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Renteneintritt-Rechner

Ab Jahrgang 1964 liegt die Regelaltersgrenze bei 67 Jahren, die Rente beginnt im Monat nach dem Geburtstag. Früher geht es mit 35 Versicherungsjahren ab 63, dann mit 14,4 % Abschlag, nach 45 Jahren ab 65 ohne Abschlag und bei Schwerbehinderung ab 65 ohne oder ab 62 mit Abschlag. Gib deinen Geburtstag ein, der Rechner zeigt jeden Weg mit Datum und Abschlag.

Stand: So werden die Rechner geprüft

Renteneintritt-Rechner

Regelaltersrente ab

Juli 2033

Regelaltersgrenze 67 Jahre

Frühestens geht es ab Juli 2029, dann mit 14,4 % Abschlag.

Frühestens
Juli 2029
Ohne Abschlag
Juli 2033
Abschlag frühestens
14,4 %

Alle Wege in die Rente

WegBeginnAbschlag
Regelaltersrente5 Jahre WartezeitJuli 2033mit 67 Jahren0 %
Nach 45 JahrenVoraussetzung fehlt: 45 Jahre Wartezeit, ohne Abschlag, nicht früherJuli 2031mit 65 Jahren0 %
Schwerbehindert, ohne AbschlagVoraussetzung fehlt: Grad der Behinderung ab 50, 35 Jahre WartezeitJuli 2031mit 65 Jahren0 %
Schwerbehindert, frühestensVoraussetzung fehlt: wie oben, mit AbschlagJuli 2028mit 62 Jahren10,8 %
Langjährig versichert, frühestens35 Jahre Wartezeit, mit AbschlagJuli 2029mit 63 Jahren14,4 %

Rechtzeitig beantragen: Die Rente kommt nicht von allein. Stell den Antrag etwa drei Monate vor dem Wunschtermin. Spätestens drei Monate nach dem Monat, in dem du die Voraussetzungen erfüllst, muss er da sein, sonst zahlt die Rentenversicherung erst ab dem Antragsmonat.

Auf dieser Seite
  1. Regelaltersgrenze nach Jahrgang
  2. Jahrgang 1964 und jünger
  3. Rentenbeginn berechnen
  4. Alle Wege in die Rente
  5. Rente mit 63
  6. Nach 45 Jahren
  7. Schwerbehinderung
  8. Welche Jahre zählen
  9. Flexirente und länger arbeiten
  10. Krankenversicherung
  11. Häufige Fragen
  12. Quellen

Regelaltersgrenze nach Jahrgang: Tabelle mit Rentenbeginn

Die Regelaltersgrenze steigt seit dem Jahrgang 1947 schrittweise von 65 auf 67, bis Jahrgang 1958 um einen Monat je Jahrgang, danach um zwei (§ 235 Abs. 2 SGB VI). Ab Jahrgang 1964 liegt sie einheitlich bei 67 Jahren (§ 35 Satz 2 SGB VI). Die Rente beginnt im Monat nach dem Erreichen der Grenze, deshalb hängt der Termin auch vom Geburtsmonat ab:

JahrgangRegelaltersgrenzeRente ab, geboren im Januargeboren im Dezember
194765 Jahre und 1 MonatMärz 2012Februar 2013
194865 Jahre und 2 MonateApril 2013März 2014
194965 Jahre und 3 MonateMai 2014April 2015
195065 Jahre und 4 MonateJuni 2015Mai 2016
195165 Jahre und 5 MonateJuli 2016Juni 2017
195265 Jahre und 6 MonateAugust 2017Juli 2018
195365 Jahre und 7 MonateSeptember 2018August 2019
195465 Jahre und 8 MonateOktober 2019September 2020
195565 Jahre und 9 MonateNovember 2020Oktober 2021
195665 Jahre und 10 MonateDezember 2021November 2022
195765 Jahre und 11 MonateJanuar 2023Dezember 2023
195866 JahreFebruar 2024Januar 2025
195966 Jahre und 2 MonateApril 2025März 2026
196066 Jahre und 4 MonateJuni 2026Mai 2027
196166 Jahre und 6 MonateAugust 2027Juli 2028
196266 Jahre und 8 MonateOktober 2028September 2029
196366 Jahre und 10 MonateDezember 2029November 2030
196467 JahreFebruar 2031Januar 2032

Geburtstag nicht am Ersten des Monats. Wer am Ersten geboren ist, bekommt die Rente einen Monat früher. Hervorgehoben: Jahrgänge, deren Rente 2026 beginnen kann.

