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Rentenrechner 2026

Ein Entgeltpunkt bringt seit 1. Juli 2026 42,52 € Rente im Monat. Wer 45 Jahre lang genau den Durchschnitt verdient hat, bekommt 1.913,40 € brutto. Beginnt die Rente 2026 und gibt es keine weiteren Einkünfte, bleiben nach Kranken- und Pflegeversicherung und Steuer 1.618,93 €. Der Rechner nimmt deine Entgeltpunkte aus der Renteninformation, rechnet bis zum Rentenbeginn hoch und zeigt Abschlag, Brutto und Netto.

Stand: So werden die Rechner geprüft

Rentenrechner

Deine Rente brutto im Monat

1.570,30 €

ab Juli 2033 mit 67 Jahren · Regelaltersrente

36,93 Entgeltpunkte mal 42,52 € ergeben die Bruttorente. Nach Kranken- und Pflegeversicherung und Steuer bleiben etwa 1.354,79 €.

  1. Rente brutto1.570,30 €100 %
  2. Kranken- und Pflegeversicherung−193,93 €12 %
  3. Steuer−21,58 €1 %
  4. Netto1.354,79 €86 %
Entgeltpunkte
36,93
Zugangsfaktor
1,000

So setzt sich deine Rente zusammen

Entgeltpunkte bisher
30,0000
Bis zur Rente: 90 Monate mit 0,9241 Punkten im Jahr
+ 6,9308
Entgeltpunkte zusammen
36,9308
Zugangsfaktor (ohne Abschlag)
× 1,000
Rentenartfaktor Altersrente
× 1,0
Aktueller Rentenwert
× 42,52 €
Rente brutto
1.570,30 €
Krankenversicherung (8,75 %)
− 137,40 €
Pflegeversicherung (3,6 %)
− 56,53 €
Überweisung der Rentenversicherung
1.376,37 €
Einkommensteuer (87,5 % steuerpflichtig), je Monat
− 21,58 €
Netto im Monat
1.354,79 €

Kranken- und Pflegeversicherung als Pflichtmitglied der Krankenversicherung der Rentner mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 %. Die Steuer behält die Rentenversicherung nicht ein, sie kommt mit der Steuererklärung. Gerechnet für Alleinstehende ohne weitere Einkünfte.

Früher oder später in Rente?

BeginnBruttoNetto
Juli 2029, 14,4 % Abschlag1.209,63 €1.060,24 €
Juli 20331.570,30 €1.354,79 €
Juli 2034, 6 % Zuschlag1.706,17 €1.453,63 €
Juli 2035, 12 % Zuschlag1.846,75 €1.552,85 €
Juli 2036, 18 % Zuschlag1.992,05 €1.652,12 €

Gut zu wissen · Die Rente beginnt im Monat nach dem Geburtstag. Stell den Antrag spätestens drei Monate danach, sonst zahlt die Rentenversicherung erst ab dem Antragsmonat (§ 99 SGB VI).

Auf dieser Seite
  1. So wird gerechnet
  2. Rentenwert und Werte 2026
  3. Wann du in Rente gehen kannst
  4. Rente mit 63, 67 oder 70
  5. Brutto, netto und Rente nach Gehalt
  6. Grundrente
  7. Abschlag ausgleichen, länger arbeiten
  8. Häufige Fragen
  9. Quellen

So wird die Rente berechnet

Jede Altersrente entsteht aus derselben Formel in § 64 SGB VI. Vier Zahlen werden miteinander multipliziert:

Monatsrente = Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × Rentenartfaktor × aktueller Rentenwert

