Eckwerte der Sozialversicherung 2026
Beitragssätze, Bemessungsgrenzen und Schwellenwerte aller vier Zweige. Die Werte gelten für Beiträge mit Beitragsmonat Januar bis Dezember 2026.
| Kennzahl | Wert 2026 | Norm |
|---|---|---|
| KV-Beitragssatz allgemein | 14,6 % | §241 SGB V |
| Kassen-Zusatzbeitrag (Ø GKV 2026) | 2,9 % | §242 SGB V (paritätisch) |
| PV-Beitragssatz mit Kindern | 3,4 % | §55 Abs. 1 SGB XI |
| PV-Beitragssatz kinderlos ab 23 | 4,2 % | §55 Abs. 3 SGB XI |
| RV-Beitragssatz allgemein | 18,6 % | §158 SGB VI |
| AV-Beitragssatz | 2,6 % | §341 SGB III |
| Insolvenzgeld-Umlage U3 (nur AG) | 0,06 % | §358 SGB III |
| BBG KV/PV — monatlich | 5.512,50 € | BBG-VO 2026, BMAS |
| BBG KV/PV — jährlich | 66.150 € | BBG-VO 2026, BMAS |
| BBG RV/AV West — monatlich | 8.450 € | BBG-VO 2026, BMAS |
| BBG RV/AV West — jährlich | 101.400 € | BBG-VO 2026, BMAS |
| JAEG (Versicherungspflichtgrenze GKV) | 73.800 € | §6 Abs. 6 SGB V |
| Mindesteinkommen freiwillig GKV | 1.248,33 € | §240 SGB V |
| Beitragspflichtige Mindestbasis Selbstst. | 1.248,33 € | §240 Abs. 4 SGB V |
Bemessungsgrenzen werden jährlich auf Basis der durchschnittlichen Bruttolohnentwicklung angepasst (§159 Abs. 1 SGB VI). Ost-BBG ist 2026 erstmals vollständig mit West angeglichen (§275c SGB VI). Der durchschnittliche Zusatzbeitrag wird vom GKV-Spitzenverband zum 1. November für das Folgejahr festgesetzt; reale Spannweite 1,2 – 4,4 %.
SV-Beiträge nach Brutto-Stufen (AN-Anteil, mit Kindern)
Arbeitnehmer-Anteil je Zweig in EUR über die typischen Brutto-Bandbreiten — KV inkl. halbem Zusatzbeitrag 1,45 %, PV 1,7 %, RV 9,3 %, AV 1,3 %.
| Brutto / Monat | KV | PV | RV | AV | Summe AN | Effektiv |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.500 € | 131 € | 27 € | 140 € | 20 € | 317 € | 21,1 % |
| 2.000 € | 175 € | 36 € | 186 € | 26 € | 423 € | 21,2 % |
| 2.500 € | 219 € | 45 € | 233 € | 33 € | 529 € | 21,2 % |
| 3.000 € | 263 € | 54 € | 279 € | 39 € | 635 € | 21,2 % |
| 3.500 € | 306 € | 63 € | 326 € | 46 € | 740 € | 21,1 % |
| 4.500 € | 394 € | 81 € | 419 € | 59 € | 952 € | 21,2 % |
| 5.500 € | 481 € | 99 € | 512 € | 72 € | 1.163 € | 21,1 % |
| 6.500 € | 482 € | 99 € | 605 € | 85 € | 1.271 € | 19,6 % |
| 8.000 € | 482 € | 99 € | 744 € | 104 € | 1.430 € | 17,9 % |
| 10.000 € | 482 € | 99 € | 749 € | 105 € | 1.435 € | 14,4 % |
| 12.000 € | 482 € | 99 € | 749 € | 105 € | 1.435 € | 12 % |
Werte mit Zusatzbeitrag 2,9 % (Ø GKV 2026), kaufmännisch gerundet auf den Euro. Über BBG KV/PV (5.512,50 €) wird KV/PV gedeckelt → effektive Quote sinkt. Über BBG RV/AV (8.450 €) entfallen auch RV/AV → SV-Last bleibt absolut nahezu konstant.
Arbeitnehmer- vs. Arbeitgeber-Anteil §28d SGB IV
Identisches Bruttogehalt 4.500 €/Monat (mit Kindern, Zusatzbeitrag 2,9 %) — wie sich die Beitragslast paritätisch zwischen AN und AG verteilt.
Der Grundsatz der Parität (§28d SGB IV) gilt seit 2019 wieder vollständig auch für den Zusatzbeitrag (§242 SGB V). Zwei Ausnahmen verbleiben: PV-Kinderlosen-Zuschlag trägt der AN allein (§55 Abs. 3 SGB XI), Insolvenzgeld-Umlage U3 der AG allein (§358 SGB III). U1- und U2-Umlagen nach AAG belasten ausschließlich den AG.
