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Rentenbesteuerung-Rechner 2026

Wer 2026 in Rente geht, versteuert 84 % der Rente, der Rest bleibt als fester Freibetrag lebenslang steuerfrei. Bei 1.500 € Rente im Monat und ohne weitere Einkünfte sind das 59 € Einkommensteuer im Jahr. Betriebs- und Riester-Renten sind nach § 22 Nr. 5 EStG meist voll steuerpflichtig, private Renten nur mit dem Ertragsanteil. Der Rechner zeigt Steuer und Netto für dein Rentenbeginnjahr.

Stand: So werden die Rechner geprüft

Rentenbesteuerung-Rechner

Steuer auf die Rente pro Jahr (84 % steuerpflichtig)

418,00 €

Steuerpflichtig 17.640,00 € · steuerfreier Teil 3.360,00 € · zu versteuern 14.908,00 € · effektiv 1,99 %

Von deiner Bruttorente sind 84 % steuerpflichtig. Nach Kranken- und Pflegebeitrag und Steuer bleiben rund 1.499,04 € im Monat.

Steuer / Jahr
418,00 €
KV + PV / Jahr
2.594,00 €
Netto / Monat
1.499,04 €

Steuerfreier Teil · Im Jahr nach dem Rentenbeginn wird der steuerfreie Teil als Eurobetrag festgeschrieben, bei deiner Eingabe rund 3.360,00 € im Jahr. Spätere Rentenerhöhungen sind dann voll steuerpflichtig.

Auf dieser Seite
  1. So wird die Steuer berechnet
  2. Freibeträge 2026
  3. § 22 EStG: welche Rente wie
  4. Besteuerungsanteil 2005 bis 2058
  5. Rentenfreibetrag
  6. § 22 Nr. 5: Betriebs- und Riester-Rente
  7. Ertragsanteil der Privatrente
  8. Steuer nach Rentenhöhe
  9. Steuererklärung als Rentner
  10. Arbeiten neben der Rente
  11. Doppelbesteuerung
  12. Häufige Fragen
  13. Quellen

So wird die Steuer auf die Rente berechnet

Gesetzliche Renten, Renten aus Versorgungswerken und Rürup-Renten werden nachgelagert besteuert: Die Beiträge setzt du im Berufsleben ab, dafür ist die Rente später steuerpflichtig. Einen eigenen Rententarif gibt es nicht. Das Finanzamt rechnet in fünf Schritten:

  1. Steuerpflichtiger TeilAusgangspunkt ist der Jahresbetrag der Rente vor Abzug deines Kranken- und Pflegebeitrags (§ 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa Satz 2 EStG). Davon ist der Besteuerungsanteil deines Rentenbeginnjahres steuerpflichtig, 84 % bei Beginn 2026.
  2. WerbungskostenFür alle Renten zusammen gehen pauschal 102 € ab (§ 9a Satz 1 Nr. 3 EStG), höhere Kosten nur mit Nachweis.
  3. Andere EinkünfteBetriebsrente, Mieten oder Arbeitslohn kommen dazu. Für diese Einkünfte gibt es ab dem Jahr nach dem 64. Geburtstag den Altersentlastungsbetrag. Das Ergebnis heißt Gesamtbetrag der Einkünfte, an ihm hängt die Pflicht zur Steuererklärung.
  4. SonderausgabenDein Kranken- und Pflegebeitrag zählt voll (§ 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG), dazu Spenden und Kirchensteuer oder mindestens der Pauschbetrag von 36 €. Übrig bleibt das zu versteuernde Einkommen.
  5. TarifBis zum Grundfreibetrag von 12.348 € fällt keine Steuer an, darüber steigt der Satz von 14 % an (§ 32a EStG). Ehepaare zahlen bei Zusammenveranlagung die doppelte Steuer auf die Hälfte ihres Einkommens.
Rechenweg 1.500 € Rente im Monat, Rentenbeginn 2026

Alleinstehend, keine weiteren Einkünfte, gesetzlich versichert, ohne Kirchensteuer.

Bruttorente im Jahr (12 × 1.500 €)
18.000 €
steuerfrei: 16 % Rentenfreibetrag
−2.880 €
Steuerpflichtiger Teil (84 %)
15.120 €
Werbungskosten-Pauschbetrag
−102 €
Sonderausgaben-Pauschbetrag
−36 €
Kranken- und Pflegebeitrag (12,35 % der Rente)
−2.223 €
Zu versteuerndes Einkommen
12.759 €
Einkommensteuer im Jahr
59 €

Nur die 411 € über dem Grundfreibetrag kosten Steuer, gut 14 Cent je Euro. Nach Kranken- und Pflegebeitrag und Steuer bleiben 1.309,83 € im Monat.

Rente schon länger als ein Jahr bezogen?

Ohne weitere Angabe wendet der Rechner den Prozentsatz auf die Rente an, die du eingibst. Das stimmt im ersten und zweiten Rentenjahr. Danach bleibt der steuerfreie Teil ein fester Eurobetrag, und jede Erhöhung ist voll steuerpflichtig. Deinen festen Freibetrag liest du aus dem letzten Steuerbescheid ab (Rente minus steuerpflichtiger Teil) und trägst ihn im Rechner ein, das Feld erscheint bei einem Rentenbeginn vor 2025. Dann rechnet er mit genau diesem Betrag.

