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E-Auto-Rechner 2026

Der Rechner vergleicht, was dein E-Auto im Jahr an Strom kostet, mit dem Sprit für einen Verbrenner, Kfz-Steuer und THG-Prämie eingerechnet. Bei 15.000 km, Heimstrom zu 0,34 € je kWh und Super zu 2,35 € je Liter spart ein E-Auto rund 1.653 € im Jahr. Darunter prüfst du die Förderung 2026: 3.000 € bis 6.000 € für ein reines E-Auto, je nach Einkommen und Kindern.

Stand: So werden die Rechner geprüft

E-Auto-Rechner

Ersparnis mit dem E-Auto im Jahr

1.653 €

2.700 kWh Strom gegen 1.050 Liter Sprit

Mit dem E-Auto zahlst du 6,12 € je 100 km für Strom, der Verbrenner braucht 16,45 € für Sprit. Im Jahr sparst du 1.653 €, Kfz-Steuer eingerechnet. Teurer als Sprit wäre Strom erst ab 0,91 € je kWh.

Strom im Jahr
918 €
Sprit im Jahr
2.468 €
Strom je kWh
0,34 €

THG-Prämie: Für ein reines E-Auto kannst du jedes Jahr die Strommenge an die Mineralölwirtschaft verkaufen lassen. Den Betrag zahlt dein Anbieter, nicht der Staat. Er meldet die Strommenge bis 15. November beim Umweltbundesamt. Trag die Prämie oben ein, dann rechnet der Rechner sie mit.

Förderung 2026 prüfen

€
Kinder

Förderung: 4.000 € für einen Neuwagen, der ab 1. Januar 2026 erstmals zugelassen wird. Den Antrag stellst du beim BAFA, spätestens 12 Monate nach der Zulassung.

Maßgeblich ist der Durchschnitt der beiden letzten Steuerbescheide, bei Paaren zusammen. Plug-in-Hybride nur mit höchstens 60 g CO2 je km oder mindestens 80 km elektrischer Reichweite und nur bei Zulassung bis 30. Juni 2027.

Auf dieser Seite
  1. Werte 2026 und Rechenweg
  2. Kosten pro 100 km
  3. Förderung 2026 und Einkommen
  4. Gesamtkosten über die Jahre
  5. Kfz-Steuer und Versicherung
  6. Pendeln mit dem E-Auto
  7. Sonderabschreibung 75 %
  8. Geldwerter Vorteil und Ladestrom
  9. THG-Quote
  10. Laden zu Hause
  11. Häufige Fragen
  12. Quellen

Werte 2026 und Rechenweg

Der Rechner stellt die Kosten gegenüber, die sich zwischen E-Auto und Verbrenner unterscheiden: Energie, Kfz-Steuer und THG-Prämie. Kaufpreis, Wertverlust, Versicherung und Werkstatt bleiben draußen, weil sie von Modell zu Modell zu stark schwanken, um sie pauschal anzusetzen. Was über mehrere Jahre zusammenkommt, steht unten bei den Gesamtkosten.

WertStand 2026Grundlage
Strom je kWh, Pauschale für Ladestrom0,34 €BMF-Schreiben 11.11.2025
Haushaltsstrom im Schnitt, 1. Halbjahr 202637,97 ctStatistisches Bundesamt
Super 95 je Liter am 21.09.20262,35 €EU-Kommission
Diesel je Liter am 21.09.20262,46 €EU-Kommission
Kfz-Steuerbefreiung längstens bis31.12.2035§ 3d KraftStG
Förderung reines E-Auto3.000 € bis 6.000 €Richtlinie vom 19.05.2026
Abschreibung im Kaufjahr, Kauf bis 31.12.202775 %§ 7 Abs. 2a EStG
0,25-%-Regel für Dienstwagen bis Listenpreis100.000 €§ 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG
THG-Quote: angerechneter Strom je Pkw2.000 kWh§ 7 der 38. BImSchV

Die Kraftstoffpreise ändern sich jede Woche, im Rechner kannst du jeden Wert anpassen.

  1. StrommengeKilometer im Jahr ÷ 100 × Verbrauch je 100 km. Bei 15.000 km und 18 kWh sind das 2.700 kWh.
  2. StrompreisLädst du nur zu Hause, zählt dein Tarif. Lädst du auch unterwegs, rechnet der Rechner einen Mischpreis aus beiden Preisen, gewichtet nach dem Anteil.
  3. SpritKilometer im Jahr ÷ 100 × Liter je 100 km × Preis je Liter.
  4. ErgebnisSprit plus Kfz-Steuer des Verbrenners, abzüglich Strom und THG-Prämie des E-Autos.

Ersparnis = Sprit + Kfz-Steuer − (Strom − THG-Prämie)

Beim Verbrauch kommt es darauf an, wo gemessen wird. Der Bordcomputer zeigt nur, was aus dem Akku kommt. Beim Laden geht zusätzlich Strom verloren, den du mitbezahlst: im ADAC-Test an der Wallbox mit 11 oder 22 kW 5,1 bis 7 %, an der Haushaltssteckdose 12,7 bis 15,3 %, am Schnelllader 5 bis 15 %. Nimm deshalb den Wert, den deine Wallbox misst, oder schlag auf die Anzeige im Auto etwas auf.