Arbeitnehmer trägt 736 €
- + KV (8,75 % inkl. halber Zusatz): 394 €
- + PV (1,7 % mit Kindern): 81 €
- + RV (9,3 %): 419 €
- + AV (1,3 %): 59 €
- + Brutto-vor-Steuer: 3.548 €
SV-Quote AN
≈ 21,05 % vom Brutto. Vom Brutto 4.500 € verbleiben nach SV-Abzug 3.548 € als Lohnsteuer-Bemessungsbasis.
Arbeitgeber trägt 738 €
- + KV (8,75 % inkl. halber Zusatz)
- + PV (1,7 %)
- + RV (9,3 %)
- + AV (1,3 %)
- + U3 0,06 % + U1/U2 (kassenabhängig)
Lohnzusatzkosten
AG-Bruttobelastung ≈ 4.500 € + 738 € = 5.238 €/Monat — also rund 16,4 % Aufschlag auf den AN-Brutto. Inklusive U1/U2 typisch 17–19 %.
Gesamt fließen rund 1.904 €/Monat in das gesetzliche SV-System — verteilt auf vier Träger (Krankenkasse, Pflegekasse, DRV, BA). Die Sozialabgabenquote in Deutschland 2026 liegt damit bei rund 41 % vom Brutto (paritätisch verteilt). Der AG-Anteil gilt steuerrechtlich nicht als Arbeitslohn und ist beim AN nicht zu versteuern (§3 Nr. 62 EStG).
Beitragsbemessungsgrenze und JAEG 2026
Zwei verschiedene Schwellenwerte mit unterschiedlicher Wirkung — die BBG deckelt den Beitrag, die JAEG ist Eintrittsgrenze in die Versicherungsfreiheit.
BBG vs. JAEG — die wichtigste Verwechselung
BBG ist die Beitragsobergrenze (§223 SGB V), JAEG ist die Eintrittsgrenze in die Versicherungsfreiheit (§6 Abs. 6 SGB V).
| Grenze | Wirkung | Wert 2026 (Jahr) | Norm |
|---|---|---|---|
| BBG KV/PV | Bemessungs-Cap KV/PV — über BBG kein KV/PV-Beitrag mehr | 66.150 € | §223 Abs. 3 SGB V |
| BBG RV/AV West | Bemessungs-Cap RV/AV — über BBG kein RV/AV-Beitrag mehr | 101.400 € | §159 SGB VI · §342 SGB III |
| JAEG (Versicherungspflichtgrenze) | Eintritt Versicherungsfreiheit GKV nach drei Jahren über JAEG → PKV-Wahl möglich | 73.800 € | §6 Abs. 6 SGB V |
| Mindesteinkommen freiwillig GKV | Untergrenze §240 Abs. 4 SGB V — Selbstständige mit geringem Gewinn | 14.980 € | §240 Abs. 4 SGB V |
| Bezugsgröße §18 SGB IV (West) | Maßstabswert für Mindestbeiträge KSK, Versorgungsausgleich, Härtefall-Regelungen | 44.940 € | §18 SGB IV |
Die BBG ist nicht identisch mit der JAEG: BBG KV/PV liegt 2026 bei 66.150 €/Jahr, JAEG bei 73.800 €/Jahr. Wer 70.000 €/Jahr verdient, zahlt zwar nur bis zur BBG (66.150 €) Beiträge, ist aber GKV-pflichtversichert, weil JAEG nicht überschritten ist. Erst ab JAEG für drei Jahre Aufstieg in die Versicherungsfreiheit. Quelle: §§ 6 Abs. 6, 223 Abs. 3, 240 SGB V; §§ 159, 18 SGB VI/IV.
Kinderlosen-Zuschlag PV §55 Abs. 3 SGB XI
Ein Sonderpunkt im SV-Beitragssystem — Versicherte ohne Kinder ab 23 zahlen 0,6 Prozentpunkte Zuschlag, allein (kein paritätischer AG-Anteil).
Der Zuschlag wurde 2005 eingeführt (Kinder-Berücksichtigungsgesetz BGBl. 2004 I S. 3242) auf Anstoß der BVerfG-Entscheidung 1 BvR 1629/94 (»generativer Beitrag«). Versicherte ohne Kinder ab dem 23. Lebensjahr tragen einen pauschalen Zuschlag, weil sie den durch eigene Kinder zu leistenden Generationenbeitrag zur Pflegeversicherung implizit nicht erbringen. BSG B 12 KR 21/19 R hat die Verfassungsmäßigkeit erneut bestätigt; seit 2023 staffelt §55 Abs. 3a SGB XI Abschläge ab dem zweiten Kind.