Freibeträge und Pauschbeträge für Rentner 2026

Wert2026Grundlage
Steuerpflichtiger Anteil bei Rentenbeginn 202684 %§ 22 Nr. 1 EStG
Grundfreibetrag allein / zusammen veranlagt12.348 € / 24.696 €§ 32a EStG
Werbungskosten-Pauschbetrag für alle Renten zusammen102 €§ 9a EStG
Sonderausgaben-Pauschbetrag allein / zusammen36 € / 72 €§ 10c EStG
Dein Kranken- und Pflegebeitrag auf die gesetzliche Rente, mit / ohne Kinder12,35 % / 12,95 %§ 249a SGB V
Altersentlastungsbetrag für alle, die 2025 64 wurden: Satz / höchstens12,8 % / 608 €§ 24a EStG
Steuerfreier Arbeitslohn nach der Regelaltersgrenze (Aktivrente)24.000 €§ 3 EStG
Soli erst bei einer Einkommensteuer über, allein / zusammen20.350 € / 40.700 €§ 3 SolzG

Der Kranken- und Pflegebeitrag gilt in der Krankenversicherung der Rentner mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 %. Die Krankenversicherung teilst du dir mit der Rentenversicherung, den Pflegebeitrag trägst du allein (§ 59 SGB XI). Mit dem Satz deiner Kasse rechnet der KVdR-Rechner.

§ 22 EStG 2026: welche Rente nach welcher Nummer besteuert wird

Renten gehören zu den sonstigen Einkünften nach § 22 EStG. Für Renten sind zwei Nummern wichtig: Nr. 1 für die gesetzliche und die private Rente, Nr. 5 für Riester und Betriebsrenten. Entscheidend ist jeweils, ob die Beiträge steuerlich gefördert waren. Was in der Ansparphase Steuern gespart hat, wird im Alter voll oder weitgehend besteuert, was aus versteuertem Geld stammt, nur mit einem kleinen Ertragsanteil.

Was darunter fälltWas steuerpflichtig ist
Gesetzliche Rente, auch Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrente, landwirtschaftliche Alterskasse, Versorgungswerke, Rürup-Rente§ 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStGBesteuerungsanteil nach dem Jahr des Rentenbeginns, 84 % bei Beginn 2026
Private Rentenversicherung und andere Leibrenten ohne Förderung§ 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. bb EStGErtragsanteil nach dem Alter bei Rentenbeginn, mit 67 Jahren 17 %
Unterhalt vom früheren Ehepartner, den dieser als Sonderausgabe abzieht (Realsplitting), und ähnliche Leistungen nach § 10 Abs. 1a§ 22 Nr. 1a EStGsoweit der Zahlende sie abzieht
Private Veräußerungsgeschäfte nach § 23, etwa Kryptowährung oder eine Wohnung innerhalb der Spekulationsfrist§ 22 Nr. 2 EStGder Gewinn, steuerfrei unter 1.000 € im Jahr
Gelegentliche Leistungen, etwa Vermittlungen oder die Vermietung beweglicher Sachen§ 22 Nr. 3 EStGsteuerfrei unter 256 € im Jahr
Bezüge von Abgeordneten§ 22 Nr. 4 EStGvoll, Versorgungsbezüge mit Versorgungsfreibetrag
Riester-Rente, Betriebsrente aus Pensionsfonds, Pensionskasse oder Direktversicherung§ 22 Nr. 5 EStGvoll, soweit die Beiträge gefördert waren, sonst meist der Ertragsanteil

Fassung 2026 nach gesetze-im-internet.de. Nr. 1b und 1c sind weggefallen.

Nicht unter § 22 fallen die Werkspension aus einer Direktzusage oder Unterstützungskasse und die Beamtenpension. Sie sind Arbeitslohn (§ 19 EStG), der frühere Arbeitgeber zieht Lohnsteuer ab. Bei Beginn 2026 bleiben 12,8 % davon steuerfrei, höchstens 960 €, dazu ein Zuschlag von 288 € und 102 € Werbungskosten-Pauschbetrag. Bezüge wegen einer Altersgrenze zählen erst ab 63 als Versorgungsbezüge, mit Schwerbehinderung ab 60 (§ 19 Abs. 2 EStG). Renten aus der gesetzlichen Unfallversicherung sind steuerfrei (§ 3 Nr. 1 Buchst. a EStG).

Auch die geförderten Altersvorsorgeverträge, die Anbieter nach der Reform ab 2027 verkaufen dürfen, werden in der Auszahlung nach Nr. 5 nachgelagert besteuert.

Besteuerungsanteil nach Rentenbeginn: Tabelle 2005 bis 2058

Wie viel von der gesetzlichen Rente steuerpflichtig ist, hängt allein vom Jahr des Rentenbeginns ab, nicht vom Alter und nicht vom laufenden Steuerjahr. Den Anteil behältst du dein Leben lang.

