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Pendlerpauschale-Rechner 2026

Seit 2026 gibt es für jeden vollen Kilometer der einfachen Strecke 0,38 €, schon ab dem ersten. Bei 25 km und 220 Bürotagen sind das 2.090 € im Jahr. Steuern sparst du aber nur mit dem Teil, der zusammen mit deinen übrigen Werbungskosten über dem Pauschbetrag von 1.230 € liegt. Der Rechner zeigt, wie viel das bei deinem Gehalt bringt.

Stand: So werden die Rechner geprüft

Pendlerpauschale-Rechner

Entfernungspauschale im Jahr

2.090,00 €

25 km × 0,38 € × 220 Tage

Zusammen mit deinen übrigen Werbungskosten liegst du 860 € über dem Pauschbetrag von 1.230 €. Das bringt dir rund 263 € Steuern zurück.

pro Bürotag
9,50 €
über dem Pauschbetrag
860 €
Steuerersparnis
263 €

Ab wann es sich lohnt: Bei 25 km übersteigen die Fahrten allein ab 130 Bürotagen den Pauschbetrag. Arbeitsmittel, Fortbildung oder Gewerkschaftsbeitrag kommen noch dazu.

Auf dieser Seite
  1. So wird gerechnet
  2. Was 2026 neu ist
  3. Auto, Bahn, Rad
  4. Ab wann es sich lohnt
  5. Zuschuss und Jobticket
  6. Mobilitätsprämie
  7. Doppelte Haushaltsführung
  8. Häufige Fragen
  9. Quellen

So wird gerechnet

Entfernungspauschale = volle Kilometer × 0,38 € × Arbeitstage

Rechenbeispiel 25 km, 220 Bürotage, keine anderen Werbungskosten
25 km × 0,38 € × 220 Tage
2.090 €
Arbeitnehmer-Pauschbetrag, gibt es ohnehin
− 1.230 €
zusätzlich abziehbar
860 €
Steuerersparnis bei 4.000 € brutto, Steuerklasse I
263 €

Bei 25 km übersteigen die Fahrten allein ab 130 Bürotagen den Pauschbetrag. Arbeitsmittel, Fortbildungen oder Kontoführung kommen dazu und erhöhen die Ersparnis.

Was 2026 neu ist

Bis 2025 gab es für die ersten 20 Kilometer nur 0,30 €, erst ab dem 21. Kilometer 0,38 €. Seit 2026 gilt der höhere Satz für jeden Kilometer. Bis 20 km steigt die Pauschale damit um 27 %. Ab 20 km bleibt das Plus gleich (bei 220 Tagen 352 € im Jahr), weil es für die Kilometer ab dem 21. schon vorher 0,38 € gab.

Entfernung20252026mehr
5 km330 €418 €88 €
10 km660 €836 €176 €
15 km990 €1.254 €264 €
20 km1.320 €1.672 €352 €
30 km2.156 €2.508 €352 €
50 km3.828 €4.180 €352 €

Entfernungspauschale im Jahr bei 220 Arbeitstagen, vor dem Abzug des Pauschbetrags.

Pendlerpauschale seit 2020

Jahrbis 20 kmab dem 21. km25 km, 220 Tage
20200,30 €0,30 €1.650 €
20210,30 €0,35 €1.705 €
2022 bis 20250,30 €0,38 €1.738 €
20260,38 €0,38 €2.090 €

Je Entfernungskilometer und Arbeitstag. 2021 durch das Klimaschutzprogramm 2030 im Steuerrecht, 2022 rückwirkend durch das Steuerentlastungsgesetz 2022, 2026 durch das Steueränderungsgesetz 2025.

Auto, Bahn, Rad

Die Pauschale hängt nicht davon ab, wie du zur Arbeit kommst. Nur der Höchstbetrag unterscheidet sich: Mehr als 4.500 € im Jahr gibt es nur mit eigenem oder dir überlassenem Auto. Fährst du Bus und Bahn und kostet dein Ticket im Jahr mehr als die Pauschale, setzt du stattdessen die Ticketkosten an (§ 9 Abs. 2 Satz 2 EStG).

