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Die Regeln im Überblick
| Regel | Wert | Grundlage |
|---|---|---|
| Abzug vorab, Anteil der geplanten Kosten | bis 50 % | § 7g Abs. 1 Satz 1 EStG |
| Gewinngrenze im Abzugsjahr, je Betrieb | 200.000 € | § 7g Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 EStG |
| Offene Abzüge aus vier Jahren höchstens, je Betrieb | 200.000 € | § 7g Abs. 1 Satz 4 EStG |
| Frist für die Investition, ab Ende des Abzugsjahres | 3 Jahre | § 7g Abs. 3 EStG |
| Betriebliche Nutzung bis Ende des Jahres nach dem Kauf | mindestens 90 % | § 7g Abs. 1 Satz 1 EStG |
| Sonderabschreibung zusätzlich, verteilt auf fünf Jahre | bis 40 % | § 7g Abs. 5 EStG |
| Zinsen je Monat, wenn der Abzug gestrichen wird | 0,15 % | § 238 Abs. 1a AO |
| Zinslauf ab Ende des Abzugsjahres | 15 Monate | § 233a Abs. 2 AO |
Der Rechner prüft die Gewinngrenze und den Höchstbetrag, rechnet den Abzug, die Steuerersparnis im Abzugsjahr und was du im Kaufjahr abschreibst. Abzug, Hinzurechnung und Rückgängigmachung übermittelst du elektronisch mit der Steuererklärung, bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung in der Anlage EÜR, bei Bilanzierung mit der E-Bilanz (§ 7g Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 EStG; BMF-Schreiben vom 15. Juni 2022, Rz. 20).
§ 7g EStG Absatz für Absatz
Der Investitionsabzugsbetrag und die Sonderabschreibung stehen beide in § 7g EStG. So ist der Paragraf aufgebaut:
| Absatz | Was drinsteht |
|---|---|
| Abs. 1 | Für die künftige Anschaffung eines abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsguts darfst du bis zu 50 % der voraussichtlichen Kosten vom Gewinn abziehen (Satz 1). Voraussetzung: Gewinnermittlung nach § 4 oder § 5, ein Gewinn im Abzugsjahr von höchstens 200.000 € ohne Abzüge und Hinzurechnungen und die elektronische Übermittlung (Satz 2). Ein Verlust darf dadurch entstehen (Satz 3). Offene Abzüge aus dem laufenden und den drei Vorjahren höchstens 200.000 € je Betrieb (Satz 4). |
| Abs. 2 | Im Kaufjahr darfst du bis zu 50 % der tatsächlichen Kosten dem Gewinn hinzurechnen, höchstens die offenen Abzüge (Satz 1). Abzüge, die du erst nach dem unanfechtbaren ersten Bescheid geltend machst, gelten nur für spätere Käufe (Satz 2). Die Anschaffungskosten darfst du in Höhe der Hinzurechnung herabsetzen, AfA, Sonderabschreibung und GWG-Grenzen rechnen dann mit dem herabgesetzten Betrag (Satz 3). |
| Abs. 3 | Was bis zum Ende des dritten Folgejahres nicht hinzugerechnet ist, wird im Abzugsjahr rückgängig gemacht, auf Antrag auch früher (Satz 1). Der Bescheid wird geändert, selbst wenn er bestandskräftig ist (Sätze 2 und 3). Ein späterer Zinsbeginn nach § 233a Abs. 2a AO gilt nicht (Satz 4). |
| Abs. 4 | Wird das Wirtschaftsgut nicht bis zum Ende des Jahres nach dem Kauf vermietet oder fast ausschließlich betrieblich genutzt, werden Hinzurechnung und Herabsetzung rückgängig gemacht, ebenfalls auch in bestandskräftigen Bescheiden und ohne späteren Zinsbeginn. |
| Abs. 5 | Sonderabschreibung von zusammen bis zu 40 % der Kosten im Kaufjahr und den vier Jahren danach, neben der linearen oder der degressiven AfA. |
| Abs. 6 | Die Sonderabschreibung setzt voraus, dass der Gewinn im Jahr vor dem Kauf höchstens 200.000 € betrug und das Wirtschaftsgut im Kaufjahr und im Jahr danach vermietet oder fast ausschließlich betrieblich genutzt wird. |
| Abs. 7 | In Personengesellschaften tritt die Gesellschaft an deine Stelle. Abzüge vom Gewinn der Gesellschaft gibt es nur für Investitionen der Gesellschaft, Abzüge vom Sonderbetriebsgewinn eines Gesellschafters nur für Investitionen in sein Sonderbetriebsvermögen. |
Diese Fassung gilt für Abzüge in Wirtschaftsjahren, die nach dem 31. Dezember 2019 enden (§ 52 Abs. 16 EStG). Vorher durften es nur 40 % sein, und für vermietete Wirtschaftsgüter gab es keinen Abzug (BMF-Schreiben vom 15. Juni 2022, Rz. 59). Die Sonderabschreibung von 40 % gilt für Käufe ab 2024, davor waren es 20 % (§ 52 Abs. 16 Satz 6 EStG).
