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Rentenpunkte-Rechner 2026

Verdienst du so viel wie der Durchschnitt aller Versicherten, 2026 sind das 51.944 € im Jahr, bekommst du einen Rentenpunkt. Jeder Punkt bringt seit Juli 2026 42,52 € Rente im Monat. Mehr als 1,9521 Punkte im Jahr sind nicht möglich, weil darüber keine Beiträge mehr fließen.

Stand: So werden die Rechner geprüft

Rentenpunkte-Rechner

Rentenpunkte pro Jahr

0,9626

40,93 € Rente im Monat je Beitragsjahr · Rentenwert 42,52 €

Jedes Jahr mit 50.000 € Brutto bringt 0,9626 Punkte, also 40,93 € Rente im Monat. In 20 Jahren kommen 19,25 Punkte dazu, zusammen mit deinen bisherigen sind es 39,25 Punkte.

Punkte gesamt
39,25
Rente im Monat
1.669,00 €
Dein Beitrag im Jahr
4.650 €

Rechenweg

50.000 € ÷ 51.944 € Durchschnittsentgelt0,9626 Punkte
× 20 Jahre19,2520 Punkte
+ bisher20,0000 Punkte
= Punkte zur Rente39,2520 Punkte
× 42,52 € Rentenwert1.669,00 €

Rente brutto mit dem Rentenwert und dem Durchschnittsentgelt von heute, vor Kranken- und Pflegeversicherung und Steuer. Löhne und Renten steigen in Wirklichkeit, der Wert eines Punkts auch.

Was ein Punkt kostet: Für einen Punkt zahlen du und dein Arbeitgeber 2026 zusammen 9.661,58 € Beitrag. Er bringt 42,52 € Rente im Monat, also 510,24 € im Jahr, und steigt mit jeder Rentenanpassung.

Auf dieser Seite
  1. Rentenpunkte berechnen
  2. Werte 2026
  3. Tabelle nach Bruttogehalt
  4. Entgeltpunkte früherer Jahre
  5. Was ein Punkt wert ist
  6. Kindererziehungszeiten
  7. Punkte ohne Gehalt
  8. Punkte kaufen
  9. Punkte im Rentenkonto
  10. Häufige Fragen
  11. Quellen

Rentenpunkte berechnen: Formel und Rechenweg

Die Rentenversicherung rechnet jedes Jahr deines Arbeitslebens in Punkte um, offiziell Entgeltpunkte. Dafür teilt sie dein beitragspflichtiges Brutto durch das Durchschnittsentgelt aller Versicherten im selben Jahr (§ 70 Abs. 1 Satz 1 SGB VI). Verdienst du genau den Durchschnitt, ist das ein voller Punkt (§ 63 Abs. 2), die Hälfte bringt einen halben.

Rentenpunkte = Brutto im Jahr ÷ 51.944 €
Rente im Monat = Rentenpunkte × 42,52 €

Rechenweg Rentenpunkte bei 50.000 € Brutto

Dieselben Werte wie im Rechner oben: 50.000 € im Jahr, 20 Punkte bisher, noch 20 Jahre Beiträge.

Brutto im Jahr
50.000 €
÷ Durchschnittsentgelt 2026
51.944 €
= Punkte für ein Jahr, auf vier Stellen
0,9626
× aktueller Rentenwert 42,52 € = Rente aus diesem Jahr
40,93 € im Monat
× 20 weitere Jahre
19,2520
+ Punkte laut Renteninformation
20,0000
= Punkte zur Rente
39,2520
Rente im Monat, brutto
1.669,00 €

Gerechnet wird auf vier Stellen hinter dem Komma (§ 121 Abs. 1 SGB VI). Arbeitest du nur einen Teil des Jahres, teilst du das Brutto dieser Monate ebenso durch das Durchschnittsentgelt des ganzen Jahres: 6 Monate mit je 3.000 € ergeben 0,3465 Punkte.

