme1.295 €1,54 €1.310 €2.040 €2.055 €
Wärmepumpe715 €0,85 €735 €1.260 €1.300 €
Holzpellets735 €0,88 €860 €1.415 €1.740 €

Heizkosten im Jahr für eine durchschnittliche 70-m²-Wohnung im Mehrfamilienhaus und ein 130-m²-Einfamilienhaus, Abrechnungsjahr 2025 und Prognose für 2026. Quelle: Heizspiegel für Deutschland 2026, veröffentlicht am 22. September 2026. Die Prognose ist eine Schätzung der Herausgeber.

So ordnest du dein Haus ein

Für den Vergleich teilst du die Heiz- und Warmwasserkosten des ganzen Gebäudes durch dessen Wohnfläche, beides steht in der Heizkostenabrechnung. Für Häuser mit 250 bis 500 m² gelten diese Grenzen:

250 bis 500 m²niedrigmittelerhöhtzu hoch
Erdgasbis 10,10 €bis 16,70 €bis 25,50 €über 25,50 €
Heizölbis 10,30 €bis 14,70 €bis 22,00 €über 22,00 €
Fernwärmebis 8,20 €bis 18,50 €bis 29,70 €über 29,70 €
Wärmepumpebis 6,40 €bis 10,20 €bis 19,40 €über 19,40 €
Holzpelletsbis 6,50 €bis 10,50 €bis 16,70 €über 16,70 €
über 500 m²niedrigmittelerhöhtzu hoch
Erdgasbis 9,70 €bis 16,50 €bis 24,70 €über 24,70 €
Heizölbis 9,10 €bis 15,00 €bis 23,70 €über 23,70 €
Fernwärmebis 9,80 €bis 16,80 €bis 26,40 €über 26,40 €

Kosten je m² Wohnfläche und Jahr, Abrechnungsjahr 2025, Heizung und Warmwasser. Wird Warmwasser in der Wohnung mit Durchlauferhitzer oder Boiler erzeugt, rechnest du 2,60 € je m² dazu, bei Wärmepumpen 2,50 €. Für kleinere Häuser nennt der Heizspiegel-Flyer eigene Grenzen.

„Erhöht“ heißt: Jedes zweite Haus verbraucht weniger. Bei „zu hoch“ sind 90 % der Wohngebäude effizienter. Für den Verbrauch gibt es eigene Grenzen, bei Erdgas in Häusern mit 250 bis 500 m² etwa mittel bis 120 kWh je m² und zu hoch über 194 kWh. Der Verbrauch ist der verlässlichere Vergleich, weil er nicht vom Tarif abhängt. Zwei Grenzen hat der Heizspiegel selbst: Er bewertet Gebäude, keine einzelnen Wohnungen, und er taugt nicht, um Energieträger gegeneinander zu vergleichen. Rund 90 % der Haushalte könnten laut Heizspiegel sparen, in einer Wohnung im Schnitt 465 € im Jahr.

Heizkostenabrechnung in der Mietwohnung: 50 bis 70 % nach Verbrauch

In Häusern mit zentraler Heizung muss der Vermieter nach Verbrauch abrechnen. Mindestens 50 %, höchstens 70 % der Heizkosten verteilt er nach dem gemessenen Verbrauch, den Rest nach Wohnfläche oder umbautem Raum, wahlweise nur der beheizten Räume (§ 7 Abs. 1 HeizkostenV). Genau 70 % nach Verbrauch sind Pflicht in älteren Häusern, die den Wärmeschutz von 1994 nicht erreichen, mit Öl oder Gas heizen und überwiegend gedämmte Leitungen haben. Für Warmwasser gilt dieselbe Spanne (§ 8). Einen höheren Verbrauchsanteil als 70 % dürfen Vermieter und Mieter vertraglich vereinbaren (§ 10).

Welchen Schlüssel er nimmt, entscheidet der Vermieter. Ändern darf er ihn nur zum Beginn eines Abrechnungszeitraums und nur mit Grund, etwa nach einer Dämmung, die nachhaltig Energie spart (§ 6 Abs. 4). Wie viel der Schlüssel ausmacht, zeigt ein Haus mit 400 m² und 6.000 € Heizkosten im Jahr, darin eine Wohnung mit 70 m², also 17,5 % der Fläche:

Abrechnungsparsam (14 % des Verbrauchs)viel (21 % des Verbrauchs)
70 % nach Verbrauch, 30 % nach Fläche903,00 €1.197,00 €
50 % nach Verbrauch, 50 % nach Fläche945,00 €1.155,00 €
nur nach Fläche, obwohl Zähler Pflicht sind1.050,00 €1.050,00 €
nur nach Fläche, um 15 % gekürzt892,50 €892,50 €

Dein Anteil im Jahr. 6.000 € auf 400 m² sind 15,00 € je m², für ein Gas-Mehrfamilienhaus dieser Größe laut Heizspiegel „mittel“.

