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Rentenabschlag berechnen: 0,3 % je Monat
Die Rentenversicherung rechnet den Abschlag über den Zugangsfaktor. Er ist 1,0, wenn du mit der Regelaltersgrenze gehst, und sinkt für jeden Kalendermonat, den du früher gehst, um 0,003 (§ 77 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a SGB VI). Ein Jahr früher kostet 3,6 %, vier Jahre 14,4 %.
Monatsrente = Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × aktueller Rentenwert
Zugangsfaktor = 1 − Monate früher × 0,003, aktueller Rentenwert seit Juli 2026: 42,52 €
Regelaltersgrenze 67 Jahre, also 36 Monate zu früh. Die Rente beginnt im Monat nach dem Geburtstag.
- Rente ohne Abschlag 1.600,00 € ÷ 42,52 € je Punkt
- 37,6294 Punkte
- Zugangsfaktor: 1 − 36 × 0,003
- 0,892
- Rente: 37,6294 × 0,892 × 42,52 €
- 1.427,20 €
- Abschlag im Monat, lebenslang
- −172,80 €
| früher | Abschlag | bei 1.200 € | bei 1.600 € | bei 2.000 € |
|---|---|---|---|---|
| 12 Monateab Jahrgang 1964 mit 66 Jahren | 3,6 % | −43 €1.157 € bleiben | −58 €1.542 € bleiben | −72 €1.928 € bleiben |
| 24 Monateab Jahrgang 1964 mit 65 Jahren | 7,2 % | −86 €1.114 € bleiben | −115 €1.485 € bleiben | −144 €1.856 € bleiben |
| 36 Monateab Jahrgang 1964 mit 64 Jahren | 10,8 % | −130 €1.070 € bleiben | −173 €1.427 € bleiben | −216 €1.784 € bleiben |
| 48 Monateab Jahrgang 1964 mit 63 Jahren | 14,4 % | −173 €1.027 € bleiben | −230 €1.370 € bleiben | −288 €1.712 € bleiben |
Rente vor Abschlag brutto im Monat, nur der Abschlag. Fehlende Beiträge kommen dazu, wenn du früher aufhörst zu arbeiten.
Abschlag bei Rente mit 63, 64 und 65 nach Jahrgang
Wie viele Monate zu früh du gehst, hängt an deiner Regelaltersgrenze. Sie steigt für die Jahrgänge bis 1963 schrittweise und liegt ab Jahrgang 1964 bei 67 (§§ 35, 235 SGB VI). Vorzeitig geht es mit 35 Versicherungsjahren frühestens ab 63, als Altersrente für langjährig Versicherte (§ 36, für Jahrgänge vor 1964 § 236). Für die 35 Jahre zählen alle rentenrechtlichen Zeiten, auch Studium, Kindererziehung bis zum zehnten Geburtstag und Arbeitslosigkeit (§ 51 Abs. 3, § 54 SGB VI).
| Jahrgang | Regelaltersgrenze | mit 63 | mit 64 | mit 65 |
|---|---|---|---|---|
| 1960 | 66 Jahre und 4 Monate | 12,0 %40 Monate | 8,4 %28 Monate | 4,8 %16 Monate |
| 1961 | 66 Jahre und 6 Monate | 12,6 %42 Monate | 9,0 %30 Monate | 5,4 %18 Monate |
| 1962 | 66 Jahre und 8 Monate | 13,2 %44 Monate | 9,6 %32 Monate | 6,0 %20 Monate |
| 1963 | 66 Jahre und 10 Monate | 13,8 %46 Monate | 10,2 %34 Monate | 6,6 %22 Monate |
| 1964 und später | 67 Jahre | 14,4 %48 Monate | 10,8 %36 Monate | 7,2 %24 Monate |
Abschlag bei der Altersrente für langjährig Versicherte, Rentenbeginn jeweils im Monat nach dem Geburtstag.