Beim Strompreis zählt der Arbeitspreis je kWh, den Grundpreis zahlst du ohnehin. Voreingestellt sind 0,34 €, die Pauschale, mit der Arbeitgeber 2026 den Ladestrom für Dienstwagen erstatten dürfen. Sie beruht auf dem Durchschnittspreis des Statistischen Bundesamts für Haushalte mit 5.000 bis 15.000 kWh im 1. Halbjahr 2025. Über alle Haushalte lag der Preis im 1. Halbjahr 2026 bei 37,97 ct, Grundpreis eingerechnet.

Für den Sprit gilt der Durchschnittspreis, den die EU-Kommission jede Woche für Deutschland veröffentlicht. Er schwankt 2026 stark: Ein Liter Diesel kostete am 5. Januar 2026 noch 1,68 €, am 21. September 2026 dann 2,46 €. Im Schnitt des Jahres 2025 waren es 1,74 € für Super und 1,61 € für Diesel.

Kosten pro 100 km: Strom gegen Benzin und Diesel

Ein E-Auto mit 18 kWh je 100 km braucht bei Heimstrom zu 0,34 € Strom für 6,12 €. Ein Benziner mit 7 Litern Super kostet 16,45 €, ein Diesel mit 6 Litern 14,76 €. Selbst wer nur an Ladesäulen lädt, fährt günstiger, solange der Strom weniger als 0,91 € je kWh kostet. Gegen den Diesel liegt die Grenze bei 0,82 € je kWh.

Kosten je 100 km nach Strompreis im Vergleich zu Benziner und Diesel Ein E-Auto mit 18 kWh je 100 km kostet bei 0,34 € je kWh 6,12 € je 100 km. Der Benziner mit 7 Litern Super zu 2,35 € kostet 16,45 €, der Diesel mit 6 Litern zu 2,46 € kostet 14,76 €. Gleich teuer wie der Benziner wäre Strom erst bei 0,91 € je kWh, wie der Diesel bei 0,82 € je kWh. 0 €5 €10 €15 €20 € 0,20 €0,40 €0,60 €0,80 €1,00 € Benziner, 7 l Super: 16,45 € Diesel, 6 l: 14,76 € E-Auto, 18 kWh gleich teuer bei 0,91 €
E-Auto je 100 km Benziner, gestrichelt Diesel waagerecht: Strompreis je kWh
Strompreis je kWhje 100 kmStrom im Jahrweniger als Benziner
25 ct4,50 €675 €1.793 €
34 ctPauschale 2026 des Finanzministeriums6,12 €918 €1.550 €
37,97 ctSchnitt aller Haushalte, 1. Halbjahr 20266,83 €1.025 €1.442 €
50 ct9,00 €1.350 €1.118 €
60 ct10,80 €1.620 €848 €
70 ct12,60 €1.890 €578 €
80 ct14,40 €2.160 €308 €

E-Auto mit 18 kWh je 100 km, 15.000 km im Jahr. Benziner mit 7 Litern Super zu 2,35 €, ohne Kfz-Steuer.

Rechenbeispiel 15.000 km, nur zu Hause geladen

E-Auto mit 18 kWh je 100 km gegen einen Benziner mit 7 Litern Super, beide 15.000 km im Jahr.

Strom: 2.700 kWh × 0,34 €
918,00 €
Sprit: 1.050 Liter × 2,35 €
2.467,50 €
Kfz-Steuer des Benziners (E-Auto: 0 €)
103,00 €
Ersparnis mit dem E-Auto im Jahr
1.652,50 €

Bleiben die Preise so, sind das in fünf Jahren 8.263 €.

Ohne Wallbox lädst du öffentlich. Bei angenommenen 0,60 € je kWh an der Ladesäule kostet der Strom 1.620 € im Jahr, mit der Kfz-Steuer des Benziners bleiben 951 € Ersparnis. Lädst du Solarstrom vom eigenen Dach, kostet dich jede kWh nur die Einspeisevergütung, die dir entgeht: bei einer neuen Anlage bis 10 kWp 7,70 ct (Inbetriebnahme ab 1. August 2026). Was die Anlage bringt, zeigt der Photovoltaik-Rechner.

E-Auto-Förderung 2026: 3.000 € bis 6.000 €

Seit dem 19. Mai 2026 nimmt das BAFA Anträge an. Gefördert wird der Kauf oder das Leasing eines Neuwagens, der ab dem 1. Januar 2026 erstmals in Deutschland zugelassen wird und dir privat gehört. Wie viel es gibt, hängt vom Antrieb, vom Einkommen und von der Zahl der Kinder ab (Richtlinie vom 19. Mai 2026, Nr. 6):

  • Reines E-Auto oder Brennstoffzellenauto 3.000 €, Plug-in-Hybrid oder Range Extender 1.500 €.
  • Zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 60.000 €: 1.000 € mehr, bis 45.000 € noch einmal 1.000 €.
  • Für jedes Kind unter 18 Jahren 500 € mehr, für höchstens zwei Kinder.
  • Obergrenze 80.000 € Einkommen, je Kind 5.000 € mehr, höchstens also 90.000 €.
Zu versteuerndes Einkommenohne Kind1 Kind2 Kinder oder mehr
bis 45.000 € 5.000 €Hybrid 3.500 € 5.500 €Hybrid 4.000 € 6.000 €Hybrid 4.500 €
45.001 € bis 60.000 € 4.000 €Hybrid 2.500 € 4.500 €Hybrid 3.000 € 5.000 €Hybrid 3.500 €
60.001 € bis 80.000 € 3.000 €Hybrid 1.500 € 3.500 €Hybrid 2.000 € 4.000 €Hybrid 2.500 €
80.001 € bis 85.000 € keine 3.500 €Hybrid 2.000 € 4.000 €Hybrid 2.500 €
85.001 € bis 90.000 € keine keine 4.000 €Hybrid 2.500 €

Große Zahl: reines E-Auto, kleine Zahl: Plug-in-Hybrid oder Range Extender. Kinder zählen, wenn sie bei dir wohnen, für sie Kindergeld gezahlt wird und sie bei der Zulassung jünger als 18 sind.