Wer sparsam heizt, fährt mit 70 % nach Verbrauch am besten. Rechnet der Vermieter nur nach Fläche ab, obwohl Zähler Pflicht sind, kürzt du deinen Anteil um 15 % (§ 12 Abs. 1). Danach zahlt in diesem Beispiel auch die Wohnung mit hohem Verbrauch weniger als bei einer korrekten Abrechnung.

Warmwasser, Mieterwechsel und Ausnahmen

Heizt eine Anlage zugleich das Wasser, muss der Vermieter die Kosten zuerst trennen. Die Wärme fürs Warmwasser misst ein Wärmezähler. Nur wenn das unzumutbar aufwendig ist, darf er sie aus der Warmwassermenge rechnen, in Ausnahmefällen aus der Wohnfläche (§ 9 Abs. 2). Zieht ein Mieter im Lauf des Jahres aus, wird zwischendurch abgelesen (§ 9b). Ausgenommen von der Verbrauchsabrechnung sind unter anderem Häuser mit einem Heizwärmebedarf unter 15 kWh je m² und Jahr, Alters-, Pflege- und Studentenwohnheime und Fälle, in denen die Erfassung unverhältnismäßig teuer wäre (§ 11). Bei einer vermieteten Eigentumswohnung gilt die Verordnung zweimal: zwischen der Eigentümergemeinschaft und dem Eigentümer und zwischen ihm und seinem Mieter (§ 1 Abs. 2 Nr. 3, § 3).

Zähler, Fernablesung und monatliche Verbrauchsinfo

Gemessen wird mit Wärmezählern oder Heizkostenverteilern, das Warmwasser mit Warmwasserzählern (§ 5 Abs. 1). Du musst den Einbau dulden (§ 4 Abs. 2). Geräte, die nach dem 1. Dezember 2021 eingebaut werden, müssen fernablesbar sein, also ablesbar, ohne dass jemand deine Wohnung betritt (§ 5 Abs. 2). Liest noch jemand vor Ort ab, soll dir das Ergebnis in der Regel innerhalb eines Monats mitgeteilt werden (§ 6 Abs. 1).

Mit fernablesbaren Geräten muss dir der Vermieter seit dem 1. Januar 2022 jeden Monat deinen Verbrauch mitteilen: in Kilowattstunden, im Vergleich zum Vormonat, zum selben Monat des Vorjahres und zu einem Durchschnittsnutzer (§ 6a Abs. 1 und 2). Wärme aus Wärmepumpen musste bis zum 30. September 2025 erfasst werden (§ 12 Abs. 3).

Frist für alte Zähler: 31. Dezember 2026

Nicht fernablesbare Zähler und Heizkostenverteiler müssen bis zum 31. Dezember 2026 nachgerüstet oder getauscht sein, außer das ist im Einzelfall technisch unmöglich oder unzumutbar teuer (§ 5 Abs. 3 HeizkostenV). Hängen danach noch alte Geräte, darfst du deinen Anteil um 3 % kürzen (§ 12 Abs. 1 Satz 2).

CO₂-Preis in den Heizkosten 2026

Seit 2021 kostet jede Tonne CO₂ aus Heizöl und Erdgas einen Preis. 2026 werden die Zertifikate in einem Korridor von 55 € bis 65 € je Tonne versteigert, für die Aufteilung zwischen Mieter und Vermieter zählt der Mittelwert von 60 €. Wie viel CO₂ ein Brennstoff verursacht, legt die Emissionsberichterstattungsverordnung fest.

EnergieträgerCO₂CO₂-Preis mit Umsatzsteuer
Erdgas0,181 kg je kWh1,3 ct je kWh
Heizöl EL2,68 kg je Liter19,1 ct je Liter
HolzpelletsBiomassekein CO₂-Preis
Fernwärme, Wärmepumpeje nach Erzeugungim Preis des Versorgers

Faktoren nach EBeV 2030, Anlage 2 Teil 4. Preis 60 € je Tonne plus 19 % Umsatzsteuer. Wärme aus großen Anlagen im EU-Emissionshandel: 73,86 € je Tonne.

