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VBL-Rechner 2026

Der VBL-Rechner schätzt deine Zusatzrente im öffentlichen Dienst aus der Pflichtversicherung VBLklassik. Jeder Versorgungspunkt ist bei Rentenbeginn 4 € Monatsrente wert. Wie viele Punkte ein Jahr bringt, hängt von Entgelt und Alter ab. Mit 48.000 € im Jahr ab 30 kommst du bis 67 auf 187,60 Punkte, also 750,40 € Betriebsrente im Monat. Kommunale Zusatzversorgungskassen wie die ZVK Thüringen rechnen nach demselben Punktemodell.

Stand: So werden die Rechner geprüft

VBL-Rechner

VBL-Betriebsrente brutto im Monat

750,40 €

187,60 Versorgungspunkte × 4,00 €

Mit 187,60 neuen Punkten aus 37 Jahren ergibt sich eine Betriebsrente von 750,40 € im Monat, zusätzlich zur gesetzlichen Rente. Nach Kranken- und Pflegeversicherung bleiben 626,68 € vor Steuer.

Altersfaktor heute
2,0
Punkte dieses Jahr
8,00
Nach KV/PV
626,68 €

Warum früh mehr zählt · Derselbe Verdienst bringt mit 25 Jahren dreimal so viele Punkte wie mit 64 (Altersfaktor 2,4 statt 0,8). Laufende Renten steigen jedes Jahr zum 1. Juli um 1 %. Steuern sind nicht abgezogen, sie hängen von deinem gesamten Einkommen im Alter ab.

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Kopier den Code an die Stelle deiner Seite, an der der Rechner stehen soll. Er läuft dann bei dir, kostenlos, ohne Werbung und ohne Statistik, und rechnet immer mit den aktuellen Werten. Der Link zu RechnerCheck unter dem Rechner muss drinbleiben. Alle Rechner zum Einbinden

Auf dieser Seite
  1. So rechnet die VBL
  2. Altersfaktor-Tabelle
  3. Zusatzrente nach Entgeltgruppe
  4. Werte und Umlage 2026
  5. Beispiele und Durchschnitt
  6. Abschlag, Beiträge, Steuer
  7. Wartezeit und Antrag
  8. Startgutschrift vor 2002
  9. VBLextra
  10. VBL oder ZVK
  11. Häufige Fragen
  12. Quellen

So rechnet die VBL: Versorgungspunkte Schritt für Schritt

Die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) zahlt den Tarifbeschäftigten der beteiligten Arbeitgeber, vor allem von Bund und Ländern, eine Betriebsrente zusätzlich zur gesetzlichen Rente. Die Pflichtversicherung heißt VBLklassik und rechnet seit 2002 mit Versorgungspunkten: Für jedes Kalenderjahr schreibt dir die VBL Punkte gut, bei Rentenbeginn zählt die Summe. Die Regeln stehen im Tarifvertrag Altersversorgung (ATV) und gleichlautend in der VBL-Satzung (VBLS).

  1. Entgelt feststellenGrundlage ist dein zusatzversorgungspflichtiges Entgelt, im Grundsatz der steuerpflichtige Arbeitslohn samt Jahressonderzahlung (§ 64 Abs. 4 VBLS). Nicht dazu zählen nach Anlage 3 ATV etwa Aufwandsentschädigungen, Jubiläumsgeld, der Krankengeldzuschuss und Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit. Über 21.125 € im Monat zählt nichts mehr, im Monat der Jahressonderzahlung gilt das Doppelte.
  2. Durch das Referenzentgelt teilenEin Zwölftel des Jahresentgelts wird durch 1.000 € geteilt (§ 36 Abs. 2 VBLS).
  3. Mit dem Altersfaktor malnehmenDer Faktor hängt von deinem Alter im jeweiligen Kalenderjahr ab. Das Ergebnis wird auf zwei Nachkommastellen gerundet und deinem Versorgungskonto gutgeschrieben (§ 36 Abs. 1 und 3 VBLS).
  4. Alle Punkte mal 4 €Bei Rentenbeginn werden alle Punkte addiert, auch die Startgutschrift für die Zeit vor 2002. Jeder Punkt bringt 4 € Monatsrente (§ 35 Abs. 1 VBLS).

Versorgungspunkte im Jahr = Jahresentgelt ÷ 12 ÷ 1.000 € × Altersfaktor
Monatsrente = Summe aller Versorgungspunkte × 4 €

Rechenweg Versorgungspunkte für ein Jahr mit 48.000 €

30 Jahre alt im Kalenderjahr, gerechnet wie in der Renteninformation der VBL.

Zusatzversorgungspflichtiges Entgelt im Jahr
48.000 €
Ein Zwölftel davon
4.000 €
Geteilt durch das Referenzentgelt von 1.000 €
4,00
Mal Altersfaktor für 30 Jahre
× 2,0
Versorgungspunkte für dieses Jahr
8,00
Monatsrente aus diesem Jahr (× 4 €)
32,00 €

So geht es jedes Jahr weiter, nur der Altersfaktor sinkt. Bleibt das Entgelt gleich, sammelst du von 30 bis 66 insgesamt 187,60 Punkte, bei Rentenbeginn mit 67 sind das 750,40 € im Monat.

Die Punkte entsprechen einem Beitrag von 4 % deines Entgelts, der vollständig in ein kapitalgedecktes System fließen würde (§ 36 Abs. 2 VBLS, Präambel ATV). Wie viel Umlage tatsächlich gezahlt wird, ändert an deiner Rente nichts. Auch eine Entgeltumwandlung in VBLextra mindert das zusatzversorgungspflichtige Entgelt nicht, deine Punkte in VBLklassik bleiben gleich.

Für hohe Gehälter gibt es eine Sonderregel: Liegt dein Monatsentgelt beim Bund oder bei einem Land der Tarifgemeinschaft über 9.225,23 € (Grenzwert ab Mai 2026), zahlt der Arbeitgeber zusätzlich 8 % des übersteigenden Betrags in die freiwillige Versicherung (§ 82 Abs. 1 VBLS). Bei 10.000 € im Monat sind das 61,98 €. Diese Beiträge bildet der Rechner nicht ab.