Das Auto muss mindestens 36 Monate auf dich in Deutschland zugelassen bleiben und darf in dieser Zeit nicht in ein Betriebsvermögen. Tages- und Vorführwagen sind ausgeschlossen, Gebrauchte ebenfalls. Wo du das Auto kaufst, spielt keine Rolle, es zählt die erste Zulassung in Deutschland. Hybride bekommen die Förderung nur mit höchstens 60 g CO2 je km oder mindestens 80 km elektrischer Reichweite innerorts und nur bei Zulassung bis zum 30. Juni 2027.

Welches Einkommen zählt: das zu versteuernde Einkommen

Gemeint ist nicht dein Brutto, sondern das zu versteuernde Einkommen aus dem Einkommensteuerbescheid (§ 2 Abs. 5 Satz 1 EStG). Für jede Person bildet das BAFA den Durchschnitt der zwei aktuellsten Bescheide. Sie dürfen höchstens drei Kalenderjahre alt sein, maßgeblich ist das Steuerjahr, nicht das Datum des Bescheids.

Mit zählt dein Ehe- oder Lebenspartner, auch ohne Trauschein: Bei gemeinsamem Hauptwohnsitz vermutet das BAFA eine eheähnliche Gemeinschaft, solange ihr nicht per Eigenerklärung glaubhaft macht, dass ihr getrennt wirtschaftet. Erwachsene Kinder mit eigenem Einkommen zählen nicht (Richtlinie Nr. 2 Buchst. j bis l). Steuerfreie Leistungen wie Elterngeld oder BAföG stecken nicht im zu versteuernden Einkommen, ebenso wenig Kapitalerträge, die mit der Abgeltungsteuer erledigt sind (§ 2 Abs. 5b EStG, siehe Kapitalertragsteuer-Rechner). Eine Abfindung zählt dagegen mit (BAFA, Häufige Fragen 3.6 bis 3.9).

Hast du nur Arbeitslohn, lässt sich der Wert ungefähr ausrechnen: Brutto minus Arbeitnehmer-Pauschbetrag, Sonderausgaben-Pauschbetrag und deine Sozialbeiträge, hier mit dem Lohnsteuer-Rechenkern.

Bruttolohn im Jahrzu versteuerndes Einkommen, rundFörderung reines E-Auto, ohne Kind
40.000 €30.700 €5.000 €
50.000 €38.700 €5.000 €
60.000 €46.600 €4.000 €
70.000 €54.700 €4.000 €
80.000 €63.700 €3.000 €
90.000 €72.800 €3.000 €
100.000 €81.900 €keine

Eine Person mit Arbeitslohn, gerechnet wie in Steuerklasse I, gesetzlich versichert, kinderlos. Kirchensteuer, Spenden und Werbungskosten über dem Pauschbetrag senken das zu versteuernde Einkommen.

Für Singles mit reinem Arbeitslohn gibt es die höchste Stufe also bis rund 57.900 € brutto im Jahr, die mittlere bis rund 75.800 € und die Basisförderung bis rund 97.900 €. Bei Paaren zählen beide: Mit je 50.000 € brutto kommt ihr auf rund 77.300 € und liegt knapp unter der Grenze. Genauer rechnet der Einkommensteuer-Rechner.

Antrag, Haltedauer und Rückforderung

Den Antrag stellst du nach der Zulassung, spätestens ein Jahr danach, online über die Förderzentrale Deutschland mit einem BundID-Konto (Online-Ausweis oder ELSTER-Zertifikat). Hochladen musst du die Steuerbescheide und, wenn Kinder zählen, einen Kindergeldnachweis. Antragsteller ist der Halter, Käufer oder Leasingnehmer darf jemand anderes sein. Jede Person bekommt die Förderung einmal, ein Haushalt höchstens zweimal (BAFA, Häufige Fragen 2.7, 5.4 und 5.7).

Einen Rechtsanspruch gibt es nicht, sind die rund 3 Mrd. € verbraucht, darf das BAFA die Förderung stoppen (Richtlinie Nr. 7.3 und 9). Bis zum 1. September 2026 hat es 52.473 Anträge bewilligt und 230 Mio. € ausgezahlt. 51 % der Bewilligungen gingen an Haushalte mit höchstens 45.000 € zu versteuerndem Einkommen.

Wallbox: kein Zuschuss mehr fürs Eigenheim

Für die Wallbox am eigenen Haus gibt es 2026 keine Bundesförderung. Der KfW-Zuschuss von 900 € je Ladepunkt ist seit dem 27. Oktober 2021 gestoppt. Neu ist seit dem 15. April 2026 das Programm „Laden im Mehrparteienhaus“ des Bundesverkehrsministeriums: bis zu 2.000 € je Stellplatz für Eigentümergemeinschaften, Vermieter und Unternehmen, wenn mindestens 20 % der Stellplätze vorverkabelt werden, mindestens aber 6 Stellplätze. Anträge laut ADAC bis zum 10. November 2026.

