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Photovoltaik-Rechner 2026

Eine Anlage mit 10 kWp liefert auf einem Süddach in der Mitte Deutschlands rund 10.000 kWh im Jahr. Nutzt ein Haushalt davon 1.200 kWh selbst und speist den Rest ein, bleiben bei 35 ct Arbeitspreis nach laufenden Kosten rund 998 € im Jahr. Bei 14.100 € Anschaffung ist das Geld nach rund 14,1 Jahren zurück. Einkommensteuer fällt darauf keine an, solange die Anlage höchstens 30 kWp je Wohnung hat. Neue Anlagen bis 10 kWp, die bis Ende 2026 ans Netz gehen, bekommen 7,70 ct je eingespeister kWh, 20 Jahre lang.

Stand: So werden die Rechner geprüft

Photovoltaik-Rechner

Vorteil pro Jahr

998 €

Ersparnis 420 € + Vergütung 678 € − laufende Kosten 100 €

Deine Anlage erzeugt rund 10.000 kWh im Jahr. 1.200 kWh nutzt du selbst, das spart 420 €. Für 8.800 kWh Einspeisung gibt es 7,70 ct je kWh, zusammen 678 €. Die Anschaffung hast du nach rund 14,1 Jahren wieder drin.

Ertrag im Jahr
10.000 kWh
Amortisation
14,1 Jahre
Nach 20 Jahren
5.852 €

Überschuss oder Volleinspeisung

PostenÜberschussVoll
Selbst genutzt1.200 kWh0 kWh
Eingespeist8.800 kWh10.000 kWh
Vergütung je kWh7,70 ct12,22 ct
Ersparnis beim Strombezug420 €0 €
Einspeisevergütung678 €1.222 €
Vorteil im Jahr998 €1.122 €

Sätze der Bundesnetzagentur für Inbetriebnahme August bis Dezember 2026, 20 Jahre fest. Bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit ist der Ertrag einkommensteuerfrei.

Volleinspeisung prüfen: Weil du wenig selbst verbrauchst, brächte Volleinspeisung hier 124 € mehr im Jahr. Ohne Smart Meter darf eine neue Anlage aber nur 60 % ihrer Leistung einspeisen, das kostet bei Volleinspeisung mehr Ertrag. Wechseln kannst du jedes Jahr zum 1. Januar (§ 48 Abs. 2a EEG).

Auf dieser Seite
  1. Sätze und Grenzen 2026
  2. Rechenweg bis zur Amortisation
  3. Amortisation nach Größe und Strompreis
  4. Einspeisevergütung nach Größe
  5. Ertrag je kWp
  6. Eigenverbrauch, Volleinspeisung, Speicher
  7. § 3 Nr. 72 EStG
  8. Eigenverbrauch steuerlich
  9. Umsatzsteuer und Anmeldung
  10. Häufige Fragen
  11. Quellen

Sätze und Grenzen 2026

Für neue Anlagen auf, an oder in Gebäuden gelten 2026 diese Sätze und Grenzen.

RegelStand 2026Grundlage
Einspeisevergütung bis 10 kWp, Überschusseinspeisung7,70 ct/kWh§§ 48, 49, 53 EEG
Einspeisevergütung bis 10 kWp, Volleinspeisung12,22 ct/kWh§ 48 Abs. 2a EEG
Absenkung für neue Anlagen1 % je Halbjahr§ 49 EEG
Dauer der festen Vergütung20 Jahre§ 25 EEG
Feste Einspeisevergütung für Anlagen bis100 kWp§ 21 EEG
Einspeisung ohne Smart Meter, neue Anlagen unter 100 kWp mit Einspeisevergütunghöchstens 60 %§ 9 Abs. 2 EEG
Einkommensteuerfrei je Wohn- oder Gewerbeeinheit, insgesamt höchstens 100 kWpbis 30 kWp§ 3 Nr. 72 EStG
Gewerbesteuerfrei, wenn der Betrieb nur aus einer Solaranlage auf einem Gebäude bestehtbis 30 kW§ 3 Nr. 32 GewStG
Umsatzsteuer auf Kauf und Montage bei Wohngebäuden0 %§ 12 Abs. 3 UStG
Eintrag ins Marktstammdatenregister1 Monat nach Inbetriebnahme§ 5 MaStRV
Steuerermäßigung für die Montage als Handwerkerleistung20 %, höchstens 1.200 €§ 35a EStG

Vergütung laut Bundesnetzagentur für Inbetriebnahme August bis Dezember 2026, abgerufen am 4. Oktober 2026. Die übrigen Leistungsstufen stehen weiter unten.

Amortisation berechnen: der Rechenweg

Der Rechner teilt den Jahresertrag in Strom, den du selbst verbrauchst, und Strom, der ins Netz geht. Daraus ergibt sich, was die Anlage jedes Jahr bringt und wann sie bezahlt ist.