Renteninformation jedes Jahr prüfen

Deinen Punktestand zeigt die Renteninformation, die die VBL einmal im Jahr im Kundenportal Meine VBL bereitstellt. Fehlen dort Entgelte oder sind sie zu niedrig gemeldet, musst du das innerhalb von sechs Monaten nach Zugang schriftlich bei deinem Arbeitgeber beanstanden (§ 21 Abs. 2 ATV). Später geht das nicht mehr.

Altersfaktor-Tabelle der VBL (§ 36 VBLS, § 8 ATV)

Der Altersfaktor sorgt dafür, dass frühe Jahre mehr bringen. In ihm steckt eine Verzinsung von 3,25 % pro Jahr bis zur Rente und 5,25 % im Rentenbezug (§ 36 Abs. 3 VBLS). Ein Jahr mit 25 zählt deshalb 3-mal so viel wie eins mit 64: Faktor 2,4 statt 0,8. Dieselbe Tabelle steht in § 8 Abs. 3 ATV und im ATV-K der kommunalen Zusatzversorgungskassen.

Alter im JahrAltersfaktorPunkte bei 48.000 €Monatsrente daraus
173,112,4049,60 €
183,012,0048,00 €
192,911,6046,40 €
202,811,2044,80 €
212,710,8043,20 €
222,610,4041,60 €
232,510,0040,00 €
24–252,49,6038,40 €
262,39,2036,80 €
27–282,28,8035,20 €
292,18,4033,60 €
30–312,08,0032,00 €
32–331,97,6030,40 €
341,87,2028,80 €
35–361,76,8027,20 €
37–391,66,4025,60 €
40–411,56,0024,00 €
42–431,45,6022,40 €
44–461,35,2020,80 €
47–491,24,8019,20 €
50–521,14,4017,60 €
53–561,04,0016,00 €
57–610,93,6014,40 €
62 und älter0,83,2012,80 €

Als Alter gilt das Kalenderjahr minus Geburtsjahr, der Geburtstag spielt keine Rolle. Wer 1990 geboren ist, bekommt für 2026 den Faktor für 36 Jahre, also 1,7. Ab 62 bleibt der Faktor bei 0,8, auch wenn du über die Regelaltersgrenze hinaus arbeitest.

Zusatzrente nach TVöD-Entgeltgruppe

Was ein Jahr im öffentlichen Dienst bringt, hängt am Gehalt und am Alter. Die Tabelle rechnet mit den Entgelttabellen des TVöD für den Bund ab Mai 2026, Stufe 3, Vollzeit, zwölf Monatsgehälter plus Jahressonderzahlung. Zulagen und Zuschläge sind nicht eingerechnet.

EntgeltgruppeEntgelt im JahrRente aus einem Jahr mit 30mit 50ab 30 bis 67
341.642 €27,76 €15,28 €651 €
544.665 €29,76 €16,36 €698 €
849.772 €33,20 €18,24 €778 €
9b55.045 €36,68 €20,20 €861 €
1165.094 €43,40 €23,88 €1.018 €
1372.801 €48,52 €26,68 €1.138 €

Monatliche Betriebsrente vor Abzügen. Die letzte Spalte unterstellt dieselbe Stufe bis 67, mit Stufenaufstiegen und Tariferhöhungen kommt mehr zusammen. Bei Kommunen (TVöD VKA) beträgt die Jahressonderzahlung 85 %, für Landesbeschäftigte gelten die Tabellen des TV-L.

Dein genaues Gehalt nach Entgeltgruppe, Stufe und Wochenstunden rechnet der TVöD-Rechner. Das Jahresbrutto von dort trägst du oben als Entgelt ein.

Werte und Umlage 2026

Wert2026Grundlage
Monatsrente je Versorgungspunkt (Messbetrag)4 €§ 35 Abs. 1 VBLS
Referenzentgelt1.000 € im Monat§ 36 Abs. 2 VBLS
Zusatzversorgungspflichtiges Entgelt höchstens21.125 € im MonatAnlage 3 ATV
Wartezeit für eine Betriebsrente60 Monate§ 34 VBLS
Abschlag bei vorzeitiger gesetzlicher Rente0,3 % je Monat, höchstens 10,8 %§ 35 Abs. 3 VBLS
Erhöhung laufender Renten1 % zum 1. Juli§ 39 VBLS
Einmalige Abfindung statt Rente bis39,55 € im Monat§ 43 VBLS
Steuerfreie Umlage des Arbeitgebers338 € im Monat§ 3 Nr. 56 EStG
Pauschal versteuerte Umlage, West92,03 € im Monat§ 40b EStG, § 37 ATV
Freibetrag Krankenversicherung, Freigrenze Pflegeversicherung197,75 € im Monat§ 226 Abs. 2 SGB V

Finanziert wird die VBLklassik im Westen über eine Umlage, im Osten zum größten Teil über Beiträge in einen Kapitalstock. So viel zahlen Arbeitgeber und Beschäftigte 2026, gerechnet vom zusatzversorgungspflichtigen Entgelt:

AbrechnungsverbandArbeitgeberBeschäftigteZusammen
West5,49 % Umlage1,41 % Umlage + 0,40 % Zusatzbeitrag7,30 %
Ost1,06 % Umlage + 2,00 % Beitrag4,25 % Beitrag7,31 %

Quelle: VBL-Rechengrößen 2026. Im Osten steigt die Umlage des Arbeitgebers ab 2027 auf 2,59 %. Kommunale Kassen setzen eigene Sätze fest.

Ein Sanierungsgeld, mit dem die Arbeitgeber die Kosten der Umstellung auf das Punktemodell mitfinanzierten (§ 17 ATV), erhebt die VBL im Westen seit 2023 nicht mehr. Zugleich hat sie den Umlagesatz gesenkt. An den Anwartschaften und Renten ändert das nichts, die Punkte rechnen immer mit einem Beitrag von 4 %.