IAB berechnen: Rechenweg über drei Jahre
Am Beispiel aus dem Rechner: eine Maschine für 30.000 € netto, Abzug 2026, Kauf im März 2027, fünf Jahre Nutzungsdauer, Gewinn 80.000 €, 70.000 € zu versteuerndes Einkommen, allein veranlagt.
Der Gewinn liegt unter 200.000 €, der Abzug ist zulässig. Gekauft ist noch nichts.
- Gewinn vor dem Abzug
- 80.000 €
- Investitionsabzugsbetrag, 50 % von 30.000 € (Abs. 1)
- −15.000 €
- Gewinn 2026
- 65.000 €
- Einkommensteuer und Soli sinken um
- 5.917 €
Hinzurechnung und Herabsetzung heben sich auf. Abgeschrieben werden nur noch die herabgesetzten 15.000 €, dafür mit Sonderabschreibung.
- Hinzurechnung des Abzugs (Abs. 2 Satz 1)
- +15.000 €
- Herabsetzung der Anschaffungskosten (Abs. 2 Satz 3)
- −15.000 €
- Sonderabschreibung, 40 % von 15.000 € (Abs. 5)
- −6.000 €
- AfA für 10 Monate, 15.000 € auf 5 Jahre (§ 7 Abs. 1)
- −2.500 €
- Gewinn 2027 sinkt um
- 8.500 €
- AfA (§ 7 Abs. 1)
- −3.000 €
- Restwert Ende 2028
- 3.500 €
Bis zum 31. Dezember 2028 muss die Maschine im Betrieb bleiben und zu mindestens 90 % betrieblich genutzt oder vermietet werden (§ 7g Abs. 4 EStG). Danach bist du frei. Den Restwert schreibst du 2029 mit 3.000 € und 2030 mit 500 € ab.
Mit und ohne Abzug über alle Jahre
Auf die 30.000 € kommst du in jedem Fall. Der Unterschied ist, wann du sie absetzt. Abzüge vom Gewinn je Jahr:
| Jahr | IAB | Sonder-AfA | nur AfA |
|---|---|---|---|
| 2026 | 15.000 € | – | – |
| 2027 | 8.500 € | 17.000 € | 5.000 € |
| 2028 | 3.000 € | 6.000 € | 6.000 € |
| 2029 | 3.000 € | 6.000 € | 6.000 € |
| 2030 | 500 € | 1.000 € | 6.000 € |
| 2031 | – | – | 6.000 € |
| 2032 | – | – | 1.000 € |
| Zusammen | 30.000 € | 30.000 € | 30.000 € |
| Steuer 2026 | 12.347 € | 18.264 € | 18.264 € |
| Steuer 2026 bis 2032 | 115.780 € | 115.862 € | 115.530 € |
Spalte IAB: Abzug 2026, im Kaufjahr Sonder-AfA und AfA auf die herabgesetzten Kosten. Sonder-AfA jeweils voll im Kaufjahr. Steuer: Einkommensteuer und Soli, allein veranlagt, gerechnet mit dem Tarif 2026 und jedes Jahr 70.000 € zu versteuerndem Einkommen vor diesen Abzügen.
Im Jahr 2026 zahlst du mit dem Abzug 5.917 € weniger Steuer. Über alle Jahre zahlst du bei gleichbleibendem Einkommen aber 250 € mehr als mit gleichmäßiger AfA, weil der Tarif progressiv ist: Große Abzüge in einzelnen Jahren senken die Steuer dort weniger, als kleine Abzüge in vielen Jahren sie zusammen senken. Der Vorteil des Abzugs ist der Zeitpunkt: Die Ersparnis kommt im Abzugsjahr, die höhere Steuer erst in den Jahren danach. Bis dahin wirkt der Abzug wie ein zinsloser Kredit vom Finanzamt, solange du wirklich kaufst.