Mit anerkannter Schwerbehinderung (Grad ab 50) und 35 Jahren gehst du ab Jahrgang 1964 mit 65 ohne Abschlag oder frühestens mit 62 und höchstens 10,8 % Abschlag (§ 37, vor 1964 § 236a SGB VI). Die Schwerbehinderung muss bei Rentenbeginn anerkannt sein. Wann du ohne Abschlag gehen kannst:
| Jahrgang | nach 45 Jahren | schwerbehindert | schwerbehindert frühestens |
|---|---|---|---|
| 1960 | 64 Jahre und 4 Monate | 64 Jahre und 4 Monate | 61 Jahre und 4 Monatemit 10,8 % Abschlag |
| 1961 | 64 Jahre und 6 Monate | 64 Jahre und 6 Monate | 61 Jahre und 6 Monatemit 10,8 % Abschlag |
| 1962 | 64 Jahre und 8 Monate | 64 Jahre und 8 Monate | 61 Jahre und 8 Monatemit 10,8 % Abschlag |
| 1963 | 64 Jahre und 10 Monate | 64 Jahre und 10 Monate | 61 Jahre und 10 Monatemit 10,8 % Abschlag |
| 1964 und später | 65 Jahre | 65 Jahre | 62 Jahremit 10,8 % Abschlag |
Alter ohne Abschlag, nach 45 Jahren und bei Schwerbehinderung. Alle Jahrgänge können mit 35 Jahren ab 63 mit Abschlag gehen.
Ohne Abschlag nach 45 Jahren
Wer 45 Jahre Wartezeit erfüllt, geht zwei Jahre vor der Regelaltersgrenze ohne Abschlag, ab Jahrgang 1964 mit 65 (Altersrente für besonders langjährig Versicherte, § 38 SGB VI), davor nach der Tabelle in § 236b. Früher geht diese Rente nicht, auch nicht mit Abschlag. Die oft zitierte abschlagsfreie Rente mit 63 gab es nur bis Jahrgang 1952, seitdem steigt die Grenze um zwei Monate je Jahrgang. Für die 45 Jahre zählt weniger als für die 35:
| Zeit | zählt? | § 51 SGB VI |
|---|---|---|
| Pflichtbeiträge aus Arbeit und Ausbildung, auch aus einem Minijob mit Rentenbeiträgen | ja | Abs. 3a Nr. 1 |
| Kindererziehung in den ersten drei Jahren, Pflege von Angehörigen, Wehr- oder Zivildienst (Pflichtbeiträge) | ja | Abs. 3a Nr. 1 |
| Kindererziehung bis zum zehnten Geburtstag (Berücksichtigungszeit) | ja | Abs. 3a Nr. 2 |
| Arbeitslosengeld, Krankengeld, Übergangsgeld | ja | Abs. 3a Nr. 3 |
| Arbeitslosengeld in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn, außer bei Insolvenz oder Geschäftsaufgabe des Arbeitgebers | nein | Abs. 3a Nr. 3 |
| Freiwillige Beiträge, wenn mindestens 18 Jahre Pflichtbeiträge aus Arbeit vorliegen | ja | Abs. 3a Nr. 4 |
| Ersatzzeiten vor 1992, etwa rehabilitierte Haft in der DDR | ja | Abs. 4 |
| Grundsicherungsgeld (früher Bürgergeld), Schule und Studium | nein | nicht in Abs. 3a genannt |
| Monate aus Versorgungsausgleich oder Rentensplitting | nein | Abs. 3a Satz 2 |
Was Kindererziehung an Entgeltpunkten bringt, zeigt der Mütterrente-Rechner.
Ist deine Altersrente mit Abschlag bewilligt, kannst du nicht mehr in eine andere Altersrente wechseln, auch nicht in die abschlagsfreie nach 45 Jahren (§ 34 Abs. 2 SGB VI). Lass die Jahre deshalb vor dem Antrag in einer Rentenauskunft prüfen. Lücken im Versicherungsverlauf schließt du mit einem Antrag auf Kontenklärung (Formular V0100).