BeginnAnteilBeginnAnteil
bis 200550 %203287 %
200652 %203387,5 %
200754 %203488 %
200856 %203588,5 %
200958 %203689 %
201060 %203789,5 %
201162 %203890 %
201264 %203990,5 %
201366 %204091 %
201468 %204191,5 %
201570 %204292 %
201672 %204392,5 %
201774 %204493 %
201876 %204593,5 %
201978 %204694 %
202080 %204794,5 %
202181 %204895 %
202282 %204995,5 %
202382,5 %205096 %
202483 %205196,5 %
202583,5 %205297 %
202684 %205397,5 %
202784,5 %205498 %
202885 %205598,5 %
202985,5 %205699 %
203086 %205799,5 %
203186,5 %2058100 %

§ 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG. Steuerfrei bleibt der Rest bis 100 %.

Bis 2020 stieg der Anteil um zwei Punkte je Rentenjahrgang, 2021 und 2022 um einen. Mit dem Wachstumschancengesetz von 2024 steigt er rückwirkend ab dem Jahrgang 2023 nur noch um einen halben Punkt, voll steuerpflichtig sind Renten deshalb erst ab dem Rentenbeginn 2058 statt 2040.

Folgt eine Rente auf eine andere aus derselben Versicherung, etwa die Altersrente auf eine Erwerbsminderungsrente oder die Witwenrente auf die Rente des Partners, wird die Laufzeit der früheren Rente vom Beginnjahr abgezogen. Mindestens gilt der Anteil für 2005 (Satz 8).

Der Rentenfreibetrag bleibt ein fester Eurobetrag

Der steuerfreie Teil ist die Differenz zwischen Rente und steuerpflichtigem Anteil (Satz 4). Er wird im Jahr nach dem Rentenbeginn festgelegt, aus der Rente dieses Folgejahres, und gilt dann für die ganze Laufzeit (Satz 5). Bei 18.000 € Rente im Jahr und Beginn 2026 sind das 2.880 €.

Regelmäßige Rentenanpassungen ändern den Betrag nicht (Satz 7), jede Erhöhung ist deshalb voll steuerpflichtig. Steigt die Rente zehn Jahre lang um 3 % im Jahr, liegt sie bei 24.190 €, der Freibetrag aber weiter bei 2.880 €. Das sind dann nur noch 11,9 % der Rente statt 16 %. Was eine Erhöhung nach Steuern und Beiträgen bringt, zeigt der Rentenerhöhung-Rechner.

Ändert sich die Rente aus einem anderen Grund, etwa weil bei einer Witwenrente mehr Einkommen angerechnet wird oder eine Teilrente zur Vollrente wird, passt das Finanzamt den Freibetrag im selben Verhältnis an (Satz 6). Im Jahr des Rentenbeginns gilt der Prozentsatz auf die Monate, in denen du schon Rente bekommen hast.

§ 22 Nr. 5 EStG: Betriebsrente, Riester und Pensionskasse

Leistungen aus Riester-Verträgen, Pensionsfonds, Pensionskassen und Direktversicherungen versteuerst du nach § 22 Nr. 5 EStG. Die Vorschrift teilt jede Leistung danach auf, ob die Beiträge dafür gefördert waren:

Beiträge und LeistungSteuerpflichtig
Gefördert: steuerfrei, etwa nach § 3 Nr. 56, 63 oder 66 EStG, oder über Zulagen und Sonderausgabenabzug (Riester)Satz 1die volle Leistung, auch der Teil aus Zulagen und Erträgen
Nicht gefördert, lebenslange Rente oder Rente wegen Berufsunfähigkeit, Erwerbsminderung oder für HinterbliebeneSatz 2 Buchst. awie nach Nr. 1 Satz 3 Buchst. a, in der Regel der Ertragsanteil
Nicht gefördert, Kapitalzahlung aus einem Versicherungsvertrag, Pensionsfonds, Pensionskasse oder DirektversicherungSatz 2 Buchst. bwie bei einer Lebensversicherung nach § 20 Abs. 1 Nr. 6 in der Fassung für den Vertrag: der Ertrag, unter Umständen zur Hälfte
Nicht gefördert, andere Leistungen, etwa ein Auszahlungsplan aus einem Riester-FondssparplanSatz 2 Buchst. cLeistung minus darauf gezahlte Beiträge, zur Hälfte nach 12 Jahren Laufzeit und ab 62

§ 22 Nr. 5 Satz 1 und 2 EStG. Bei Verträgen bis Ende 2011 reicht für die Hälfte das Alter von 60. Für die meisten Betriebsrenten seit 2005 und für Riester-Renten gilt Satz 1.