  1. ErtragLeistung in kWp mal Ertrag je kWp, also der Strom, den ein kWp an deinem Ort im Jahr liefert.
  2. EigenverbrauchDein Jahresverbrauch mal dem Anteil, den die Anlage davon deckt. Mehr als der Ertrag kann es nicht werden.
  3. EinspeisungDer Rest geht ins Netz und wird mit dem Satz der Bundesnetzagentur vergütet, bei mehr als 10 kWp anteilig je Leistungsstufe.
  4. Vorteil im JahrErsparnis plus Vergütung minus laufende Kosten.
  5. AmortisationAnschaffung geteilt durch den Vorteil im Jahr ergibt die Jahre, nach denen das Geld zurück ist.

Vorteil im Jahr = Eigenverbrauch × Arbeitspreis + Einspeisung × Vergütung − laufende Kosten

Amortisation in Jahren = Anschaffung ÷ Vorteil im Jahr

Für die Ersparnis zählt der Arbeitspreis deines Stromvertrags, also der Preis je kWh ohne Grundpreis, denn den zahlst du weiter. Gerechnet wird mit heutigen Preisen und gleichem Ertrag in jedem Jahr, ohne Prognosen. Steigt der Strompreis, lohnt sich der Eigenverbrauch mehr, alternde Module und Reparaturen kosten dagegen etwas.

Rechenweg Einfamilienhaus mit 10 kWp, ohne Speicher

Süddach in der Mitte Deutschlands, 4.000 kWh Verbrauch im Jahr, Arbeitspreis 35 ct, Überschusseinspeisung.

10 kWp × 1.000 kWh je kWp
10.000 kWh
selbst genutzt: 30 % von 4.000 kWh Verbrauch
1.200 kWh
eingespeist
8.800 kWh
Ersparnis: 1.200 kWh × 35 ct
420,00 €
+ Vergütung: 8.800 kWh × 7,70 ct
677,60 €
− laufende Kosten
−100,00 €
= Vorteil im Jahr
997,60 €
Anschaffung: 10 kWp × 1.410 € je kWp
14.100 €
Amortisation: 14.100 € ÷ 997,60 €
14,1 Jahre

Die 1.410 € je kWp sind der Mittelwert, den die Verbraucherzentrale für Anlagen über 9 bis 10 kWp in echten Angeboten gefunden hat. Die 100 € laufenden Kosten sind die Obergrenze für Smart Meter und Steuerbox. Über die 20 Jahre Vergütung bleiben rund 5.852 € übrig, ohne Preissteigerungen, Zinsen und Reparaturen.

Amortisation 2026 nach Anlagengröße und Strompreis

Wie schnell sich eine Anlage bezahlt macht, hängt am Preis je kWp, am Anteil deines Verbrauchs, den sie deckt, und an deinem Arbeitspreis. Alle Zahlen unten kommen aus demselben Rechenkern wie der Rechner oben.

Nach Anlagengröße

Größere Anlagen kosten je kWp weniger, weil Gerüst, Anmeldung und Montage kaum mitwachsen:

AnlageAnschaffungVorteil im JahrAmortisationmit Volleinspeisung
5 kWp10.450 €613 €17,1 J.20,5 J.
8 kWp14.560 €844 €17,3 J.16,6 J.
10 kWp14.100 €998 €14,1 J.12,6 J.
12 kWp15.480 €1.133 €13,7 J.11,7 J.
15 kWp18.300 €1.335 €13,7 J.11,2 J.
20 kWp20.200 €1.670 €12,1 J.9,4 J.

Preis je kWp: Mittelwert der Verbraucherzentrale für die Größenklasse (Stand 28.08.2026), laut VZ keine Orientierung für aktuelle Preise. Haushalt und Dach wie im Beispiel oben, der Eigenverbrauch bleibt bei 1.200 kWh.

Kleine Anlagen machen sich am langsamsten bezahlt, weil sie je kWp am teuersten sind. Mit der Größe wächst nur die Einspeisung, deshalb bringt bei großen Anlagen und normalem Verbrauch oft die Volleinspeisung mehr.

Nach Eigenverbrauch und Strompreis

Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart den vollen Arbeitspreis. Deckt die Anlage mehr von deinem Verbrauch, etwa weil ein E-Auto mittags lädt, ist sie schneller bezahlt:

Anteil gedecktEigenverbrauch30 ct35 ct40 ct
20 %800 kWh16,6 J.15,9 J.15,2 J.
30 %1.200 kWh15 J.14,1 J.13,3 J.
40 %1.600 kWh13,7 J.12,7 J.11,9 J.

Amortisation der Beispielanlage (10 kWp, 14.100 €, 4.000 kWh Verbrauch) in Jahren, Spalten: Arbeitspreis je kWh. Mit Volleinspeisung spielt der Strompreis keine Rolle, dann sind es 12,6 Jahre.

Was eine selbst erzeugte Kilowattstunde kostet

Auf die 20 Jahre Vergütung verteilt, kostet jede Kilowattstunde der Beispielanlage rund 8,05 ct, ohne Zinsen, Reparaturen und Leistungsverlust. Das liegt weit unter dem Arbeitspreis von 35 ct, aber über der Überschussvergütung von 7,70 ct. Verdient wird also am Eigenverbrauch, der Überschuss trägt sich allein nicht. Die Volleinspeisung mit 12,22 ct liegt über den Kosten.