Der doppelte Verlust: Abschlag plus fehlende Beiträge
Die Renteninformation rechnet so, als würdest du bis zur Regelaltersgrenze weiterarbeiten. Gehst du früher, fehlen diese Beiträge. Der Abschlag trifft dann eine ohnehin kleinere Rente.
- Regelaltersrente laut Renteninformation
- 1.600,00 €
- 24 Monate ohne Beiträge aus 45.000 € Brutto im Jahr
- −73,67 €
- Abschlag 24 × 0,3 % = 7,2 %
- −109,90 €
- Rente ab Juli 2029, mit 65 Jahren
- 1.416,43 €
Zusammen fehlen 183,57 € im Monat. Wer vor der Rente ohnehin nicht mehr arbeitet, etwa nach einer Abfindung, verliert nur den Abschlag. Was von einer Abfindung netto bleibt, rechnet der Abfindungsrechner.
Rechnet sich das Warten?
Wer früher geht, bekommt die Rente länger, aber jeden Monat weniger. Irgendwann hat die höhere Rente ab der Regelaltersgrenze den Vorsprung aufgeholt. Die Tabelle zeigt, mit welchem Alter das der Fall ist:
| früher | Rente | weniger im Monat | Warten holt auf mit |
|---|---|---|---|
| 12 Monate | 1.507 € | 93 € | 83 Jahre und 3 Monate |
| 24 Monate | 1.416 € | 184 € | 82 Jahre und 6 Monate |
| 36 Monate | 1.329 € | 271 € | 81 Jahre und 9 Monate |
| 48 Monate | 1.243 € | 357 € | 81 Jahre |
Jahrgang 1964, Regelaltersrente 1.600 €, 45.000 € Brutto bis zum Rentenbeginn. Brutto ohne Rentenerhöhungen, Steuern und Zinsen.
Wer älter wird, fährt mit Warten besser. Die Rechnung ist aber nur ein Teil der Entscheidung: Gesundheit, Arbeitsbelastung und ob du die Jahre gut nutzen kannst, gehören dazu. Steuerlich hilft der frühe Beginn etwas, weil der steuerpflichtige Anteil der Rente vom Jahr des Rentenbeginns abhängt (§ 22 Nr. 1 EStG): Geht Jahrgang 1964 mit 63 in Rente, ab Juli 2027, sind 84,5 % steuerpflichtig, mit der Regelaltersgrenze ab Juli 2031 86,5 %. Was das in Euro heißt, zeigt der Rentenbesteuerungs-Rechner.
Ausgleichszahlung nach § 187a SGB VI
Den Abschlag kannst du vorab abkaufen. Du zahlst zusätzliche Beiträge an die Rentenversicherung, die genau die Entgeltpunkte ersetzen, die der Abschlag kostet. § 187a SGB VI regelt das in wenigen Sätzen:
| Stelle | Was drinsteht |
|---|---|
| Abs. 1 Satz 1 | Bis zur Regelaltersgrenze kannst du die Minderung einer vorzeitigen Altersrente durch Beiträge ausgleichen. |
| Abs. 1 Satz 2 | Vorher musst du in einer besonderen Rentenauskunft erklärt haben, dass du vorzeitig in Rente gehen willst (§ 109 Abs. 5 Satz 4). |
| Abs. 1 Satz 3 | Zahlungen sind nicht mehr möglich, sobald du die geplante Rente nicht in Anspruch genommen hast oder eine Rente ohne Abschlag beziehen kannst. |
| Abs. 1a | Die Auskunft ist die Grundlage der Zahlung. Du bekommst sie ab deinem 50. Geburtstag, vorher fehlt das berechtigte Interesse. |
| Abs. 2 | Zahlen darfst du höchstens so viel, wie die höchstmögliche Minderung ausgleicht. Gerechnet wird mit allen Entgeltpunkten zum geplanten Rentenbeginn, für die Monate bis dahin mit deinem heutigen Verdienst laut Bescheinigung des Arbeitgebers. |
| Abs. 3 Satz 1 | Je geminderten Entgeltpunkt zahlst du den Preis eines Entgeltpunkts aus dem Versorgungsausgleich, geteilt durch den Zugangsfaktor. |
| Abs. 3 Satz 2 | Teilzahlungen sind erlaubt. |
| Abs. 3 Satz 3 | Gezahlte Beiträge werden nicht erstattet. |
Der Preis je Entgeltpunkt ist der Beitragssatz mal dem vorläufigen Durchschnittsentgelt des Jahres, in dem du zahlst (§ 187 Abs. 3 SGB VI), für 2026 also 9.661,58 €. Weil der Zugangsfaktor kleiner als 1 ist, kostet ein geminderter Punkt mehr. Dafür bringt er nach dem Abschlag wieder einen vollen Punkt.