Gesamtkosten: E-Auto und Benziner über fünf und acht Jahre

Über die Haltedauer kommt einiges zusammen. Die Tabelle rechnet Strom, Sprit und Kfz-Steuer mit dem Rechner oben für 5 und 8 Jahre, mit den Preisen von heute. Eine Vorhersage ist das nicht, Spritpreise schwanken stark.

Fahrleistung im JahrStrom E-AutoSprit und Steuer BenzinerErsparnis im Jahrin 5 Jahrenin 8 Jahren
10.000 km612 €1.748 €1.136 €5.680 €9.088 €
15.000 km918 €2.571 €1.653 €8.263 €13.220 €
20.000 km1.224 €3.393 €2.169 €10.845 €17.352 €
25.000 km1.530 €4.216 €2.686 €13.428 €21.484 €
30.000 km1.836 €5.038 €3.202 €16.010 €25.616 €

Kosten im Jahr. E-Auto mit 18 kWh je 100 km, nur zu Hause geladen zu 0,34 € je kWh, bei Zulassung 2026 bis Ende 2035 ohne Kfz-Steuer. Benziner mit 7 Litern Super zu 2,35 € und 103 € Kfz-Steuer. Ohne THG-Prämie.

Lädst du 30 % an Ladesäulen zu 0,60 € je kWh, bleiben bei 15.000 km in 8 Jahren 11.535 € statt 13.220 €. Eigener Solarstrom vergrößert den Abstand, öffentliches Schnellladen verkleinert ihn.

Wie viel teurer das E-Auto beim Kauf sein darf

Zählst du Ersparnis und Förderung zusammen, weißt du, wie viel mehr ein E-Auto in der Anschaffung kosten darf, damit es nach 8 Jahren gleichauf liegt: bei 15.000 km im Jahr und der Basisförderung von 3.000 € sind es 16.220 €, bei 10.000 km 12.088 €. Das stimmt nur, wenn beide Autos am Ende ungefähr gleich viel wert sind.

Werkstatt, Versicherung und Wertverlust hängen am Modell und fehlen deshalb. Bei der Werkstatt spart das E-Auto: kein Ölwechsel, kein Auspuff, keine Kupplung, die verschleißt (Bundesumweltministerium). Die Rate für einen Kredit rechnet der Autokredit-Rechner, Leasing der Leasing-Rechner.

Kfz-Steuer und Versicherung: steuerfrei bis Ende 2035

Reine Elektroautos zahlen zehn Jahre ab der Erstzulassung keine Kfz-Steuer, längstens bis zum 31. Dezember 2035. Voraussetzung ist eine Erstzulassung zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2030 (§ 3d KraftStG). Diese Fristen gelten seit dem Achten Gesetz zur Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes vom 22. Dezember 2025. Vorher endete die Zulassungsfrist Ende 2025 und die Befreiung spätestens Ende 2030.

Erstzulassungsteuerfrei bisDauer
01.07.201730.06.202710 Jahre
01.07.202030.06.203010 Jahre
01.07.202430.06.203410 Jahre
01.01.202631.12.203510 Jahre
01.07.202631.12.20359 Jahre, 6 Monate
01.07.202831.12.20357 Jahre, 6 Monate
01.07.203031.12.20355 Jahre, 6 Monate
01.01.2031keine Befreiung

Zehn Jahre ab dem Tag der Erstzulassung, gekappt am 31.12.2035. Zeiten, in denen das Auto abgemeldet ist, verlängern die Befreiung nicht (§ 3d Abs. 3 KraftStG).

Die vollen zehn Jahre gab es zuletzt bei einer Erstzulassung am 1. Januar 2026. Wer jetzt zulässt, ist trotzdem bis Ende 2035 befreit, nur wird die Zeit mit jedem Monat später einen Monat kürzer.

Danach zahlt ein E-Auto nach Gewicht: je angefangene 200 kg zulässiges Gesamtgewicht 11,25 € bis 2.000 kg, darüber 12,02 € bis 3.000 kg und 12,78 € bis 3.500 kg (§ 9 Abs. 1 Nr. 3 KraftStG). Für Elektroautos gilt davon die Hälfte (§ 9 Abs. 2), abgerundet auf volle Euro.

Zulässiges Gesamtgewichtvoller SatzE-Auto im Jahr
1.800 kg101,25 €50 €
2.000 kg112,50 €56 €
2.200 kg124,52 €62 €
2.500 kg148,56 €74 €
2.800 kg160,58 €80 €
3.000 kg172,60 €86 €

Maßgeblich ist die zulässige Gesamtmasse aus der Zulassungsbescheinigung Teil I, nicht das Leergewicht.

Plug-in-Hybride sind nicht befreit. Sie zahlen wie Verbrenner nach Hubraum und CO2-Ausstoß. Den Betrag für dein Auto rechnet der Kfz-Steuer-Rechner.

Versicherung: wovon der Beitrag abhängt

Einen festen Beitrag für E-Autos gibt es nicht, deshalb steht hier auch keiner. Wie bei jedem Auto zählen Typklasse, Regionalklasse, Schadenfreiheitsklasse, Fahrleistung und Fahrerkreis. Die Typklasse ermittelt der Gesamtverband der Versicherer (GDV) jedes Jahr aus den Schäden des Modells in den letzten drei Jahren, getrennt nach Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko. Für dein Wunschmodell siehst du sie vor dem Kauf kostenlos auf typklasse.de nach, den Beitrag nennt dir nur ein Angebot. Mehr dazu im Kfz-Versicherungsrechner und im SF-Klassen-Rechner.

