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So wird gerechnet
Entfernungspauschale = volle Kilometer × 0,38 € × Arbeitstage
- 25 km × 0,38 € × 220 Tage
- 2.090 €
- Arbeitnehmer-Pauschbetrag, gibt es ohnehin
- − 1.230 €
- zusätzlich abziehbar
- 860 €
- Steuerersparnis bei 4.000 € brutto, Steuerklasse I
- 263 €
Bei 25 km übersteigen die Fahrten allein ab 130 Bürotagen den Pauschbetrag. Arbeitsmittel, Fortbildungen oder Kontoführung kommen dazu und erhöhen die Ersparnis.
Was 2026 neu ist
Bis 2025 gab es für die ersten 20 Kilometer nur 0,30 €, erst ab dem 21. Kilometer 0,38 €. Seit 2026 gilt der höhere Satz für jeden Kilometer. Bis 20 km steigt die Pauschale damit um 27 %. Ab 20 km bleibt das Plus gleich (bei 220 Tagen 352 € im Jahr), weil es für die Kilometer ab dem 21. schon vorher 0,38 € gab.
| Entfernung | 2025 | 2026 | mehr |
|---|---|---|---|
| 5 km | 330 € | 418 € | 88 € |
| 10 km | 660 € | 836 € | 176 € |
| 15 km | 990 € | 1.254 € | 264 € |
| 20 km | 1.320 € | 1.672 € | 352 € |
| 30 km | 2.156 € | 2.508 € | 352 € |
| 50 km | 3.828 € | 4.180 € | 352 € |
Entfernungspauschale im Jahr bei 220 Arbeitstagen, vor dem Abzug des Pauschbetrags.
Pendlerpauschale seit 2020
| Jahr | bis 20 km | ab dem 21. km | 25 km, 220 Tage |
|---|---|---|---|
| 2020 | 0,30 € | 0,30 € | 1.650 € |
| 2021 | 0,30 € | 0,35 € | 1.705 € |
| 2022 bis 2025 | 0,30 € | 0,38 € | 1.738 € |
| 2026 | 0,38 € | 0,38 € | 2.090 € |
Je Entfernungskilometer und Arbeitstag. 2021 durch das Klimaschutzprogramm 2030 im Steuerrecht, 2022 rückwirkend durch das Steuerentlastungsgesetz 2022, 2026 durch das Steueränderungsgesetz 2025.
Auto, Bahn, Rad
Die Pauschale hängt nicht davon ab, wie du zur Arbeit kommst. Nur der Höchstbetrag unterscheidet sich: Mehr als 4.500 € im Jahr gibt es nur mit eigenem oder dir überlassenem Auto. Fährst du Bus und Bahn und kostet dein Ticket im Jahr mehr als die Pauschale, setzt du stattdessen die Ticketkosten an (§ 9 Abs. 2 Satz 2 EStG).
Ab wie vielen Kilometern lohnt sich die Pendlerpauschale?
Den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 € bekommst du ohnehin. Die Pendlerpauschale spart deshalb erst Steuern, wenn sie zusammen mit deinen anderen Werbungskosten darüber liegt. Ohne weitere Werbungskosten ist das ab diesen Entfernungen der Fall:
| Fahrten im Jahr | lohnt ab einfacher Strecke |
|---|---|
| 220 Tage | 15 km |
| 200 Tage | 17 km |
| 150 Tage | 22 km |
| 100 Tage | 33 km |
0,38 € je Kilometer, Arbeitnehmer-Pauschbetrag 1.230 €, keine weiteren Werbungskosten.
Hast du weitere Werbungskosten, etwa Arbeitsmittel, Fortbildung oder Homeoffice-Tage, lohnt sich die Pauschale schon bei kürzeren Wegen. Trag die Fahrten deshalb immer ein, das Finanzamt rechnet selbst, was günstiger ist.
So viel Steuer spart die Pauschale
| Entfernung | 3.000 € brutto | 4.500 € brutto | 6.000 € brutto |
|---|---|---|---|
| 15 km | 6 € | 7 € | 9 € |
| 30 km | 347 € | 411 € | 477 € |
| 50 km | 793 € | 941 € | 1.091 € |
Steuerersparnis im Jahr, Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer, 220 Arbeitstage, keine weiteren Werbungskosten. Gerechnet mit dem Lohnsteuer-Kern des Rechners.