Über der Beitragsbemessungsgrenze von 101.400 € im Jahr, 8.450 € im Monat, fließen keine Beiträge mehr. Mehr als 1,9521 Punkte bringt ein Jahr 2026 deshalb nicht, auch nicht mit dem doppelten Durchschnittsverdienst. Im Übergangsbereich bis 2.000 € im Monat zahlst du weniger Beitrag, die Punkte kommen trotzdem aus dem vollen Lohn (§ 70 Abs. 1a).

Das Durchschnittsentgelt für 2026 ist vorläufig. Bis Ende des Folgejahres legt die Bundesregierung den endgültigen Wert fest (§ 69 Abs. 2 SGB VI), und bei der Rentenberechnung zählt dann dieser. Nur für das Jahr deines Rentenbeginns und das Jahr davor bleibt es beim vorläufigen (§ 70 Abs. 1 Satz 2).

Werte 2026 für die Rentenpunkte

Wert2026Grundlage
Durchschnittsentgelt 2026, vorläufig (ein Punkt)51.944 €Anlage 1 SGB VI
Beitragsbemessungsgrenze im Jahr101.400 €Anlage 2 SGB VI
Höchstens Punkte im Jahr1,9521§ 70 SGB VI, Anlage 2
Aktueller Rentenwert ab 1. Juli 202642,52 €§ 1 RWBestV 2026
Beitrag für einen Punkt (18,6 % vom Durchschnittsentgelt)9.661,58 €§ 187 Abs. 3 SGB VI
Punkte je Monat Kindererziehung0,0833§ 70 Abs. 2 SGB VI

Rentenpunkte-Tabelle nach Bruttogehalt

So viele Punkte bringt ein Jahr mit deinem Gehalt und so viel wird daraus nach 40 Jahren, gerechnet mit den Werten von 2026 und dem Rechner oben.

Brutto im MonatPunkte im JahrRente je BeitragsjahrBrutto im JahrPunkte nach 40 JahrenRente nach 40 Jahren
1.500 €0,346514,73 €18.000 €13,86589 €
2.000 €0,462019,64 €24.000 €18,48786 €
2.500 €0,577524,56 €30.000 €23,10982 €
3.000 €0,693129,47 €36.000 €27,721.179 €
3.500 €0,808634,38 €42.000 €32,341.375 €
4.000 €0,924139,29 €48.000 €36,961.572 €
4.328,67 €Durchschnitt1,000042,52 €51.944 €40,001.701 €
5.000 €1,155149,11 €60.000 €46,201.965 €
6.000 €1,386158,94 €72.000 €55,442.357 €
7.000 €1,617168,76 €84.000 €64,682.750 €
8.450 €Beitragsbemessungsgrenze1,952183,00 €101.400 €78,083.320 €
10.000 €über der Grenze1,952183,00 €120.000 €78,083.320 €

Rente im Monat, brutto, mit dem Rentenwert von 42,52 €, vor Kranken- und Pflegeversicherung und Steuer. Steigt dein Gehalt so schnell wie die Löhne aller Versicherten, bleiben die Punkte pro Jahr gleich.

Entgeltpunkte früherer Jahre: Durchschnittsentgelt seit 2016

Für jedes Jahr gilt das Durchschnittsentgelt dieses Jahres. Die endgültigen Werte stehen in Anlage 1 zum SGB VI, die Beitragsbemessungsgrenzen in Anlage 2. Willst du die Punkte eines früheren Jahres nachrechnen, teilst du dein Brutto aus diesem Jahr, höchstens bis zur Grenze, durch den Wert in der Tabelle.

JahrDurchschnittsentgelt (ein Punkt)BeitragsbemessungsgrenzeHöchstens PunkteFaktor Ost
201636.187 €74.400 €2,05601,1415
201737.077 €76.200 €2,05521,1374
201838.212 €78.000 €2,04121,1339
201939.301 €80.400 €2,04571,0840
202039.167 €82.800 €2,11401,0700
202140.463 €85.200 €2,10561,0560
202242.053 €84.600 €2,01171,0420
202344.732 €87.600 €1,95831,0280
202447.085 €90.600 €1,92421,0140
2025vorläufig50.493 €96.600 €1,9131–
2026vorläufig51.944 €101.400 €1,9521–

Beitragsbemessungsgrenze bis 2024 für die alten Bundesländer, im Osten lag sie niedriger. Dort wurde der Verdienst bis 2024 mit dem Faktor aus Anlage 10 hochgewertet (§ 256a SGB VI), seit 2025 gilt alles bundeseinheitlich.