Die Umlage auf deiner Gehaltsabrechnung

Deinen Anteil zieht der Arbeitgeber vom Netto ab, er mindert die Lohnsteuer nicht. Die Umlage des Arbeitgebers ist bis 338 € im Monat steuerfrei (§ 3 Nr. 56 EStG). Darüber versteuert er im Westen bis 92,03 € pauschal (§ 40b EStG, § 37 Abs. 2 ATV), erst der Rest landet als steuerpflichtiger Lohn auf deiner Abrechnung. Bis zu einem Monatsentgelt von 6.156,65 € bleibt die Arbeitgeberumlage also ganz steuerfrei, ab 7.832,97 € wird ein Teil davon zu deinem Lohn.

In der Sozialversicherung zählt ein Teil der Arbeitgeberumlage trotzdem als Entgelt: der Betrag über 100 € voll, der Teil bis 100 € mit 2,5 % des Entgelts, auf dem er beruht, abzüglich 13,30 € (§ 1 Abs. 1 Satz 3 und 4 SvEV). Auf der Abrechnung heißt das Hinzurechnungsbetrag.

Rechenbeispiel VBL-Umlage bei 4.000 € im Monat, Abrechnungsverband West

Die ersten 100 € der Arbeitgeberumlage beruhen auf 1.821,49 € Entgelt. Gerechnet wie im Merkblatt der Bezügestelle des Regierungspräsidiums Kassel.

Monatsentgelt
4.000,00 €
Dein Anteil: 1,41 % Umlage und 0,40 % Zusatzbeitrag, vom Netto
−72,40 €
Umlage des Arbeitgebers (5,49 %), steuerfrei
219,60 €
Hinzugerechnet: Umlage über 100 €
+119,60 €
Hinzugerechnet: 2,5 % von 1.821,49 € minus 13,30 €
+32,24 €
Beitragspflichtig in der Sozialversicherung
4.151,84 €

Auf den Hinzurechnungsbetrag zahlst du deinen normalen Anteil an Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung, mit Kindern und durchschnittlichem Zusatzbeitrag 32,11 € im Monat. Dafür zählt er auch für deine gesetzliche Rente. Wie sich dein Gehalt insgesamt aufteilt, zeigt der Brutto-Netto-Rechner.

Beispiele: Was bis 67 zusammenkommt

Gleichbleibendes Entgelt, keine früheren Punkte, Rente mit 67. Die letzte Spalte gilt für Pflichtversicherte in der Krankenversicherung der Rentner mit Kindern und durchschnittlichem Zusatzbeitrag.

Einstieg mitEntgelt im JahrJahrePunkteRente bruttonach KV und PV
25 Jahren40.000 €42193,67774,68 €645,83 €
30 Jahren48.000 €37187,60750,40 €626,68 €
35 Jahren55.000 €32170,99683,96 €574,25 €
45 Jahren60.000 €22110,00440,00 €381,77 €
55 Jahren50.000 €1243,74174,96 €174,96 €

Monatsrente, vor Steuer. Gerechnet mit dem Rechner oben.

Der Einstieg zählt mehr als das Gehalt: Wer mit 45 und 60.000 € anfängt, kommt auf 440,00 €, wer mit 30 und 48.000 € beginnt, auf 750,40 €. In der letzten Zeile liegt die Rente unter der Freigrenze von 197,75 €, deshalb fallen keine Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an.

Gehaltserhöhungen und Inflation

Der Rechner unterstellt ein gleichbleibendes Entgelt. Steigt dein Gehalt, bekommst du jedes Jahr mehr Punkte. Der Messbetrag von 4 € je Punkt steigt dagegen bis zur Rente nicht mit, deshalb verliert die spätere Rente an Kaufkraft. Die Tabelle zeigt beides für 48.000 € ab 30: die Rente in Euro bei Rentenbeginn und, bei 2 % Inflation im Jahr, was sie in heutiger Kaufkraft wert wäre.

GehaltEntgelt mit 66Rente mit 67in heutiger Kaufkraft
gleichbleibend48.000 €750 €361 €
1 % im Jahr68.677 €875 €421 €
2 % im Jahr97.915 €1.031 €495 €
3 % im Jahr139.117 €1.225 €589 €

Punkte Jahr für Jahr mit dem Rechenkern, ohne Bonuspunkte. Kaufkraft abgezinst mit dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank über 37 Jahre, eine Annahme und keine Prognose.

Steigt dein Gehalt im Gleichschritt mit den Preisen um 2 % im Jahr, entspricht die Rente mit 67 von 1.031 € heute etwa 495 €. Wenn du wissen willst, wie viel dir im Alter zum Leben bleibt, ist dieser Wert aussagekräftiger. Nach Rentenbeginn steigt die VBL-Rente um 1 % im Jahr.

So hoch sind VBL-Renten heute

Zum Vergleich die tatsächlichen Zahlen: 1.524.800 Menschen bekamen 2024 eine Rente aus VBLklassik, im Durchschnitt 319 € im Monat. Wer aus der aktiven Pflichtversicherung in Rente ging, war im Schnitt 26,3 Jahre versichert. Altersrenten nach Versicherungszeit:

Pflichtversicherungszeitdurchschnittliche Altersrente
unter 10 Jahren102,22 €
10 bis unter 20 Jahren241,64 €
20 bis unter 30 Jahren384,68 €
30 bis unter 40 Jahren516,16 €
40 Jahre und mehr519,91 €

Monatsrente wegen Alters aus aktiver Pflichtversicherung, Stand Ende 2024. Quelle: VBL-Geschäftsbericht 2024. Im Osten gibt es die Zusatzversorgung erst seit 1997, die Versicherungszeiten sind dort kürzer.

Die Durchschnitte liegen unter den Beispielen oben. Wie hoch eine Rente ausfällt, hängt nach Angabe der VBL vor allem an der Versicherungszeit, dazu kommen Gehalt und Alter in den einzelnen Jahren. Das durchschnittliche Alter bei Beginn einer Altersrente lag 2024 bei 64,4 Jahren.

Was der Rechner vereinfacht

Er rechnet mit gleichbleibendem Entgelt und ohne Bonuspunkte (§ 68 VBLS). Mit Bonuspunkten rechnen die Tarifparteien laut Protokollnotiz zum ATV wegen der hohen garantierten Verzinsung mittelfristig nicht. Punkte für Elternzeit, die Startgutschrift und frühere Jahre trägst du als bisherige Punkte ein, sobald sie auf deinem Konto stehen. Die Steuer ist nicht abgezogen.

