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Hypothekenrechner 2026

Für 400.000 € Hypothek auf eine Immobilie im Wert von 500.000 € zahlst du bei 4,04 % Zins (Bundesbank-Effektivzins, als Sollzins gerechnet) und 2,5 % Tilgung 2.180,00 € im Monat. Nach 15 Jahren Zinsbindung sind noch 194.253 € offen. Dazu kommen 1.742,95 € für Notar und Grundbuch, um die Grundschuld eintragen zu lassen. Der Rechner zeigt alles zusammen.

Stand: So werden die Rechner geprüft

Hypothekenrechner

Deine Monatsrate

2.180,00 €

Nach 15 Jahren noch 194.253 € offen

Du zahlst 2.180,00 € im Monat. Bei gleichem Zins bist du nach 23 Jahren und 11 Monaten schuldenfrei.

Restschuld nach 15 Jahren
194.253 €
Beleihungsauslauf
80 %
Grundschuld eintragen
1.743 €

Grundschuld über 400.000 €

Notar, Beurkundung (1,0 Gebühr)785,00 €
Auslagenpauschale und 19 % Umsatzsteuer172,95 €
Grundbuchamt, Eintragung (1,0 Gebühr)785,00 €
Zusammen1.742,95 €

Nach GNotKG, Grundschuld in Höhe des Darlehens. Die Kosten trägt in der Regel, wer den Kredit aufnimmt.

Auf dieser Seite
  1. Hypothek oder Grundschuld
  2. Wenn du nicht zahlen kannst
  3. Beleihungsauslauf
  4. Was die Grundschuld kostet
  5. Sondertilgung
  6. Häufige Fragen
  7. Quellen

Hypothek oder Grundschuld?

Umgangssprachlich heißt jeder Immobilienkredit Hypothek. Rechtlich ist die Hypothek aber die Sicherheit dafür: ein Recht der Bank am Grundstück, das an eine bestimmte Forderung gebunden ist (§ 1113 BGB). In der Praxis vereinbaren Banken heute meist eine Grundschuld. Sie braucht keine bestimmte Forderung (§ 1191, § 1192 BGB) und kann deshalb nach der Tilgung für einen neuen Kredit stehen bleiben.

Für dich als Kreditnehmer ändert das an der Rate nichts. Wichtig ist der Sicherungsvertrag: Er legt fest, welche Kredite die Grundschuld absichert. Verkauft die Bank ihre Forderung samt Grundschuld weiter, kannst du dem neuen Gläubiger alle Einwände aus diesem Vertrag entgegenhalten (§ 1192 Abs. 1a BGB).

Grundschulden gibt es als Buchgrundschuld, die nur im Grundbuch steht, oder als Briefgrundschuld mit einer Urkunde vom Grundbuchamt. Das Gesetz sieht den Brief als Normalfall vor, er kann aber ausgeschlossen werden (§ 1116 BGB). Bei einer Briefgrundschuld lässt sich die Grundschuld mit einer schriftlichen Abtretungserklärung und der Übergabe des Briefs übertragen, ohne neue Eintragung (§ 1154 BGB). Geht der Brief verloren, wird es dafür aufwendig.

Was passiert, wenn du nicht mehr zahlen kannst

Aus der Grundschuld darf die Bank nur über die Zwangsvollstreckung an ihr Geld kommen (§ 1147 BGB), also mit Zwangsversteigerung oder Zwangsverwaltung. Bei einer Grundschuld, die einen Kredit sichert, muss sie diese vorher mit sechs Monaten Frist kündigen, eine kürzere Frist darf der Vertrag nicht vorsehen (§ 1193 BGB).

In fast jeder Grundschuldurkunde unterwirfst du dich der sofortigen Zwangsvollstreckung (§ 794 Abs. 1 Nr. 5 ZPO). Die Bank braucht dann kein Urteil mehr. Umso wichtiger ist es, bei Zahlungsproblemen früh mit ihr zu sprechen: über Tilgungsaussetzung, Stundung oder eine längere Laufzeit.

Beleihungsauslauf

Beleihungsauslauf = Darlehen ÷ Wert der Immobilie
400.000 € ÷ 500.000 € = 80 %

Je größer der Anteil, den die Bank finanziert, desto höher ist ihr Risiko und desto höher meist der Zins. Ein Grund dafür steht im Pfandbriefgesetz: Pfandbriefbanken dürfen Kredite nur bis 60 % des Beleihungswerts zur Deckung ihrer Pfandbriefe nutzen (§ 14 PfandBG). Den Rest müssen sie anders finanzieren. Mehr Eigenkapital senkt deshalb oft auch den Zins.

Was die Grundschuld kostet

Die Grundschuld bestellst du beim Notar, danach trägt das Grundbuchamt sie ein. Beide rechnen nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz, die Gebühr hängt nur vom Betrag der Grundschuld ab.

Rechenbeispiel Grundschuld über 400.000 €
Notar: Beurkundung (1,0 Gebühr)
785,00 €
Auslagenpauschale
20,00 €
19 % Umsatzsteuer
152,95 €
Grundbuchamt: Eintragung (1,0 Gebühr)
785,00 €
Grundschuld über 400.000 € kostet
1.742,95 €

Ohne Treuhand- oder Betreuungsgebühren, die anfallen, wenn die Bank sie verlangt. Kaufst du gleichzeitig, rechnet der Notarkosten-Rechner Kaufvertrag und Grundschuld zusammen.

GrundschuldNotar und GrundbuchAnteil
150.000 €799,06 €0,53 %
250.000 €1.195,45 €0,48 %
400.000 €1.742,95 €0,44 %
600.000 €2.421,85 €0,4 %
800.000 €3.122,65 €0,39 %

Beurkundung und Eintragung je 1,0 Gebühr nach Tabelle B GNotKG, Auslagen und Umsatzsteuer beim Notar.