Welche Betriebsrente unter Nr. 5 fällt

Es kommt auf den Weg an, über den dein Arbeitgeber die Betriebsrente organisiert hat:

DurchführungswegSteuer im Alter
Direktversicherung§ 22 Nr. 5: voll bei steuerfreien Beiträgen (§ 3 Nr. 63), Ertragsanteil bei Altverträgen mit pauschal versteuerten Beiträgen
Pensionskasse, auch Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst§ 22 Nr. 5, bei der Zusatzversorgung meist aufgeteilt in Satz 1 und Satz 2
Pensionsfonds§ 22 Nr. 5
Direktzusage (Werkspension)§ 19: Arbeitslohn, Lohnsteuer über den früheren Arbeitgeber, mit Versorgungsfreibetrag
Unterstützungskasse§ 19, wie die Direktzusage

Auf Betriebsrenten zahlst du in der Krankenversicherung der Rentner den vollen Beitragssatz und den Pflegebeitrag allein. In der Krankenversicherung bleiben 197,75 € im Monat frei, in der Pflegeversicherung gilt derselbe Betrag nur als Grenze. Riester-Renten sind dort beitragsfrei (§ 229 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 SGB V). Wie die Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst ihre Rente aufteilt, zeigt der VBL-Rechner.

Rechenweg § 22 Nr. 5 Satz 1 Gesetzliche Rente 1.500 € und Betriebsrente 300 € im Monat

Direktversicherung mit steuerfreien Beiträgen, Rentenbeginn 2026, alleinstehend, gesetzlich versichert, ohne Kirchensteuer, ohne Altersentlastungsbetrag.

Gesetzliche Rente im Jahr
18.000 €
davon steuerpflichtig (84 %)
15.120 €
Betriebsrente im Jahr, voll steuerpflichtig
+3.600 €
Werbungskosten-Pauschbetrag, einmal für beide Renten
−102 €
Sonderausgaben-Pauschbetrag
−36 €
Kranken- und Pflegebeitrag auf die gesetzliche Rente
−2.223 €
Kranken- und Pflegebeitrag auf die Betriebsrente
−344,28 €
Zu versteuerndes Einkommen, auf volle Euro abgerundet
16.014 €
Einkommensteuer im Jahr
636 €
ohne Betriebsrente wären es
59 €
Steuer, die auf die Betriebsrente entfällt
577 €

Von 300 € Betriebsrente gehen 28,69 € Kranken- und Pflegebeitrag und anteilig 48,08 € Steuer ab, es bleiben 223,23 € im Monat. Wäre dieselbe Rente aus pauschal versteuerten Beiträgen eines Vertrags von vor 2005 entstanden und ab 66 lebenslang gezahlt, wären nach Satz 2 Buchst. a nur 18 % steuerpflichtig, 648 € im Jahr. Die Steuer stiege dann nur um 45 € im Jahr.

Wie viel von einer Betriebs- oder Riester-Rente bleibt

Rente
im Monat
Betriebsrente:
Abzüge
Betriebsrente:
netto
Riester:
Steuer
Riester:
netto
100 €15,83 €84,17 €15,83 €84,17 €
200 €40,01 €159,99 €33,83 €166,17 €
300 €76,77 €223,23 €54,08 €245,92 €
500 €154,39 €345,61 €100,58 €399,42 €
800 €275,61 €524,39 €175,33 €624,67 €

Jeweils neben 1.500 € gesetzlicher Rente, Rentenbeginn 2026, alleinstehend, mit Kindern, ohne Kirchensteuer und ohne Altersentlastungsbetrag. Abzüge = Kranken- und Pflegebeitrag plus Steuer, Steuer = Mehrsteuer gegenüber der gesetzlichen Rente allein, beides im Monat. Bis 197,75 € fallen auf die Betriebsrente keine Beiträge an.

Die Steuer auf eine Betriebsrente hängt stark davon ab, was du sonst bekommst: Sie wird mit deinem persönlichen Grenzsteuersatz belastet, nicht mit einem eigenen Satz. Wer vor Beginn des Jahres 64 war, bekommt auf Leistungen nach Satz 1 zusätzlich den Altersentlastungsbetrag, auf Leistungen nach Satz 2 Buchst. a nicht (§ 24a Satz 2 EStG).

Kapitalauszahlung und Mitteilung des Anbieters

Lässt du dir eine Betriebsrente aus steuerfreien Beiträgen als Kapital auszahlen, ist der ganze Betrag im Jahr der Auszahlung steuerpflichtig. In der Krankenversicherung gilt ein Hundertzwanzigstel davon 10 Jahre lang als monatliche Betriebsrente (§ 229 Abs. 1 Satz 3 SGB V). Bei Riester darfst du dir zu Beginn bis zu 30 % des Kapitals auszahlen lassen (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 Buchst. a AltZertG). Auch das ist im Jahr der Auszahlung steuerpflichtig, soweit es auf geförderten Beiträgen beruht. Die ermäßigte Besteuerung nach der Fünftelregelung gibt es bei Riester nur für die Abfindung einer Kleinbetragsrente (§ 22 Nr. 5 Satz 13 EStG). Wie die Förderung funktioniert, zeigt der Riester-Rechner.

Bei der ersten Auszahlung und wenn sich der Betrag ändert, schickt dir der Anbieter nach Ablauf des Jahres eine Mitteilung nach amtlichem Muster, in der die Beträge nach Satz 1 und Satz 2 getrennt stehen (§ 22 Nr. 5 Satz 7 EStG). Dem Finanzamt meldet er sie jedes Jahr (§ 22a EStG). In der Steuererklärung gehören sie in die Anlage R-AV/bAV.