Ab wie vielen Kilometern lohnt sich die Pendlerpauschale?

Den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 € bekommst du ohnehin. Die Pendlerpauschale spart deshalb erst Steuern, wenn sie zusammen mit deinen anderen Werbungskosten darüber liegt. Ohne weitere Werbungskosten ist das ab diesen Entfernungen der Fall:

Fahrten im Jahrlohnt ab einfacher Strecke
220 Tage15 km
200 Tage17 km
150 Tage22 km
100 Tage33 km

0,38 € je Kilometer, Arbeitnehmer-Pauschbetrag 1.230 €, keine weiteren Werbungskosten.

Hast du weitere Werbungskosten, etwa Arbeitsmittel, Fortbildung oder Homeoffice-Tage, lohnt sich die Pauschale schon bei kürzeren Wegen. Trag die Fahrten deshalb immer ein, das Finanzamt rechnet selbst, was günstiger ist.

So viel Steuer spart die Pauschale

Entfernung3.000 € brutto4.500 € brutto6.000 € brutto
15 km6 €7 €9 €
30 km347 €411 €477 €
50 km793 €941 €1.091 €

Steuerersparnis im Jahr, Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer, 220 Arbeitstage, keine weiteren Werbungskosten. Gerechnet mit dem Lohnsteuer-Kern des Rechners.

Zuschuss und Jobticket vom Arbeitgeber

Zahlt dein Arbeitgeber etwas zum Arbeitsweg dazu, kommt es auf die Form an:

Leistungfür dichPendlerpauschale
Jobticket oder Ticketzuschuss, steuerfrei (§ 3 Nr. 15)steuer- und beitragsfreiwird um den Betrag gekürzt
Dasselbe, vom Arbeitgeber mit 25 % pauschal versteuert (§ 40 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2)steuer- und beitragsfreibleibt voll erhalten
Fahrtkostenzuschuss fürs Auto, mit 15 % pauschal versteuert (§ 40 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1)steuer- und beitragsfrei, höchstens bis zur Höhe der Pauschalewird um den Betrag gekürzt

Die pauschale Lohnsteuer zahlt der Arbeitgeber. Was deine Pauschale kürzt, steht auf deiner Lohnsteuerbescheinigung (§ 41b Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 und 7 EStG).

Mobilitätsprämie bei kleinem Einkommen

Liegt dein zu versteuerndes Einkommen unter dem Grundfreibetrag, bringt die Pauschale steuerlich nichts. Auf Antrag gibt es dann eine Mobilitätsprämie: 14 % der Pauschale für die Kilometer ab dem 21., höchstens auf den Betrag gerechnet, um den dein Einkommen unter dem Grundfreibetrag liegt (§ 101 EStG). Als Arbeitnehmer bekommst du sie nur, soweit deine Werbungskosten insgesamt über dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag liegen.

Rechenbeispiel 30 km Arbeitsweg, 220 Tage, kleines Einkommen
Pauschale gesamt: 30 km × 220 Tage
2.508 €
davon für km 21 bis 30
836 €
Mobilitätsprämie 14 % davon
117,04 €

Die 2.508 € Pauschale liegen hier weit über dem Pauschbetrag, die Kilometer ab dem 21. zählen deshalb voll. Beantragt wird die Prämie mit der Steuererklärung, ausgezahlt mit dem Bescheid.

Doppelte Haushaltsführung und Familienheimfahrten

Arbeitest du weit weg und hast dort eine Zweitwohnung, während dein eigener Hausstand am Heimatort bleibt, gilt die doppelte Haushaltsführung. Dann kannst du absetzen: eine Heimfahrt pro Woche mit 0,38 € je Kilometer der einfachen Strecke, die Kosten der Zweitwohnung bis 1.000 € im Monat, im Ausland bis 2.000 €, und in den ersten drei Monaten Verpflegungspauschalen (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG).