Rechenweg Entgeltpunkte 2018 bei 30.000 € Brutto
Brutto 2018
30.000 €
÷ Durchschnittsentgelt 2018
38.212 €
= Entgeltpunkte 2018
0,7851
Im Osten: 30.000 € × 1,1339 ÷ 38.212 €
0,8902
Rente daraus heute: 0,7851 × 42,52 €
33,38 € im Monat
Ein Punkt aus 2018 ist heute so viel wert wie einer aus 2026

Bezahlt wird jeder Punkt mit dem Rentenwert bei Rentenbeginn (§ 64 SGB VI) und danach mit jeder Anpassung neu. Ab Juli 2018 war ein Punkt 32,03 € im Monat wert, im Osten 30,69 €. Heute sind es 42,52 €, auch für deine Punkte von damals.

Was ein Rentenpunkt wert ist

Der Wert eines Punkts ist der aktuelle Rentenwert. Er wird jedes Jahr zum 1. Juli angepasst, vor allem nach der Entwicklung der Löhne, dazu nach Beitragssatz und Nachhaltigkeitsfaktor (§ 68 SGB VI). Sinken kann er nicht (§ 68a), 2021 blieb er im Westen gleich. Bis 2031 garantiert die Haltelinie ein Rentenniveau von mindestens 48 % (§ 255e SGB VI).

Rentenwert abje Punkt und MonatOsten
1. Juli 201832,03 €30,69 €
1. Juli 201933,05 €31,89 €
1. Juli 202034,19 €33,23 €
1. Juli 202134,19 €33,47 €
1. Juli 202236,02 €35,52 €
1. Juli 202337,60 €37,60 €
1. Juli 202439,32 €einheitlich
1. Juli 202540,79 €einheitlich
1. Juli 202642,52 €einheitlich

Seit Juli 2023 ein Wert für ganz Deutschland. Quellen: Rentenwertbestimmungsverordnungen 2018 bis 2021 und 2023 bis 2026, Rentenwertbestimmungsgesetz 2022, jeweils § 1.

Für einen Punkt zahlen du und dein Arbeitgeber 2026 zusammen 9.661,58 € Beitrag, jeder die Hälfte. Er bringt 510,24 € Rente im Jahr. Nach rund 19 Jahren Rentenbezug sind die Beiträge wieder drin, ohne künftige Erhöhungen gerechnet. Dazu kommt, dass die Rentenversicherung auch Erwerbsminderung und Hinterbliebene absichert.

Kindererziehungszeiten: Punkte für Kinder

Für die ersten Lebensjahre eines Kindes schreibt die Rentenversicherung einem Elternteil Punkte gut, ohne dass jemand Beiträge zahlt (§ 56 SGB VI). Je Monat sind es 0,0833 Punkte (§ 70 Abs. 2), so viel wie mit Durchschnittsverdienst.

Kind geborenMonatePunkteRente im Monat
ab 1992362,9988127,51 €
vor 1992302,4990106,26 €

Je Kind, Rentenwert 42,52 €. Die Zeit beginnt nach dem Monat der Geburt (§ 56 Abs. 5, § 249 Abs. 1 SGB VI).

Die Zeit bekommt der Elternteil, der das Kind überwiegend erzogen hat, im Zweifel die Mutter. Mit einer gemeinsamen Erklärung könnt ihr sie dem anderen zuordnen, für künftige Monate und höchstens zwei Monate rückwirkend (§ 56 Abs. 2). Arbeitest du in diesen Jahren, kommen die Punkte zu denen aus dem Gehalt dazu, zusammen höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze (§ 70 Abs. 2 Satz 2).