Was von der Betriebsrente abgeht

Abschlag bei früherem Rentenbeginn

Die Betriebsrente beginnt mit der gesetzlichen Rente (§ 33 VBLS). Kürzt die Rentenversicherung deine Rente, weil du vor der Regelaltersgrenze gehst, kürzt die VBL um 0,3 % je Monat, höchstens um 10,8 % (§ 35 Abs. 3 VBLS). Die Obergrenze hilft bei der Rente mit 63: Ab Jahrgang 1964 sinkt die gesetzliche Rente dann um 14,4 %, die VBL-Rente nur um 10,8 %.

Rentenbeginn mitJahrePunkteAbschlagRente brutto
6333174,8010,8 %623,69 €
6434178,0010,8 %635,10 €
6535181,207,2 %672,61 €
6636184,403,6 %711,05 €
6737187,600 %750,40 €

48.000 € im Jahr ab 30, Regelaltersgrenze 67 (Jahrgang 1964 und jünger).

Bekommst du die gesetzliche Rente ohne Abschlag, etwa mit 65 nach 45 Beitragsjahren, kürzt auch die VBL nicht. Im Beispiel wären das 724,80 € statt 672,61 € im Monat. Was der Abschlag bei der gesetzlichen Rente kostet, zeigt der Rentenabschlag-Rechner.

Kranken- und Pflegeversicherung

Die VBL-Rente ist ein Versorgungsbezug (§ 229 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 SGB V). Bist du in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) pflichtversichert, zahlst du darauf den vollen Beitrag allein: 14,6 % plus Zusatzbeitrag deiner Kasse, im Schnitt 2,9 %, dazu 3,6 % Pflegeversicherung, ohne Kinder 4,2 %. In der Krankenversicherung bleiben 197,75 € im Monat frei. In der Pflegeversicherung ist derselbe Betrag nur eine Freigrenze: Liegt die Rente darüber, zählt sie ganz (§ 226 Abs. 2 SGB V, § 57 Abs. 1 SGB XI). Die VBL behält die Beiträge ein und überweist sie an deine Krankenkasse (§ 256 SGB V). Kennst du deine Rente schon, rechnet der Rechner oben im Modus „Netto aus Brutto“ aus, was davon bleibt.

Rechenbeispiel Betriebsrente von 750,40 € in der KVdR

48.000 € im Jahr ab 30, Rente mit 67, mit Kindern, durchschnittlicher Zusatzbeitrag.

Betriebsrente brutto (187,60 Punkte × 4 €)
750,40 €
Krankenversicherung 17,5 % auf 552,65 €
−96,71 €
Pflegeversicherung 3,6 % auf die ganze Rente
−27,01 €
Betriebsrente vor Steuer
626,68 €

Den Freibetrag gibt es nur in der KVdR. Wer als Rentner freiwillig gesetzlich versichert ist, zahlt auf die ganze Betriebsrente, das hat das Bundessozialgericht am 5. November 2024 bestätigt (B 12 KR 9/23 R). Im Beispiel wären das 158,33 € statt 123,72 € im Monat. Privat Versicherte zahlen auf die Betriebsrente keine Beiträge, ihr Tarif hängt nicht vom Einkommen ab. Mehr zu den Beiträgen im KVdR-Rechner.

Einkommensteuer

Die VBL zieht keine Steuer ab. Sie bescheinigt dir jedes Jahr die gezahlte Rente auf einem amtlichen Vordruck (§ 22 Nr. 5 Satz 7 EStG) und meldet sie dem Finanzamt mit der Rentenbezugsmitteilung (§ 22a EStG). Steuerpflichtig ist sie als sonstige Einkunft nach § 22 Nr. 5 EStG, einen Versorgungsfreibetrag wie bei Beamtenpensionen gibt es nicht. Wie viel davon zählt, hängt davon ab, wie die Umlagen und Beiträge früher behandelt wurden:

  • Der Teil der Rente aus steuerfreien Umlagen und Beiträgen (§ 3 Nr. 56 und 63 EStG) ist voll steuerpflichtig (§ 22 Nr. 5 Satz 1 EStG).
  • Der Teil aus versteuerten, auch pauschal versteuerten Umlagen zählt nur mit dem Ertragsanteil, der vom Alter bei Rentenbeginn abhängt (§ 22 Nr. 5 Satz 2 Buchst. a EStG).
Rentenbeginn mitErtragsanteilsteuerpflichtig von 100 € Rente
6320 %20 €
6518 %18 €
6717 %17 €

Für den Teil aus versteuerten Umlagen. Der Teil aus steuerfreien Umlagen zählt immer zu 100 %.

Die Aufteilung steht in der Leistungsmitteilung der VBL. Von allen Renten nach § 22 EStG zusammen gehen im Jahr 102 € Werbungskosten-Pauschbetrag ab (§ 9a Satz 1 Nr. 3 EStG). Ob am Ende Steuer anfällt, hängt von deinem gesamten Einkommen im Alter ab. Für die gesetzliche Rente rechnet das der Rentenbesteuerungs-Rechner.

Wartezeit und Antrag: so kommst du an die Betriebsrente

Eine Betriebsrente gibt es erst nach einer Wartezeit von 60 Kalendermonaten (§ 34 Abs. 1 VBLS, § 6 ATV). Jeder Monat zählt, in dem für mindestens einen Tag Umlage oder Beiträge gezahlt wurden, dazu Monate im Mutterschutz. Zeiten bei anderen Zusatzversorgungskassen des öffentlichen Dienstes werden zusammengerechnet, ein Wechsel zwischen VBL und kommunaler Kasse kostet dich also keine Monate. Ohne Wartezeit gibt es die Rente, wenn ein Arbeitsunfall im versicherten Job zur Erwerbsminderung oder zum Tod geführt hat (§ 34 Abs. 2 VBLS). Im Abrechnungsverband Ost ist der Teil, der auf deinem eigenen Beitrag zur Kapitaldeckung beruht, sofort unverfallbar (§ 36a VBLS).