Bei 300 km und 46 Heimfahrten im Jahr sind allein die Fahrten 5.244 €. Voraussetzung ist, dass du dich am Heimatort finanziell an den Kosten des Haushalts beteiligst. Wie viel Verpflegung dazukommt, zeigt der Verpflegungspauschale-Rechner, alles zusammen mit Steuerersparnis der Rechner für die doppelte Haushaltsführung.

Häufige Fragen

Wie hoch war die Pendlerpauschale 2024?
Von 2022 bis 2025 galten 0,30 € je Kilometer für die ersten 20 Kilometer und 0,38 € ab dem 21. Kilometer. Seit 2026 sind es 0,38 € ab dem ersten Kilometer. Für eine Steuererklärung 2024 oder 2025 rechnest du also mit den alten Sätzen, die Tabelle oben zeigt die Jahre ab 2020.
Wie viel Steuern spare ich mit der Pendlerpauschale?
Das hängt von Entfernung und Einkommen ab, denn gespart wird nur auf den Teil über dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag und mit deinem persönlichen Steuersatz. Bei 30 km und 220 Tagen sind es mit 4.500 € brutto im Monat in Steuerklasse I rund 411 € im Jahr. Die Tabelle oben zeigt weitere Fälle.
Zählen Homeoffice-Tage mit?
Nein. Die Pauschale gibt es nur für Tage, an denen du wirklich zur Arbeit fährst. Für Tage zu Hause gibt es stattdessen 6 € Homeoffice-Pauschale, das rechnet der Homeoffice-Rechner zusammen mit den Fahrten.
Was gilt bei einer Fahrgemeinschaft?
Jeder setzt die Pauschale für die eigene Strecke von der Wohnung zur Arbeit an. Für die Tage, an denen du nur mitfährst, gilt der Höchstbetrag von 4.500 €, für die Tage mit deinem eigenen Auto nicht.
Bekomme ich ein Jobticket vom Arbeitgeber, zählt die Pauschale dann noch?
Ja, aber ein steuerfreies Jobticket oder ein steuerfreier Zuschuss zum Ticket wird von der Pauschale abgezogen (§ 3 Nr. 15 EStG). Übrig bleibt nur der Rest.
Welche Strecke zählt?
Die kürzeste Straßenverbindung, und zwar nur die einfache Strecke. Eine längere Strecke darfst du ansetzen, wenn sie offensichtlich verkehrsgünstiger ist und du sie regelmäßig fährst, etwa eine Umgehung ohne Stau.
Gilt die Pauschale auch für Rad, Fußweg und Fahrgemeinschaft?
Ja. Die Entfernungspauschale hängt nicht vom Verkehrsmittel ab und nicht davon, was dich der Weg kostet. Auch wer zu Fuß geht, setzt 0,38 € je Kilometer an. Über den Höchstbetrag von 4.500 € kommst du aber nur mit dem Auto hinaus.
Was bringt mir die Pendlerpauschale netto?
So viel, wie sie deine Steuer senkt, und das nur für den Teil über dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 €. Bei 25 km und 220 Tagen sind das im Beispiel oben 263 € im Jahr. Mit höherem Einkommen und damit höherem Steuersatz wird es mehr.
Muss ich Belege sammeln?
Für die Pauschale nicht. Das Finanzamt kann aber nachfragen, wenn die Zahl der Arbeitstage unplausibel hoch wirkt. Ticketkosten, die du statt der Pauschale ansetzt, solltest du belegen können.

Quellen

  1. § 9 EStG: Entfernungspauschale, Höchstbetrag, Ticketkosten gesetze-im-internet.de
  2. § 9a EStG: Arbeitnehmer-Pauschbetrag gesetze-im-internet.de
  3. § 3 EStG: steuerfreies Jobticket (Nr. 15) gesetze-im-internet.de
  4. § 101 EStG: Mobilitätsprämie gesetze-im-internet.de
  5. § 40 EStG: Pauschalsteuer auf Fahrtkostenzuschüsse und Jobtickets (Abs. 2 Satz 2) gesetze-im-internet.de

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