Wie Steuern die Amortisation beeinflussen

Bis 30 kWp je Wohneinheit ist der Vorteil steuerfrei, die Amortisation oben gilt also nach Steuern. Kosten und Abschreibung kannst du dafür nicht absetzen (§ 3 Nr. 72, § 3c Abs. 1 EStG), und dank 0 % Umsatzsteuer ist der Angebotspreis der Endpreis.

Schneller geht es mit dem Steuerbonus für die Montage auf dem selbst bewohnten Haus: 20 % der Arbeitskosten, höchstens 1.200 € im Jahr, gehen von der Einkommensteuer ab (§ 35a Abs. 3 EStG; BMF-Schreiben vom 17. Juli 2023, Rn. 28). Bei zum Beispiel 3.000 € Arbeitskosten auf der Rechnung sind das 600 €, die Beispielanlage ist dann nach 13,5 statt 14,1 Jahren bezahlt. Voraussetzung sind Rechnung und Überweisung. Beim Neubau gibt es den Bonus nicht, ebenso wenig mit zinsverbilligtem Förderkredit oder steuerfreiem Zuschuss für die Anlage. Was bei einer steuerpflichtigen Anlage gilt, steht bei § 3 Nr. 72 EStG.

Einspeisevergütung nach Anlagengröße

Den Satz legt der Tag der Inbetriebnahme fest. Er gilt dann 20 Jahre unverändert. Wer den ganzen Strom einspeist statt nur den Überschuss, bekommt einen höheren Satz.

LeistungÜberschussVolleinspeisung
bis 10 kWp7,70 ct12,22 ct
über 10 bis 40 kWp6,66 ct10,24 ct
über 40 bis 100 kWp5,44 ct10,24 ct

Je kWh, für Anlagen auf, an oder in Gebäuden mit Inbetriebnahme August bis Dezember 2026, laut Bundesnetzagentur (abgerufen am 4. Oktober 2026). Über 100 kWp gibt es keine feste Vergütung mehr, der Strom muss direkt vermarktet werden (§ 21 EEG).

Die Stufen gelten anteilig (§ 23c EEG). Eine Anlage mit 15 kWp bekommt für 10 kWp den ersten und für 5 kWp den zweiten Satz, im Schnitt 7,35 ct je kWh. So sieht der Durchschnitt für typische Größen aus:

AnlageÜberschussVolleinspeisung
5 kWp7,70 ct12,22 ct
10 kWp7,70 ct12,22 ct
15 kWp7,35 ct11,56 ct
20 kWp7,18 ct11,23 ct
30 kWp7,01 ct10,90 ct
50 kWp6,62 ct10,64 ct
100 kWp6,03 ct10,44 ct

Durchschnittlicher Satz je kWh bei Inbetriebnahme August bis Dezember 2026.

Seit Februar 2024 sinken die Sätze für neue Anlagen jedes Halbjahr um 1 % (§ 49 EEG). Das betrifft nur Anlagen, die später ans Netz gehen. Wer schon eine Anlage hat, findet ihren Satz in dieser Übersicht:

InbetriebnahmeÜberschuss bis 10 kWpbis 40 kWpbis 100 kWpVoll bis 10 kWpVoll über 10 kWp
August bis Dezember 20267,70 ct6,66 ct5,44 ct12,22 ct10,24 ct
Februar bis Juli 20267,78 ct6,73 ct5,50 ct12,34 ct10,35 ct
August 2025 bis Januar 20267,86 ct6,80 ct5,56 ct12,47 ct10,45 ct
Februar bis Juli 20257,94 ct6,88 ct5,62 ct12,60 ct10,56 ct
August 2024 bis Januar 20258,03 ct6,95 ct5,68 ct12,73 ct10,68 ct
Februar bis Juli 20248,11 ct7,03 ct5,74 ct12,87 ct10,79 ct
30. Juli 2022 bis Januar 20248,20 ct7,10 ct5,80 ct13,00 ct10,90 ct

Ct je kWh, Anlagen auf Gebäuden, Werte der Bundesnetzagentur. Die im Solarpaket 2024 geplanten 1,5 ct mehr für Anlagen ab 40 kWp gelten nicht, weil die EU-Kommission sie nicht genehmigt hat.

Für Anlagen ab 2027 ist noch nichts entschieden

Die Sätze oben gelten für Anlagen, die bis 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, denn nur bis dahin ist das EEG 2023 anwendbar. Die Bundesregierung will mit dem EEG 2027 die feste Einspeisevergütung für neue kleine Dachanlagen abschaffen (Drucksache 21/7867). Für Anlagen unter 25 kW sieht der Entwurf bis Ende 2028 noch eine feste Vergütung vor, aber nur 3 Jahre lang und mit 5,2 ct je kWh. Beschlossen ist das nicht, Bundestag und EU-Kommission müssen zustimmen. Für Anlagen, die bis Ende 2026 ans Netz gehen, gilt nach heutigem Recht der Satz von 2026.

Wie viel Strom ein kWp liefert

Wie viel eine Anlage erzeugt, hängt vor allem von Ausrichtung, Neigung und Standort ab. Die Werte unten stammen aus PVGIS, dem Solarrechner der EU-Kommission, mit Strahlungsdaten der Jahre 2005 bis 2023. Ein Süddach in München bringt 1.139 kWh je kWp, in Hamburg sind es 978 kWh, in München also 16 % mehr.