  1. Gesetzliche Rente beantragenDie VBL zahlt erst, wenn die gesetzliche Rente bewilligt ist, und nur auf schriftlichen Antrag (§ 33 VBLS). Den Rentenbescheid braucht sie als Nachweis, beim Online-Antrag übermittelt die Rentenversicherung die Daten direkt.
  2. Antrag auf Betriebsrente stellenDas Formular heißt L600A. Du stellst es online im Kundenportal Meine VBL oder auf Papier, mit dem Formular L305 zur Kranken- und Pflegeversicherung. Mit deiner Vollmacht kann auch dein Arbeitgeber den Antrag stellen.
  3. Nicht zu spätRückwirkend zahlt die VBL höchstens für zwei Jahre vor dem Monat, in dem der Antrag eingeht (§ 23 ATV). Die Rente kommt monatlich im Voraus auf dein Konto (§ 47 VBLS).
  4. Bescheid prüfenDie VBL teilt dir die Berechnung schriftlich mit (§ 46 Abs. 2 VBLS). Bist du nicht einverstanden, entscheidet ein Schiedsgericht, wenn ihr das vereinbart, sonst das ordentliche Gericht (§ 46 Abs. 3 VBLS).

Sehr kleine Renten bis 39,55 € im Monat findet die VBL mit einem Einmalbetrag ab, Renten aus Pflicht- und freiwilliger Versicherung werden dafür zusammengezählt (§ 43 Abs. 1 VBLS). Laufende Renten steigen jedes Jahr zum 1. Juli um 1 % (§ 39 VBLS). Bei kommunalen Kassen läuft der Antrag genauso, mit deren eigenen Formularen.

Startgutschrift: rentennah und rentenfern

Bis Ende 2001 zahlte die Zusatzversorgung eine Gesamtversorgung nach dem Vorbild der Beamtenversorgung. Beim Wechsel ins Punktemodell wurden die bis dahin erworbenen Anwartschaften als Startgutschrift auf das Versorgungskonto übertragen: Anwartschaft in Euro geteilt durch 4 €, ohne Altersfaktor und ohne laufende Verzinsung (§ 32 Abs. 1 ATV). Eine Startgutschrift hat also nur, wer vor 2002 schon versichert war.

Rentennahe Jahrgänge

Rentennah war, wer am 1. Januar 2002 schon 55 Jahre alt war. Für diese Versicherten rechnete die Kasse die Versorgungsrente hoch, die sie mit 63 nach altem Recht bekommen hätten, und zog ab, was sie bis 63 noch im Punktemodell erwerben konnten (§ 33 Abs. 2 ATV). Wer am 1. Januar 2002 schon 20 Jahre pflichtversichert war, bekommt für jedes volle Jahr bis Ende 2001 mindestens 1,84 Punkte (§ 37 Abs. 3 VBLS).

Rentenferne Jahrgänge

Für alle Jüngeren gilt die Formel für Betriebsrenten aus § 18 Abs. 2 BetrAVG. Zuerst wird eine fiktive Voll-Leistung berechnet: die höchstmögliche Gesamtversorgung abzüglich der voraussichtlichen gesetzlichen Rente. Davon gibt es für jedes Jahr der Pflichtversicherung bis Ende 2001 einen Anteil. Ursprünglich waren das pauschal 2,25 % je Jahr. Seit der Neuregelung von 2017 sind es 100 % geteilt durch die Jahre vom Beginn der Pflichtversicherung bis zum 65. Geburtstag, mindestens 2,25 % und höchstens 2,50 % (§ 33 Abs. 1 Satz 3 ATV).

Beginn der Pflichtversicherung mitAnteil der Voll-Leistung je Jahr
20 oder jünger2,25 %
212,27 %
222,33 %
232,38 %
242,44 %
25 oder älter2,50 %

Mit ganzen Jahren gerechnet. Die Kasse rechnet monatsgenau und rundet den Satz auf vier Nachkommastellen.

Wer mit 25 oder später angefangen hat, bekommt also den Höchstsatz. Daneben gibt es eine Vergleichsberechnung, die unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschlag zur Startgutschrift bringt (§ 33 Abs. 1a ATV).

Was der Bundesgerichtshof entschieden hat

Die ursprüngliche Regel mit pauschal 2,25 % hat der Bundesgerichtshof am 14. November 2007 für unverbindlich erklärt (IV ZR 74/06), weil sie Versicherte mit langen Ausbildungszeiten benachteiligte. Die nachgebesserte Fassung mit der Vergleichsberechnung verwarf er am 9. März 2016 (IV ZR 9/15). Die heutige Regel mit dem variablen Anteilssatz, die die VBL im März 2018 in ihre Satzung übernommen hat, hat der BGH am 20. September 2023 bestätigt (IV ZR 120/22).

Für dich heißt das: Deine Startgutschrift steht in der Renteninformation und steckt in den bisherigen Punkten, die du oben im Rechner einträgst. Einwände gegen eine neu mitgeteilte Startgutschrift musst du innerhalb von sechs Monaten nach Zugang schriftlich direkt bei der Kasse erheben (§ 32 Abs. 5 ATV).

VBLextra: freiwillige Zusatzrente per Entgeltumwandlung oder Riester

VBLextra ist die freiwillige Versicherung der VBL, mit der du neben VBLklassik zusätzlich vorsorgst (§ 26 ATV). Sie rechnet ebenfalls mit Versorgungspunkten, ist aber kapitalgedeckt und hat einen eigenen Tarif: Die VBL garantiert derzeit eine Verzinsung von 0,25 %, Überschüsse kommen als Bonuspunkte dazu. Eine Wartezeit gibt es nicht, die Anwartschaft ist ab dem ersten Beitrag unverfallbar. Daneben bietet die VBL die fondsgebundene VBLdynamik an. Bezahlen kannst du die Beiträge auf zwei Wegen:

  • Entgeltumwandlung: Die Beiträge gehen vom Brutto ab. Steuerfrei sind 2026 bis 676 € im Monat, sozialversicherungsfrei bis 338 € (§ 3 Nr. 63 EStG, § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 9 SvEV). Mindestens musst du 24,72 € im Monat umwandeln (§ 1a Abs. 1 Satz 4 BetrAVG).
  • Riester: Die Beiträge zahlst du aus dem Netto, dafür gibt es Zulagen und den Sonderausgabenabzug (§ 10a EStG). Wie viel das bringt, zeigt der Riester-Rechner.
Rechenbeispiel 100 € Entgeltumwandlung bei 3.500 € brutto

Steuerklasse I, keine Kinder, gesetzlich versichert, gerechnet mit dem Brutto-Netto-Rechenkern.