Der Versorger muss auf der Rechnung die CO₂-Menge in Kilogramm, den CO₂-Anteil am Preis, den Emissionsfaktor und den Energiegehalt in Kilowattstunden ausweisen, dazu einen Hinweis auf deinen Erstattungsanspruch (§ 3 Abs. 1 CO2KostAufG). Menge und Kosten brauchst du für die Aufteilung.

CO₂-Kosten: was Mieter und Vermieter tragen

Wie viel der Vermieter übernimmt, hängt davon ab, wie viel CO₂ das Haus je Quadratmeter Wohnfläche im Jahr ausstößt. Je schlechter das Gebäude, desto mehr zahlt er (Anlage zum CO2KostAufG). Den Wert rundet er auf eine Nachkommastelle (§ 5 Abs. 1).

Stufekg CO₂ je m² und JahrMieterVermieter
10 bis unter 12100 %0 %
212 bis unter 1790 %10 %
317 bis unter 2280 %20 %
422 bis unter 2770 %30 %
527 bis unter 3260 %40 %
632 bis unter 3750 %50 %
737 bis unter 4240 %60 %
842 bis unter 4730 %70 %
947 bis unter 5220 %80 %
10ab 525 %95 %

Wohngebäude. In Nichtwohngebäuden trägt der Vermieter 50 % (§ 8 CO2KostAufG). Klauseln, die dem Mieter mehr aufbürden, sind unwirksam (§ 6 Abs. 1).

Rechenbeispiel Mehrfamilienhaus mit Gaszentralheizung
60.000 kg CO₂ auf 2.000 m²
30 kg je m²
Stufe 5, Anteil des Vermieters
40 %
CO₂-Kosten des Hauses
4.284,00 €
trägt der Vermieter
−1.713,60 €
verteilt auf die Mieter
2.570,40 €

Den Mieteranteil verteilt der Vermieter nach demselben Schlüssel wie die Heizkosten (§ 7 Abs. 1 CO2KostAufG).

Hast du eine eigene Gasetagenheizung und einen eigenen Vertrag, zahlst du die CO₂-Kosten erst selbst. Den Anteil des Vermieters forderst du in Textform zurück, spätestens zwölf Monate nachdem der Versorger abgerechnet hat (§ 6 Abs. 2). Maßgeblich ist dann der Ausstoß deiner Wohnung je Quadratmeter. Stehen Denkmalschutz, ein Anschluss- und Benutzungszwang oder eine Erhaltungssatzung einer Sanierung im Weg, sinkt der Anteil des Vermieters um 50 %. Darf er weder das Gebäude noch die Heizung wesentlich verbessern, wird gar nicht aufgeteilt. Beides muss er dir nachweisen (§ 9 CO2KostAufG).

Für Gas- und Ölheizungen, die nach dem 29. Juli 2026 in ein bestehendes Gebäude eingebaut werden, gilt eine Sonderregel: Ab 2028 teilen sich Mieter und Vermieter die CO₂-Kosten und die Netzentgelte fürs Gas zur Hälfte, ab 2029 auch die Kosten der grünen Brennstoffe, die solche Heizungen anteilig nutzen müssen, bis zu einem Anteil von 30 % (§ 5a Abs. 3 CO2KostAufG, § 43 Gebäudemodernisierungsgesetz).

Heizkostenabrechnung prüfen: Pflichtangaben und Belege

Wird nach Verbrauch abgerechnet, muss die Abrechnung mehr enthalten als deinen Betrag. Der Vermieter muss dir dazu zugänglich machen (§ 6a Abs. 3 HeizkostenV):

  • die Anteile der eingesetzten Energieträger, bei Fernwärme auch Treibhausgasemissionen und Primärenergiefaktor des Netzes
  • die erhobenen Steuern, Abgaben und Zölle
  • die Kosten für Miete, Eichung und Ablesung der Messgeräte und für die Abrechnung
  • Kontaktdaten von Verbraucherorganisationen oder Energieagenturen
  • einen Vergleich mit einem Durchschnittsnutzer und deinen witterungsbereinigten Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr als Grafik

Zur CO₂-Aufteilung gehören dein Anteil an den CO₂-Kosten, die Einstufung des Hauses und die Berechnungsgrundlagen (§ 7 Abs. 3 CO2KostAufG). Prüf außerdem den Schlüssel zwischen 50 % und 70 %, die Wohnflächen und ob Reparaturen in den Kosten stecken. Auf Verlangen muss dir der Vermieter Einsicht in die Belege geben, er darf sie auch elektronisch bereitstellen (§ 556 Abs. 4 BGB). Vergleiche schließlich die Kosten je Quadratmeter mit dem Vorjahr und dem Heizspiegel oben.