| Konstellation | PV-Satz AN | 3.500 € Brutto/Monat | Norm |
|---|---|---|---|
| Mit Kindern (1 Kind) | 1,7 % | 60 € | §55 Abs. 1 SGB XI |
| Kinderlos ab 23 | 2,3 % (1,7 + 0,6) | 81 € | §55 Abs. 3 SGB XI |
| 2 Kinder (Abschlag) | 1,55 % | 54 € | §55 Abs. 3a SGB XI |
| 3 Kinder | 1,40 % | 49 € | §55 Abs. 3a SGB XI |
| 5 oder mehr Kinder | 1,10 % | 39 € | §55 Abs. 3a SGB XI |
Bei 3.500 € Brutto trägt ein/e Kinderlose/r etwa 21 €/Monat (252 €/Jahr) mehr als ein/e Versicherte/r mit einem Kind. Der Zuschlag wird rückwirkend ab dem Monat des Elternschafts-Nachweises entfernt (Geburtsurkunde, Adoptionsurkunde, Pflegekindschaftsbescheinigung §56 Abs. 2 SGB I).
Vier Beitrags-Konstellationen aus der Praxis
Anonymisierte SV-Beiträge — mittlerer AN, BBG-Überschreitung Hochverdiener, Kinderlosen-Zuschlag, Selbstständige in der freiwilligen GKV.
§§ 28a, 28d SGB IV · Beitragsabführung
Mittlere Brutto-Bandbreite · Allgemein-AN, gesetzlich versichert
Angestellt, 3.500 € Brutto/Monat, mit Kind, Zusatzbeitrag 2,9 %
Sachverhalt. Vollzeit-Beschäftigte/r mit einem unterhaltsberechtigten Kind, gesetzlich krankenversichert, Wohnsitz NRW. Kassen-Zusatzbeitrag 2,9 % (paritätisch §242 SGB V), PV-Standardsatz 3,4 % (§55 Abs. 1 SGB XI), RV 18,6 % (§158 SGB VI), AV 2,6 % (§341 SGB III). Bemessung: Bruttogehalt liegt unter allen Beitragsbemessungsgrenzen — keine Deckelung.
Rechnung. AN-Anteil je Zweig (halbe Last): KV 7,3 % + halber Zusatz 1,45 % = 8,75 % → 306,25 €. PV halbiert auf 1,7 % → 59,50 €. RV halbiert 9,3 % → 325,50 €. AV halbiert 1,3 % → 45,50 €. Summe AN ≈ 736,75 €/Monat (≈ 21,05 % vom Brutto). Arbeitgeberanteil spiegelbildlich 736,75 € + 0,06 % U3-Insolvenzgeldumlage ≈ 2,10 € allein durch AG.
Ergebnis. Brutto 3.500 € − SV-AN 737 € = 2.763 € Brutto-vor-Steuer-Größe. Lohnsteuer und Annexsteuern (§39b EStG) werden erst auf den um die Vorsorgepauschale gekürzten Lohnsteuer-Bruttobetrag angewendet. AG-Gesamtbelastung incl. SV ≈ 4.239 €/Monat — die rund 21 % AG-Quote ist eine der zentralen Eckgrößen der Lohnzusatzkosten.
§§ 223 Abs. 3, 159 SGB V/VI · BBG-Deckelung
Beitragsbemessungsgrenze KV/PV (66.150 €) und RV/AV West (101.400 €)
Hochverdiener-Konstellation, 8.000 € Brutto/Monat, GKV-pflichtversichert
Sachverhalt. Tarifbeschäftigte/r in der GKV (versicherungspflichtig wegen unterjährigem Tarifwechsel; JAEG 73.800 € unterjährig nicht überschritten), Brutto 8.000 €/Monat (96.000 €/Jahr). KV/PV werden ab Brutto 5.512,50 € gedeckelt (§223 Abs. 3 SGB V). RV/AV laufen bis 8.450 € BBG West weiter (§159 SGB VI).
Rechnung. KV/PV-Bemessung gekappt bei 5.512,50 €: AN-KV 8,75 % von 5.512,50 = 482,34 €. AN-PV 1,7 % von 5.512,50 = 93,71 €. RV/AV-Bemessung läuft auf vollen 8.000 € (unter West-BBG 8.450): AN-RV 9,3 % = 744,00 €. AN-AV 1,3 % = 104,00 €. Summe AN ≈ 1.424,05 €/Monat (≈ 17,8 % vom Brutto). Effektivquote sinkt im Vergleich zum Brutto unter BBG, weil KV/PV gedeckelt sind.
Ergebnis. Knick im Brutto-Netto-Verhältnis: bei jedem zusätzlichen Euro Brutto über 5.512,50 € entfällt der KV/PV-Beitrag — der Grenz-SV-Belastungssatz fällt von 21,05 % auf 10,6 %. Über 8.450 € Brutto fällt zusätzlich RV/AV weg → Grenz-SV-Belastung null. Wer 12.000 € verdient, zahlt absolut nicht wesentlich mehr SV als wer 8.450 € verdient.