Was der Abzug bei deinem Einkommen bringt
Wie viel der Abzug im ersten Jahr spart, hängt an deinem Steuersatz. Für 15.000 € Abzug, Einkommensteuer und Soli ohne Kirchensteuer:
| Einkommen | allein | zusammen |
|---|---|---|
| 20.000 € | 1.570 € | 0 € |
| 45.000 € | 4.618 € | 3.528 € |
| 70.000 € | 5.917 € | 4.294 € |
| 100.000 € | 7.050 € | 5.074 € |
| 150.000 € | 6.647 € | 6.283 € |
Zu versteuerndes Einkommen ohne den Abzug. Ersparnis im Abzugsjahr nach dem Tarif 2026, berechnet mit dem Rechner oben, allein oder zusammen veranlagt mit demselben gemeinsamen Einkommen.
Allein veranlagt bringt der Abzug bei 100.000 € mehr als bei 150.000 €: In diesem Bereich setzt der Soli schrittweise ein, dort kostet jeder Euro Einkommen besonders viel Soli (§ 4 SolzG). Wer wenig Steuer zahlt, spart auch wenig, und muss im Kaufjahr trotzdem auf den abgezogenen Teil der Abschreibung verzichten.
Am meisten lohnt der Abzug, wenn dein Steuersatz im Abzugsjahr höher ist als in den Jahren, in denen du abschreibst, etwa nach einem guten Jahr vor einer Elternzeit oder vor dem Ruhestand. Unsicher ist er, wenn die Investition wackelt: Kaufst du nicht, zahlst du die Steuer mit Zinsen nach. Deinen Grenzsteuersatz zeigt der Einkommensteuer-Rechner.
Welche Wirtschaftsgüter begünstigt sind
Begünstigt sind abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, neue wie gebrauchte: Maschinen, Fahrzeuge, Werkzeug, Computer, Büroeinrichtung. Auch geringwertige Wirtschaftsgüter und solche im Sammelposten zählen (BMF-Schreiben vom 15. Juni 2022, Rz. 6 und 7). Nicht begünstigt sind Gebäude und Grund und Boden, weil sie nicht beweglich sind, und immaterielle Wirtschaftsgüter wie Software. Ausgenommen davon sind einfache Programme, die als Trivialprogramme wie bewegliche Wirtschaftsgüter behandelt werden (Rz. 6).
Bis zum Ende des Jahres nach dem Kauf muss das Wirtschaftsgut vermietet oder in einer inländischen Betriebsstätte des Betriebs ausschließlich oder fast ausschließlich betrieblich genutzt werden (§ 7g Abs. 1 Satz 1 EStG). Fast ausschließlich heißt höchstens 10 % privat. Gemessen wird über den ganzen Zeitraum, nicht je Wirtschaftsjahr (BMF-Schreiben vom 15. Juni 2022, Rz. 41 und 42). Abziehen können Einzelunternehmen, Freiberufler, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften, die aktiv wirtschaftlich tätig sind. Wer seinen Betrieb im Ganzen verpachtet oder den Gewinn nach Durchschnittssätzen (§ 13a EStG) ermittelt, kann § 7g nicht nutzen (Rz. 1 und 12).
Gewinngrenze und Höchstbetrag
Die Gewinngrenze von 200.000 € gilt für das Jahr, in dem du abziehst, und zwar für den Gewinn ohne Investitionsabzugsbeträge und ohne Hinzurechnungen (§ 7g Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 Buchst. b EStG). Gerechnet wird je Betrieb, nicht für dein ganzes Einkommen. Hast du zwei Betriebe, prüft das Finanzamt jeden für sich, in einer Personengesellschaft zählen der Gewinn der Gesellschaft und die Sonderbetriebsgewinne der Gesellschafter zusammen (BMF-Schreiben vom 15. Juni 2022, Rz. 13 und 15). Liegt der Gewinn auch nur einen Euro darüber, gibt es in diesem Jahr keinen Abzug, auch keinen kleineren. Steigt er nachträglich über die Grenze, etwa nach einer Betriebsprüfung, fällt der Abzug weg (Rz. 16).