Kürzungsrechte bei Fehlern in der Abrechnung

Rechnet der Vermieter entgegen der Verordnung nicht nach Verbrauch ab, darfst du deinen so verteilten Anteil um 15 % kürzen (§ 12 Abs. 1 Satz 1 HeizkostenV). Um 3 % kürzen darfst du, wenn er keine fernablesbaren Zähler eingebaut hat, obwohl sie Pflicht sind, oder dir die Verbrauchsinformationen nicht oder nicht vollständig mitteilt (Satz 2 und 3). Weist die Abrechnung deinen CO₂-Anteil nicht aus, sind es weitere 3 % deines Heizkostenanteils (§ 7 Abs. 4 CO2KostAufG).

Rechenbeispiel 1.200 € Heizkosten mit zwei Mängeln
Dein Anteil an Heizung und Warmwasser
1.200,00 €
3 %, weil die Zähler nicht fernablesbar sind
−36,00 €
3 %, weil der CO₂-Anteil fehlt
−36,00 €
Du zahlst
1.128,00 €

Ob sich mehrere Kürzungen addieren, haben Gerichte noch nicht abschließend geklärt. Der Rechner oben zählt sie zusammen.

So kürzt du

Die Kürzung ist ein Recht, das du selbst ausübst. Schreib dem Vermieter, um welchen Betrag du kürzt und warum, und zahle nur den Rest der Nachzahlung. Zwischen einzelnen Eigentümern und ihrer Eigentümergemeinschaft gilt das Kürzungsrecht nicht (§ 12 Abs. 1 Satz 4), dort bleibt es bei den allgemeinen Regeln.

Häufige Fragen

Bis wann muss die Heizkostenabrechnung kommen?
Innerhalb von zwölf Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums. Kommt sie später, darf der Vermieter nichts mehr nachfordern, außer er hat die Verspätung nicht zu vertreten (§ 556 Abs. 3 BGB). Ein Guthaben bekommst du trotzdem. Einwendungen musst du innerhalb von zwölf Monaten nach Zugang erheben. Die Fristen rechnet der Nebenkosten-Rechner aus.
Was darf der Vermieter als Heizkosten umlegen?
Brennstoff oder Wärmelieferung, Betriebsstrom der Heizung, Bedienung, Wartung und Reinigung der Anlage, die Messungen nach dem Immissionsschutzgesetz, Miete und Ablesung der Messgeräte und die Kosten der Abrechnung (§ 7 Abs. 2 HeizkostenV). Reparaturen und neue Geräte gehören nicht dazu, Instandhaltung und Instandsetzung sind keine Betriebskosten (§ 1 Abs. 2 Nr. 2 BetrKV).
Darf der Vermieter die Heizkostenverteiler mieten und die Miete umlegen?
Ja, die Miete der Geräte gehört zu den Heizkosten (§ 7 Abs. 2 HeizkostenV). Vorher muss er dir aber mitteilen, dass er mieten will und was das kostet. Widerspricht die Mehrheit der Mieter innerhalb von einem Monat, darf er nicht mieten (§ 4 Abs. 2).
Gilt die Heizkostenverordnung auch in einem Zweifamilienhaus?
Ja, aber nicht zwingend, wenn der Vermieter in einem Haus mit nur zwei Wohnungen selbst eine davon bewohnt. Dann geht eine abweichende Vereinbarung im Mietvertrag der Verordnung vor (§ 2 HeizkostenV). Das Stufenmodell für die CO₂-Kosten gilt trotzdem: Der Vermieter zieht seinen Anteil ab, nur den Rest trägst du nach dem vereinbarten Verfahren (§ 7 Abs. 2 CO2KostAufG).
Was ist, wenn ein Zähler ausfällt?
Dann schätzt der Vermieter deinen Verbrauch, etwa nach dem Verbrauch früherer Zeiträume oder vergleichbarer Räume (§ 9a HeizkostenV). Betrifft die Schätzung mehr als 25 % der Fläche, werden die Kosten ganz nach Fläche verteilt (§ 9a Abs. 2).
Was passiert bei einem Auszug mitten im Jahr?
Der Vermieter muss die Zähler deiner Wohnung beim Wechsel ablesen lassen (§ 9b HeizkostenV). Der Verbrauchsteil wird nach dieser Zwischenablesung aufgeteilt, der Flächenteil der Heizung nach Gradtagszahlen oder nach Zeit, beim Warmwasser nach Zeit. Nach Gradtagszahlen zählt ein Wintermonat mehr als ein Sommermonat. Ist keine Zwischenablesung möglich, wird alles nach diesen Schlüsseln geteilt. Im Mietvertrag kann etwas anderes vereinbart sein.
Wie hoch sollte die Vorauszahlung für Heizkosten sein?
Angemessen, also ungefähr so hoch wie die zu erwartenden Kosten (§ 556 Abs. 2 Satz 2 BGB). Nach jeder Abrechnung dürfen Vermieter und Mieter die Vorauszahlung in Textform an die Kosten anpassen (§ 560 Abs. 4 BGB). Als grober Maßstab: Der Heizspiegel nennt für eine durchschnittliche 70-m²-Wohnung mit Gas 1.170 € im Jahr 2025, das sind 98 € im Monat.
Kann ich Heizkosten von der Steuer absetzen?
Den Brennstoff nicht. Für Wartung der Heizung und Arbeiten des Schornsteinfegers bekommst du als Handwerkerleistung 20 % der Arbeitskosten direkt von der Steuer abgezogen, zusammen mit anderen Handwerkerleistungen höchstens 1.200 € im Jahr (§ 35a Abs. 3 und 5 EStG). Das gilt auch für Mieter: Als Nachweis reicht die Nebenkostenabrechnung oder eine Bescheinigung des Vermieters, wenn sie die Arbeitskosten ausweist (BFH, Urteil vom 20. April 2023, VI R 24/20).
Gilt die Heizkostenverordnung auch bei Wärmepumpe und Passivhaus?
Bei der Wärmepumpe ja. Ihre Wärme musste bis zum 30. September 2025 erfasst werden, abgerechnet wird nach Verbrauch ab dem folgenden Abrechnungszeitraum (§ 12 Abs. 3 HeizkostenV). In Häusern mit einem Heizwärmebedarf unter 15 kWh je m² und Jahr, also etwa Passivhäusern, gelten die Regeln zur Verbrauchserfassung dagegen nicht (§ 11 Abs. 1 Nr. 1).
Wie hoch ist der CO₂-Preis 2027?
Für 2026 gilt ein Preiskorridor von 55 € bis 65 € je Tonne, auf der Rechnung und für die Aufteilung zählt der Mittelwert von 60 €. Ab 2027 ist der Durchschnittspreis der Versteigerungen vom 1. Juli bis 30. November des Vorjahres maßgeblich. Das Umweltbundesamt veröffentlicht ihn spätestens zehn Werktage vor Jahresbeginn (§ 4 CO2KostAufG). Wie der Handel selbst ab 2027 weiterläuft, hängt am europäischen Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (§ 10 Abs. 3 BEHG).