Vom Brutto in VBLextra umgewandelt
100,00 €
Steuern sinken um
23,00 €
Sozialbeiträge sinken um
21,75 €
Dein Netto sinkt um
55,25 €

Von 100 € im Vertrag zahlst du also 55,25 € selbst. Ob der Arbeitgeber etwas dazugibt, ist im öffentlichen Dienst unterschiedlich geregelt. Die gesetzliche Pflicht zum Zuschuss von 15 % (§ 1a Abs. 1a BetrAVG) können Tarifverträge ausschließen (§ 19 Abs. 1 BetrAVG). Der Bund und die Länder der Tarifgemeinschaft deutscher Länder zahlen seit 2022 trotzdem einen übertariflichen Zuschuss, in der Regel 15 %. Für den kommunalen Tarifvertrag hat das Bundesarbeitsgericht einen Anspruch verneint (11. März 2025, 3 AZR 53/24).

Im Alter ist eine Rente aus Entgeltumwandlung in der Krankenversicherung der Rentner beitragspflichtig, mit dem Freibetrag für alle Betriebsrenten zusammen. Eine Rente aus Riester-Beiträgen bleibt beitragsfrei (§ 229 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 SGB V). Versteuert wird beides voll (§ 22 Nr. 5 Satz 1 EStG). Bei höheren Gehältern verbraucht die Umwandlung außerdem einen Teil des steuerfreien Rahmens der Umlage (§ 3 Nr. 56 Satz 3 EStG).

Befristet beschäftigte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die die Wartezeit wegen der Befristung nicht erreichen können, lassen sich auf Antrag innerhalb von zwei Monaten von der Pflichtversicherung befreien. Der Arbeitgeber zahlt dann in eine freiwillige Versicherung (§ 28 Abs. 1 VBLS). Ein persönliches Angebot für VBLextra rechnet der Angebotsrechner der VBL, dieser Rechner hier betrifft nur VBLklassik.

VBL oder ZVK: Zusatzversorgung bei Ländern und Kommunen

Bei der VBL sind die Beschäftigten des Bundes, fast aller Länder und weiterer beteiligter Arbeitgeber versichert. Wer bei einer Stadt, einem Landkreis oder einem kommunalen Betrieb arbeitet, ist meist bei der kommunalen Zusatzversorgungskasse (ZVK) seines Landes oder seiner Region. Dort gilt der Altersvorsorge-Tarifvertrag Kommunal (ATV-K) mit demselben Punktemodell: gleiche Altersfaktoren, gleiches Referenzentgelt, 4 € je Punkt. Der Rechner oben passt deshalb auch für die ZVK. Unterschiedlich sind die Umlagesätze und die Formulare.

Pflichtversichert wirst du automatisch vom ersten Arbeitstag an, wenn dein Tarifvertrag es vorsieht, du mindestens 17 bist und die Wartezeit bis zur Regelaltersgrenze noch erfüllen kannst (§ 26 Abs. 1 VBLS). Ausgenommen sind unter anderem Beamtinnen und Beamte, die eine Pension bekommen, und kurzfristig Beschäftigte (Anlage 2 ATV).

ZVK Thüringen: Werte 2026

In Thüringen ist die Zusatzversorgungskasse beim Kommunalen Versorgungsverband Thüringen in Artern zuständig. Sie erhebt 2026 eine Umlage von 1,70 % und einen Zusatzbeitrag zur Kapitaldeckung von 4,40 %, davon tragen die Beschäftigten 2,40 % und der Arbeitgeber 2,00 %. Für deine Punkte spielt das keine Rolle, sie entsprechen auch dort einem Beitrag von 4 %. Eine eigene Hochrechnung bietet die Kasse mit ihrem Betriebsrentenrechner.

KasseBeschäftigteArbeitgeber
VBL West72,40 €219,60 €
VBL Ost170,00 €122,40 €
ZVK Thüringen96,00 €148,00 €

Umlagen und Beiträge im Monat bei 4.000 € zusatzversorgungspflichtigem Entgelt, Sätze 2026.

Welche Kasse ist zuständig?

Die kommunalen Kassen sind in der Arbeitsgemeinschaft kommunale und kirchliche Altersversorgung (AKA) zusammengeschlossen. Laut deren Mitgliederliste sind das:

LandKommunale Zusatzversorgungskasse
Baden-WürttembergZusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbandes Baden-Württemberg, Karlsruhe
BayernZusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden, München
BrandenburgZusatzversorgungskasse beim Kommunalen Versorgungsverband Brandenburg, Gransee
HessenZusatzversorgungskassen in Darmstadt, Frankfurt am Main, Kassel und Wiesbaden
Mecklenburg-VorpommernKommunale Zusatzversorgungskasse Mecklenburg-Vorpommern, Strasburg
Nordrhein-WestfalenRheinische Versorgungskassen, Köln; Kommunale Versorgungskassen Westfalen-Lippe, Münster; Zusatzversorgungskasse der Stadt Köln
SaarlandRuhegehalts- und Zusatzversorgungskasse des Saarlandes, Saarbrücken
SachsenZusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbandes Sachsen, Dresden
Sachsen-AnhaltKommunaler Versorgungsverband Sachsen-Anhalt, Zusatzversorgungskasse, Magdeburg
ThüringenZusatzversorgungskasse beim Kommunalen Versorgungsverband Thüringen, Artern

In Rheinland-Pfalz sind je nach Region die Kassen in Köln, München, Darmstadt und Wiesbaden zuständig.

In der Stadt Berlin und der Hansestadt Bremen führt die VBL auch die kommunale Zusatzversorgung durch. Hamburg regelt die Zusatzversorgung in einem eigenen Gesetz, das der Rechner nicht abbildet. Kirchliche Arbeitgeber haben eigene Zusatzversorgungskassen. Welche Kasse für dich zuständig ist, siehst du an der Umlage auf deiner Gehaltsabrechnung, sonst fragst du deine Personalstelle. Wechselst du zwischen VBL und einer kommunalen Kasse, wird die Versicherung auf Antrag übergeleitet (§ 4 ATV).