Für Kinder, die vor 1992 geboren sind, zählen ab 2028 ebenfalls 36 Monate. Renten, die vorher beginnen, bekommen ab 1. Januar 2027 einen Zuschlag von 0,5 Punkten je Kind (§ 307d SGB VI in der Fassung des Gesetzes vom 22. Dezember 2025). Ausgezahlt wird er nach Angaben der Rentenversicherung ab 2028, rückwirkend. Was das bringt, rechnet der Mütterrente-Rechner.

Bis zum 10. Geburtstag zählt die Erziehung als Berücksichtigungszeit (§ 57 SGB VI). Sie bringt selbst keine Punkte, zählt aber für die Wartezeiten von 35 und 45 Jahren. Arbeitest du in dieser Zeit, etwa in Teilzeit, und hast insgesamt mindestens 25 Jahre mit rentenrechtlichen Zeiten, erhöht die Rentenversicherung deine Punkte aus dem Gehalt um die Hälfte, höchstens um 0,0278 im Monat (§ 70 Abs. 3a). Mit 1.500 € brutto im Monat sind das 0,1733 Punkte mehr im Jahr, 7,37 € Rente für jedes solche Jahr, über die sieben Jahre nach der Erziehungszeit also 51,58 €.

Punkte ohne Gehalt: Pflege, Arbeitslosengeld, Minijob

Punkte gibt es auch für Zeiten ohne normales Gehalt. Die Beiträge zahlen dann ganz oder zum Teil andere:

  • Arbeitslosengeld und Krankengeld: Beiträge aus 80 % des Bruttos, das der Leistung zugrunde liegt (§ 166 Abs. 1 Nr. 2 SGB VI). Beim Arbeitslosengeld zahlt sie die Arbeitsagentur, beim Krankengeld trägst du die Hälfte (§ 170 Abs. 1 Nr. 2).
  • Wehrdienst: Beiträge aus 80 % der Bezugsgröße, 2026 0,7309 Punkte im Jahr (§ 166 Abs. 1 Nr. 1).
  • Minijob: Mit Rentenversicherungspflicht, dem Normalfall, zahlst du 3,6 % selbst. Ein Jahr an der Grenze von 603 € bringt 0,1393 Punkte.

Pflegst du einen Angehörigen ab Pflegegrad 2 mindestens zehn Stunden an zwei Tagen in der Woche und arbeitest nicht mehr als 30 Stunden, zahlt die Pflegekasse Rentenbeiträge für dich (§ 3 Satz 1 Nr. 1a und Satz 3 SGB VI). Wie viele Punkte das bringt, hängt vom Pflegegrad und der Leistung ab, die der Gepflegte bezieht:

Pflegegradnur PflegegeldKombinationnur Sachleistung
Pflegegrad 50,91370,77660,6396
Pflegegrad 40,63960,54360,4477
Pflegegrad 30,39290,33390,2750
Pflegegrad 20,24670,20970,1727

Punkte je Jahr Pflege 2026 nach § 166 Abs. 2 SGB VI. Bei Pflegegrad 5 mit Pflegegeld sind das 38,85 € Rente im Monat für jedes Jahr Pflege. Teilen sich mehrere die Pflege, wird aufgeteilt.

Rentenpunkte kaufen: freiwillige Beiträge und Ausgleichszahlung

Wer nicht pflichtversichert ist, etwa als Selbstständiger, Hausfrau oder Hausmann, kann sich ab 16 freiwillig versichern (§ 7 SGB VI). 2026 geht das ab 112,16 € bis 1.571,70 € im Monat, der Mindestbeitrag richtet sich nach der Minijob-Grenze (§ 167). Ein Punkt kostet dabei 9.661,58 €. Selbstständige können stattdessen innerhalb von fünf Jahren nach dem Start die Pflichtversicherung beantragen (§ 4 Abs. 2).

Pflichtversicherte können Punkte über eine Ausgleichszahlung nachkaufen. Gedacht ist sie, um die Abschläge einer vorzeitigen Altersrente auszugleichen, möglich bis zur Regelaltersgrenze (§ 187a Abs. 1 SGB VI). Voraussetzung ist eine besondere Rentenauskunft, die es ab 50 gibt, und darin die Erklärung, früher in Rente gehen zu wollen (§ 187a Abs. 1a, § 109 Abs. 5). Zahlen darfst du bis zur Höhe des größtmöglichen Abschlags, auch in Teilbeträgen. Zurück bekommst du das Geld nicht (§ 187a Abs. 2 und 3).