Nicht angehoben wurde die Grenze für Versicherte, die vor 1955 geboren sind und vor 2007 Altersteilzeit vereinbart haben, und für Bezieher von Anpassungsgeld im Bergbau (§ 235 Abs. 2 Satz 3 SGB VI). Für sie bleibt es bei 65.

Jahrgang 1964 und jünger: Rente mit 67

Für alle ab Jahrgang 1964 gelten dieselben Altersgrenzen, ob du 1964, 1985 oder 2000 geboren bist: 67 Jahre für die Regelaltersrente, 63 Jahre als frühester Beginn mit 35 Versicherungsjahren, 65 Jahre ohne Abschlag nach 45 Jahren (§§ 35 bis 38 SGB VI). Nur das Datum verschiebt sich:

JahrgangRegelaltersrentemit 63, 14,4 % Abschlagmit 65 ohne Abschlagschwerbehindert frühestens
1964Juli 2031Juli 2027Juli 2029Juli 2026
1965Juli 2032Juli 2028Juli 2030Juli 2027
1966Juli 2033Juli 2029Juli 2031Juli 2028
1967Juli 2034Juli 2030Juli 2032Juli 2029
1968Juli 2035Juli 2031Juli 2033Juli 2030
1969Juli 2036Juli 2032Juli 2034Juli 2031
1970Juli 2037Juli 2033Juli 2035Juli 2032
1975Juli 2042Juli 2038Juli 2040Juli 2037
1980Juli 2047Juli 2043Juli 2045Juli 2042
1985Juli 2052Juli 2048Juli 2050Juli 2047
1990Juli 2057Juli 2053Juli 2055Juli 2052
1995Juli 2062Juli 2058Juli 2060Juli 2057
2000Juli 2067Juli 2063Juli 2065Juli 2062

Rentenbeginn bei Geburtstag am 15. Juni. Mit 65 ohne Abschlag: nach 45 Beitragsjahren oder bei Schwerbehinderung mit 35 Versicherungsjahren. Schwerbehindert frühestens mit 62 Jahren, dann 10,8 % Abschlag. Für deinen Geburtstag rechnet der Rechner oben.

Rentenbeginn berechnen: der Monatserste nach dem Geburtstag

Die Rente beginnt mit dem Kalendermonat, zu dessen Beginn alle Voraussetzungen erfüllt sind (§ 99 Abs. 1 SGB VI). Dein Lebensjahr vollendest du nach dem BGB schon mit Ablauf des Tages vor deinem Geburtstag (§ 187 Abs. 2 Satz 2, § 188 Abs. 2 BGB). Also rechnest du:

Rechenweg Geboren am 15. Juni 1966
Geburtstag
15. Juni 1966
Regelaltersgrenze Jahrgang 1966
67 Jahre
67. Lebensjahr vollendet, am Tag vor dem Geburtstag
14. Juni 2033
Rente ab dem Ersten des Folgemonats
1. Juli 2033
Sonderfall: Geburtstag am Ersten

Wer am 1. Juni 1966 geboren ist, vollendet sein 67. Lebensjahr schon am 31. Mai 2033, also im Vormonat. Seine Rente beginnt am 1. Juni 2033, einen Monat früher. Das gilt für jeden Weg in die Rente, auch für die Rente mit 63.

Für die frühen Wege rechnest du genauso, nur mit dem anderen Alter. Den Abschlag zählst du in Monaten bis zur Regelaltersgrenze: Wer am 15. Juni 1966 geboren ist, kann ab 1. Juli 2029 mit 63 gehen, 48 Monate × 0,3 % = 14,4 % Abschlag.