StadtkWh je kWp10 kWp im Jahr
Kiel9889.876 kWh
Hamburg9789.776 kWh
Berlin1.04910.494 kWh
Kassel1.01310.132 kWh
Köln1.03810.379 kWh
Leipzig1.07810.782 kWh
Dresden1.06710.674 kWh
Frankfurt am Main1.08110.805 kWh
Nürnberg1.07010.702 kWh
Stuttgart1.12611.259 kWh
München1.13911.385 kWh
Freiburg im Breisgau1.12211.222 kWh

PVGIS 5.3, Süddach mit 35 Grad Neigung, 14 % Systemverluste, Module hinterlüftet. Ohne Hinterlüftung, etwa ins Dach integriert, liefert dieselbe Anlage in Kassel 979 statt 1.013 kWh, also 3 % weniger.

Die Ausrichtung macht mehr aus als der Standort. Ein Ost-West-Dach liefert rund 20 % weniger als ein Süddach, verteilt den Strom aber auf Vormittag und Nachmittag. Ein Norddach kommt auf 53 % des Süddachs.

Dach in KasselkWh je kWpim Vergleich
Süd, 35 Grad1.013100 %
Süd, 20 Grad97997 %
Süd, 45 Grad1.009100 %
Südwest, 35 Grad95694 %
Südost, 35 Grad95494 %
West, 35 Grad80680 %
Ost, 35 Grad80780 %
Süd, flach mit 10 Grad92992 %
Fassade Süd, 90 Grad71671 %
Nord, 35 Grad54053 %

PVGIS 5.3 wie oben, Vergleich mit einem Süddach mit 35 Grad Neigung.

Über das Jahr ist der Ertrag sehr ungleich verteilt. Von April bis August erzeugt die Anlage 60 % ihres Jahresertrags, von November bis Februar nur 14 %. Im Dezember liefert sie gerade 20 % des Juni-Ertrags. Deshalb deckt eine Solaranlage im Winter nur einen kleinen Teil des Verbrauchs, auch mit Speicher.

Ertrag je kWp und Monat, Süddach in Kassel Monatlicher Ertrag je kWp eines Süddachs mit 35 Grad Neigung in Kassel laut PVGIS: von 25 kWh im Dezember bis 126 kWh im Juni, zusammen 1.013 kWh im Jahr. 0255075100125150 JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
kWh je kWp im Monat, PVGIS, Kassel, Süd, 35 Grad

Für dein Dach rechnest du den Ertrag bei PVGIS selbst aus: Adresse suchen, Leistung 1 kWp, Neigung und Azimut eintragen (0 für Süden, minus 90 für Osten, 90 für Westen). Den Jahreswert trägst du oben im Rechner ein.

Eigenverbrauch, Volleinspeisung oder Speicher

Eine selbst genutzte Kilowattstunde spart dir den Arbeitspreis, eine eingespeiste bringt 7,70 ct. Bei 35 ct sind das 27,30 ct Unterschied je kWh. Laufen Waschmaschine und Spülmaschine mittags, steigt der Eigenverbrauch ohne zusätzliche Kosten.

Trotzdem lohnt sich die Überschusseinspeisung nicht immer. Wer alles einspeist, bekommt bis 10 kWp 12,22 ct statt 7,70 ct, verzichtet aber auf die Ersparnis. Im Beispielhaus oben brächte Volleinspeisung 1.122 € statt 998 € im Jahr. Die Überschusseinspeisung liegt erst vorn, wenn der Haushalt mehr als rund 1.660 kWh selbst nutzt, bei 4.000 kWh Verbrauch also mehr als 41 % davon mit Solarstrom deckt. Der Rechner zeigt beide Varianten nebeneinander.

Batteriespeicher: Größe, Verluste, Lebensdauer

Ohne Speicher deckt eine Anlage im Einfamilienhaus laut Verbraucherzentrale rund 25 bis 30 % des Verbrauchs, mit Speicher bis zu 70 %. Als Größe empfiehlt sie etwa 1,5 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch, bei kleinen Anlagen nicht viel mehr kWh, als die Anlage kWp hat. Zu große Speicher stehen oft halb bis ganz voll, altern dadurch schneller und heben den Eigenverbrauch kaum. Rund 20 % des eingespeicherten Stroms gehen als Verluste, Standby-Verbrauch und Reserve gegen Tiefentladung verloren. Die Rechnung unten zieht sie ab.

Rechenbeispiel Dasselbe Haus mit Speicher

Angenommen, ein Speicher mit 6 kWh hebt den Anteil, den die Anlage deckt, von 30 % auf 60 %. Damit 1.200 kWh mehr aus dem Speicher kommen, müssen rund 1.500 kWh hinein.

selbst genutzt: 60 % von 4.000 kWh
2.400 kWh
Speicherverluste: 20 % von 1.500 kWh eingespeichert
300 kWh
eingespeist
7.300 kWh
Ersparnis: 2.400 kWh × 35 ct
840,00 €
+ Vergütung: 7.300 kWh × 7,70 ct
562,10 €
− laufende Kosten
−100,00 €
Vorteil im Jahr
1.302,10 €

Der Speicher bringt 304,50 € mehr im Jahr als die Anlage allein. Kostet er 3.060 € (510 € je kWh, Mittelwert der Verbraucherzentrale für 4 bis 6 kWh), hat er sich nach rund 10 Jahren bezahlt gemacht. Die Verbraucherzentrale rechnet mit 10 bis 15 Jahren Lebensdauer, viel Spielraum bleibt also nicht.