  1. EntgeltpunkteJedes Jahr teilt die Rentenversicherung deinen versicherten Verdienst durch das Durchschnittsentgelt aller Versicherten (§ 70 SGB VI), 2026 vorläufig 51.944 €. Verdienst du genau so viel, bekommst du einen Punkt, mit dem halben Betrag einen halben. Mehr als 1,9521 Punkte im Jahr sind nicht drin, weil Beiträge nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 101.400 € anfallen. Punkte gibt es auch für Kindererziehung, Pflege, Arbeitslosengeld und Krankengeld.
  2. ZugangsfaktorEr ist 1,0, wenn die Rente mit der Regelaltersgrenze beginnt. Für jeden Monat früher sinkt er um 0,003, für jeden Monat später steigt er um 0,005 (§ 77 SGB VI). Das sind 0,3 % Abschlag und 0,5 % Zuschlag je Monat.
  3. RentenartfaktorFür Altersrenten 1,0 (§ 67 SGB VI). Renten wegen Erwerbsminderung und für Hinterbliebene haben eigene Faktoren, dafür gibt es den Rechner für die Erwerbsminderungsrente und den Witwenrente-Rechner.
  4. Aktueller RentenwertSo viel ist ein Punkt im Monat wert: seit 1. Juli 2026 42,52 €, vorher 40,79 €. Die Bundesregierung passt den Rentenwert jedes Jahr zum 1. Juli an, vor allem nach der Lohnentwicklung (§ 68 SGB VI), zuletzt um 4,24 %. Was davon netto ankommt, zeigt der Rentenerhöhung-Rechner.

Wer 45 Jahre lang durchschnittlich verdient hat, kommt auf 45 Punkte und damit auf 1.913,40 € brutto. Diese Standardrente ist die Rechengröße, mit der das Gesetz das Rentenniveau misst (§ 154a SGB VI). Deine eigenen Punkte stehen in der Renteninformation, der Rechner schreibt sie mit deinem heutigen Gehalt bis zum Rentenbeginn fort. Künftige Lohn- und Rentenerhöhungen rechnet er wie die Renteninformation nicht ein, alle Beträge sind also in heutigen Werten.

Rentenwert und Rechengrößen 2026

Rechengröße2026Grundlage
Aktueller Rentenwert seit 1. Juli 202642,52 €§ 1 RWBestV 2026
Rentenwert vom 1. Juli 2025 bis 30. Juni 202640,79 €§ 1 RWBestV 2025
Durchschnittsentgelt 2026, vorläufig (bringt 1 Entgeltpunkt)51.944 €Anlage 1 SGB VI
Beitragsbemessungsgrenze im Jahr (8.450 € im Monat)101.400 €Anlage 2 SGB VI
Höchstens Entgeltpunkte im Jahr1,9521§ 70 Abs. 1 SGB VI
Standardrente mit 45 Entgeltpunkten1.913,40 €§ 154a Abs. 2 SGB VI
Abschlag je Monat früher, Zuschlag je Monat später0,3 % / 0,5 %§ 77 Abs. 2 SGB VI
Kranken- und Pflegebeitrag, dein Anteil8,75 % + 3,6 %§ 249a SGB V, § 59 SGB XI
Steuerpflichtiger Anteil bei Rentenbeginn 202684 %§ 22 Nr. 1 EStG

Kranken- und Pflegebeitrag mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag 2026. Ohne Kinder beträgt der Pflegebeitrag 4,2 %.

Für das Kalenderjahr deines Rentenbeginns und das Jahr davor bleibt es beim vorläufigen Durchschnittsentgelt (§ 70 Abs. 1 SGB VI). Für alle früheren Jahre setzt die Rentenversicherung das endgültige an, sobald es feststeht.

Wann du in Rente gehen kannst

Ohne Abschlag gibt es die Rente ab der Regelaltersgrenze. Sie steigt Jahrgang für Jahrgang und liegt ab Jahrgang 1964 bei 67 Jahren (§ 35 und § 235 SGB VI). Der Jahrgang 1964 erreicht sie im Jahr 2031, dann ist die Anhebung abgeschlossen. Früher geht es mit drei Altersrenten, für die du eine Mindestversicherungszeit brauchst:

  • Langjährig Versicherte, 35 Jahre: ab 63, mit 0,3 % Abschlag für jeden Monat vor der Regelaltersgrenze (§ 36 und § 236 SGB VI). Ab Jahrgang 1964 sind das bis zu 14,4 %.
  • Besonders langjährig Versicherte, 45 Jahre: ohne Abschlag ab 65, für ältere Jahrgänge etwas früher (§ 38 und § 236b SGB VI). Vorzeitig mit Abschlag gibt es diese Rente nicht. Es zählen Pflichtbeiträge aus Arbeit und Pflege, Kindererziehung bis zum zehnten Geburtstag und Krankengeld, Arbeitslosengeld I aber nicht in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn (§ 51 Abs. 3a SGB VI).
  • Schwerbehinderte Menschen, 35 Jahre: mit einem Grad der Behinderung ab 50 ohne Abschlag ab 65, frühestens ab 62 mit bis zu 10,8 % Abschlag (§ 37 und § 236a SGB VI).
JahrgangRegelaltersgrenzeFrühestens, 35 JahreOhne Abschlag nach 45 JahrenSchwerbehindert ohne Abschlag
195966 Jahre und 2 Monate63 Jahrebis 11,4 % Abschlag64 Jahre und 2 Monate64 Jahre und 2 Monatemit Abschlag ab 61 Jahren und 2 Monaten
196066 Jahre und 4 Monate63 Jahrebis 12 % Abschlag64 Jahre und 4 Monate64 Jahre und 4 Monatemit Abschlag ab 61 Jahren und 4 Monaten
196166 Jahre und 6 Monate63 Jahrebis 12,6 % Abschlag64 Jahre und 6 Monate64 Jahre und 6 Monatemit Abschlag ab 61 Jahren und 6 Monaten
196266 Jahre und 8 Monate63 Jahrebis 13,2 % Abschlag64 Jahre und 8 Monate64 Jahre und 8 Monatemit Abschlag ab 61 Jahren und 8 Monaten
196366 Jahre und 10 Monate63 Jahrebis 13,8 % Abschlag64 Jahre und 10 Monate64 Jahre und 10 Monatemit Abschlag ab 61 Jahren und 10 Monaten
ab 196467 Jahre63 Jahrebis 14,4 % Abschlag65 Jahre65 Jahremit Abschlag ab 62 Jahren

§§ 235, 236, 236a und 236b SGB VI, ab Jahrgang 1964 §§ 35 bis 38. Nicht enthalten sind die Sonderregeln für Bergleute mit Anpassungsgeld.

Die Rente beginnt im Monat nach dem Geburtstag, an dem du die Altersgrenze erreichst (§ 99 Abs. 1 SGB VI). Wer am Ersten eines Monats Geburtstag hat, vollendet das Lebensjahr schon am Vortag (§ 187 Abs. 2 und § 188 Abs. 2 BGB) und bekommt die Rente einen Monat früher.

Der Abschlag bleibt

Ein Abschlag gilt für die ganze Rentenzeit, auch nach der Regelaltersgrenze. Stirbst du, gilt er auch für die Witwen- oder Witwerrente aus deiner Rente (§ 77 Abs. 3 SGB VI).

Rente mit 63, 67 oder 70

Jahrgang 1964, im Juni geboren, 38 Entgeltpunkte laut Renteninformation Ende 2025 und bis zur Rente 50.000 € brutto im Jahr. So hoch ist die Rente je nach Beginn, gerechnet mit dem Rechner oben:

Rentenbeginn mitZugangsfaktorEntgeltpunkteBruttoNetto
63 JahrenJuli 20270,85614,4 % Abschlag39,441.435,65 €1.258,35 €
64 JahrenJuli 20280,89210,8 % Abschlag40,411.532,53 €1.332,51 €
65 JahrenJuli 20290,9287,2 % Abschlag41,371.632,36 €1.406,77 €
66 JahrenJuli 20300,9643,6 % Abschlag42,331.735,15 €1.481,43 €
67 JahrenJuli 20311,000Regelaltersgrenze43,291.840,87 €1.556,60 €
68 JahrenJuli 20321,0606 % Zuschlag44,261.994,71 €1.663,53 €
69 JahrenJuli 20331,12012 % Zuschlag45,222.153,46 €1.771,43 €
70 JahrenJuli 20341,18018 % Zuschlag46,182.317,12 €1.881,53 €

Heutige Werte, keine Rentenerhöhungen. Netto nach Kranken- und Pflegeversicherung und Einkommensteuer, alleinstehend, mit Kindern, ohne weitere Einkünfte und ohne Kirchensteuer.