Ausgleichszahlung 40 Punkte, Rente 24 Monate vor der Regelaltersgrenze
Punkte zum geplanten Rentenbeginn
40,0000
Abschlag: 24 Monate × 0,3 %, Zugangsfaktor 0,928
−7,2 %
= Punkte, die wegfallen würden
2,8800
Preis je Punkt: 9.661,58 € ÷ 0,928
10.411,19 €
Ausgleichszahlung höchstens
29.984,23 €

Aus der Zahlung werden 3,1034 Punkte, gerechnet mit dem Umrechnungsfaktor für 2026 (§ 76a Abs. 1 SGB VI). Gehst du wie geplant früher, bleiben nach dem Abschlag genau die 2,8800 Punkte, die sonst fehlen würden. Arbeitest du doch bis zur Regelaltersgrenze, zählen alle 3,1034 Punkte, das sind 131,96 € Rente im Monat mehr. Andere Fälle rechnet der Rentenabschlag-Rechner.

Wie viele Punkte du hast: Rentenauskunft und Kontenklärung

Ab 27 bekommst du jedes Jahr eine Renteninformation, ab 55 alle drei Jahre eine Rentenauskunft, auf Antrag auch früher (§ 109 Abs. 1 SGB VI). Die Rentenauskunft zeigt, wie sich deine persönlichen Entgeltpunkte ergeben (§ 109 Abs. 4 Nr. 2). Diesen Wert trägst du im Rechner oben als Punkte bisher ein.

Prüfe den Versicherungsverlauf, den dir die Rentenversicherung schickt, dazu bist du verpflichtet (§ 149 Abs. 3 und 4). Fehlt ein Jahr, etwa eine Ausbildung oder Kindererziehung, reichst du Nachweise nach. Widersprichst du nicht binnen sechs Monaten, stellt sie die Daten, die länger als sechs Jahre zurückliegen, per Bescheid fest (§ 149 Abs. 5).