§55 Abs. 3 SGB XI · Kinderlosen-Zuschlag PV
Pflegeversicherungs-Zuschlag für Versicherte ohne Kinder ab 23
Single, kinderlos, 28 Jahre, 3.500 € Brutto/Monat
Sachverhalt. AN ohne Kinder ab dem vollendeten 23. Lebensjahr (§55 Abs. 3 SGB XI). PV-Beitragssatz erhöht sich auf 4,2 %. Wichtig: Der Zuschlag von 0,6 Prozentpunkten trägt der Versicherte allein — der AG zahlt den paritätischen Anteil unverändert auf 3,4 %. Sonderfall in der Beitragsverteilung §28e SGB IV.
Rechnung. AN-PV ohne Kinder: 1,7 % paritätisch + 0,6 % Zuschlag (allein AN) = 2,3 % AN-Anteil auf 3.500 € = 80,50 €. Vergleich mit-Kindern-Konstellation: 1,7 % von 3.500 = 59,50 €. Mehrbelastung kinderlos: 21,00 €/Monat (252 €/Jahr). Der AG-Anteil bleibt in beiden Fällen 1,7 % = 59,50 €.
Ergebnis. Der Zuschlag entfällt rückwirkend ab dem Monat, in dem die Elterneigenschaft nachgewiesen wird (Geburtsurkunde, Lebenspartnerschaft, Adoption). Bei Beitragsbemessungsgrenze KV/PV deckelt der Zuschlag bei 5.512,50 € × 0,6 % = 33,08 €/Monat. BSG B 12 KR 21/19 R: Verfassungsmäßigkeit des Zuschlags wurde bestätigt; eine Differenzierung nach Kinderzahl ab dem zweiten Kind erfolgt seit 2023 in §55 Abs. 3a SGB XI mit gestaffelten Abschlägen.
§240 SGB V · Freiwillige Versicherung Selbstständige
Beitragsverpflichtung freiwillige GKV-Versicherte ohne AG-Anteil
Selbstständig, GKV-freiwillig, Gewinn 4.000 €/Monat
Sachverhalt. Selbstständige/r, freiwillig in der GKV nach §9 SGB V. Bemessungsgrundlage ist die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit §240 SGB V — Mindesteinkommen 1.248,33 €/Monat (40. Bezugsgröße §18 SGB IV), Höchstgrenze BBG-KV 5.512,50 €. Kein AG-Anteil: der gesamte Beitrag wird vom Versicherten getragen. RV ist regelmäßig freiwillig (außer Pflicht-Berufsgruppen §2 SGB VI).
Rechnung. KV vollständig: 14,6 % + Zusatz 2,9 % = 17,5 % auf 4.000 € = 700 €. PV vollständig: 3,4 % auf 4.000 € = 136 €. SV-Last KV+PV ≈ 836 €/Monat. Wer zusätzlich Krankengeld-Anspruch wählt (§44 SGB V), zahlt 14,6 % Wahltarif + Zusatz = 17,5 % statt ermäßigt 14,0 %. Vergleich PKV-Wechsel: ab JAEG 73.800 €/Jahr (§6 Abs. 6 SGB V) zulässig.
Ergebnis. Selbstständige zahlen typisch 800–960 €/Monat KV+PV — rund das Doppelte des AN-Anteils bei gleichem Brutto, weil der AG-Anteil entfällt. Kommunaler Tipp: KSK-Mitgliedschaft (Künstlersozialkasse, §1 KSVG) für künstlerisch-publizistisch Tätige reduziert den Beitrag auf den AN-Anteil; siehe verwandter KSK-Rechner.
Wer den AG-Anteil über mehrere Jahre verfolgen möchte (Lohnzusatzkosten-Analyse, Lohnabrechnungs-Prüfung, KSV-Anpassung) profitiert von einer SV-Software, die Mantel- und Einzugsmeldungen nach DEÜV (Datenerfassungs- und Übermittlungs-Verordnung) automatisiert. Marktübliche Lohnabrechnungssoftware (Lexware Lohn+Gehalt, Datev Lodas, Sage HR oder vergleichbar) liegt zwischen 15 € und 45 € pro Monat und übernimmt Meldungen an die Einzugsstelle. Lohnabrechnungs-Vergleich — bei kleinen Betrieben unter 30 AN amortisiert sich die Lizenz binnen weniger Lohnabrechnungsmonate über Zeitersparnis und vermiedene Bußgelder §111 SGB IV bei verspäteter Meldung. Hinweis nach § 5a UWG: gekennzeichneter Werbe-Link — bei Vermittlung erhält RechnerCheck eine Provision, ohne dass dem Nutzer Mehrkosten entstehen.