Antrag rechtzeitig stellen

Die Rente kommt nur auf Antrag. Geht er bis zum Ende des dritten Kalendermonats nach dem Monat ein, in dem du die Voraussetzungen erfüllst, zahlt die Rentenversicherung ab dem frühestmöglichen Termin. Bei einem späteren Antrag beginnt die Rente erst mit dem Antragsmonat, die Monate davor sind verloren (§ 99 Abs. 1 Satz 2 SGB VI). Stell ihn am besten etwa drei Monate vor dem Wunschtermin, online, bei der Rentenversicherung oder einer Auskunftsstelle.

Alle Wege in die Rente im Überblick

Neben der Regelaltersrente gibt es drei Altersrenten, die früher beginnen können. Sie unterscheiden sich darin, wie viele Jahre du im Rentenkonto brauchst und ob ein Abschlag anfällt. Ab Jahrgang 1964:

RenteWartezeitohne Abschlag abfrühestens abAbschlag höchstensSGB VI
Regelaltersrente5 Jahre67 Jahre67 Jahre–§ 35
Langjährig Versicherte35 Jahre67 Jahre63 Jahre14,4 %§ 36
Schwerbehinderte Menschen35 Jahre65 Jahre62 Jahre10,8 %§ 37
Besonders langjährig Versicherte45 Jahre65 Jahre65 Jahre–§ 38

Abschlag 0,3 % für jeden Monat vor der Grenze ohne Abschlag (§ 77 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a SGB VI).

Übergangsjahrgänge 1958 bis 1963

Für ältere Jahrgänge steigen die Grenzen noch stufenweise. Nach 45 Jahren und bei Schwerbehinderung liegen sie jeweils zwei Jahre unter der Regelaltersgrenze (§§ 236 bis 236b SGB VI):

JahrgangRegelalternach 45 Jahrenschwerbehindertmit 63
195866 Jahre64 Jahre64 Jahrefrühestens 61 Jahre10,8 %Abschlag
195966 Jahre und 2 Monate64 Jahre und 2 Monate64 Jahre und 2 Monatefrühestens 61 Jahre und 2 Monate11,4 %Abschlag
196066 Jahre und 4 Monate64 Jahre und 4 Monate64 Jahre und 4 Monatefrühestens 61 Jahre und 4 Monate12 %Abschlag
196166 Jahre und 6 Monate64 Jahre und 6 Monate64 Jahre und 6 Monatefrühestens 61 Jahre und 6 Monate12,6 %Abschlag
196266 Jahre und 8 Monate64 Jahre und 8 Monate64 Jahre und 8 Monatefrühestens 61 Jahre und 8 Monate13,2 %Abschlag
196366 Jahre und 10 Monate64 Jahre und 10 Monate64 Jahre und 10 Monatefrühestens 61 Jahre und 10 Monate13,8 %Abschlag
1964 und später67 Jahre65 Jahre65 Jahrefrühestens 62 Jahre14,4 %Abschlag

Alter ohne Abschlag. Die letzte Spalte zeigt den Abschlag, wenn du mit 35 Versicherungsjahren ab 63 gehst.

Rente mit 63: Altersrente für langjährig Versicherte

Mit 35 Versicherungsjahren kannst du ab 63 in Rente gehen (§ 36 SGB VI, für Jahrgänge vor 1964 § 236). Für jeden Monat vor der Regelaltersgrenze sinkt deine Rente um 0,3 %, ab Jahrgang 1964 also um bis zu 14,4 %. Was das in Euro bedeutet:

Rechenbeispiel 40 Entgeltpunkte, Rente mit 63 statt mit 67

Jahrgang 1964 oder jünger, Rentenwert ab Juli 2026, nur der Abschlag.

Rente mit 67: 40 Entgeltpunkte × 42,52 €
1.700,80 €
Zugangsfaktor mit 63: 1 − 48 × 0,003
0,856
Rente mit 63: 1.700,80 € × 0,856
1.455,88 €
Abschlag im Monat, lebenslang
−244,92 €

Dazu kommt, dass in den 4 Jahren bis zur Regelaltersgrenze keine Beiträge mehr fließen, wenn du aufhörst zu arbeiten. Rechnet man nur den Abschlag, haben die früheren Zahlungen den Verlust erst mit 90 Jahren und 10 Monaten aufgezehrt, ohne Steuern und Rentenerhöhungen gerechnet. Den doppelten Verlust aus Abschlag und fehlenden Beiträgen rechnet der Rentenabschlag-Rechner.