So rechnest du § 22 Nr. 5 mit dem Rechner oben

Trag eine Leistung nach Satz 1 als übriges Einkommen ein: eine Riester-Rente in voller Höhe, eine Betriebsrente nach Abzug des Kranken- und Pflegebeitrags darauf. Bei Satz 2 Buchst. a trägst du nur den Ertragsanteil ein. Rechne einmal mit und einmal ohne den Betrag: Die Differenz ist die Steuer auf deine Betriebs- oder Riester-Rente.

Private Rente: nur der Ertragsanteil ist steuerpflichtig

Eine private Rentenversicherung zahlst du aus versteuertem Geld. Steuerpflichtig ist deshalb nur der Ertragsanteil, der pauschal für die Erträge in der Rente steht (§ 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. bb EStG). Er hängt vom Alter ab, das du bei Rentenbeginn vollendet hast, und bleibt dann für die ganze Laufzeit gleich.

AlterAnteilAlterAnteil
6022 %6816 %
6122 %6915 %
6221 %7015 %
6320 %7114 %
6419 %7213 %
6518 %7313 %
6618 %7412 %
6717 %7511 %

Vollendetes Lebensjahr bei Rentenbeginn und Ertragsanteil. Auszug aus der Tabelle in § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. bb Satz 4 EStG. Mit 55 sind es 26 %, mit 97 oder älter 1 %.

Bekommst du ab 67 eine Privatrente von 300 € im Monat, sind 612 € im Jahr steuerpflichtig. Neben 1.500 € gesetzlicher Rente kostet das 93 € Steuer im Jahr. Kranken- und Pflegebeiträge fallen auf eine private Rente in der Krankenversicherung der Rentner nicht an. Was eine Rentenversicherung bringt, rechnet der Lebensversicherungs-Rechner.

Läuft eine private Rente nur für eine bestimmte Zeit, etwa eine Berufsunfähigkeitsrente bis 67, gilt ein Ertragsanteil nach der Laufzeit (§ 55 Abs. 2 EStDV), den der BU-Rechner ansetzt. Und wer vor 2005 mindestens zehn Jahre lang Beiträge über dem Höchstbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt hat, etwa als Selbständiger im Versorgungswerk, kann für den Teil der Rente aus diesen Beiträgen den Ertragsanteil statt des Besteuerungsanteils beantragen (Öffnungsklausel, Doppelbuchst. bb Satz 2). Den Nachweis musst du selbst führen.

Wie viel Steuer auf die Rente: Tabelle und Grenzen 2026

So viel Einkommensteuer zahlst du bei Rentenbeginn 2026 auf verschiedene Renten, wenn keine weiteren Einkünfte dazukommen. Der Grenzsteuersatz zeigt, wie viel von jedem zusätzlichen Euro an das Finanzamt geht, etwa von einer Betriebsrente oder Miete.

Rente
im Monat
Steuer
im Jahr
Anteil an
der Rente
Grenz-
steuersatz
Netto
im Monat
1.000 €0 €0 %0 %877 €
1.250 €0 €0 %0 %1.096 €
1.500 €59 €0,3 %14,8 %1.310 €
1.750 €418 €2 %18,7 %1.499 €
2.000 €862 €3,6 %22,6 %1.681 €
2.500 €1.909 €6,4 %25,2 %2.032 €
3.000 €3.025 €8,4 %26,7 %2.377 €
4.000 €5.447 €11,4 %29,7 %3.052 €
5.000 €8.126 €13,5 %32,6 %3.705 €

Alleinstehend, gesetzlich versichert mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag, mit Kindern, ohne Kirchensteuer. Netto nach Kranken- und Pflegebeitrag und Steuer.

Bis zu welcher Rente keine Steuer anfällt

Die Grenzen sind mit dem Rechner in Euro-Schritten der Monatsrente ermittelt. Die Pflicht zur Steuererklärung beginnt früher als die Steuer, weil für sie der Kranken- und Pflegebeitrag noch nicht abgezogen wird.

HaushaltKeine Steuer
bis
Erklärung
Pflicht ab
Allein, mit Kindern1.453 €1.236 €
Allein, kinderlos1.465 €1.236 €
Ehepaar, beide mit Rente, zusammen2.906 €2.471 €

Bruttorente im Monat, Rentenbeginn 2026, keine weiteren Einkünfte, gesetzlich versichert. Wer früher in Rente gegangen ist, hat einen niedrigeren Anteil, aber alle Erhöhungen seit dem zweiten Rentenjahr voll zu versteuern.

Ehepaare: zwei Renten und Splitting

Zusammen veranlagte Ehepaare zahlen die doppelte Steuer auf die Hälfte ihres gemeinsamen Einkommens. Bei zwei gleich hohen Renten ändert das nichts: Mit je 1.500 € zahlt ihr zusammen 118 €, bei Einzelveranlagung ebenfalls 118 €. Bei ungleichen Renten lohnt es sich. Bekommt einer 2.000 € und der andere 600 € Rente, kämen beide bei Einzelveranlagung auf 862 € Steuer im Jahr, zusammen veranlagt auf 0 €, weil der Grundfreibetrag des Partners mit der kleinen Rente sonst ungenutzt bliebe.