Bruttorente nach Rentenbeginn, Jahrgang 1964 Bruttorente je Monat nach Alter bei Rentenbeginn, Jahrgang 1964: mit 63 1.435,65 €, mit 67 1.840,87 €, mit 70 2.317,12 €. Gerechnet in heutigen Werten mit 38 Entgeltpunkten Ende 2025 und 50.000 € Bruttogehalt im Jahr bis zum Rentenbeginn. 0 €500 €1.000 €1.500 €2.000 €2.500 € 1.4361.5331.6321.7351.8411.9952.1532.317 6364656667686970
Regelaltersgrenze früher oder später waagerecht: Alter bei Rentenbeginn, senkrecht: Rente brutto im Monat in Euro

Mit 63 fehlen gegenüber 67 zwei Dinge: 3,85 Entgeltpunkte aus 4 Jahren Arbeit und 14,4 % Abschlag. Zusammen sind das 405,22 € weniger im Monat, ein Minus von 22 %, und zwar für immer. Netto bleiben 1.258,35 € statt 1.556,60 €. Wer bis 70 arbeitet, bekommt 476,25 € mehr als mit 67.

Hätte derselbe Versicherte 45 Beitragsjahre, könnte er mit 65 ohne Abschlag gehen und bekäme 1.759,01 € brutto. Ob du auf 45 oder 35 Jahre kommst, steht in deinem Versicherungsverlauf, den du bei der Rentenversicherung anfordern kannst.

Was von der Rente übrig bleibt

Von der Bruttorente behält die Rentenversicherung die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ein. In der Krankenversicherung der Rentner zahlst du die Hälfte des allgemeinen Beitrags (7,3 %) und die Hälfte des Zusatzbeitrags deiner Kasse, im Schnitt 1,45 %. Die andere Hälfte trägt die Rentenversicherung (§ 249a SGB V). Den Pflegebeitrag von 3,6 % zahlst du allein, ohne Kinder 4,2 % (§ 59 SGB XI). Wie die Kasse bei Betriebsrenten und freiwillig Versicherten rechnet, zeigt der KVdR-Rechner.

Steuern zieht die Rentenversicherung nicht ab, sie kommen mit der Steuererklärung. Steuerpflichtig ist bei Rentenbeginn 2026 ein Anteil von 84 %, der Rest bleibt lebenslang als fester Betrag steuerfrei (§ 22 EStG). Ob tatsächlich Steuer anfällt, hängt von deinen übrigen Einkünften ab, das rechnet der Rentenbesteuerungs-Rechner genauer.

Rechenbeispiel Standardrente: 45 Entgeltpunkte, Rentenbeginn 2026

Alleinstehend, gesetzlich versichert, mit Kindern, keine weiteren Einkünfte, ohne Kirchensteuer.

45 Entgeltpunkte × 42,52 €
1.913,40 €
− Krankenversicherung 8,75 %
167,42 €
− Pflegeversicherung 3,6 %
68,88 €
= Überweisung der Rentenversicherung
1.677,10 €
− Einkommensteuer, 698 € im Jahr
58,17 €
Netto im Monat
1.618,93 €

Rente nach Gehalt

So viel Rente bringt ein gleichbleibendes Monatsgehalt nach 40 und nach 45 Jahren, gerechnet mit den Werten von 2026:

Brutto im MonatEntgeltpunkte im JahrRente nach 40 JahrenRente nach 45 JahrenNetto nach 45 Jahren
2.000 €0,4620785,77 €883,99 €774,82 €
2.500 €0,5775982,21 €1.104,99 €968,52 €
3.000 €0,69311.178,82 €1.326,18 €1.162,40 €
3.500 €0,80861.375,27 €1.547,18 €1.346,10 €
4.000 €0,92411.571,71 €1.768,17 €1.512,56 €
4.328,67 €Durchschnittsentgelt1,00001.700,80 €1.913,40 €1.618,93 €
5.000 €1,15511.964,59 €2.210,17 €1.829,54 €
6.000 €1,38612.357,48 €2.652,16 €2.137,79 €
8.450 €Beitragsbemessungsgrenze1,95213.320,13 €3.735,15 €2.875,43 €

Zwölf Monatsgehälter ohne Sonderzahlungen, Verdienst im Verhältnis zum Durchschnitt das ganze Berufsleben gleich, Rente ohne Abschlag. Netto bei Rentenbeginn 2026 wie im Beispiel oben. Bei mindestens 33 Jahren mit niedrigem Verdienst kann ein Grundrentenzuschlag dazukommen (§ 76g SGB VI).

Grundrente: Zuschlag bei langer Arbeit mit kleinem Lohn

Die Grundrente ist keine eigene Rente, sondern ein Zuschlag an Entgeltpunkten. Du bekommst ihn, wenn du mindestens 33 Jahre Grundrentenzeiten hast: Pflichtbeiträge aus Arbeit, Kindererziehung und Pflege, aber nicht Zeiten mit Arbeitslosengeld (§ 76g Abs. 1 und 2 SGB VI). Gezählt werden nur Monate, in denen du mindestens 0,025 Entgeltpunkte erworben hast, rund 30 % des Durchschnittsverdiensts (Abs. 3).

  1. Durchschnitt bildenEntgeltpunkte aller gezählten Monate geteilt durch ihre Zahl.
  2. Verdoppeln, mit DeckelDer Zuschlag ist so hoch wie der Durchschnitt, aber nur, bis das Doppelte den Höchstwert erreicht: 0,0334 Punkte je Monat bei 33 Jahren, 0,0667 ab 35 Jahren, dazwischen gestaffelt (Abs. 4).
  3. Kürzen und hochrechnenDen Wert mal 0,875 und mal die Zahl der Monate, höchstens 420.
  4. Einkommen prüfenLiegt dein übriges Einkommen über den Freibeträgen, wird es zum Teil angerechnet (§ 97a SGB VI).
Rechenbeispiel 35 Jahre mit 0,03 Entgeltpunkten im Monat

Das entspricht etwa 36 % des Durchschnittsverdiensts, zum Beispiel einer Teilzeitstelle über viele Jahre.

Durchschnitt je Monat
0,0300 EP
Verdoppelt 0,0600, unter dem Höchstwert von 0,0667, also Zuschlag in Höhe des Durchschnitts
0,0300 EP
× 0,875 = 0,0263, × 420 Monate
11,0460 EP
Grundrentenzuschlag im Monat, brutto, vor der Einkommensprüfung
469,68 €

Die eigentliche Rente aus 35 Jahren mit diesem Verdienst beträgt 535,75 €, mit Zuschlag 1.005,43 € brutto im Monat.

Wie hoch dein Zuschlag mit deinen Jahren und deinem Verdienst ausfällt und wie viel Einkommen angerechnet wird, rechnet der Grundrente-Rechner, mit allen Höchstwerten zwischen 33 und 35 Jahren.

Abschlag ausgleichen oder länger arbeiten

Einen Abschlag kannst du vorab abkaufen. Ab 50 rechnet dir die Rentenversicherung in einer Rentenauskunft aus, wie viel du für deinen geplanten Rentenbeginn höchstens zahlen kannst (§ 187a SGB VI). Zahlen darfst du in Raten bis zur Regelaltersgrenze. Für jeden fehlenden persönlichen Entgeltpunkt kostet das 2026 9.661,58 €, geteilt durch den Zugangsfaktor.