Quellen

  1. Heizkostenverordnung: Verteilung (§§ 7 bis 9b), Messung (§ 5), Verbrauchsinfo (§ 6a), Kürzung (§ 12) gesetze-im-internet.de
  2. § 7 HeizkostenV: 50 bis 70 % nach Verbrauch, umlagefähige Kosten gesetze-im-internet.de
  3. § 12 HeizkostenV: Kürzung um 15 % und 3 % gesetze-im-internet.de
  4. CO2-Kostenaufteilungsgesetz: Stufenmodell, Etagenheizung (§ 6), Ausweis und Kürzung (§ 7), Einschränkungen (§ 9) gesetze-im-internet.de
  5. Anlage zum CO2KostAufG: Zehn Stufen nach kg CO₂ je m² gesetze-im-internet.de
  6. § 43 Gebäudemodernisierungsgesetz: Pflichtanteil grüner Brennstoffe für neue Gas- und Ölheizungen gesetze-im-internet.de
  7. EBeV 2030, Anlage 2: CO₂-Faktoren für Erdgas und Heizöl gesetze-im-internet.de
  8. § 556 BGB: Abrechnungsfrist, Einwendungen, Belegeinsicht gesetze-im-internet.de
  9. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 345 vom 30. September 2026: Gaspreis für Haushalte im 1. Halbjahr 2026 destatis.de
  10. co2online, Heizspiegel für Deutschland 2026: Pressemitteilung vom 22. September 2026 co2online.de
  11. Deutscher Mieterbund, Heizspiegel-Flyer 2026: Vergleichswerte für das Abrechnungsjahr 2025 mieterbund.de
  12. Deutscher Mieterbund: Betriebskostenspiegel: Durchschnittswerte für 2024, veröffentlicht am 18.12.2025 mieterbund.de
  13. BFH, Urteil vom 20. April 2023, VI R 24/20: Steuerermäßigung für Mieter bundesfinanzhof.de

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