E-Auto für Pendler: Arbeitsweg, Ladezeit und Entfernungspauschale

Wer jeden Tag pendelt, fährt die Strecke doppelt: Bei 220 Bürotagen sind es schon bei 20 km einfacher Strecke 8.800 km im Jahr. Die Tabelle zeigt, was das an Strom und Benzin kostet, wie lange du jeden Abend nachladen musst und welche Entfernungspauschale du ansetzt.

Einfache StreckeArbeitsweg im JahrStromBenzinLaden je Tag an 11 kWEntfernungs­pauschale
10 km4.400 km269 €724 €20 Min.836 €
20 km8.800 km539 €1.448 €39 Min.1.672 €
30 km13.200 km808 €2.171 €59 Min.2.508 €
50 km22.000 km1.346 €3.619 €1 Std. 38 Min.4.180 €
70 km30.800 km1.885 €5.067 €2 Std. 17 Min.5.852 €

220 Arbeitstage, hin und zurück. E-Auto mit 18 kWh je 100 km zu 0,34 € je kWh, Benziner mit 7 Litern Super zu 2,35 €. Ladezeit ohne Ladeverluste, mit ihnen dauert es etwas länger.

Die Entfernungspauschale gibt es unabhängig vom Antrieb: 0,38 € je vollem Kilometer der einfachen Strecke, ab dem ersten Kilometer (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG). Damit sind alle Kosten des Arbeitswegs abgegolten, Strom setzt du nicht zusätzlich ab (§ 9 Abs. 2 Satz 1). Beim E-Auto liegt sie trotzdem weit über den Energiekosten, bei 30 km 2.508 € gegen 808 € Strom. Steuer spart sie, soweit deine Werbungskosten zusammen über dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 € liegen. Das rechnet der Pendlerpauschale-Rechner.

Laden auf dem Firmenparkplatz ist steuerfrei (§ 3 Nr. 46 EStG) und kürzt die Pauschale nicht: Gekürzt wird sie nur um steuerfreie Sachbezüge nach § 8 Abs. 2 Satz 11 oder Abs. 3 EStG (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 5). Auch mit Dienstwagen bekommst du die Pauschale, das Gesetz nennt den überlassenen Wagen ausdrücklich (Satz 2). Den Arbeitsweg versteuerst du dann als geldwerten Vorteil, beim E-Auto nur vom Viertel des Listenpreises (siehe Dienstwagen).

Sonderabschreibung für E-Autos: 75 % im ersten Jahr

Kaufst du ein reines E-Auto für deinen Betrieb, darfst du 75 % der Anschaffungskosten im Kaufjahr abschreiben, danach 10, 5, 5, 3 und 2 % (§ 7 Abs. 2a EStG), bei Anschaffung vom 1. Juli 2025 bis zum 31. Dezember 2027. Genau genommen ist das keine Sonderabschreibung, sondern eine eigene AfA: Sie ersetzt die lineare oder degressive, und eine Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 5 EStG ist für dasselbe Auto ausgeschlossen (Satz 2). Der Kaufmonat zählt nicht (Satz 3), ein Auto vom Dezember bringt im Kaufjahr dieselben 75 % wie eines vom Januar.

JahrE-Auto-AfAlinear, 6 Jahredegressiv, 30 %
202633.750 €1.875 €3.375 €
20274.500 €7.500 €12.488 €
20282.250 €7.500 €8.741 €
20292.250 €7.500 €6.119 €
20301.350 €7.500 €5.192 €
2031900 €7.500 €5.192 €
2032–5.625 €3.894 €

45.000 € Anschaffungskosten netto, gekauft im Oktober 2026, gerechnet mit dem AfA-Rechenkern. Linear und degressiv zählen im Kaufjahr nur die Monate ab Oktober, degressiv mit Wechsel zur linearen AfA, sobald sie mehr bringt.

Rechenbeispiel Steuer im Kaufjahr 2026 bei 80.000 € zu versteuerndem Einkommen

Selbstständig, ledig, ohne Kirchensteuer, ohne Gewerbesteuer. Das Auto für 45.000 € netto kommt im Oktober 2026.

Einkommensteuer und Soli ohne Abschreibung
22.716 €
mit linearer AfA von 1.875 €
21.834 €
mit degressiver AfA von 3.375 €
21.129 €
mit E-Auto-AfA von 33.750 €
9.255 €
Im Kaufjahr weniger Steuer als mit linearer AfA
12.579 €

Insgesamt schreibst du auf jedem Weg die Anschaffungskosten ab. Die E-Auto-AfA holt den Steuervorteil nach vorn, in den Folgejahren bleibt entsprechend weniger. Das lohnt sich vor allem, wenn dein Steuersatz jetzt hoch ist.

Begünstigt sind Fahrzeuge, die ausschließlich elektrisch fahren (§ 9 Abs. 2 KraftStG), auch E-Transporter und Brennstoffzellenautos, keine Plug-in-Hybride. Das Auto muss zum Anlagevermögen deines Betriebs gehören und gilt im Jahr der Lieferung als angeschafft (§ 9a EStDV): Kommt ein Ende 2027 bestelltes Auto erst 2028, fällt die E-Auto-AfA nach heutigem Stand weg. Auch Gebrauchte können begünstigt sein, so das Finanzministerium in einem Schreiben an den Kfz-Verband ZDK vom 6. November 2025. Ein geleastes Auto schreibt in aller Regel der Leasinggeber ab, dem es gehört (§ 39 Abs. 1 AO).