Rechenbeispiel Abschlag ausgleichen: 40 Entgeltpunkte, Rente mit 63 statt 67
Rente mit 67: 40 Entgeltpunkte × 42,52 €
1.700,80 €
Rente mit 63: Zugangsfaktor 0,856
1.455,88 €
= Abschlag im Monat
244,92 €
Geminderte persönliche Entgeltpunkte: 40 × 14,4 %
5,7600
× Preis je Punkt: 9.661,58 € ÷ 0,856
11.286,90 €
Ausgleichszahlung höchstens
65.012,54 €

Ohne Rentenerhöhungen, Steuern und Zinsen dauert es rund 22 Jahre, bis die höhere Rente die Zahlung wieder eingespielt hat. Die Zahlung ist ein Rentenbeitrag und damit als Altersvorsorge absetzbar (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG), zusammen mit deinen übrigen Rentenbeiträgen bis 30.826 € im Jahr. Teilzahlungen über mehrere Jahre helfen, diese Grenze nicht zu überschreiten.

Umgekehrt bringt jeder Monat nach der Regelaltersgrenze 0,5 % mehr Rente. Solange du arbeitest und noch keine Vollrente beziehst, zahlst du außerdem weiter Beiträge und sammelst Punkte. Seit 1. Januar 2026 bleibt Arbeitslohn nach der Regelaltersgrenze bis 24.000 € im Jahr steuerfrei, also 2.000 € im Monat, wenn der Arbeitgeber dafür Rentenbeiträge zahlt (§ 3 Nr. 21 EStG, Aktivrentengesetz vom 22. Dezember 2025). Das gilt für Arbeitnehmer, nicht für Selbstständige. Was dir dann vom Lohn bleibt, zeigt der Aktivrente-Rechner.

Eine Hinzuverdienstgrenze gibt es bei Altersrenten seit 2023 nicht mehr. Du kannst also auch mit einer vorgezogenen Rente unbegrenzt weiterarbeiten, der Abschlag bleibt trotzdem. Möglich ist auch eine Teilrente ab 10 % der vollen Rente (§ 42 SGB VI).

Rentenauskunft anfordern

Die Rentenauskunft mit dem Betrag für die Ausgleichszahlung gibt es ab 50 auf Antrag (§ 187a Abs. 1a SGB VI). Gehst du am Ende doch später, erhöhen die gezahlten Beiträge deine Rente als zusätzliche Entgeltpunkte (§ 76a SGB VI). Zurückgezahlt werden sie nicht.