Update-Log 2025 → 2026
Beitragssätze, BBG-Anpassung und BSG-Entscheidungen, die für die SV-Beiträge 2026 maßgeblich sind.
Beitragsbemessungsgrenzen-Verordnung 2026 (BGBl. 2025 I)
Anhebung BBG KV/PV von 5.512,50 € (2025: 5.175 €) auf 5.512,50 €/Monat (66.150 €/Jahr). RV/AV West von 8.050 € (2025) auf 8.450 €/Monat (101.400 €/Jahr); Ost-BBG mit West angeglichen (§275c SGB VI). JAEG steigt von 73.800 € (2025: 69.300 €) auf 73.800 €/Jahr. Anpassung erfolgt jährlich anhand der durchschnittlichen Bruttolohnentwicklung gem. §159 Abs. 1 SGB VI.
GKV-Spitzenverband · Durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2026
Bekanntgabe des durchschnittlichen Zusatzbeitrags für 2026: 2,9 % (Vorjahr 2,5 %). Spannweite kassenindividuell 1,2 % bis 4,4 %. Maßgeblich für Beitragsbemessung Selbstständige nach §240 SGB V und für die Vergleichsberechnung des Brutto-Netto-Rechners. Erhöhungen des kassenindividuellen Zusatzbeitrags lösen Sonderkündigungsrecht §175 Abs. 4 SGB V aus.
BMAS-Bekanntmachung Sozialversicherungs-Rechengrößen
Veröffentlichung der jährlichen Sozialversicherungs-Rechengrößen-Verordnung im Bundesgesetzblatt (BGBl. 2025 II). Mindesteinkommen freiwillig GKV §240 Abs. 4 SGB V auf 1.248,33 €/Monat (40. Bezugsgröße §18 SGB IV). Bezugsgröße §18 SGB IV: 3.745 €/Monat West, 3.640 € Ost — Maßstab für freiwillige RV §1417 RVO und für Mindestbeiträge in der KSK §1 KSVG.
BSG B 12 KR 21/19 R — Verfassungsmäßigkeit Kinderlosen-Zuschlag
Das Bundessozialgericht hat die Vereinbarkeit des PV-Kinderlosen-Zuschlags §55 Abs. 3 SGB XI mit Art. 3 GG bestätigt — der Zuschlag von 0,6 Prozentpunkten ist sachlich gerechtfertigt durch den »generativen Beitrag« kindererziehender Versicherter. Die seit 2023 gestaffelten Abschläge ab dem zweiten Kind §55 Abs. 3a SGB XI werden als ausreichende Differenzierung gewertet.
BMAS · Insolvenzgeld-Umlage U3 unverändert 0,06 %
Die Insolvenzgeld-Umlage U3 (§358 SGB III) bleibt 2026 bei 0,06 % vom rentenversicherungspflichtigen Brutto. Sie wird allein vom AG getragen und finanziert das Insolvenzgeld nach §165 SGB III. Festsetzung jährlich durch das BMAS auf Basis der Insolvenzgeld-Auszahlungen der Vorjahre (§360 SGB III).
Häufige Fragen zu SV-Beiträgen 2026
12 Antworten mit präzisem Bezug auf §§ SGB IV/V/VI/XI und BSG-Quellenlage.
Welche Beitragssätze gelten 2026 in der Sozialversicherung?
KV allgemein 14,6 % (§241 SGB V) + Kassen-Zusatzbeitrag Ø 2,9 % 2026 (§242 SGB V, paritätisch) — gesamt typisch 17,5 %. PV 3,4 % mit Kindern (§55 Abs. 1 SGB XI), 4,2 % für Kinderlose ab 23 (§55 Abs. 3 SGB XI). RV 18,6 % (§158 SGB VI). AV 2,6 % (§341 SGB III). Insolvenzgeld-Umlage U3 0,06 % nur AG (§358 SGB III). Beiträge werden nach §28d SGB IV paritätisch zwischen AN und AG geteilt — Ausnahme: PV-Zuschlag kinderlos (allein AN) und U3 (allein AG).
Wie hoch sind die Beitragsbemessungsgrenzen 2026?
KV/PV bundeseinheitlich: 5.512,50 €/Monat = 66.150 €/Jahr. RV/AV West: 8.450 €/Monat = 101.400 €/Jahr (Bezugsgröße RV West 96.600 €, KV 66.150 € — SVBezGrV 2026 vom 27.11.2025, in Kraft 01.01.2026). Ost-BBG ist mit West 2026 vollständig angeglichen (§275c SGB VI). Über der jeweiligen BBG werden keine weiteren Beiträge erhoben — der Grenz-SV-Belastungssatz fällt entsprechend von 21,05 % auf 10,6 % (KV/PV-Cap) und ab 8.450 € auf 0 (RV/AV-Cap).