Den Abschlag kannst du ganz oder teilweise mit einer Ausgleichszahlung auffangen (§ 187a SGB VI). Grundlage ist eine besondere Rentenauskunft, die du nach deinem 50. Geburtstag beantragen kannst (§ 187a Abs. 1a). Im Beispiel kostet der volle Ausgleich 65.013 €. Gehst du am Ende doch später, erhöhen die gezahlten Beiträge deine Rente trotzdem.

Nach 45 Jahren: Rente mit 65 ohne Abschlag

Wer 45 Jahre zusammenbekommt, geht ab Jahrgang 1964 mit 65 Jahren ohne Abschlag in Rente (§ 38 SGB VI), ältere Jahrgänge früher (§ 236b SGB VI, Tabelle oben). Vorzeitig mit Abschlag lässt sich diese Rente nicht nehmen. Fehlen dir mit 65 noch Jahre, bleibt der Weg über die Rente für langjährig Versicherte, dann mit Abschlag.

Für die 45 Jahre zählen nicht alle Zeiten im Rentenkonto, sondern nur diese (§ 51 Abs. 3a und 4 SGB VI):

  • Pflichtbeiträge aus Arbeit, Ausbildung und Selbstständigkeit, auch aus einem Minijob mit Rentenbeiträgen, aus Kindererziehung, Pflege von Angehörigen, Wehr- oder Zivildienst
  • Kindererziehung bis zum zehnten Geburtstag (Berücksichtigungszeit)
  • Arbeitslosengeld, Krankengeld und Übergangsgeld, aber kein Arbeitslosengeld in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn, außer der Arbeitgeber ist insolvent oder hat den Betrieb ganz aufgegeben
  • freiwillige Beiträge, wenn du mindestens 18 Jahre Pflichtbeiträge aus Arbeit hast, in den letzten zwei Jahren vor der Rente nicht, wenn du zugleich arbeitslos warst
  • Ersatzzeiten, etwa rehabilitierte Haft in der DDR

Nicht mit zählen Schule und Studium, Grundsicherungsgeld (früher Bürgergeld) und Monate aus einem Versorgungsausgleich oder Rentensplitting (§ 51 Abs. 3a Satz 2). Verbindlich entscheidet die Rentenversicherung über die Anrechnung erst mit dem Rentenbescheid (§ 149 Abs. 5 Satz 4 SGB VI). Lass dir deshalb vorher in einer Rentenauskunft zeigen, wie viele Monate sie voraussichtlich anerkennt.

Schwerbehindert: ab 65 ohne Abschlag, ab 62 mit Abschlag

Mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 und 35 Versicherungsjahren gehst du ab Jahrgang 1964 mit 65 Jahren ohne Abschlag in Rente, frühestens mit 62 Jahren und dann 10,8 % Abschlag (§ 37 SGB VI, für ältere Jahrgänge § 236a). Es zählen dieselben Jahre wie bei der Rente mit 63.

Maßgeblich ist, dass du bei Beginn der Rente als schwerbehindert anerkannt bist (§ 37 Satz 1 Nr. 2 SGB VI). Eine Gleichstellung bei einem Grad von 30 oder 40 reicht nicht, weil das Gesetz auf § 2 Abs. 2 SGB IX verweist. Wird dein Grad vor Rentenbeginn unter 50 herabgesetzt, etwa nach einer Heilungsbewährung, giltst du noch bis zum Ende des dritten Monats als schwerbehindert, nachdem der Bescheid unanfechtbar geworden ist (§ 199 Abs. 1 SGB IX). Beginnt deine Rente noch in dieser Zeit, bist du bei Rentenbeginn weiter als schwerbehindert anerkannt. Sinkt der Grad erst nach dem Rentenbeginn, bleibt die bewilligte Rente, weil das Gesetz nur auf den Beginn abstellt.