Steuererklärung als Rentner: ab wann Pflicht und was du absetzen kannst

Eine Steuererklärung musst du abgeben, wenn der Gesamtbetrag deiner Einkünfte über dem Grundfreibetrag von 12.348 € liegt, als zusammen veranlagtes Ehepaar über 24.696 € (§ 25 Abs. 3 EStG mit § 56 EStDV). Dazu zählt der steuerpflichtige Teil der Rente nach dem Pauschbetrag von 102 €, plus Betriebsrenten und andere Einkünfte. Bei Rentenbeginn 2026 ohne weitere Einkünfte ist das ab 1.236 € Rente im Monat der Fall, obwohl Steuer erst ab 1.454 € anfällt. Fordert dich das Finanzamt auf, musst du immer abgeben (§ 149 Abs. 1 AO).

Die Erklärung für 2026 ist bis Ende Juli 2027 fällig, mit Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein bis Ende Februar 2028 (§ 149 Abs. 2 und 3 AO). Ohne Pflicht kannst du sie vier Jahre lang nachreichen, für 2022 also noch bis Ende 2026 (§ 169 Abs. 2 Nr. 2 und § 170 Abs. 1 AO). Das lohnt sich, wenn Steuer einbehalten wurde, etwa Abgeltungsteuer auf Zinsen oder Lohnsteuer aus einem Job.

Auf die gesetzliche Rente wird keine Lohnsteuer einbehalten. Ergibt der Bescheid eine Nachzahlung, kann das Finanzamt für die folgenden Jahre Vorauszahlungen festsetzen, fällig am 10. März, Juni, September und Dezember, sobald es mindestens 400 € im Jahr und 100 € je Termin sind (§ 37 Abs. 1, 3 und 5 EStG).

Die gesetzliche, die Rürup- und die private Rente gehören in die Anlage R, Riester- und Betriebsrenten nach § 22 Nr. 5 in die Anlage R-AV/bAV, Renten aus dem Ausland in die Anlage R-AUS. Kranken- und Pflegebeiträge trägst du in der Anlage Vorsorgeaufwand ein.

Was du als Rentner absetzen kannst

Krankheitskosten wie Zuzahlungen, Brille, Zahnersatz oder Hörgerät sind außergewöhnliche Belastungen, soweit sie deine zumutbare Belastung übersteigen (§ 33 EStG). Bei 1.500 € Rente liegt der Gesamtbetrag der Einkünfte bei 15.018 €, die zumutbare Belastung für Alleinstehende ohne Kinder, für die es noch Kindergeld gibt, bei 751 € im Jahr. Erst was darüber hinausgeht, senkt die Steuer. Für die laufenden Mehrkosten einer Behinderung gibt es ohne Einzelnachweis einen Pauschbetrag, von 384 € bei einem Grad der Behinderung von 20 bis 2.840 € bei 100, für hilflose, blinde und taubblinde Menschen 7.400 € (§ 33b EStG). Was er bei deiner Rente bringt, zeigt der Behinderten-Pauschbetrag-Rechner.

Für Haushaltshilfe, Pflegedienst und Handwerkerleistungen zieht das Finanzamt 20 % der Arbeitskosten direkt von der Steuer ab, höchstens 4.000 € und 1.200 € im Jahr (§ 35a EStG). Das hilft nur, wenn überhaupt Steuer anfällt. Spenden und gezahlte Kirchensteuer sind Sonderausgaben.

Zinsen und Dividenden

Kapitalerträge über dem Sparer-Pauschbetrag von 1.000 €, zusammen 2.000 €, versteuert die Bank pauschal mit 25 % Abgeltungsteuer. Liegt dein persönlicher Steuersatz darunter, beantragst du in der Anlage KAP die Günstigerprüfung. Das Finanzamt rechnet dann mit deinem Tarif, wenn das weniger Steuer ergibt (§ 32d Abs. 6 EStG). Bei 1.500 € Rente liegt der Grenzsteuersatz bei 14,8 %. Fällt auch mit den Zinsen voraussichtlich keine Einkommensteuer an, stellt dir das Finanzamt auf Antrag eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung aus. Dann behält die Bank gar keine Steuer ein, die Bescheinigung gilt höchstens drei Jahre (§ 44a Abs. 2 EStG). Mehr dazu beim Kapitalertragsteuer-Rechner.

Arbeiten neben der Rente: Aktivrente, Minijob und Altersentlastungsbetrag

Wer nach der Regelaltersgrenze weiterarbeitet, bekommt seit 2026 bis zu 24.000 € Arbeitslohn im Jahr steuerfrei, wenn der Arbeitgeber Beiträge zur Rentenversicherung zahlt (Aktivrente, § 3 Nr. 21 EStG). Was das spart, rechnet der Aktivrente-Rechner. Ein Minijob bis 603 € im Monat, den der Arbeitgeber mit 2 % pauschal versteuert, taucht in deiner Steuererklärung gar nicht auf (§ 40a Abs. 2 und 5 mit § 40 Abs. 3 EStG). Mehr dazu beim Minijob-Rechner.