Rechenweg: Ausgleichsbetrag berechnen
Regelaltersrente 1.600 € laut Renteninformation, Rentenbeginn Juli 2029.
- Regelaltersrente laut Renteninformation 1.600,00 € ÷ 42,52 €
- 37,6294 Punkte
- ohne Beiträge in den 24 Monaten bis zur Regelaltersgrenze
- −1,7326
- Entgeltpunkte zum Rentenbeginn
- 35,8968
- davon gemindert durch den Abschlag: × 0,072
- 2,5846 Punkte
- Preis je Punkt 2026: 18,6 % × 51.944 €
- 9.661,58 €
- geteilt durch den Zugangsfaktor 0,928
- 10.411,19 €
- Ausgleichsbetrag: 2,5846 × 10.411,19 €
- 26.908,76 €
Mit dieser Zahlung fällt der Abschlag von 109,90 € im Monat weg, lebenslang. Ohne Rentenerhöhungen und vor Steuern hat die höhere Rente den Betrag nach rund 20 Jahren wieder eingespielt. Die Steuerersparnis und künftige Rentenerhöhungen verkürzen das.
So viel kostet der Ausgleich
| früher | bei 1.200 € | bei 1.600 € | bei 2.000 € | bei 2.400 € |
|---|---|---|---|---|
| 12 Monate3,6 % Abschlag | 10.183 €für 43 € im Monat | 13.577 €für 58 € im Monat | 16.971 €für 72 € im Monat | 20.366 €für 86 € im Monat |
| 24 Monate7,2 % Abschlag | 21.156 €für 86 € im Monat | 28.207 €für 115 € im Monat | 35.259 €für 144 € im Monat | 42.311 €für 173 € im Monat |
| 36 Monate10,8 % Abschlag | 33.014 €für 130 € im Monat | 44.019 €für 173 € im Monat | 55.023 €für 216 € im Monat | 66.028 €für 259 € im Monat |
| 48 Monate14,4 % Abschlag | 45.870 €für 173 € im Monat | 61.159 €für 230 € im Monat | 76.450 €für 288 € im Monat | 91.739 €für 346 € im Monat |
Rente vor Abschlag brutto im Monat zum geplanten Beginn, Preis je Entgeltpunkt 2026. Zahlst du in einem späteren Jahr, gilt dessen Preis.
Die Auskunft beantragst du mit dem Formular V0210 der Rentenversicherung. Sie verpflichtet dich zu nichts, du entscheidest danach, ob du ganz, teilweise oder gar nicht zahlst. Gehst du am Ende doch erst mit der Regelaltersgrenze, ist das Geld nicht verloren: Die Beiträge werden in Entgeltpunkte umgerechnet und erhöhen deine Rente (§ 76a Abs. 1 SGB VI).