Welche Jahre für die Rente zählen

Jeder Weg in die Rente hat eine Mindestzeit im Rentenkonto, die Wartezeit (§ 50 SGB VI). Was dafür zählt, ist verschieden:

  • 5 Jahre für die Regelaltersrente: Beitragszeiten, also Arbeit, Kindererziehungszeiten, Pflege, Wehr- oder Zivildienst, dazu Ersatzzeiten und Monate aus einem Versorgungsausgleich (§ 51 Abs. 1 und 4, § 52). Aus einem Minijob ohne eigene Rentenbeiträge zählt nur ein Teil der Monate (§ 52 Abs. 2).
  • 35 Jahre für die Rente mit 63 und bei Schwerbehinderung: alle rentenrechtlichen Zeiten, auch Schule ab 17 und Studium bis zu acht Jahre, Zeiten mit Arbeitslosengeld, Grundsicherungsgeld oder Krankheit und die Erziehung eines Kindes bis zum zehnten Geburtstag (§ 51 Abs. 3).
  • 45 Jahre für die abschlagsfreie Rente mit 65: nur die Zeiten aus dem Abschnitt Nach 45 Jahren.

Ob deine Jahre vollständig im Konto stehen, siehst du im Versicherungsverlauf. Ab 27 bekommst du jedes Jahr eine Renteninformation, ab 55 alle drei Jahre eine ausführlichere Rentenauskunft (§ 109 Abs. 1 SGB VI). Fehlen Zeiten, etwa eine Ausbildung oder ein Auslandsjahr, beantragst du eine Kontenklärung. Die geklärten Daten, die länger als sechs Jahre zurückliegen, stellt die Rentenversicherung per Bescheid fest (§ 149 Abs. 5 SGB VI). Das lohnt sich früh, weil Nachweise nach Jahrzehnten schwer zu finden sind. Wie viele Punkte deine Jahre bringen, zeigt der Rentenpunkte-Rechner.

Flexirente: Teilrente, Hinzuverdienst und länger arbeiten

Eine Hinzuverdienstgrenze für Altersrenten gibt es seit 2023 nicht mehr, du darfst also auch vor der Regelaltersgrenze unbegrenzt dazuverdienen. Für Erwerbsminderungsrenten gelten weiter Grenzen (§ 96a SGB VI). Statt der vollen Rente kannst du eine Teilrente von mindestens 10 % nehmen (§ 42 Abs. 1 SGB VI), etwa für einen gleitenden Übergang mit weniger Stunden. Arbeitest du neben einer vorgezogenen Rente weiter, zahlst du Rentenbeiträge. Die Punkte daraus kommen mit der Regelaltersgrenze dazu und danach jedes Jahr zum 1. Juli (§ 66 Abs. 3a SGB VI).

Später gehen: 0,5 % mehr je Monat

Für jeden Monat, den du nach der Regelaltersgrenze mit der Rente wartest, steigt sie um 0,5 %, lebenslang (§ 77 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchst. b SGB VI). Mit 40 Entgeltpunkten werden aus 1.700,80 € nach 12 Monaten 1.802,85 €. Bis die höhere Rente die entgangenen Zahlungen eingeholt hat, vergehen immer 200 Monate, also 16 Jahre und 8 Monate ab dem späteren Beginn, unabhängig davon, wie lange du wartest. Beiträge aus Arbeit in der Zeit kommen dazu.

Beziehst du schon die volle Rente und arbeitest nach der Regelaltersgrenze weiter, bist du rentenversicherungsfrei. Verzichtest du schriftlich oder elektronisch gegenüber deinem Arbeitgeber darauf, zahlst du weiter ein und deine Rente steigt jedes Jahr zum 1. Juli (§ 5 Abs. 4, § 66 Abs. 3a SGB VI). Seit 2026 bleibt Lohn ab dem Monat nach der Regelaltersgrenze bis 2.000 € im Monat steuerfrei, 24.000 € im Jahr, wenn der Arbeitgeber für dich Rentenbeiträge zahlt (Aktivrente, § 3 Nr. 21 EStG). Für Minijobs gilt das nicht. Netto und Steuerersparnis rechnet der Aktivrente-Rechner.