Für steuerpflichtigen Arbeitslohn, Mieten, Zinsen außerhalb der Abgeltungsteuer sowie Riester- und Betriebsrenten nach § 22 Nr. 5 Satz 1 gibt es den Altersentlastungsbetrag (§ 24a EStG). Prozentsatz und Höchstbetrag richten sich nach dem Jahr, das auf den 64. Geburtstag folgt, und bleiben dann gleich:

64. Geburtstag
im Jahr
gilt
ab
Prozent der
Einkünfte
höchstens
im Jahr
2022202314 %665 €
2023202413,6 %646 €
2024202513,2 %627 €
2025202612,8 %608 €
2026202712,4 %589 €
2027202812 %570 €
2028202911,6 %551 €

Tabelle in § 24a Satz 5 EStG, sie läuft bis zum Jahr 2058 auf null aus. Bei Ehepaaren gilt sie für jeden getrennt.

Wer 2025 64 wurde und 10.000 € Mieteinkünfte hat, zieht ab 2026 jedes Jahr 608 € ab. Für die gesetzliche Rente, die Rürup-Rente und private Renten mit Ertragsanteil gibt es den Altersentlastungsbetrag nicht (§ 24a Satz 2 EStG).

Doppelbesteuerung: Stand nach BFH und Bundesverfassungsgericht

Eine Doppelbesteuerung liegt vor, wenn die Rente, die du voraussichtlich steuerfrei beziehst, kleiner ist als die Beiträge, die du aus versteuertem Einkommen gezahlt hast. Der Bundesfinanzhof hat dafür 2021 die Rechenregeln festgelegt und eine Doppelbesteuerung für die damaligen Kläger verneint (Urteile vom 19. Mai 2021, X R 20/19 und X R 33/19). Die Verfassungsbeschwerden dagegen hat das Bundesverfassungsgericht nicht zur Entscheidung angenommen (Beschlüsse vom 7. November 2023, 2 BvR 1140/21 und 2 BvR 1143/21). Es hielt dabei für nicht offensichtlich, dass eine Doppelbesteuerung in jedem Einzelfall ausgeschlossen sein muss.

Das Bundesfinanzministerium hat danach zwei Gutachten eingeholt, die die geltende Regelung für verfassungsgemäß halten. Seit März 2025 ergehen Steuerbescheide in diesem Punkt deshalb nicht mehr vorläufig. Wer eine Doppelbesteuerung im eigenen Fall geltend machen will, muss binnen eines Monats Einspruch einlegen (§ 355 AO) und sie mit den eigenen Beitragsnachweisen belegen. In Frage kommen vor allem Selbständige, die vor 2005 hohe Beiträge aus versteuertem Geld gezahlt haben, und spätere Rentenjahrgänge. Der langsamere Anstieg des Besteuerungsanteils seit 2023 verringert das Risiko.