Daneben gilt ein Höchstbetrag: Alle Abzüge aus dem laufenden und den drei vorangegangenen Jahren, die noch nicht hinzugerechnet oder rückgängig gemacht sind, dürfen zusammen 200.000 € je Betrieb nicht übersteigen (§ 7g Abs. 1 Satz 4 EStG). Stehen aus 2023 bis 2025 noch 160.000 € offen, bleiben 2026 nur 40.000 €, auch wenn du für 200.000 € investieren willst. Im Rechner trägst du dafür die offenen Beträge der Vorjahre ein.
Was im Kaufjahr passiert
Im Jahr des Kaufs rechnest du den Abzug dem Gewinn wieder hinzu, höchstens 50 % der tatsächlichen Kosten (§ 7g Abs. 2 Satz 1 EStG). Im selben Umfang darfst du die Anschaffungskosten herabsetzen (Satz 3). Beides sind Wahlrechte: Du kannst auch weniger hinzurechnen, der Rest bleibt für eine andere Anschaffung offen (BMF-Schreiben vom 15. Juni 2022, Rz. 24 und 27). Nutzt du beide voll, gleichen sie sich aus. Die Abschreibung läuft danach aber nur noch auf den herabgesetzten Betrag. Die Steuer, die du im Abzugsjahr gespart hast, zahlst du so über die kleinere AfA der Folgejahre zurück.
Die herabgesetzten Kosten zählen auch für die GWG-Grenze von 800 €. Aus einem Laptop für 1.500 € wird nach dem Abzug ein Wirtschaftsgut für 750 €, das du im Kaufjahr sofort ganz abschreibst (§ 7g Abs. 2 Satz 3, § 6 Abs. 2 EStG). Die Nutzungsfrist prüft das Finanzamt dann aus Vereinfachungsgründen nicht (BMF-Schreiben vom 15. Juni 2022, Rz. 34).
Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 5
Die Sonderabschreibung gibt es zusätzlich zur normalen AfA, mit oder ohne Investitionsabzugsbetrag. Bis zu 40 % der Anschaffungskosten darfst du im Kaufjahr und in den vier Jahren danach abziehen, verteilt, wie du willst (§ 7g Abs. 5 EStG). Hast du die Kosten mit einem Abzug herabgesetzt, rechnet sie vom herabgesetzten Betrag. Voraussetzung ist ein Gewinn von höchstens 200.000 € im Jahr vor dem Kauf und die betriebliche Nutzung im Kaufjahr und im Jahr danach (Abs. 6). Nach den fünf Jahren wird ein Restwert auf die Restnutzungsdauer verteilt (§ 7a Abs. 9 EStG).
Neben der Sonderabschreibung ist auch die degressive AfA erlaubt (§ 7g Abs. 5 EStG). Für Käufe von Juli 2025 bis Dezember 2027 darfst du degressiv abschreiben, höchstens mit dem Dreifachen des linearen Satzes und 30 % (§ 7 Abs. 2 EStG). Im Kaufjahr 2027 kommt die Maschine aus dem Beispiel mit voller Sonderabschreibung auf:
| Abzug im Kaufjahr | linear | degressiv |
|---|---|---|
| ohne IAB, 30.000 € | 17.000 € | 19.500 € |
| mit IAB, 15.000 € | 8.500 € | 9.750 € |
AfA für 10 Monate plus 40 % Sonderabschreibung, fünf Jahre Nutzungsdauer. Über die ganze Nutzungsdauer bleibt es bei denselben Kosten, degressiv fällt nur mehr in die ersten Jahre.
Den ganzen Abschreibungsplan mit allen Varianten rechnet der AfA-Rechner.
Wenn du nicht investierst: Rückgängigmachung und Zinsen
Kaufst du bis zum Ende des dritten Jahres nach dem Abzug nichts Passendes, wird der Abzug im ursprünglichen Jahr rückgängig gemacht, auch wenn der Bescheid längst bestandskräftig ist (§ 7g Abs. 3 EStG). Für den Abzug 2026 endet die Frist am 31. Dezember 2029. Anzeigen musst du das spätestens mit der Steuererklärung für das Jahr, in dem die Frist abläuft (BMF-Schreiben vom 15. Juni 2022, Rz. 54).