Speichert der Akku nur Solarstrom, bekommst du für Strom, den er später ins Netz abgibt, dieselbe Vergütung wie für direkt eingespeisten (Solarspitzengesetz, laut Verbraucherzentrale). So kann er mittags laden, wenn negative Börsenpreise die Vergütung aussetzen.

Was das Solarspitzengesetz für neue Anlagen ändert

Seit dem 25. Februar 2025 darf eine neue Anlage unter 100 kWp mit Einspeisevergütung höchstens 60 % ihrer Leistung ins Netz geben, bis Smart Meter und Steuerbox eingebaut und getestet sind (§ 9 Abs. 2 EEG). Ab 25 kWp muss sie bis dahin außerdem vom Netzbetreiber fernsteuerbar sein. Die Grenze gilt am Netzanschluss. Was du im selben Moment verbrauchst oder in den Speicher lädst, zählt nicht mit. Am stärksten trifft sie deshalb Volleinspeiser ohne Speicher, bei denen jede Mittagsspitze über der Grenze verloren geht. Wer die Grenze nicht einhält, schuldet dem Netzbetreiber 10 € je kW und Monat, nach Behebung rückwirkend 2 € (§ 52 EEG).

Außerdem gibt es für neue Anlagen keine Vergütung, solange der Börsenstrompreis negativ ist (§ 51 EEG). Bei Anlagen unter 100 kW gilt das erst ab dem Jahr nach dem Einbau eines Smart Meters. Die ausgefallenen Viertelstunden hängt der Netzbetreiber hinten an die 20 Jahre an, bei Solaranlagen zur Hälfte und umgerechnet in Volllastviertelstunden (§ 51a EEG). Wie viel das sein kann, zeigt eine Auswertung der HTW Berlin: 2024 fielen 18 % des Ertrags einer Süd-Anlage in Zeiten mit negativen Preisen. Selbst verbrauchter Strom ist davon nicht betroffen.

§ 3 Nr. 72 EStG: steuerfrei bis 30 kWp je Einheit

Die Steuerbefreiung für Photovoltaikanlagen steht in § 3 Nummer 72 des Einkommensteuergesetzes. Die Vorschrift hat drei Sätze:

SatzWas drinsteht
Satz 1Steuerfrei sind die Einnahmen und Entnahmen aus dem Betrieb von Photovoltaikanlagen auf, an oder in Gebäuden, Nebengebäude eingeschlossen, wenn die installierte Bruttoleistung laut Marktstammdatenregister höchstens 30 kW (peak) je Wohn- oder Gewerbeeinheit und insgesamt höchstens 100 kW (peak) je Steuerpflichtigem oder Mitunternehmerschaft beträgt.
Satz 2Sind alle Einnahmen eines Gewerbebetriebs danach steuerfrei, ist kein Gewinn zu ermitteln.
Satz 3In diesem Fall gilt § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG nicht. Eine Personengesellschaft, die sonst nur ihr Vermögen verwaltet, etwa ein Haus vermietet, wird durch die Anlage nicht insgesamt gewerblich.

Wann welche Fassung gilt, regelt § 52 Abs. 4 EStG. Steuerfrei sind alle Einnahmen und Entnahmen ab 2022, auch aus Anlagen, die schon vorher liefen (Satz 28). Die 30 kWp je Einheit für alle Gebäude gelten für Anlagen, die ab 2025 gekauft, in Betrieb genommen oder erweitert wurden (Satz 29). Für ältere Anlagen gilt die vorige Fassung: 30 kWp auf Einfamilienhäusern und Gebäuden mit nur einer Gewerbeeinheit, sonst 15 kWp je Einheit.

Einheiten im GebäudeAnlagen ab 2025Anlagen bis 2024
1 (Einfamilienhaus)30 kWp30 kWp
2 (Zweifamilienhaus)60 kWp30 kWp
390 kWp45 kWp
4100 kWp60 kWp
6100 kWp90 kWp

Größte steuerfreie Bruttoleistung laut Marktstammdatenregister für alle Anlagen eines Betreibers auf dem Gebäude, Garage und Carport eingeschlossen. Ein Gebäude ohne Wohnung mit nur einer Gewerbeeinheit zählt wie ein Einfamilienhaus. Bei neuen Anlagen greift ab 4 Einheiten die Obergrenze: Insgesamt dürfen es höchstens 100 kWp sein, auch verteilt auf mehrere Gebäude, sonst ist nichts steuerfrei.