Was ist die JAEG und wann darf ich in die PKV wechseln?
Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) liegt 2026 bei 73.800 € (§6 Abs. 6 SGB V) — bei drei aufeinanderfolgenden Jahren über JAEG entsteht Versicherungsfreiheit in der GKV; der Wechsel in eine PKV nach §193 VVG ist möglich, aber nicht verpflichtend. Beamte und Selbstständige sind nach §6 Abs. 1 SGB V von vornherein versicherungsfrei und können unabhängig vom Einkommen die PKV wählen. Rückkehr aus der PKV ab 55 nur eingeschränkt (§5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V).
Wie wird der Zusatzbeitrag der Krankenkasse berechnet?
Der Zusatzbeitrag §242 SGB V wird seit 2019 paritätisch zwischen AN und AG geteilt (Versichertenentlastungsgesetz, BGBl. 2018 I S. 2387). Jede Krankenkasse legt ihren Satz individuell fest; der GKV-Spitzenverband veröffentlicht jährlich den durchschnittlichen Zusatzbeitrag (Ø-ZB), der als Schätzwert für Selbstständige nach §240 SGB V dient. 2026: Ø-ZB 2,9 %. Spannweite real 1,2 % bis 4,4 %. Erhöhung des Zusatzbeitrags löst ein Sonderkündigungsrecht §175 Abs. 4 SGB V aus.
Warum zahlen Kinderlose mehr Pflegeversicherung?
Der Zuschlag wurde 2005 eingeführt (Kinder-Berücksichtigungsgesetz BGBl. 2004 I S. 3242). Begründung BVerfG 1 BvR 1629/94: kinderlose Pflichtversicherte begründen den »generativen Beitrag« für die Pflegeversicherung nicht; Kinder erbringen ihn implizit als zukünftige Beitragszahler. Zuschlag aktuell 0,6 Prozentpunkte (§55 Abs. 3 SGB XI), allein vom AN getragen. Seit 2023 gestaffelte Abschläge ab dem zweiten Kind (§55 Abs. 3a SGB XI): 2 Kinder = 3,15 %, 3 Kinder = 2,85 %, 4 Kinder = 2,55 %, 5+ Kinder = 2,25 %. BSG B 12 KR 21/19 R hat die Verfassungsmäßigkeit des Zuschlags bestätigt.
Wer ist beitragspflichtig und wer ist versicherungsfrei?
Versicherungspflicht §5 SGB V kraft Gesetzes für AN, deren Bruttojahresentgelt unter der JAEG (73.800 € 2026) liegt. Versicherungsfrei §6 SGB V: Beamte (Beihilfe), Selbstständige außerhalb der KSK/Pflicht-Berufsgruppen, AN über JAEG (über drei Jahre). Geringfügig Beschäftigte (§8 SGB IV, 538 €/Monat-Schwelle 2026) sind in der KV/PV/AV beitragsfrei; RV-pflicht mit Befreiungsoption (§6 SGB VI). Kurzfristige Beschäftigung §8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV 70 Tage/3 Monate ist vollständig SV-frei.
Wie funktioniert die Beitragsabführung durch den Arbeitgeber §28e SGB IV?
Der AG ist Beitragsschuldner für den Gesamtsozialversicherungsbeitrag (§28d SGB IV) und führt Beitrag an die Einzugsstelle (Krankenkasse) ab; diese verteilt an RV/AV/PV. Frist: drittletzter Bankarbeitstag des laufenden Monats (§23 Abs. 1 SGB IV) — Beitragsnachweis spätestens fünf Arbeitstage vorher (§28a SGB IV). AG-Haftung §28e Abs. 1 SGB IV: bei Insolvenz haftet der AG solidarisch mit dem AN; rückwirkende AN-Beitragsabzüge sind binnen drei Monaten zulässig (§28g SGB IV). Bei verspäteter Zahlung Säumniszuschlag 1 % je Monat §24 SGB IV. Die Beitragsverfahrensverordnung im Stand 01.01.2025 konkretisiert das Verfahren der Beitragsabführung.
Sind SV-Beiträge steuerlich absetzbar?
Ja — Vorsorgeaufwendungen Sonderausgabenabzug §10 EStG. RV-Beiträge VZ 2026 zu 100 % abzugsfähig (§10 Abs. 1 Nr. 2 a EStG, Endausbau seit 2023). KV/PV bis zur Basisversorgung in unbegrenzter Höhe abzugsfähig (§10 Abs. 1 Nr. 3 EStG); Wahltarife wie Einbettzimmer oder Chefarzt nicht. AV 1.900 € / 2.800 €-Grenze für Sonstige Vorsorgeaufwendungen §10 Abs. 4 EStG. Im Lohnsteuerabzug ist die Vorsorgepauschale §39b Abs. 2 Satz 5 Nr. 3 EStG bereits eingerechnet — Mehrabzug bei Veranlagung §46 EStG.