Häufige Fragen

Wie viele Punkte hat ein Durchschnittsverdiener nach 45 Jahren?
Genau 45, einen je Jahr. Das ist die sogenannte Standardrente, mit der die Politik das Rentenniveau misst. Sie beträgt seit Juli 2026 1.913,40 € im Monat, brutto.
Wie viele Rentenpunkte brauche ich für 1.000 € Rente?
Teile die Wunschrente durch den aktuellen Rentenwert von 42,52 €. Für 1.000 € brutto im Monat brauchst du rund 23,5 Punkte, für 1.500 € rund 35,3, für 2.000 € rund 47,0. Mit Durchschnittsverdienst sind das ebenso viele Arbeitsjahre, aufgerundet 24, 36 und 48. Von der Bruttorente gehen noch Kranken- und Pflegeversicherung und gegebenenfalls Steuer ab. Was netto bleibt, rechnet der Rentenrechner.
Gibt es Punkte für Schule und Studium?
Nein. Schule ab 17 und Studium zählen bis zu acht Jahre als Anrechnungszeit (§ 58 Abs. 1 Nr. 4 SGB VI), etwa für die 35 Jahre, die du für eine Rente ab 63 brauchst. Bewertet werden sie aber nicht, sie bringen also keine Punkte (§ 74 SGB VI). Eine Berufsausbildung dagegen schon, weil dabei Beiträge fließen.
Verfallen Rentenpunkte?
Nein, einmal erworbene Punkte bleiben auf deinem Konto, auch wenn du jahrelang nicht einzahlst. Eine Rente bekommst du aber erst, wenn die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt ist (§ 50 Abs. 1 SGB VI), dafür zählen auch Kindererziehungszeiten. Erreichst du die bis zur Regelaltersgrenze nicht, kannst du dir deinen eigenen Beitragsanteil erstatten lassen (§ 210 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 3) oder die Lücke mit freiwilligen Beiträgen schließen (§ 7).
Gibt es noch Unterschiede zwischen Ost und West?
Nein. Seit Juli 2023 gilt ein einheitlicher Rentenwert, seit 2025 dieselbe Beitragsbemessungsgrenze. Für frühere Jahre im Osten wurde der Verdienst vor der Teilung durch das Durchschnittsentgelt mit einem Faktor aus Anlage 10 zum SGB VI hochgewertet, 2018 mit 1,1339, zuletzt 2024 mit 1,0140 (§ 256a SGB VI). Für Beiträge ab 2025 entfällt das.
Kann ich Zahlungen für zusätzliche Punkte von der Steuer absetzen?
Ja. Freiwillige Beiträge und Ausgleichszahlungen nach § 187a SGB VI zählen als Altersvorsorgeaufwendungen (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG). Zusammen mit deinen übrigen Rentenbeiträgen und einer Rürup-Rente sind 2026 bis 30.826 € abziehbar, für Ehepaare 61.652 €; der steuerfreie Arbeitgeberanteil wird davon abgezogen (§ 10 Abs. 3 EStG). Eine große Ausgleichszahlung lässt sich in Teilbeträgen auf mehrere Jahre verteilen, dann nutzt du den Höchstbetrag mehrmals.
Welche Zeiten zählen für die Rente nach 45 Jahren?
Vor allem Pflichtbeiträge aus Arbeit und aus der Pflege von Angehörigen, Kindererziehung bis zum zehnten Geburtstag, Krankengeld und Arbeitslosengeld I. Arbeitslosengeld aus den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn zählt nur, wenn der Arbeitgeber insolvent ist oder den Betrieb ganz aufgegeben hat (§ 51 Abs. 3a SGB VI). Freiwillige Beiträge zählen erst, wenn schon 18 Jahre Pflichtbeiträge aus Arbeit vorliegen. Wie früh du damit in Rente gehen kannst, zeigt der Renteneintritts-Rechner.
Was passiert mit meinen Punkten bei einer Scheidung?
Die Punkte aus der Ehezeit werden in der Regel geteilt: Jeder bekommt die Hälfte dessen, was der andere in dieser Zeit erworben hat. Auf deinem Konto erscheint das als Zuschlag oder Abschlag an Entgeltpunkten (§ 76 SGB VI). Was das in Euro bedeutet, rechnet der Versorgungsausgleich-Rechner.

Quellen

  1. § 70 SGB VI: Entgeltpunkte für Beitragszeiten, Kindererziehung, Höherbewertung gesetze-im-internet.de
  2. Anlage 1 zum SGB VI: Durchschnittsentgelt aller Jahre gesetze-im-internet.de
  3. Anlage 2 zum SGB VI: Beitragsbemessungsgrenzen gesetze-im-internet.de
  4. Anlage 10 zum SGB VI: Umrechnungswerte für Verdienste im Osten gesetze-im-internet.de
  5. § 69 SGB VI: vorläufiges und endgültiges Durchschnittsentgelt gesetze-im-internet.de
  6. § 56 SGB VI: Kindererziehungszeiten und Zuordnung gesetze-im-internet.de
  7. § 166 SGB VI: Beitragspflichtige Einnahmen bei Pflege, Arbeitslosengeld, Wehrdienst gesetze-im-internet.de
  8. § 187a SGB VI: Ausgleichszahlung bei vorzeitiger Altersrente gesetze-im-internet.de
  9. § 109 SGB VI: Renteninformation und Rentenauskunft gesetze-im-internet.de
  10. SV-Rechengrößenverordnung 2026: Durchschnittsentgelt 51.944 € gesetze-im-internet.de
  11. Rentenwertbestimmungsverordnung 2026: Rentenwert 42,52 € ab 1. Juli 2026 gesetze-im-internet.de
  12. Umrechnungsfaktoren für den Versorgungsausgleich 2026: Beitrag je Punkt und Punkte je Euro Beitrag gesetze-im-internet.de

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