Wie das Finanzministerium die Vorschrift auslegt, steht im BMF-Schreiben vom 17. Juli 2023. Die 100 kWp sind eine Freigrenze: Wer darüber liegt, hat gar nichts steuerfrei (Rn. 17). Garagen, Carports und Gartenhäuser zählen zum Gebäude, Freiflächenanlagen sind nie begünstigt (Rn. 3 und 6). Eigentümer des Gebäudes musst du nicht sein (Rn. 8). Fällt eine Voraussetzung im Lauf des Jahres weg, etwa durch eine Erweiterung, endet die Befreiung an diesem Tag (Rn. 18), und du musst es dem Finanzamt melden.

Einen Antrag brauchst du nicht, einen Gewinn musst du nicht ermitteln, und Gewerbesteuer fällt keine an. Dafür darfst du Kosten und Abschreibung nicht absetzen (§ 3c Abs. 1 EStG), und einen Investitionsabzugsbetrag gibt es nicht (Rn. 19).

Über den Grenzen: Gewinn, Abschreibung, Gewerbesteuer

Bei mehr als 30 kWp je Einheit oder mehr als 100 kWp insgesamt erzielst du Einkünfte aus Gewerbebetrieb, sofern du auf Dauer Gewinn erwartest. Den Gewinn ermittelst du mit einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR-Rechner): Vergütung und selbst verbrauchter Strom sind Einnahmen, abziehen darfst du die Abschreibung, in der Regel 5 % im Jahr über 20 Jahre, dazu Zinsen, Versicherung und Wartung, aber keine Gebäudekosten (Finanzämter NRW). Vor dem Kauf ist unter den Voraussetzungen des § 7g EStG ein Investitionsabzugsbetrag von bis zu 50 % möglich (IAB-Rechner). Gewerbesteuer fällt erst an, wenn der Gewerbeertrag den Freibetrag von 24.500 € übersteigt (§ 11 Abs. 1 GewStG). Melden musst du die Anlage binnen eines Monats bei der Gemeinde und mit dem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung beim Finanzamt (§ 138 AO).

Wie der Eigenverbrauch steuerlich behandelt wird

Bei einer Anlage, die unter § 3 Nr. 72 EStG fällt, gar nicht. Das Gesetz befreit Einnahmen und Entnahmen, und selbst verbrauchter Strom ist eine Entnahme, ob in der Wohnung, im Arbeitszimmer oder im privaten E-Auto (BMF-Schreiben vom 17. Juli 2023, Rn. 10). Du setzt dafür keinen Wert an und machst in der Steuererklärung keine Angaben. Strom, den du an Mieter verkaufst, ist ebenfalls steuerfrei (Rn. 9).

Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch

Als Kleinunternehmer zahlst du keine Umsatzsteuer, auch nicht auf den Eigenverbrauch. Versteuerst du regulär, ist er nur dann eine steuerpflichtige unentgeltliche Wertabgabe, wenn die Anlage zum Vorsteuerabzug berechtigt hat (§ 3 Abs. 1b Satz 2 UStG). Hast du sie ab 2023 mit 0 % gekauft, gab es keine Vorsteuer und damit keine Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch.

Hast du dir bei einer älteren Anlage die Vorsteuer aus dem Kauf erstatten lassen, versteuerst du den Eigenverbrauch mit 19 %. Du kannst die Anlage aber zum Nullsteuersatz aus dem Unternehmen entnehmen, wenn voraussichtlich mehr als 90 % des Stroms privat genutzt werden. Davon gehen die Finanzämter in Nordrhein-Westfalen aus, sobald ein Batteriespeicher, eine Wallbox fürs private Auto oder eine Wärmepumpe Strom abnimmt. Eine Vorsteuerkorrektur folgt daraus nicht, die Einspeisung bleibt umsatzsteuerpflichtig.

Eigenverbrauch einer steuerpflichtigen Anlage

Liegt die Anlage über den Grenzen, ist selbst verbrauchter Strom eine Sachentnahme und zählt als Betriebseinnahme. Bewertet wird er mit den Kosten je kWh: Abschreibung, laufende und Finanzierungskosten geteilt durch die erzeugte Menge (Finanzämter NRW). Für die Beispielanlage wären das ohne Zinsen 8,05 ct je kWh, bei 1.200 kWh Eigenverbrauch 96,60 € im Jahr, ganz gleich, was dein Strom kostet. Hast du beim Kauf Vorsteuer abgezogen, kommt die Umsatzsteuer auf die Wertabgabe hinzu.

Umsatzsteuer, Anmeldung und Zähler

Umsatzsteuer

Kauf und Montage von Modulen, Wechselrichter und Speicher kosten keine Umsatzsteuer, wenn die Anlage auf oder nahe einer Wohnung oder einem Gebäude für Gemeinwohlzwecke sitzt (§ 12 Abs. 3 UStG). Bis 30 kWp laut Marktstammdatenregister gilt das ohne weiteren Nachweis, auch auf einem Gewerbegebäude. Im Angebot stehen dann 0 % Umsatzsteuer. Eine größere Anlage auf einer reinen Gewerbehalle kostet dagegen 19 %, die ein regulär versteuernder Betreiber als Vorsteuer zurückbekommt.