Häufige Fragen

Was bleibt von 500 Euro VBL-Rente?
In der Krankenversicherung der Rentner zahlst du 17,5 % Krankenversicherung auf den Teil über dem Freibetrag von 197,75 €, also auf 302,25 €: 52,89 €. Dazu kommen 3,6 % Pflegeversicherung auf die ganze Rente, 18,00 €. Es bleiben 429,11 € vor Steuer, ohne Kinder 426,11 €. Freiwillig Versicherte haben keinen Freibetrag. Für deinen Betrag gibt es oben im Rechner den Modus „Netto aus Brutto“.
Was passiert mit meinen Punkten, wenn ich den öffentlichen Dienst verlasse?
Sie bleiben dir. Die Versicherung läuft als beitragsfreie Versicherung weiter (§ 3 ATV), die Rente bekommst du später, wenn du die Wartezeit von 60 Monaten erfüllt hast. Fehlt die Wartezeit, kannst du bis zum 69. Geburtstag die Erstattung deiner eigenen Beiträge beantragen, ohne Zinsen und unwiderruflich (§ 24 ATV). Die Anteile des Arbeitgebers bekommst du nicht. Bonuspunkte kämen für dich als beitragsfrei Versicherten nur nach 120 Umlage- oder Beitragsmonaten in Betracht (§ 19 Abs. 1 ATV). Eine VBLextra-Versicherung kannst du mit eigenen Beiträgen weiterführen, den Antrag musst du innerhalb von drei Monaten nach dem Ende der Pflichtversicherung stellen (§ 26 Abs. 1 ATV). Wechselst du zu einem Arbeitgeber mit einer anderen Zusatzversorgungskasse, wird die Versicherung auf Antrag dorthin übergeleitet (§ 4 ATV).
Ich werde verbeamtet. Was wird aus meiner VBL-Rente?
Als Beamtin oder Beamter bist du nicht mehr pflichtversichert (Anlage 2 ATV), deine Punkte bleiben aber als beitragsfreie Versicherung stehen. Ist die Wartezeit von 60 Monaten erfüllt, bekommst du später neben der Pension eine VBL-Rente. Die Pension wird dann nur bis zu einer Höchstgrenze gezahlt, Renten aus der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes zählen dabei mit (§ 55 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 BeamtVG für Bundesbeamte, die Länder haben eigene Versorgungsgesetze). Fehlt die Wartezeit, bleibt dir die Erstattung deiner eigenen Beiträge.
Bekomme ich für die Elternzeit VBL-Punkte?
Ja. Für jeden vollen Monat Elternzeit gibt es die Punkte, die ein Entgelt von 500 € bringen würde, höchstens für 36 Monate je Kind (§ 37 Abs. 1 VBLS). Ein ganzes Jahr Elternzeit mit 30 ergibt so 1,00 Punkte, also 4 € Monatsrente. Für die Mutterschutzfristen zählt das Entgelt, das du ohne Mutterschutz bekommen hättest, und diese Monate zählen auch für die Wartezeit. Die Punkte für die Elternzeit trägst du oben im Rechner mit den bisherigen Punkten ein, sobald sie auf deinem Konto stehen.
Bekomme ich Punkte, wenn ich länger krank bin?
Solange du Anspruch auf Krankengeldzuschuss vom Arbeitgeber hast, ja: Für diese Monate zählt das Entgelt, das du ohne die Krankheit bekommen hättest (Anlage 3 Satz 3 ATV). Danach gibt es kein zusatzversorgungspflichtiges Entgelt und damit keine neuen Punkte, bis du wieder Entgelt bekommst. Endet die Krankheit in einer Erwerbsminderungsrente, rechnet die VBL Punkte bis zum 60. Geburtstag hinzu.
Wie wirken Teilzeit und Altersteilzeit auf die VBL-Rente?
Bei Teilzeit zählt das tatsächlich gezahlte Entgelt, die Punkte sinken also im selben Verhältnis wie das Gehalt. Bei Altersteilzeit, die ab 2003 vereinbart wurde, gilt das 1,8-Fache der halbierten Bezüge als zusatzversorgungspflichtig, dazu Bezüge, die in voller Höhe weiterlaufen (§ 15 Abs. 2 ATV). Das sind 90 % des Vollzeitentgelts. Auf Basis von 48.000 € bringt ein Jahr Altersteilzeit mit 60 so 3,24 statt 3,60 Punkte.
Bekomme ich mehr, wenn ich später in Rente gehe?
Einen Zuschlag wie bei der gesetzlichen Rente gibt es bei der VBL nicht. Arbeitest du über die Regelaltersgrenze hinaus im öffentlichen Dienst und beziehst die gesetzliche Rente noch nicht, sammelst du weiter Punkte, mit dem Altersfaktor 0,8, der ab 62 gilt. Mit 48.000 € bringt jedes zusätzliche Jahr 3,20 Punkte, also 12,80 € mehr Monatsrente.
Bekomme ich weiter Punkte, wenn ich nach Rentenbeginn im öffentlichen Dienst arbeite?
Nein. Wer eine Altersrente der gesetzlichen Rentenversicherung als Vollrente bezieht, ist von der Pflichtversicherung ausgenommen (Anlage 2 Nr. 6 ATV). Der Verdienst kürzt deine VBL-Rente aber auch nicht, solange die gesetzliche Altersrente voll gezahlt wird (§ 41 Abs. 1 VBLS). Anders bei Erwerbsminderung: Zahlt die Rentenversicherung wegen Hinzuverdienstes nur einen Teil, zahlt die VBL nur denselben Anteil (§ 41 Abs. 2 VBLS).
Was zahlt die VBL bei Erwerbsminderung?
Eine Betriebsrente, sobald die Deutsche Rentenversicherung eine Erwerbsminderungsrente bewilligt (§ 33 VBLS). Wer vor dem 60. Geburtstag erwerbsgemindert wird, bekommt für jedes volle fehlende Jahr bis 60 Punkte hinzugerechnet: das durchschnittliche Monatsentgelt der letzten drei Kalenderjahre geteilt durch 1.000 €, ohne Altersfaktor (§ 37 Abs. 2 VBLS). Bei 4.000 € im Monat und Erwerbsminderung mit 45 sind das 15 × 4,00 = 60,00 Punkte, also 240 € Monatsrente zusätzlich. Bei teilweiser Erwerbsminderung gibt es die Hälfte (§ 35 Abs. 2 VBLS). Ist die gesetzliche Rente gekürzt, kommt wie bei der Altersrente ein Abschlag dazu, höchstens 10,8 %. Was die Rentenversicherung zahlt, zeigt der Erwerbsminderungsrente-Rechner.
Was bekommen Hinterbliebene von der VBL?
Witwen und Witwer bekommen eine Betriebsrente, wenn sie auch aus der gesetzlichen Rentenversicherung eine Witwenrente beanspruchen können (§ 38 VBLS). Grundlage ist die Rente, die der oder die Verstorbene bezogen hat oder bei voller Erwerbsminderung bekommen hätte. Die große Witwenrente beträgt 55 % davon, die kleine 25 %. Für Ehen, die vor 2002 geschlossen wurden und in denen ein Partner vor dem 2. Januar 1962 geboren ist, sind es 60 % (§ 255 Abs. 1 SGB VI). Aus 400 € Betriebsrente werden so 220 € große Witwenrente. Hat die Ehe weniger als zwölf Monate gedauert, gibt es in der Regel nichts. Kinder bekommen Waisenrente nach denselben Regeln. Mehr dazu beim Witwenrente-Rechner.
Was passiert mit der VBL-Rente bei einer Scheidung?
Die in der Ehezeit erworbenen Anrechte werden im Versorgungsausgleich intern geteilt (§ 32a VBLS). Die VBL rechnet sie in einen Barwert um, halbiert ihn, zieht die halben Teilungskosten ab und schreibt deinem früheren Partner daraus eigene Versorgungspunkte gut. Weil der Barwert vom Alter abhängt, ist das nicht genau die Hälfte deiner Punkte. Dein eigenes Anrecht sinkt entsprechend. Wie der Ausgleich insgesamt läuft, zeigt der Versorgungsausgleich-Rechner.