Die Privatfahrten setzt du wie beim Dienstwagen mit 0,25 % des Listenpreises im Monat an, solange er höchstens 100.000 € beträgt (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 Nr. 3 EStG). Den ganzen Abschreibungsplan, auch mit Investitionsabzugsbetrag, rechnet der AfA-Rechner für Pkw.

Förderung oder Abschreibung, nicht beides

Die E-Auto-Förderung gibt es nur für Autos im Privatvermögen, und sie dürfen 36 Monate lang nicht in einen Betrieb eingelegt werden (Richtlinie Nr. 3 und 5). Die Abschreibung mit 75 % im Kaufjahr setzt dagegen voraus, dass das Auto zum Betrieb gehört. Für dasselbe Auto musst du dich also entscheiden.

Geldwerter Vorteil beim E-Dienstwagen: 0,25-%-Regel und Ladestrom

Fährst du einen Firmenwagen auch privat, versteuerst du jeden Monat 1 % des Bruttolistenpreises als geldwerten Vorteil, dazu 0,03 % je Kilometer Arbeitsweg. Bei reinen E-Autos zählt nur ein Viertel des Listenpreises, wenn er höchstens 100.000 € beträgt und der Wagen nach dem 30. Juni 2025 angeschafft wurde (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG). Für ältere Anschaffungen liegt die Grenze bei 70.000 € (2024 bis Juni 2025) und 60.000 € (bis 2023). Darüber zählt die Hälfte, ebenso bei Plug-in-Hybriden mit höchstens 50 g CO2 je km oder 80 km elektrischer Reichweite.

BruttolistenpreisVerbrennerPlug-in-HybridE-Auto
40.000 €4.800 €2.400 €1.200 €
60.000 €7.200 €3.600 €1.800 €
80.000 €9.600 €4.800 €2.400 €
100.000 €12.000 €6.000 €3.000 €
120.000 €14.400 €7.200 €7.200 €

Geldwerter Vorteil im Jahr ohne Fahrten zur Arbeit, Anschaffung ab Juli 2025. Über 100.000 € zählt beim E-Auto die Hälfte wie beim Hybrid.

Rechenbeispiel Dienstwagen für 50.000 €, 20 km Arbeitsweg

Bruttolohn 5.000 € im Monat, Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer, gesetzlich versichert.

Geldwerter Vorteil Verbrenner: 1 % plus 0,03 % × 20 km
800,00 €
Geldwerter Vorteil E-Auto: nur ein Viertel des Listenpreises
200,00 €
Netto mit Verbrenner
2.730,75 €
Netto mit E-Auto
3.031,84 €
Mehr Netto mit dem E-Auto im Monat
301,09 €

Im Jahr bleiben mit dem E-Auto 3.613 € mehr. Mehr dazu im Firmenwagen-Rechner.

Zum Listenpreis gehört werkseitige Sonderausstattung samt Umsatzsteuer, nachträglich eingebautes Zubehör nicht (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG, BMF-Schreiben vom 3. März 2022, Rn. 17). Ein paar Extras ab Werk können ein E-Auto über 100.000 € schieben, dann verdoppelt sich der Vorteil. Mit Fahrtenbuch zählen beim E-Auto die Anschaffungskosten oder Leasingraten nur zu einem Viertel (Satz 3 Nr. 3), das vergleicht der Fahrtenbuch-Rechner. Wer selten ins Büro fährt, nimmt für den Arbeitsweg besser die Einzelbewertung: 0,002 % des Listenpreises je Kilometer und Fahrt, höchstens für 180 Fahrten im Jahr (Rn. 13).

Ladestrom: beim Arbeitgeber steuerfrei, zu Hause erstattet

Lädst du beim Arbeitgeber, ist der Strom steuerfrei (§ 3 Nr. 46 EStG). Das gilt auch für dein privates E-Auto auf dem Firmenparkplatz, vorerst bis 31. Dezember 2030. Lädst du den Dienstwagen zu Hause, darf der Arbeitgeber dir den Strom steuerfrei erstatten (Auslagenersatz, § 3 Nr. 50 EStG). Seit 2026 geht das nur noch für gemessene Mengen: Die kWh zählt ein eigener Zähler, auch der in der Wallbox oder im Auto. Angesetzt wird dein Tarif samt anteiliger Grundgebühr oder pauschal 0,34 € je kWh. Die alten Monatspauschalen von 30 € und 70 € (Hybride 15 € und 35 €) gab es zuletzt für Dezember 2025 (BMF-Schreiben vom 11.11.2025).

Ein Beispiel: 15.000 km im Jahr, 18 kWh je 100 km, 70 % davon zu Hause geladen. Das sind 1.890 kWh, die dein Arbeitgeber mit 642,60 € im Jahr steuerfrei erstatten kann. Schenkt er dir die Wallbox oder zahlt er einen Zuschuss dazu, darf er das pauschal mit 25 % versteuern (§ 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 6 EStG). Stellt er sie dir nur zur Nutzung hin, bleibt das steuerfrei.

THG-Quote: Prämie für die Strommenge

Wer Benzin und Diesel in Verkehr bringt, muss den Treibhausgasausstoß seiner Kraftstoffe senken, 2026 um 12 %, 2027 um 17,5 % (§ 37a Abs. 4 BImSchG). Einen Teil dieser Pflicht kann die Mineralölwirtschaft mit Strom aus E-Autos erfüllen. Deshalb kannst du dir als Halter eines reinen E-Autos einmal im Jahr eine Strommenge bescheinigen lassen und sie verkaufen.