Ausgleichszahlung von der Steuer absetzen
Ausgleichszahlungen sind Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und damit Altersvorsorgeaufwendungen (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG). Seit 2023 zählen sie zu 100 % (§ 10 Abs. 3 Satz 6). Die Grenze liegt 2026 bei 30.826 €, für Ehepaare bei 61.652 €. In diesen Höchstbetrag zählen deine laufenden Rentenbeiträge mit, deine und die deines Arbeitgebers (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 Satz 6), den Arbeitgeberanteil zieht das Finanzamt danach wieder ab (§ 10 Abs. 3 Satz 5).
Bei 45.000 € Brutto fließen 18,6 % oder 8.370 € Rentenbeitrag im Jahr, für die Ausgleichszahlung bleiben dann 22.456 € Spielraum. Der Ausgleich aus dem Beispiel oben von 26.909 € passt deshalb nicht in ein Jahr. Verteilst du ihn mit Teilzahlungen auf zwei Jahre, bleibt er voll absetzbar. So viel Einkommensteuer spart ein Abzug von 10.000 €:
| zu versteuerndes Einkommen | Steuer weniger | vom Abzug |
|---|---|---|
| 30.000 € | 2.647 € | 26 % |
| 45.000 € | 3.165 € | 32 % |
| 70.000 € | 4.031 € | 40 % |
Alleinstehend, Tarif 2026, ohne Soli und Kirchensteuer. Den Grundtarif und das Splitting rechnet der Einkommensteuer-Rechner.
Zahlt dein Arbeitgeber die Ausgleichszahlung, etwa im Rahmen einer Abfindung, bleibt die Hälfte davon steuerfrei (§ 3 Nr. 28 EStG).
Flexirente: Teilrente und Hinzuverdienst
Neben einer vorgezogenen Altersrente darfst du seit 2023 unbegrenzt hinzuverdienen, eine Hinzuverdienstgrenze gibt es für Altersrenten nicht mehr. Bis zur Regelaltersgrenze zahlst du dabei weiter Rentenbeiträge. Die Punkte daraus kommen ohne Abschlag dazu, das erste Mal mit der Regelaltersgrenze, danach jährlich zum 1. Juli (§ 66 Abs. 3a, § 77 Abs. 2 SGB VI). Für Erwerbsminderungsrenten gelten weiter Grenzen (§ 96a SGB VI).
Teilrente: nur einen Teil früher nehmen
Statt der vollen Rente kannst du eine Teilrente von mindestens 10 % nehmen (§ 42 SGB VI). Für den Teil, den du erst später beziehst, sinkt der Abschlag um 0,3 % für jeden Monat, in dem du ihn noch nicht vorzeitig genommen hast (§ 77 Abs. 3 Satz 3 Nr. 1). Das passt zu einem gleitenden Übergang mit weniger Stunden.
- 50 % Teilrente ab 63, Zugangsfaktor 0,856
- 684,80 €
- restliche 50 % ab 65, Zugangsfaktor 0,928
- +742,40 €
- Rente ab 65
- 1.427,20 €
- zum Vergleich: volle Rente schon ab 63
- 1.369,60 €
Die volle Rente ab 63 bleibt dauerhaft bei 1.369,60 €. Mit der Teilrente bekommst du ab 65 57,60 € mehr im Monat, verzichtest dafür bis 65 auf die Hälfte der Rente.
Später gehen: 0,5 % mehr je Monat
Umgekehrt steigt die Rente für jeden Monat, den du nach der Regelaltersgrenze wartest, um 0,5 %, ein Jahr später sind 6 % mehr, lebenslang (§ 77 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchst. b SGB VI). Arbeitest du weiter, kommen die Beiträge dazu:
| später | Zugangsfaktor | ohne weitere Beiträge | mit 45.000 € Brutto im Jahr |
|---|---|---|---|
| 12 Monate | 1,060+6 % | 1.696,00 € | 1.735,05 € |
| 24 Monate | 1,120+12 % | 1.792,00 € | 1.874,51 € |
| 36 Monate | 1,180+18 % | 1.888,00 € | 2.018,40 € |
Regelaltersrente 1.600 €, Rentenwert ab Juli 2026, ohne künftige Rentenerhöhungen.