Als Betreiber bist du umsatzsteuerlich Unternehmer. Liegt dein gesamter Umsatz als Unternehmer im Vorjahr bei höchstens 25.000 € und im laufenden Jahr bei höchstens 100.000 €, bist du Kleinunternehmer und musst auf die Vergütung keine Umsatzsteuer abführen (Kleinunternehmer-Rechner). Auf diese Regel zu verzichten, ist seit dem Nullsteuersatz nicht mehr nötig, ein früherer Verzicht bindet 5 Jahre. Versteuerst du regulär, zahlt der Netzbetreiber die Vergütung zuzüglich 19 % Umsatzsteuer, die du abführst.

Den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung musst du nicht abgeben, wenn die Anlage nach § 3 Nr. 72 EStG steuerfrei ist, mit 0 % gekauft wurde und du Kleinunternehmer bist. So erklären es die Finanzämter in Nordrhein-Westfalen nach einem BMF-Schreiben vom 12. Juni 2023. Dann brauchst du wegen der Anlage keine Steuernummer und machst in der Steuererklärung keine Angaben zu ihr. Verlangt der Netzbetreiber eine Steuernummer, reicht die aus deinem letzten Einkommensteuerbescheid.

Anmeldung und Zähler

Vor dem Anschluss meldest du die Anlage beim Netzbetreiber an. Bis 30 kW auf einem Grundstück mit Hausanschluss muss er dafür ein Webportal anbieten und binnen eines Monats antworten (§ 8 Abs. 7 EEG). Nach der Inbetriebnahme hast du einen Monat Zeit für den Eintrag im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (§ 5 Abs. 5 MaStRV). Fehlt er, schuldest du dem Netzbetreiber 10 € je kW und Monat, nach dem Nachholen rückwirkend 2 € (§ 52 EEG).

Anlagen über 7 kWp bekommen nach und nach einen Smart Meter mit Steuerbox (§ 29 MsbG). Bei Anlagen bis 15 kWp darf dir der Messstellenbetreiber dafür höchstens 50 € im Jahr berechnen, für die Steuerbox noch einmal höchstens 50 € (§ 30 MsbG).

Häufige Fragen

Was kostet eine Photovoltaikanlage?
In Angeboten aus 2025 und 2026, die die Verbraucherzentrale ausgewertet hat, kosteten Anlagen mit 4 bis 6 kWp im Mittel 2.090 € je kWp, über 9 bis 10 kWp 1.410 € und über 16 kWp 1.010 €, ohne Speicher. Ein Speicher kam auf 510 € je kWh bei 4 bis 6 kWh und 360 € bei über 12 bis 16 kWh. Die Preise streuen stark, vergleiche also mehrere Angebote. Finanzieren lässt sich die Anlage mit dem KfW-Förderkredit Erneuerbare Energien (270) über deine Bank, wenn du zumindest einen Teil des Stroms einspeist. Zuschüsse für Speicher gibt es in einigen Ländern und Kommunen, die Programme sind aber oft schnell ausgeschöpft.
Kann ich zwischen Überschuss- und Volleinspeisung wechseln?
Ja, jeweils zum 1. Januar. Du teilst es dem Netzbetreiber vor dem 1. Dezember in Textform mit, im ersten Jahr vor der Inbetriebnahme (§ 48 Abs. 2a EEG). Wer zwei Anlagen mit je eigenem Zähler betreibt, kann eine voll einspeisen lassen und bei der anderen den Überschuss; das muss er vor der Inbetriebnahme der zweiten Anlage mitteilen. Verbrauchst du trotz gemeldeter Volleinspeisung Strom selbst, schuldest du dem Netzbetreiber für jeden Monat des Jahres 2 € je kW (§ 52 EEG).
Wann und von wem bekomme ich die Einspeisevergütung?
Vom Netzbetreiber, an dessen Netz die Anlage hängt. Er zahlt monatliche Abschläge, jeweils zum 15. für den Vormonat, und rechnet im Folgejahr genau ab (§ 26 EEG). Fällig wird das Geld, sobald du ihm die vorgeschriebenen Daten gemeldet hast. Die Abrechnung muss die Nummer deiner Anlage aus dem Marktstammdatenregister enthalten.
Was passiert nach den 20 Jahren?
Für eine Anlage, die 2026 in Betrieb geht, endet die feste Vergütung Ende 2046 (§ 25 EEG). Danach darfst du weiter einspeisen. Für Anlagen, die heute schon aus der Förderung fallen, zahlt der Netzbetreiber bis Ende 2032 den Marktwert des Solarstroms, höchstens 10 ct je kWh, abzüglich der Vermarktungskosten (§§ 23b, 25 Abs. 2 und 53 Abs. 4 EEG). Was für Anlagen von heute nach 2046 gilt, regelt das Gesetz noch nicht.
Gilt das auch für ein Balkonkraftwerk?
Steckersolargeräte mit bis zu 2 kW Modulleistung und 800 VA Wechselrichterleistung darfst du ohne Anmeldung beim Netzbetreiber anschließen; im Marktstammdatenregister eintragen musst du sie trotzdem (§ 8 Abs. 5a EEG). So angeschlossen, sind sie der unentgeltlichen Abnahme zugeordnet: Für eingespeisten Strom gibt es kein Geld. Die 60-%-Grenze gilt für sie nicht. Beim Kauf zahlst du 0 % Umsatzsteuer, weil § 12 Abs. 3 Nr. 1 UStG die Lieferung von Solarmodulen begünstigt. Im Rechner wählst du bei der Inbetriebnahme „Früher oder eigener Satz“ mit 0 ct.
Gibt es 0 % Umsatzsteuer auch für einen nachgerüsteten Speicher?
Ja. Der Nullsteuersatz gilt für Speicher, die Strom aus Solarmodulen speichern, und für ihre Installation, auch wenn sie später dazukommen (§ 12 Abs. 3 Nr. 1 und 4 UStG). Die Anlage muss auf oder nahe einer Wohnung oder einem Gebäude für Gemeinwohlzwecke sitzen; bis 30 kWp laut Marktstammdatenregister gilt das als erfüllt.
Zählt für die 0 % Umsatzsteuer das Datum der Rechnung?
Nein. Den Nullsteuersatz gibt es für Lieferungen und Installationen ab 2023, entscheidend ist, wann die Anlage geliefert oder fertig installiert wurde, bei einer Komplettanlage meist der Netzanschluss. Bestellung und Rechnungsdatum spielen keine Rolle. Eine gemietete Anlage kostet die volle Umsatzsteuer, weil Miete keine Lieferung ist. Bei Leasing oder Mietkauf kommt es auf den Vertrag an: Geht die Anlage am Ende automatisch in dein Eigentum über, gilt sie als geliefert (Finanzämter NRW).
Dürfen beide Ehepartner je eine steuerfreie Anlage betreiben?
Ja. Die Grenzen gelten je Steuerpflichtigem, das Finanzamt prüft die Anlage jedes Partners für sich. Laut BMF-Schreiben vom 17. Juli 2023 sind auf einem gemeinsam bewohnten Einfamilienhaus zwei Anlagen steuerfrei, wenn jede unter der Grenze bleibt, auch wenn beide zusammen darüber liegen (Rn. 1 und 4). Betreibt ihr eine Anlage gemeinsam, gilt die Grenze einmal für euch als Mitunternehmerschaft.
Wie lange halten Module und Speicher?
Solarmodule bringen laut Verbraucherzentrale länger als 20 bis 30 Jahre gute Leistung, Batteriespeicher halten 10 bis 15 Jahre. In den 20 Jahren Vergütung brauchst du also eher einen neuen Speicher als neue Module. Einen Anlagencheck empfiehlt die Verbraucherzentrale etwa alle 4 bis 5 Jahre, den Speicher prüft der Fachbetrieb dabei mit. Reparaturen sind im Rechner nicht eingerechnet.