Gemessen wird dabei nichts. Angesetzt werden je Pkw pauschal 2.000 kWh, und dieser Strom zählt bis einschließlich 2034 dreifach (§ 5 Abs. 3 und § 7 der 38. BImSchV). In der Praxis läuft das über einen Anbieter, dem du die Zulassungsbescheinigung Teil I schickst. Er muss die Menge bis zum 15. November des Jahres beim Umweltbundesamt melden. Selbst beantragen darfst du auch, dann müsstest du die Menge aber selbst an die Mineralölwirtschaft verkaufen. Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen, und jedes Auto zählt pro Jahr nur einmal, auch nach einem Halterwechsel.

Wie viel du bekommst, bestimmt der Anbieter. Das Umweltbundesamt zahlt nichts, es bescheinigt nur die Menge. Die Prämie kommt vom Anbieter, der die Mengen an die Mineralölwirtschaft weiterverkauft. Vergleich die Angebote und trag den Betrag im Rechner ein.

Laden zu Hause: Wallbox, Ladezeit, Netzentgelt

Eine Wallbox musst du vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber anmelden. Hat sie mehr als 12 kVA, etwa eine 22-kW-Box, muss er vorher zustimmen und sich innerhalb von zwei Monaten äußern (§ 19 Abs. 2 NAV). Eine 11-kW-Box meldest du nur an.

Neue Wallboxen über 4,2 kW gelten seit 2024 als steuerbare Verbrauchseinrichtung (§ 14a EnWG). Der Netzbetreiber darf die Leistung bei drohender Überlastung drosseln, aber nie unter 4,2 kW. Dafür zahlst du weniger Netzentgelt: einen pauschalen Nachlass (Modul 1), mit eigenem Zähler nur 40 % des Netz-Arbeitspreises (Modul 2) oder zeitabhängige Preise (Modul 3). Die Beträge stehen im Preisblatt deines Netzbetreibers.

Wie lange das Laden dauert, rechnest du selbst: Energie geteilt durch Ladeleistung. Einen Akku mit 60 kWh von 10 % auf 80 % zu laden, sind 42 kWh. An 11 kW dauert das 3,8 Stunden, mit Ladeverlusten etwas länger. An der Haushaltssteckdose geht es deutlich langsamer, und es geht mehr Strom verloren.

Die Arbeitskosten für die Installation kannst du als Handwerkerleistung ansetzen: 20 % davon mindern deine Einkommensteuer, höchstens um 1.200 € im Jahr (§ 35a Abs. 3 EStG). Du brauchst eine Rechnung und musst aufs Konto des Betriebs überweisen (§ 35a Abs. 5). Das Gerät selbst zählt nicht, und wer für die Wallbox einen steuerfreien Zuschuss bekommen hat, kann die Ermäßigung nicht nutzen.

Häufige Fragen

Lohnt sich ein E-Auto, wenn ich wenig fahre?
Bei den laufenden Kosten meist ja, nur wird der Vorsprung kleiner. Mit Heimstrom zu 0,34 € und Super zu 2,35 € spart ein E-Auto bei 5.000 km im Jahr rund 620 €, bei 25.000 km rund 2.686 €. Ob sich der Kauf rechnet, entscheiden der Preisunterschied beim Kauf, die Förderung und der Wiederverkaufswert.
Kann ich die Förderung noch beantragen, wenn ich das Auto schon gekauft habe?
Ja, das ist sogar der vorgesehene Weg. Den Antrag stellst du erst, wenn das Auto auf dich zugelassen ist, spätestens ein Jahr danach (Richtlinie Nr. 8.1). Ein eigenes Gesetz erlaubt, dass der Antrag nach dem Kauf- oder Leasingvertrag gestellt wird, wenn das Auto ab dem 1. Januar 2026 erstmals zugelassen wurde (Art. 15 KliNeMFöG im BGBl. 2026 I Nr. 139). Das gilt auch für Autos, die vor dem Start der Anträge am 19. Mai 2026 zugelassen wurden.
Was passiert, wenn das Auto vor Ablauf der 36 Monate weg ist?
Verkauf, Abmeldung, Totalschaden oder Diebstahl musst du dem BAFA sofort melden. Das Amt entscheidet dann im Einzelfall, ob es die Förderung ganz oder anteilig zurückfordert. Wird der Vertrag wegen eines Mangels rückabgewickelt, bleibt die Förderung, wenn du innerhalb von sechs Monaten ein gleichwertiges förderfähiges Ersatzauto zulässt. Bei anderen Rückabwicklungen fordert das BAFA alles mit Zinsen zurück (Richtlinie Nr. 5). Stirbt der Halter, übernimmt der Erbe die restliche Haltedauer (BAFA, Häufige Fragen 7.5).
Ich habe keinen Steuerbescheid. Bekomme ich die Förderung trotzdem?
Ja, wenn du nachträglich eine Steuererklärung abgibst. Das BAFA verlangt für jede Person, deren Einkommen zählt, die zwei aktuellsten Einkommensteuerbescheide. Wer bisher keine Erklärung abgeben musste, etwa als Rentner oder Azubi, kann sie freiwillig einreichen. Ein Bescheid, der 0 € zu versteuerndes Einkommen ausweist, reicht als Nachweis (BAFA, Häufige Fragen 3.10 und 6.4).
Gibt es die Förderung auch, wenn mein Leasingvertrag kürzer läuft?
Leasing wird wie ein Kauf gefördert. Das Auto muss aber 36 Monate ohne Unterbrechung auf dich zugelassen bleiben, auch wenn der Vertrag kürzer läuft (BAFA, Häufige Fragen 7.7). Bei einer kürzeren Laufzeit brauchst du also eine Verlängerung oder musst das Auto übernehmen, sonst droht die Rückforderung. Bis zum 1. September 2026 waren 25.982 der geförderten Autos geleast.
Bekommt ein gebrauchtes E-Auto noch die Kfz-Steuerbefreiung?
Ja, für die restliche Zeit. Die Befreiung gibt es je Auto nur einmal, beim Verkauf läuft sie für den neuen Halter weiter (§ 3d Abs. 2 KraftStG). Ein E-Auto mit Erstzulassung am 01.07.2020 ist bis 30.06.2030 befreit, egal wer es dann fährt. Die Kaufprämie gibt es für Gebrauchte dagegen nicht.
Gilt die 0,25-%-Regel auch für Selbstständige?
Ja. Sie steht in § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG, der Vorschrift für Entnahmen von Unternehmern, für Arbeitnehmer gilt sie über § 8 Abs. 2 EStG. Gehört ein reines E-Auto mit einem Listenpreis bis 100.000 € zu deinem Betrieb und hast du es nach dem 30. Juni 2025 angeschafft, setzt du für die Privatfahrten je Monat 0,25 % des Listenpreises an. Die Pauschale darfst du nur nehmen, wenn das Auto zu mehr als 50 % betrieblich fährt.
Muss ich die THG-Prämie versteuern?
Für ein privates Auto nicht: Die Prämie ist weder einkommen- noch umsatzsteuerpflichtig. Gehört das Auto zum Betriebsvermögen, ist sie eine Betriebseinnahme und unterliegt der Umsatzsteuer. So sieht es das Bayerische Landesamt für Steuern.
Wie lange hält der Akku?
Das hängt vom Modell und vom Laden ab. Die EU schreibt mit Euro 7 erstmals eine Mindesthaltbarkeit vor: nach 5 Jahren oder 100.000 km noch 80 % der Kapazität, nach 8 Jahren oder 160.000 km noch 72 % (Verordnung (EU) 2024/1257). Das gilt für neue Typen ab dem 29. November 2026 und für alle Neuwagen ab dem 29. November 2027. Alles Weitere regelt die Batteriegarantie des Herstellers.