Die gesparte Steuer zahlst du dann nach, mit Zinsen von 0,15 % für jeden vollen Monat (§ 238 Abs. 1a AO). Der Zinslauf beginnt 15 Monate nach Ende des Abzugsjahres, für 2026 also am 1. April 2028 (§ 233a Abs. 2 AO). Die Regel, nach der Zinsen bei rückwirkenden Ereignissen erst später beginnen, gilt hier ausdrücklich nicht (§ 7g Abs. 3 Satz 4 EStG, § 233a Abs. 2a AO). Verzinst wird die Nachzahlung, abgerundet auf volle 50 €, die Zinsen selbst werden auf volle Euro abgerundet (§§ 238, 239 AO). Bei den 5.917 € aus dem Beispiel:
| Bescheid wirksam am | Monate | Zinsen |
|---|---|---|
| 15. Dezember 2027vorzeitig rückgängig gemacht | 0 | 0 € |
| 15. Juli 2028vorzeitig rückgängig gemacht | 3 | 26 € |
| 15. Juli 2029vorzeitig rückgängig gemacht | 15 | 132 € |
| 15. Juli 2030nach Fristende, mit der Erklärung 2029 | 27 | 238 € |
Volle Monate ab 1. April 2028, Zinsen auf 5.900 €, zusätzlich zur Nachzahlung von 5.917 €. Ohne Kirchensteuer und Gewerbesteuer.
Merkst du vor Fristende, dass aus der Investition nichts wird, kannst du den Abzug vorzeitig rückgängig machen (§ 7g Abs. 3 Satz 1 EStG). Wird der geänderte Bescheid vor dem 1. April 2028 wirksam, fallen gar keine Zinsen an.
Gekauft, aber zu früh wieder weg
Auch nach dem Kauf läuft eine Frist: Bis zum Ende des Jahres nach dem Kauf muss das Wirtschaftsgut im Betrieb bleiben und fast ausschließlich betrieblich genutzt oder vermietet werden. Verkaufst du es vorher, entnimmst es oder bringst es in einen anderen Betrieb, eine ausländische Betriebsstätte oder ins Umlaufvermögen, macht das Finanzamt Hinzurechnung und Herabsetzung rückgängig (§ 7g Abs. 4 EStG; BMF-Schreiben vom 15. Juni 2022, Rz. 37), ebenfalls mit Zinsen ohne späteren Beginn. Unschädlich sind höhere Gewalt, ein Umtausch wegen eines Mangels und das Ende der Nutzungsdauer durch Verschleiß (Rz. 40). Der Abzug ist danach wieder offen: Du kannst ihn innerhalb der Frist einer anderen Investition zuordnen, sonst wird er gestrichen (Rz. 49 und 50).
Häufige Fragen
Muss ich vorher sagen, was ich kaufen will?
Geht das auch für ein Auto?
Was passiert, wenn ich günstiger kaufe als geplant?
Und wenn die Anschaffung teurer wird?
Gilt der Investitionsabzugsbetrag auch für eine GmbH?
Darf durch den Abzug ein Verlust entstehen?
Kann ich den Abzug nachträglich geltend machen?
Kann ich schon vor der Gründung abziehen?
Senkt der Abzug auch die Gewerbesteuer?
Was passiert, wenn ich den Betrieb verkaufe oder aufgebe?
Quellen
- § 7g EStG: Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibung gesetze-im-internet.de
- § 52 Abs. 16 EStG: Anwendung der Fassung von 2020, 40 % Sonderabschreibung ab 2024 gesetze-im-internet.de
- § 7 EStG: lineare und degressive AfA gesetze-im-internet.de
- § 7a EStG: Restwert nach dem Begünstigungszeitraum gesetze-im-internet.de
- § 6 EStG: geringwertige Wirtschaftsgüter und Sammelposten gesetze-im-internet.de
- § 233a AO: Beginn der Nachzahlungszinsen gesetze-im-internet.de
- § 238 AO: Höhe der Zinsen, volle Monate, Abrundung gesetze-im-internet.de
- § 239 AO: Rundung und Mindestbetrag der Zinsen gesetze-im-internet.de
- § 7 GewStG: Gewerbeertrag gesetze-im-internet.de
- BMF-Schreiben vom 15. Juni 2022, IV C 6 - S 2139-b/21/10001 :001: Zweifelsfragen zu § 7g Abs. 1 bis 4 und 7 EStG (PDF beim Betriebs-Berater) betriebs-berater.ruw.de