Quellen

  1. Bundesnetzagentur: EEG-Förderung und Fördersätze: Sätze für Inbetriebnahme August bis Dezember 2026, abgerufen am 4. Oktober 2026 bundesnetzagentur.de
  2. Bundesnetzagentur: Archiv der Vergütungssätze: Sätze früherer Halbjahre bundesnetzagentur.de
  3. § 48 EEG: Solaranlagen, Zuschlag bei Volleinspeisung (Abs. 2a) gesetze-im-internet.de
  4. § 51 EEG: keine Vergütung bei negativen Preisen gesetze-im-internet.de
  5. § 3 EStG: Steuerbefreiung nach Nr. 72 gesetze-im-internet.de
  6. § 52 EStG: Anwendung von § 3 Nr. 72 (Abs. 4 Sätze 28 und 29) gesetze-im-internet.de
  7. § 3c EStG: keine Betriebsausgaben bei steuerfreien Einnahmen gesetze-im-internet.de
  8. BMF-Schreiben vom 17. Juli 2023 zu § 3 Nr. 72 EStG: Grenzen je Gebäude, Freigrenze, Entnahmen, Handwerkerleistung (PDF) bundesfinanzministerium.de
  9. § 12 UStG: Nullsteuersatz nach Abs. 3 gesetze-im-internet.de
  10. § 3 UStG: unentgeltliche Wertabgabe nach Abs. 1b gesetze-im-internet.de
  11. Finanzämter NRW: Ihre Photovoltaikanlage und das Finanzamt: Eigenverbrauch, Abschreibung, Entnahme von Altanlagen, Fragebogen finanzamt.nrw.de
  12. PVGIS der EU-Kommission: Ertrag für jeden Standort, Werte der Tabellen re.jrc.ec.europa.eu
  13. Verbraucherzentrale: Was kostet eine Photovoltaikanlage?: Preise aus 71 Angeboten, Stand 28.08.2026 verbraucherzentrale.de
  14. Verbraucherzentrale: Lohnen sich Batteriespeicher?: Autarkie, Speichergröße, Verluste, Lebensdauer verbraucherzentrale.de
  15. KfW: Erneuerbare Energien Standard (270): Förderkredit für Anlage und Speicher kfw.de
  16. HTW Berlin: Nullvergütung bei negativen Börsenstrompreisen: Anteil des Ertrags in Zeiten negativer Preise solar.htw-berlin.de
  17. Statistisches Bundesamt: Strompreise im 1. Halbjahr 2026: Durchschnittspreis für Haushalte destatis.de
  18. Deutscher Bundestag: Bundesregierung legt EEG-Novelle vor: Entwurf EEG 2027, Drucksache 21/7867 bundestag.de

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