Was kostet die Sozialversicherung Selbstständige nach §240 SGB V?
Selbstständige in der GKV (freiwillig nach §9 SGB V) zahlen den vollen Beitrag ohne AG-Anteil: KV 14,6 % + Zusatz Ø 2,9 % = 17,5 %. PV 3,4 / 4,2 %. Bemessungsbasis ist die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit §240 Abs. 1 SGB V, mindestens 1.248,33 €/Monat (§240 Abs. 4 SGB V), höchstens BBG-KV 5.512,50 €. RV freiwillig nach §7 SGB VI, regelmäßig 18,6 % auf eigene Bemessung — Pflichtversichert sind Handwerker §2 SGB VI, Künstler über KSK §1 KSVG, Selbstständige nur mit einem Auftraggeber §2 Nr. 9 SGB VI. AV nicht zugänglich (außer Antragsversicherung §28a SGB III).
Was ist der Unterschied zwischen Pflicht- und freiwilliger Versicherung?
Pflichtversicherung tritt kraft Gesetzes ein (§5 SGB V) — keine Wahl, keine Beitrags-Verhandlung. Beiträge an die zuständige Krankenkasse, Wahlrecht zwischen GKV-Kassen aus §175 SGB V. Freiwillige Versicherung §9 SGB V tritt ein, wenn Pflichtversicherung endet (z.B. Aufstieg über JAEG, Selbstständigkeit, Rentnerstatus außerhalb KVdR §5 Abs. 1 Nr. 11 SGB V). Beitragsbemessung anders: nicht nur Arbeitsentgelt, sondern gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit §240 SGB V — auch Mieten, Kapitalerträge, Versorgungsbezüge zählen.
Was passiert mit SV-Beiträgen über der BBG?
Über der jeweiligen BBG werden keine weiteren Beiträge erhoben (§223 Abs. 3 SGB V, §159 SGB VI, §342 SGB III). Folge: bei Brutto-Erhöhung über 5.512,50 €/Monat (KV/PV-Cap) sinkt die Grenz-SV-Belastung von 21,05 % auf 10,6 %. Ab 8.450 € (RV/AV-Cap West) entfallen auch RV+AV → Grenz-SV-Belastung 0. Knick im Brutto-Netto-Verhältnis: zwischen 5.500 € und 8.500 € Brutto besteht effektiv eine SV-Progressions-Lücke, die bei AN mit überhöhtem Bonus oder Sonderzahlung sichtbar wird. Bei Lohnerhöhungen oberhalb der BBG fließt nahezu der volle Lohnzuwachs ins Netto.
Wie wirkt sich Kurzarbeit oder Krankheit auf die SV-Beiträge aus?
Krankengeld §44 SGB V: 70 % vom Bruttolohn (max. 90 % vom Netto); wird durch GKV gezahlt, beitragspflichtig in RV+AV+PV (§224 SGB V), nicht in KV. Kurzarbeitergeld §95 SGB III: paritätische Beitragspflicht weiter — bei Kurzarbeit übernimmt die BA die SV-Beiträge auf das Differenz-Entgelt zur Hälfte (§109 SGB III). Lohnfortzahlung U1 (§§ 3 ff EFZG): AG zahlt sechs Wochen volles Brutto, Erstattung über U1-Umlage (1,1 % bis 4 %, je Kasse) bei Kleinbetrieben unter 30 AN. Mutterschaftsgeld U2: voll erstattungsfähig, Umlagesatz 0,3 bis 0,9 %. Beide Umlagen trägt der AG allein.
Schlüsselbegriffe aus SGB IV/V/VI/XI
- Gesamtsozialversicherungsbeitrag §28d SGB IV
- Summe aus KV, PV, RV und AV. Wird vom AG als Beitragsschuldner an die Einzugsstelle (zuständige Krankenkasse) abgeführt; diese verteilt an die Träger.
- Beitragsbemessungsgrenze BBG §223 SGB V
- Obergrenze des beitragspflichtigen Bruttoentgelts. KV/PV 5.512,50 €/Monat (2026), RV/AV West 8.450 €/Monat. Über BBG keine weiteren Beiträge.
- Versicherungspflichtgrenze JAEG §6 Abs. 6 SGB V
- Ab 73.800 €/Jahr Brutto (2026, drei Jahre in Folge) Aufstieg in die Versicherungsfreiheit GKV — PKV-Wechsel zulässig nach §193 VVG.
- Zusatzbeitrag §242 SGB V
- Kassenindividueller Beitragssatzbestandteil über die 14,6 % allgemeine KV hinaus. Seit 2019 paritätisch geteilt. Ø 2,9 % 2026.