Quellen

  1. § 3d KraftStG: Steuerbefreiung gesetze-im-internet.de
  2. § 9 KraftStG: Steuer nach Gewicht gesetze-im-internet.de
  3. Achtes Gesetz zur Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes: BGBl. 2025 I Nr. 342 recht.bund.de
  4. BMUKN: Richtlinie zur E-Auto-Förderung vom 19. Mai 2026: Einkommen, Haltedauer, Antrag bundesumweltministerium.de
  5. BAFA: E-Auto-Förderung 2026, Fördervoraussetzungen: wer, welche Autos bafa.de
  6. BAFA: Häufige Fragen zur E-Auto-Förderung: Steuerbescheid, Leasing, Haushalt bafa.de
  7. BAFA: Zwischenbericht zur E-Auto-Förderung, Stand 1. September 2026: Bewilligungen bafa.de
  8. BMUKN: Das Förderprogramm für Elektroautos: Beträge, Werkstatt bundesumweltministerium.de
  9. BGBl. 2026 I Nr. 139, Art. 15 (KliNeMFöG): Antrag nach dem Kauf recht.bund.de
  10. § 2 EStG: zu versteuerndes Einkommen gesetze-im-internet.de
  11. § 7 EStG: Abs. 2a: E-Auto-Abschreibung gesetze-im-internet.de
  12. § 9a EStDV: Jahr der Lieferung gesetze-im-internet.de
  13. Lohnsteuer kompakt: E-Auto-AfA für Gebrauchtwagen: BMF-Schreiben an den ZDK vom 06.11.2025 lohnsteuer-kompakt.de
  14. § 6 EStG: Abs. 1 Nr. 4: Dienstwagen gesetze-im-internet.de
  15. § 9 EStG: Entfernungspauschale gesetze-im-internet.de
  16. § 3 EStG: Nr. 46 und 50: Ladestrom gesetze-im-internet.de
  17. Haufe: BMF-Schreiben vom 11.11.2025 zu Stromkosten: Ladestrom für Dienstwagen ab 2026 haufe.de
  18. GDV: Typklassen kurz erklärt: Typklassen gdv.de
  19. 38. BImSchV: § 7: THG-Quote für reine E-Autos gesetze-im-internet.de
  20. Umweltbundesamt: Anrechnung von Strom für Elektrofahrzeuge: Schätzwert umweltbundesamt.de
  21. Bayerisches Landesamt für Steuern: Elektromobilität: Steuer auf die THG-Prämie lfst.bayern.de
  22. EU-Kommission: Weekly Oil Bulletin: Kraftstoffpreise in Deutschland, Stand 21.09.2026 energy.ec.europa.eu
  23. Statistisches Bundesamt: Strompreise im 1. Halbjahr 2026: Haushaltsstrom destatis.de
  24. ADAC: Ladeverluste beim Elektroauto: Messwerte adac.de
  25. Bundesnetzagentur: Steuerbare Verbrauchseinrichtungen: § 14a EnWG, weniger Netzentgelt bundesnetzagentur.de
  26. § 19 NAV: Wallbox beim Netzbetreiber anmelden gesetze-im-internet.de
  27. ADAC: Wallbox-Förderung: Laden im Mehrparteienhaus adac.de
  28. ADAC: Euro 7: Mindesthaltbarkeit der Akkus adac.de

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