Häufige Fragen

Wer bekommt die Grundrente?
Wer mindestens 33 Jahre Grundrentenzeiten hat, also Pflichtbeiträge aus Arbeit, Kindererziehung oder Pflege, und dabei wenig verdient hat (§ 76g SGB VI). Zeiten mit Arbeitslosengeld zählen nicht mit. Beantragen musst du nichts, die Rentenversicherung prüft das von selbst und gleicht dein Einkommen über die Finanzverwaltung ab (§ 97a SGB VI). Das Rechenbeispiel steht im Abschnitt zur Grundrente.
Darf ich neben der Altersrente unbegrenzt dazuverdienen?
Ja. Seit dem 1. Januar 2023 gibt es für Altersrenten keine Hinzuverdienstgrenze mehr, auch nicht vor der Regelaltersgrenze. Für Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten gelten weiter Grenzen, die zeigen der EM-Rente-Rechner und der Witwenrente-Rechner.
Wo finde ich meine Entgeltpunkte?
Auf der Rückseite der Renteninformation, die du ab 27 jedes Jahr bekommst, im Abschnitt „Rentenbeiträge und Entgeltpunkte". Ab 55 kommt alle drei Jahre stattdessen eine Rentenauskunft mit allen gespeicherten Zeiten (§ 109 SGB VI). Du kannst die Punkte auch ausrechnen: Teile die „bislang erreichte Rentenanwartschaft" von der Vorderseite durch den Rentenwert, der im Schreiben genannt ist.
Warum nennt meine Renteninformation einen anderen Betrag?
Sie rechnet bis zur Regelaltersgrenze mit dem Durchschnitt deiner letzten fünf Beitragsjahre, der Rechner mit dem Gehalt, das du eingibst. Für das letzte Jahr kennt die Rentenversicherung nur ein vorläufiges Durchschnittsentgelt, der endgültige Wert verschiebt deine Punkte später ein wenig. Schreiben aus der ersten Jahreshälfte 2026 nennen außerdem noch den alten Rentenwert von 40,79 €.
Wann wird die Rente ausgezahlt?
Am Ende des Monats, für den sie gezahlt wird, am letzten Bankarbeitstag (§ 118 Abs. 1 SGB VI). Beginnt deine Rente im Juli, kommt das erste Geld also Ende Juli. Nur wer schon vor April 2004 Rente bekam, erhält sie weiterhin am Ende des Vormonats (§ 272a SGB VI).
Wann muss ich die Rente beantragen?
Die Altersrente gibt es nur auf Antrag. Stellst du ihn spätestens bis zum Ende des dritten Monats, nachdem du die Voraussetzungen erfüllst, zahlt die Rentenversicherung ab dem ersten möglichen Monat. Bei einem späteren Antrag beginnt die Rente erst mit dem Antragsmonat (§ 99 Abs. 1 SGB VI). Am besten stellst du den Antrag etwa drei Monate vor dem Wunschtermin, damit das Geld pünktlich kommt.
Was ändert das Rentenpaket 2025?
Das Gesetz zur Stabilisierung des Rentenniveaus vom 22. Dezember 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 362) hält das Rentenniveau vor Steuern bis zum 1. Juli 2031 bei mindestens 48 % (§ 255e SGB VI). Außerdem zählen für Kinder, die vor 1992 geboren sind, künftig 3 statt 2,5 Jahre Kindererziehung. Das sind 0,5 Entgeltpunkte mehr je Kind, heute 21,26 € im Monat. Der Anspruch gilt ab 1. Januar 2027, ausgezahlt wird ab 2028, für 2027 mit Nachzahlung. Wer schon Rente bekommt, muss dafür nichts beantragen.
Bekomme ich Rente, wenn ich nur wenige Jahre eingezahlt habe?
Für die Regelaltersrente reichen 5 Jahre mit Beitragszeiten (§ 50 Abs. 1 SGB VI). Kindererziehung zählt mit, für ein ab 1992 geborenes Kind sind das 3 Jahre. Fehlt etwas, kannst du mit freiwilligen Beiträgen auffüllen (§ 7 SGB VI) oder dir nach der Regelaltersgrenze deinen Anteil an den Beiträgen erstatten lassen (§ 210 SGB VI).

Quellen

  1. § 64 SGB VI: Rentenformel gesetze-im-internet.de
  2. § 77 SGB VI: Zugangsfaktor: Abschlag und Zuschlag gesetze-im-internet.de
  3. § 235 SGB VI: Regelaltersgrenze nach Geburtsjahr, dazu §§ 236 bis 236b für die früheren Altersrenten gesetze-im-internet.de
  4. Rentenwertbestimmungsverordnung 2026: aktueller Rentenwert ab 1. Juli 2026 gesetze-im-internet.de
  5. § 187a SGB VI: Ausgleichszahlung für Abschläge gesetze-im-internet.de
  6. BGBl. 2025 I Nr. 362: Gesetz zur Stabilisierung des Rentenniveaus und zur vollständigen Gleichstellung der Kindererziehungszeiten recht.bund.de
  7. Deutsche Rentenversicherung: Mütterrente III: Anspruch ab 2027, Auszahlung ab 2028 deutsche-rentenversicherung.de
  8. § 3 Nr. 21 EStG: Aktivrente: steuerfreier Arbeitslohn nach der Regelaltersgrenze gesetze-im-internet.de
  9. Deutsche Rentenversicherung: Die Renteninformation: wo Entgeltpunkte und Prognose stehen deutsche-rentenversicherung.de
  10. Deutsche Rentenversicherung: Hinzuverdienst seit 2023: keine Grenze mehr bei Altersrenten deutsche-rentenversicherung.de

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