- Kinderlosen-Zuschlag §55 Abs. 3 SGB XI
- 0,6 Prozentpunkte Zuschlag zur PV für Versicherte ohne Kinder ab dem 23. Lebensjahr. Allein vom AN getragen; AG-Anteil bleibt paritätisch 1,7 %.
- Bezugsgröße §18 SGB IV
- Maßstabswert der Sozialversicherung, abgeleitet aus dem Durchschnittsentgelt der RV. 2026: 3.745 €/Monat West, 3.640 € Ost. Basis für Mindestbeiträge §240 SGB V.
- U1- / U2-Umlage §§ 7 ff AAG
- Aufwendungsausgleichsgesetz. U1 (Lohnfortzahlung Krankheit, ~1–4 % je Kasse, nur Kleinbetriebe ≤30 AN), U2 (Mutterschaft, 0,3–0,9 %). Beide trägt der AG allein.
- Insolvenzgeld-Umlage U3 §358 SGB III
- 0,06 % auf das RV-pflichtige Brutto, allein AG. Finanziert das Insolvenzgeld §165 SGB III bei AG-Insolvenz für ausstehende drei Monatsentgelte.
Quellen, BMAS-VOen und BSG-Aktenzeichen
Gesetzestexte (SGB IV/V/VI/XI), Beitragsbemessungsgrenzen-Verordnung, GKV-Bekanntmachungen sowie BSG-Entscheidungen zur SV-Beitragspflicht.
- § 28a SGB IV · Meldepflicht des Arbeitgebers
gesetze-im-internet.de · Beitragsnachweis.
- § 28d SGB IV · Gesamtsozialversicherungsbeitrag
gesetze-im-internet.de · Sammelbeitrag KV/PV/RV/AV.
- § 28e SGB IV · Beitragsschuldner
gesetze-im-internet.de · AG-Haftung.
- § 226 SGB V · Beitragspflichtige Einnahmen
gesetze-im-internet.de · KV-Beitragsbasis AN.
- § 240 SGB V · Beitragsbemessung freiwillig Versicherter
gesetze-im-internet.de · Selbstständige.
- § 241 SGB V · Allgemeiner Beitragssatz 14,6 %
gesetze-im-internet.de · KV-Satz.
- § 242 SGB V · Zusatzbeitrag
gesetze-im-internet.de · Paritätisch seit 2019.
- § 158 SGB VI · Beitragssatz RV 18,6 %
gesetze-im-internet.de · Rentenversicherung.
- § 159 SGB VI · Beitragsbemessungsgrenze RV
gesetze-im-internet.de · BBG-Anpassung jährlich.
- § 341 SGB III · Beitragssatz AV 2,6 %
gesetze-im-internet.de · Arbeitslosenversicherung.
- § 55 SGB XI · Beitragssatz PV
gesetze-im-internet.de · 3,4 / 4,2 %.
- Sozialversicherungs-Rechengrößen-Verordnung 2026
bmas.de · BBG/JAEG/Bezugsgröße.
- GKV-Spitzenverband · Durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2026
gkv-spitzenverband.de · Ø-ZB 2,9 %.
- BSG B 12 KR 21/19 R · Kinderlosen-Zuschlag
bsg.bund.de · Verfassungsmäßigkeit bestätigt.
- BSG B 12 KR 14/22 R · Beitragsbemessung freiwillig
bsg.bund.de · §240 SGB V.
Verwandte Sozial- und Steuer-Rechner
Themen, die mit der SV-Beitragsabrechnung verschränkt sind.
Für die vollständige Brutto-Netto-Rechnung mit kombinierter Lohnsteuer und SV-Abzügen siehe Brutto-Netto-Rechner — dort ist auch die Vorsorgepauschale §39b Abs. 2 Satz 5 Nr. 3 EStG eingerechnet. Steuerseitig: Lohnsteuer-Rechner §§ 38–39b EStG mit dem Programmablaufplan 2026.
Selbstständige zahlen den vollen Beitrag ohne AG-Anteil — siehe KV-Selbstständige §240 SGB V mit Mindesteinkommen 1.248,33 €/Monat. Künstler und Publizisten profitieren von der KSK-Mitgliedschaft: KSK-Beitragsrechner §1 KSVG — die Künstlersozialkasse zahlt den »AG-Anteil« mit.
Sozialleistungen während der Beitragspflicht: Krankengeld §44 SGB V mit 70 % Brutto / max. 90 % Netto-Berechnung. Rentner-KV: KVdR-Rechner §5 Abs. 1 Nr. 11 SGB V mit der 9/10-Regel. Mindestlohn-Untergrenze: Mindestlohn-Rechner §1 MiLoG mit der 538 €/Monat-Schwelle für geringfügige Beschäftigung.