Zuschuss und Jobticket vom Arbeitgeber
Zahlt dein Arbeitgeber etwas zum Arbeitsweg dazu, kommt es auf die Form an:
| Leistung | für dich | Pendlerpauschale |
|---|---|---|
| Jobticket oder Ticketzuschuss, steuerfrei (§ 3 Nr. 15) | steuer- und beitragsfrei | wird um den Betrag gekürzt |
| Dasselbe, vom Arbeitgeber mit 25 % pauschal versteuert (§ 40 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2) | steuer- und beitragsfrei | bleibt voll erhalten |
| Fahrtkostenzuschuss fürs Auto, mit 15 % pauschal versteuert (§ 40 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1) | steuer- und beitragsfrei, höchstens bis zur Höhe der Pauschale | wird um den Betrag gekürzt |
Die pauschale Lohnsteuer zahlt der Arbeitgeber. Was deine Pauschale kürzt, steht auf deiner Lohnsteuerbescheinigung (§ 41b Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 und 7 EStG).
Mobilitätsprämie bei kleinem Einkommen
Liegt dein zu versteuerndes Einkommen unter dem Grundfreibetrag, bringt die Pauschale steuerlich nichts. Auf Antrag gibt es dann eine Mobilitätsprämie: 14 % der Pauschale für die Kilometer ab dem 21., höchstens auf den Betrag gerechnet, um den dein Einkommen unter dem Grundfreibetrag liegt (§ 101 EStG). Als Arbeitnehmer bekommst du sie nur, soweit deine Werbungskosten insgesamt über dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag liegen.
- Pauschale gesamt: 30 km × 220 Tage
- 2.508 €
- davon für km 21 bis 30
- 836 €
- Mobilitätsprämie 14 % davon
- 117,04 €
Die 2.508 € Pauschale liegen hier weit über dem Pauschbetrag, die Kilometer ab dem 21. zählen deshalb voll. Beantragt wird die Prämie mit der Steuererklärung, ausgezahlt mit dem Bescheid.
Doppelte Haushaltsführung und Familienheimfahrten
Arbeitest du weit weg und hast dort eine Zweitwohnung, während dein eigener Hausstand am Heimatort bleibt, gilt die doppelte Haushaltsführung. Dann kannst du absetzen: eine Heimfahrt pro Woche mit 0,38 € je Kilometer der einfachen Strecke, die Kosten der Zweitwohnung bis 1.000 € im Monat, im Ausland bis 2.000 €, und in den ersten drei Monaten Verpflegungspauschalen (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG).
Bei 300 km und 46 Heimfahrten im Jahr sind allein die Fahrten 5.244 €. Voraussetzung ist, dass du dich am Heimatort finanziell an den Kosten des Haushalts beteiligst. Wie viel Verpflegung dazukommt, zeigt der Verpflegungspauschale-Rechner, alles zusammen mit Steuerersparnis der Rechner für die doppelte Haushaltsführung.
Häufige Fragen
Wie hoch war die Pendlerpauschale 2024?
Wie viel Steuern spare ich mit der Pendlerpauschale?
Zählen Homeoffice-Tage mit?
Was gilt bei einer Fahrgemeinschaft?
Bekomme ich ein Jobticket vom Arbeitgeber, zählt die Pauschale dann noch?
Welche Strecke zählt?
Gilt die Pauschale auch für Rad, Fußweg und Fahrgemeinschaft?
Was bringt mir die Pendlerpauschale netto?
Muss ich Belege sammeln?
Quellen
- § 9 EStG: Entfernungspauschale, Höchstbetrag, Ticketkosten gesetze-im-internet.de
- § 9a EStG: Arbeitnehmer-Pauschbetrag gesetze-im-internet.de
- § 3 EStG: steuerfreies Jobticket (Nr. 15) gesetze-im-internet.de
- § 101 EStG: Mobilitätsprämie gesetze-im-internet.de
- § 40 EStG: Pauschalsteuer auf Fahrtkostenzuschüsse und Jobtickets (Abs. 2 Satz 2) gesetze-im-internet.de