Sondertilgung nutzen

Viele Verträge erlauben eine Sondertilgung von einigen Prozent des Darlehens im Jahr. Wie viel, steht im Vertrag. Ohne diese Vereinbarung darfst du während der Zinsbindung nur vorzeitig zahlen, wenn du ein berechtigtes Interesse hast, etwa weil du verkaufst, und dann in der Regel gegen Vorfälligkeitsentschädigung (§ 500 Abs. 2, § 502 BGB). Zehn Jahre nach der vollständigen Auszahlung kannst du außerdem mit sechs Monaten Frist kündigen (§ 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB). Nutzt du im Beispiel jedes Jahr 5 %, also 20.000 €, bist du nach 11 Jahren schuldenfrei statt nach 23 Jahren und 11 Monaten und sparst 125.543 € Zinsen, wenn der Zins nach der Zinsbindung gleich bliebe.

Sondertilgung vor Vertragsschluss aushandeln

Ein Sondertilgungsrecht kostet manchmal einen kleinen Zinsaufschlag. Rechnest du mit Bonus, Erbe oder steigendem Einkommen, ist es das wert. Später lässt es sich oft nicht mehr vereinbaren.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Rate für eine Hypothek?
Am Anfang zahlst du im Jahr Zins plus anfängliche Tilgung auf das Darlehen, geteilt durch zwölf. Bei 400.000 €, 4,04 % Zins und 2,5 % Tilgung sind das 2.180,00 € im Monat. Die Rate bleibt gleich, mit jeder Zahlung sinkt der Zinsanteil und die Tilgung steigt. Den Verlauf zeigt der Tilgungsplan-Rechner.
Wie lange sollte die Zinsbindung sein?
So lange, wie du dir eine höhere Rate nicht leisten könntest. Längere Bindungen kosten meist etwas mehr Zins, schützen aber vor steigenden Zinsen. Nach zehn Jahren kannst du jeden Festzinskredit mit sechs Monaten Frist kündigen, auch bei 15 oder 20 Jahren Bindung (§ 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB). Die aktuellen Durchschnittszinsen je Bindung stehen auf der Seite zur Baufinanzierung.
Wird die Grundschuld gelöscht, wenn der Kredit abbezahlt ist?
Nicht von selbst. Nach der letzten Rate schickt dir die Bank eine Löschungsbewilligung. Damit beantragst du über einen Notar die Löschung beim Grundbuchamt. Das kostet deutlich weniger als die Bestellung, das Grundbuchamt verlangt dafür eine halbe Gebühr. Du kannst die Grundschuld auch stehen lassen und später für einen neuen Kredit nutzen.
Kann ich eine bestehende Grundschuld für einen neuen Kredit verwenden?
Ja, das ist der große Vorteil der Grundschuld: Sie hängt nicht an einem bestimmten Kredit. Bei einer Umschuldung kann die alte Bank sie an die neue abtreten. Das ist meist billiger als eine neue Grundschuld zu bestellen.
Soll ich die Grundschuld nach der letzten Rate löschen lassen?
Das musst du nicht. Du kannst sie auch stehen lassen oder dir von der Bank abtreten lassen, dann wird sie zur Eigentümergrundschuld. Brauchst du später wieder einen Kredit, etwa für eine Sanierung, sparst du dir eine neue Grundschuld. Beim Verkauf will der Käufer aber meist ein lastenfreies Grundstück.
Was passiert mit der Grundschuld, wenn ich verkaufe?
Meist wird sie mit dem Kaufpreis abgelöst: Der Notar holt von deiner Bank die Löschungsunterlagen, der Käufer zahlt zuerst deren Forderung, den Rest bekommst du. Übernimmt die Bank des Käufers die Grundschuld, wird sie stattdessen abgetreten. Eine Vorfälligkeitsentschädigung kann trotzdem anfallen, wenn dein Kredit noch in der Zinsbindung ist.
Wie hoch darf der Beleihungsauslauf sein?
Eine gesetzliche Grenze für deinen Kredit gibt es nicht, jede Bank entscheidet selbst. Auch Finanzierungen ohne Eigenkapital sind möglich, kosten aber meist mehr Zins. Die 60-Prozent-Grenze aus dem Pfandbriefgesetz betrifft nur, womit die Bank ihre Pfandbriefe absichern darf.
Was ist der Unterschied zwischen Kaufpreis und Beleihungswert?
Der Beleihungswert ist der Wert, den die Bank dauerhaft für sicher hält. Er liegt oft unter dem Kaufpreis. Rechnet die Bank mit dem Beleihungswert, fällt dein Beleihungsauslauf höher aus als mit dem Kaufpreis gerechnet.

Quellen

  1. § 1192 und § 1193 BGB: Sicherungsgrundschuld, Kündigung mit sechs Monaten Frist gesetze-im-internet.de
  2. § 1147 BGB: Befriedigung durch Zwangsvollstreckung gesetze-im-internet.de
  3. § 1113 BGB: Die Hypothek gesetze-im-internet.de
  4. § 1191 BGB: Die Grundschuld gesetze-im-internet.de
  5. § 1192 BGB: Grundschuld ohne Forderung, Sicherungsgrundschuld gesetze-im-internet.de
  6. § 14 PfandBG: Beleihungsgrenze 60 % für die Pfandbriefdeckung gesetze-im-internet.de
  7. GNotKG: Gebühren für Notar und Grundbuch, Tabelle B gesetze-im-internet.de
  8. Bundesbank: MFI-Zinsstatistik: Standardzins im Rechner, Stand August 2026 bundesbank.de

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