Quellen

  1. VBL-Satzung (VBLS), 35. Satzungsänderung, Mai 2026: Punktemodell §§ 33 bis 44, Versorgungsausgleich § 32a, Grenzwert § 82 vbl.de
  2. Tarifvertrag Altersversorgung (ATV): Punktemodell §§ 7 bis 9, Umlage § 37, Startgutschriften §§ 32 bis 34, Anlage 3 zum Entgelt vbl.de
  3. VBL: Rechengrößen 2026, Abrechnungsverband West: Umlage, Höchstentgelt, steuerfreie und pauschal versteuerte Umlage, Abfindung vbl.de
  4. VBL: Rechengrößen 2026, Abrechnungsverband Ost: Umlage und Beitrag zur Kapitaldeckung vbl.de
  5. VBL: Geschäftsbericht 2024: Durchschnittsrenten nach Versicherungszeit, Lagebericht S. 53 vbl.de
  6. VBL: Umlagesatz im Abrechnungsverband West sinkt, Sanierungsgeld entfällt: 31. Satzungsänderung, ab 1. Januar 2023 vbl.de
  7. VBL: VBLspezial Entgeltumwandlung West, Januar 2026: Entgeltumwandlung mindert das zusatzversorgungspflichtige Entgelt nicht vbl.de
  8. VBL: VBLextra: garantierte Verzinsung, keine Wartezeit, Angebotsrechner vbl.de
  9. VBL: Altersrente beantragen: Online-Rentenantrag L600A vbl.de
  10. Altersvorsorge-TV-Kommunal (ATV-K): Fassung ÄndTV Nr. 8, Punktemodell der kommunalen Kassen zvk.meinezvk.de
  11. ZVK Thüringen: Rechengrößen 2026: Umlage und Zusatzbeitrag zvk.meinezvk.de
  12. AKA: Kommunale Zusatzversorgungskassen: zuständige Kasse je Land aka.de
  13. RP Kassel: Steuer und Sozialversicherung der VBL-Umlage, Stand 01/2026: Rechenweg für den Hinzurechnungsbetrag rp-kassel.hessen.de
  14. Landesamt für Finanzen Bayern: Arbeitgeberzuschuss zur Entgeltumwandlung: übertariflicher Zuschuss der Länder ab 2022 lff.bayern.de
  15. Bundesagentur für Arbeit: Weisung 202205003 vom 11.05.2022: Zuschuss beim Bund nach dem BMI-Rundschreiben vom 30.03.2022 arbeitsagentur.de
  16. BAG, Urteil vom 11.03.2025, 3 AZR 53/24: kein Arbeitgeberzuschuss nach dem kommunalen Tarifvertrag bundesarbeitsgericht.de
  17. BGH, Urteil vom 20.09.2023, IV ZR 120/22: Pressemitteilung 161/2023 zu den Startgutschriften rentenferner Versicherter bundesgerichtshof.de
  18. BSG, Urteile vom 05.11.2024, B 12 KR 9/23 R u. a.: kein Freibetrag für freiwillig versicherte Betriebsrentner bsg.bund.de
  19. § 226 SGB V: Freigrenze und Freibetrag für Betriebsrenten gesetze-im-internet.de
  20. § 229 SGB V: Zusatzversorgung als Versorgungsbezug, Riester-Leistungen ausgenommen gesetze-im-internet.de
  21. § 22 EStG: Besteuerung nach Nr. 5 und Ertragsanteil gesetze-im-internet.de
  22. § 3 EStG: steuerfreie Umlage Nr. 56, steuerfreie Beiträge Nr. 63 gesetze-im-internet.de
  23. § 1 SvEV: Hinzurechnung der Umlage in der Sozialversicherung gesetze-im-internet.de
  24. § 1a BetrAVG: Entgeltumwandlung, Mindestbeitrag, Arbeitgeberzuschuss gesetze-im-internet.de
  25. § 55 BeamtVG: Pension und Zusatzrente zusammen gesetze-im-internet.de

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