Häufige Fragen

Wie wird eine Witwenrente besteuert?
Wie die eigene Rente, mit einer Besonderheit beim Besteuerungsanteil: Die Witwenrente folgt auf die Rente des Partners, deshalb wird deren Laufzeit vom Jahr abgezogen, in dem die Witwenrente beginnt. Für das so ermittelte Jahr gilt der Besteuerungsanteil, mindestens der für 2005 (§ 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa Satz 8 EStG). Bezog der Partner seine Rente von 2015 bis Ende 2025 und beginnt die Witwenrente 2026, gilt der Anteil von 2015, also 70 %. Die Rente für den Sterbemonat wird noch dem Verstorbenen zugerechnet (Satz 9). Was von der Witwenrente nach der Einkommensanrechnung bleibt, rechnet der Witwenrenten-Rechner.
Wie wird die Altersrente nach einer Erwerbsminderungsrente besteuert?
Auch hier zählt die Laufzeit der Rente davor mit, wenn beide Renten aus derselben Versicherung kommen. Lief die Erwerbsminderungsrente zehn Jahre, von 2016 bis Ende 2025, gilt für die Altersrente ab 2026 der Anteil von 2016: 72 % statt 84 %. Wie die Erwerbsminderungsrente selbst berechnet wird, zeigt der Erwerbsminderungsrenten-Rechner.
Kann ich Krankenkassenbeiträge absetzen?
Ja. Deine Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sind Sonderausgaben (§ 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG), auch die auf eine Betriebsrente. Als gesetzlich Versicherter zahlst du auf die Rente 12,35 %, ohne Kinder 12,95 %; der Rechner zieht das automatisch ab. Privat Versicherte setzen den Beitrag für die Basisabsicherung an, abzüglich des steuerfreien Zuschusses der Rentenversicherung (§ 106 SGB VI). Beiträge für Wahlleistungen wie Chefarzt oder Einbettzimmer bringen meist nichts mehr, weil schon die Basisbeiträge den Höchstbetrag von 1.900 € übersteigen (§ 10 Abs. 4 EStG).
Zahlen Rentner Solidaritätszuschlag?
Fast nie. Der Soli fällt erst an, wenn die Einkommensteuer über 20.350 € im Jahr liegt, bei Ehepaaren über 40.700 € (§ 3 Abs. 3 SolzG). Bei Rentenbeginn 2026 und ohne andere Einkünfte erreichst du das als Alleinstehender erst ab etwa 8.306 € Rente im Monat.
Woher weiß das Finanzamt von meiner Rente?
Die Rentenversicherung, Versorgungswerke, Pensionskassen, Pensionsfonds, Versicherer und Riester-Anbieter melden jede Rente einmal im Jahr mit Betrag und Beginn an die Finanzverwaltung (Rentenbezugsmitteilung, § 22a EStG). Gibst du keine Erklärung ab, obwohl deine Einkünfte über dem Grundfreibetrag liegen, kann dich das Finanzamt dazu auffordern (§ 149 Abs. 1 AO). Die gemeldeten Beträge kannst du in Mein ELSTER abrufen und in die Erklärung übernehmen.
Muss ich den Grundrentenzuschlag versteuern?
Nein. Der Teil der Rente, der auf dem Zuschlag an Entgeltpunkten für langjährige Versicherung beruht, also die Grundrente, ist steuerfrei (§ 3 Nr. 14a EStG). Steuerpflichtig ist nur die übrige Rente, für sie gilt der Besteuerungsanteil deines Rentenbeginns.
Was passiert, wenn ich keine Steuererklärung abgebe, obwohl ich muss?
Das Finanzamt fordert dich auf und schätzt notfalls deine Einkünfte (§ 162 AO). Kommt die Erklärung nicht binnen 14 Monaten nach Ablauf des Jahres und ergibt sich eine Nachzahlung, muss es einen Verspätungszuschlag festsetzen: je angefangenen Monat 0,25 % der Nachzahlung, mindestens 25 € (§ 152 AO). Nachzahlungen werden außerdem 15 Monate nach Ablauf des Jahres verzinst, mit 0,15 % je vollen Monat (§§ 233a, 238 AO).
Zahle ich auf die Rente Kirchensteuer?
Ja, wenn du Kirchenmitglied bist und Einkommensteuer anfällt: 8 % der Einkommensteuer in Bayern und Baden-Württemberg, sonst 9 %. Sie wird mit dem Steuerbescheid festgesetzt, nicht von der Rente abgezogen. Was du an Kirchensteuer zahlst, setzt du im Jahr der Zahlung als Sonderausgabe ab (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 EStG). Im Rechner oben schaltest du sie zu.

Quellen

  1. § 22 EStG: Sonstige Einkünfte: Besteuerungsanteil (Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa), Ertragsanteil (bb), Leistungen nach Nr. 5 gesetze-im-internet.de
  2. § 22a EStG: Rentenbezugsmitteilung gesetze-im-internet.de
  3. § 9a EStG: Werbungskosten-Pauschbetrag 102 € für Renten und Versorgungsbezüge gesetze-im-internet.de
  4. § 10 EStG: Kranken- und Pflegebeiträge als Sonderausgaben, Höchstbeträge gesetze-im-internet.de
  5. § 19 EStG: Versorgungsbezüge und Versorgungsfreibetrag gesetze-im-internet.de
  6. § 24a EStG: Altersentlastungsbetrag, Tabelle nach Jahrgang gesetze-im-internet.de
  7. § 32a EStG: Einkommensteuertarif und Grundfreibetrag gesetze-im-internet.de
  8. § 37 EStG: Vorauszahlungen gesetze-im-internet.de
  9. § 3 EStG: steuerfrei: Unfallrente (Nr. 1), Grundrentenzuschlag (Nr. 14a), Aktivrente (Nr. 21) gesetze-im-internet.de
  10. § 56 EStDV: Wann eine Steuererklärung Pflicht ist gesetze-im-internet.de
  11. § 149 AO und § 152 AO: Abgabefristen, Verspätungszuschlag gesetze-im-internet.de
  12. § 229 SGB V: Beiträge auf Betriebsrenten, Riester-Renten beitragsfrei gesetze-im-internet.de
  13. § 1 AltZertG: Riester: bis 30 % Auszahlung zu Beginn gesetze-im-internet.de
  14. Deutsche Rentenversicherung, Meldung vom 2. April 2024: Wachstumschancengesetz: Besteuerungsanteil steigt seit 2023 um 0,5 Punkte deutsche-rentenversicherung.de
  15. BVerfG, Beschluss vom 7. November 2023, 2 BvR 1140/21: Verfassungsbeschwerde gegen BFH X R 33/19 nicht angenommen, ebenso 2 BvR 1143/21 bundesverfassungsgericht.de
  16. Bundesfinanzministerium, Begleittext vom 10. März 2025: Vorläufigkeitsvermerk zur Rentenbesteuerung aufgehoben (über das Landesamt für Steuern Bayern) lfst.bayern.de
  17. Bundesfinanzministerium: Fragen und Antworten zur Reform der privaten Altersvorsorge: Besteuerung der Auszahlung geförderter Verträge, Start 2027 bundesfinanzministerium.de

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