Krankenversicherung als Rentner

Wer gesetzlich versichert war, kommt als Rentner meist in die Krankenversicherung der Rentner. Voraussetzung: In der zweiten Hälfte deines Erwerbslebens warst du mindestens zu 90 % gesetzlich versichert, als Mitglied oder familienversichert (§ 5 Abs. 1 Nr. 11 SGB V). Für jedes Kind werden 3 Jahre angerechnet (§ 5 Abs. 2 Satz 3 SGB V).

In der Krankenversicherung der Rentner zahlst du Beiträge nur auf Rente, Betriebsrente und Arbeitseinkommen. Wer die Grenze nicht schafft, bleibt freiwillig versichert und zahlt auch auf Mieteinnahmen und Kapitalerträge. Das kann deutlich teurer werden. Was du zahlst, rechnet der KVdR-Rechner aus, wie viel Rente dir bleibt, der Rentenrechner.

Häufige Fragen

Kann ich mit 60 in Rente gehen?
Mit einer Altersrente nicht mehr. Die Altersrente für Frauen ab 60 und die Rente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit gab es nur für Jahrgänge vor 1952 (§§ 237, 237a SGB VI). Ab Jahrgang 1964 geht eine Altersrente frühestens mit 62 Jahren, bei Schwerbehinderung und 35 Versicherungsjahren, sonst mit 63 Jahren. Wer vorher aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, bekommt unter Umständen eine Erwerbsminderungsrente.
Was ist der Unterschied zwischen Regelaltersgrenze und Renteneintrittsalter?
Die Regelaltersgrenze ist das Alter, ab dem du die Regelaltersrente ohne Abschlag bekommst, ab Jahrgang 1964 sind das 67 Jahre (§ 35 SGB VI). Das Renteneintrittsalter ist das Alter, mit dem deine Rente tatsächlich beginnt. Es kann davor liegen, mit Abschlag oder über die Rente nach 45 Jahren, oder danach, dann mit 0,5 % Zuschlag für jeden späteren Monat.
Wird die Regelaltersgrenze weiter steigen?
Nach geltendem Recht nicht. Für alle ab Jahrgang 1964 bleibt es bei 67 Jahren (§ 35 Satz 2 SGB VI). Eine höhere Grenze bräuchte ein neues Gesetz.
Kann ich von der Rente mit Abschlag später in eine abschlagsfreie wechseln?
Nein. Ist eine Altersrente bindend bewilligt, ist der Wechsel in eine andere Altersrente ausgeschlossen, auch in die abschlagsfreie nach 45 Jahren (§ 34 Abs. 2 SGB VI). Der niedrigere Zugangsfaktor bleibt lebenslang (§ 77 Abs. 3 SGB VI). Lass deine Zeiten deshalb vor dem Antrag in einer Rentenauskunft prüfen.
Zählt das Studium für die Rente?
Für die 35 Jahre ja: Schule ab 17, Fachschule und Studium zählen als Anrechnungszeit, zusammen höchstens acht Jahre (§ 58 Abs. 1 Nr. 4 SGB VI). Für die 45 Jahre zählen sie nicht, und die Rente erhöhen Schul- und Studienzeiten auch nicht (§ 74 Satz 4 SGB VI).
Zählen Monate aus dem Versorgungsausgleich für die Wartezeit?
Für die 5 und die 35 Jahre ja. Die Rentenversicherung rechnet die übertragenen Entgeltpunkte in Monate um, je Monat 0,0313 Punkte (§ 52 Abs. 1 SGB VI). Für die 45 Jahre zählen sie nicht (§ 51 Abs. 3a Satz 2). Wie der Ausgleich die Rente verändert, zeigt der Versorgungsausgleich-Rechner.
Wann kommt die erste Rente aufs Konto?
Am Ende des ersten Rentenmonats. Die Rente wird am letzten Bankarbeitstag des Monats gezahlt, für den sie bestimmt ist (§ 118 Abs. 1 SGB VI). Beginnt deine Rente am 1. Juli, kommt das erste Geld Ende Juli. Plan den Übergang vom letzten Gehalt entsprechend.
Muss ich mit der Regelaltersgrenze aufhören zu arbeiten?
Nein. Der Anspruch auf Altersrente ist kein Kündigungsgrund (§ 41 Abs. 1 SGB VI). Viele Arbeits- und Tarifverträge enden aber mit der Regelaltersgrenze, eine solche Vereinbarung braucht Textform (§ 41 Abs. 3). Ihr könnt das Ende während des Arbeitsverhältnisses hinausschieben, auch mehrfach. Danach darf dich dein Arbeitgeber auch ohne Sachgrund befristet weiterbeschäftigen, obwohl du schon bei ihm warst, insgesamt höchstens 8 Jahre mit bis zu 12 Verträgen (§ 41 Abs. 2).
Wie wird meine Rente besteuert?
Steuerpflichtig ist ein Anteil, der vom Jahr deines Rentenbeginns abhängt: 84 % bei Beginn 2026, 86 % bei Beginn 2030, 91 % bei Beginn 2040, ab 2058 die ganze Rente. Der steuerfreie Teil gilt ab dem Jahr nach dem Rentenbeginn für die ganze Laufzeit (§ 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG). Ob tatsächlich Steuer anfällt, hängt von deinen übrigen Einkünften ab, das rechnet der Rentenbesteuerungs-Rechner.
Was gilt, wenn ich vor der Rente erwerbsgemindert werde?
Dann kommt eine Erwerbsminderungsrente infrage: voll, wenn du weniger als drei Stunden täglich arbeiten kannst, teilweise bei weniger als sechs Stunden. Du brauchst die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren und drei Jahre Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren (§ 43 SGB VI). Der Abschlag beträgt höchstens 10,8 % (§ 77 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3). Mit der Regelaltersgrenze geht sie in die Regelaltersrente über, die Wartezeit gilt dafür als erfüllt (§ 50 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1). Die Höhe zeigt der Erwerbsminderungsrente-Rechner.