Beziehst du schon die volle Rente und arbeitest nach der Regelaltersgrenze weiter, bist du rentenversicherungsfrei. Verzichtest du schriftlich oder elektronisch gegenüber dem Arbeitgeber darauf, zahlst du weiter ein und deine Rente steigt jedes Jahr zum 1. Juli (§ 5 Abs. 4, § 66 Abs. 3a SGB VI).
Wer nach der Regelaltersgrenze als Arbeitnehmer weiterarbeitet, kann bis zu 2.000 € Lohn im Monat steuerfrei verdienen, 24.000 € im Jahr (§ 3 Nr. 21 EStG). Das gilt ab dem Monat nach der Regelaltersgrenze, ob du die Rente schon beziehst oder nicht, und nur für Lohn, für den der Arbeitgeber Rentenbeiträge zahlt. Minijobs und Beamtenbezüge fallen deshalb nicht darunter. Wie viel das bringt, zeigt der Aktivrente-Rechner.
Häufige Fragen
Wird der Rentenabschlag vom Brutto oder vom Netto abgezogen?
Fällt der Abschlag weg, wenn ich die Regelaltersgrenze erreiche?
Gilt der Abschlag auch für die Witwenrente?
Wann muss ich die Rente beantragen?
Kann mich das Jobcenter in die Rente mit Abschlag schicken?
Muss ich mit Arbeitslosengeld vorzeitig in Rente gehen?
Gibt es den Abschlag auch bei der Erwerbsminderungsrente?
Wie bin ich als Frührentner krankenversichert?
Lohnt die Ausgleichszahlung, wenn ich vielleicht doch 45 Jahre erreiche?
Quellen
- § 77 SGB VI: Zugangsfaktor: 0,003 je Monat früher, 0,005 je Monat später gesetze-im-internet.de
- § 187a SGB VI: Ausgleichszahlung bei vorzeitiger Altersrente gesetze-im-internet.de
- § 109 SGB VI: Renteninformation und Rentenauskunft, Abs. 5 Satz 4 Auskunft zur Ausgleichszahlung gesetze-im-internet.de
- Umrechnungsfaktoren 2026: Bekanntmachung vom 05.12.2025, Preis je Entgeltpunkt gesetze-im-internet.de
- DRV-Formular V0210: Antrag auf Auskunft zum Ausgleichsbetrag deutsche-rentenversicherung.de
- §§ 36 bis 38 SGB VI: Altersrenten für langjährig Versicherte, schwerbehinderte Menschen, nach 45 Jahren gesetze-im-internet.de
- §§ 236 bis 236b SGB VI: Altersgrenzen für Jahrgänge vor 1964 gesetze-im-internet.de
- § 51 SGB VI: Was auf 35 und 45 Jahre angerechnet wird gesetze-im-internet.de
- § 34 und § 42 SGB VI: Kein Wechsel nach Bewilligung, Teilrente ab 10 % gesetze-im-internet.de
- § 66 SGB VI: Beiträge neben der Rente (Abs. 3a) gesetze-im-internet.de
- § 10 EStG: Altersvorsorgeaufwendungen, Höchstbetrag (Abs. 3) gesetze-im-internet.de
- § 3 EStG: Nr. 28: Zahlung des Arbeitgebers zur Hälfte steuerfrei gesetze-im-internet.de
- § 12a SGB II: Frührente beim Grundsicherungsgeld gesetze-im-internet.de
- Unbilligkeitsverordnung: Wann das Jobcenter keine Frührente verlangen darf gesetze-im-internet.de
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