Quellen

  1. § 235 SGB VI: Regelaltersgrenze der Jahrgänge 1947 bis 1963 gesetze-im-internet.de
  2. §§ 35 bis 38 SGB VI: Altersrenten ab Jahrgang 1964: 67, 63, 65 und 62 gesetze-im-internet.de
  3. § 236 SGB VI: Langjährig Versicherte, Jahrgänge vor 1964 gesetze-im-internet.de
  4. § 236a SGB VI: Schwerbehinderte Menschen, Jahrgänge vor 1964 gesetze-im-internet.de
  5. § 236b SGB VI: Nach 45 Jahren, Jahrgänge vor 1964 gesetze-im-internet.de
  6. §§ 50 bis 52 SGB VI: Wartezeiten und was auf sie zählt gesetze-im-internet.de
  7. § 77 SGB VI: Zugangsfaktor: Abschlag und Zuschlag gesetze-im-internet.de
  8. § 99 SGB VI: Rentenbeginn und Antragsfrist gesetze-im-internet.de
  9. §§ 187, 188 BGB: Berechnung des Lebensalters gesetze-im-internet.de
  10. § 118 SGB VI: Auszahlung am Monatsende gesetze-im-internet.de
  11. § 109 SGB VI: Renteninformation und Rentenauskunft gesetze-im-internet.de
  12. § 149 SGB VI: Versicherungskonto und Kontenklärung gesetze-im-internet.de
  13. § 187a SGB VI: Ausgleichszahlung für Abschläge gesetze-im-internet.de
  14. § 2 und § 199 SGB IX: Schwerbehinderung und ihr Ende gesetze-im-internet.de
  15. §§ 34, 42 SGB VI: Kein Wechsel nach Bewilligung, Teilrente gesetze-im-internet.de
  16. § 66 und § 5 SGB VI: Beiträge neben der Rente (Abs. 3a), Verzicht auf Versicherungsfreiheit gesetze-im-internet.de
  17. § 41 SGB VI: Altersrente und Ende des Arbeitsverhältnisses gesetze-im-internet.de
  18. § 3 Nr. 21 EStG: Aktivrente gesetze-im-internet.de
  19. § 22 EStG: Besteuerungsanteil nach Jahr des Rentenbeginns gesetze-im-internet.de
  20. § 5 SGB V: Krankenversicherung der Rentner, Abs. 1 Nr. 11 und Abs. 2 gesetze-im-internet.de

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