Zum Inhalt springen

TVöD-Rechner 2026

Seit dem 1. Mai 2026 gelten im TVöD neue Tabellen, 2,8 % höher als vorher. Bei den Kommunen reicht das Monatsbrutto in Vollzeit von 2.534,55 € in E1 Stufe 2 bis 8.204,11 € in E15 Stufe 6. In E9a Stufe 3 sind es 4.097,67 €, davon bleiben in Steuerklasse I ohne Kinder etwa 2.658 € netto. Der Rechner nutzt die Tabellen für Bund und Kommunen, rechnet Teilzeit und bis zu 42 Stunden und zeigt, wann deine nächste Stufe kommt.

Stand: So werden die Rechner geprüft

TVöD-Rechner

Monatsbrutto in E9a Stufe 3

4.097,67 €

TVöD Kommunen (VKA) · Vollzeit 39 Stunden

Stufe 4 erreichst du nach 3 Jahren in Stufe 3. Dann sind es 4.586,77 € im Monat, 489,10 € mehr.

Sonderzahlung (85 %)
3.483,02 €
Jahresbrutto
52.655,06 €
Stundenentgelt
24,16 €

Netto: Der Link öffnet den Brutto-Netto-Rechner mit 4.098 €. Die Zusatzversorgung rechnet er nicht mit. Deinen Anteil legt die Zusatzversorgungskasse deiner Kommune fest.

Auf dieser Seite
  1. So wird gerechnet
  2. TVöD-Tabelle 2026
  3. Netto je Entgeltgruppe
  4. Entgeltgruppen, E12 und E15
  5. Erfahrungsstufen
  6. Jahressonderzahlung
  7. Zuschläge für Feiertag und Nacht
  8. Teilzeit
  9. Beschäftigungszeit
  10. Drei Beispiele
  11. Häufige Fragen
  12. Quellen

So rechnet der TVöD-Rechner

Vier Angaben reichen: wer dich bezahlt, deine Entgeltgruppe, deine Stufe und deine Wochenstunden.

  1. Tabellenwert ablesenEntgeltgruppe und Stufe ergeben das Tabellenentgelt für Vollzeit. Bund und Kommunen haben dafür je eine eigene Tabelle (Anlage A zum TVöD).
  2. Auf deine Stunden umrechnenIn Teilzeit bekommst du den Anteil deiner Stunden an 39 (§ 24 Abs. 2). Seit 2026 kannst du nach der Probezeit mit deinem Arbeitgeber auch bis zu 42 Stunden vereinbaren, jeweils befristet auf höchstens 18 Monate (§ 6 Abs. 1a). Dann steigt das Entgelt im selben Verhältnis.
  3. Zuschlag für ErhöhungsstundenJede Stunde über 39 bringt zusätzlich 25 % (EG 1 bis 9b) oder 10 % (EG 9c bis 15) des Stundenentgelts der Stufe 3, gezahlt als fester Monatsbetrag (§ 8 Abs. 7).
  4. JahressonderzahlungMit dem Novembergehalt kommt ein Prozentsatz deines Durchschnittsentgelts aus Juli bis September dazu. Gerechnet wird dafür mit deinem jetzigen Monatsentgelt.

Monatsbrutto = Tabellenentgelt × Wochenstunden ÷ 39

Stundenentgelt = Tabellenentgelt ÷ (4,348 × 39)

Der Faktor 4,348 aus § 24 Abs. 3 steht für die durchschnittliche Zahl der Wochen im Monat. Gerundet wird jeder Betrag auf den Cent, ab einem halben Cent aufwärts (§ 24 Abs. 4). Nicht im Rechner stecken Zulagen, Zeitzuschläge und das Leistungsentgelt: Dafür stellen die Kommunen jedes Jahr 2 % der ständigen Monatsentgelte des Vorjahres bereit, der Bund bis zu 1 %, verteilt wird es nach Leistung (§ 18). Diese Werte gelten 2026:

RegelWertGrundlage
Erhöhung der Tabellen zum 1. Mai 20262,8 %Tarifeinigung vom 6. April 2025
Die Tabellen gelten bis mindestens31. März 2027§ 39 Abs. 4 TVöD
Wochenarbeitszeit in Vollzeit39 Stunden§ 6 Abs. 1 TVöD
Höchstens, wenn du es vereinbarst42 Stunden§ 6 Abs. 1a TVöD
Jahressonderzahlung Kommunen85 %§ 20 TVöD (VKA)
Jahressonderzahlung Bund, EG 1–8 / 9a–12 / 13–1595 % / 90 % / 75 %§ 20 TVöD (Bund)
Urlaub bei Fünf-Tage-Woche30 Tage, ab 2027 31§ 26 Abs. 1 TVöD
VBL-Umlage West: Beschäftigte / Arbeitgeber1,81 % / 5,49 %VBL-Rechengrößen 2026

TVöD-Tabelle ab 1. Mai 2026

Die Tabellen gelten für Tarifbeschäftigte des Bundes und der Kommunen. Wer bei einem Land angestellt ist, fällt unter den TV-L, in Hessen unter den TV-H. Beamtinnen und Beamte bekommen Besoldung nach eigenen Gesetzen. Die Entgeltgruppen 2 bis 15 haben je sechs Stufen, E1 hat nur fünf, sie beginnt mit Stufe 2 (§ 16).

Zum 1. April 2025 stiegen alle Beträge um 3,0 %, mindestens um 110 €, zum 1. Mai 2026 um weitere 2,8 %. Kündbar sind die Tabellen frühestens zum 31. März 2027. Bis dahin gelten diese Monatsbeträge für Vollzeit bei den Kommunen, in Euro:

GruppeStufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4Stufe 5Stufe 6
E155.827,866.208,966.634,057.214,397.811,378.204,11
E145.298,275.643,356.094,016.594,127.151,577.551,78
E134.901,115.279,325.709,876.177,316.727,387.025,87
E124.415,704.850,915.359,505.923,826.586,006.900,18
E114.269,644.669,925.046,035.454,106.012,566.326,77
E104.124,534.438,164.794,695.181,375.611,955.753,35
E9c4.010,724.290,504.594,764.922,615.275,055.527,70
E9b3.779,844.039,014.203,564.690,554.979,115.313,37
E9a3.658,613.877,944.097,674.586,774.697,434.979,97
E83.486,403.697,293.843,363.992,404.153,504.230,97
E73.294,983.537,943.682,693.828,763.969,054.045,24
E63.240,303.440,253.580,463.719,223.855,503.926,20
E53.124,083.318,043.449,053.587,783.716,703.783,33
E42.994,173.190,453.355,143.457,663.560,173.620,20
E32.953,133.164,203.215,573.332,993.421,103.501,81
E22.767,542.975,323.027,123.101,043.263,523.433,49
E1–2.534,552.568,832.611,692.651,642.754,50

Anlage A (VKA). Nicht enthalten sind die Überleitungsgruppen 2Ü und 15Ü sowie die eigenen Tabellen für den Sozial- und Erziehungsdienst (S) und die Pflege (P).

Beim Bund stehen dieselben Beträge in der Tabelle, bis auf diese Zeilen:

BundStufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4Stufe 5Stufe 6
E9c3.978,294.249,974.589,094.958,595.359,195.487,80
E9b3.833,503.956,174.267,034.608,134.983,575.297,75
E9a3.691,523.917,373.981,074.196,354.590,804.746,88
E1–2.543,552.568,832.611,692.651,642.754,50

Anlage A (Bund). Für E1 Stufe 2 hat die Tarifeinigung beim Bund 2.543,55 € festgesetzt, bei den Kommunen sind es 2.534,55 €.

Netto je Entgeltgruppe 2026

Was netto bleibt, hängt von Steuerklasse, Kindern, Kirche und Krankenkasse ab. Zur Orientierung ist jede Gruppe mit dem Brutto-Netto-Rechner durchgerechnet: Kommunen, Vollzeit, Steuerklasse I, keine Kinder, keine Kirchensteuer, gesetzlich versichert mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag.

Netto im MonatStufe 1Stufe 3Stufe 6
E153.546 €3.987 €4.775 €
E143.281 €3.694 €4.464 €
E133.079 €3.486 €4.193 €
E122.827 €3.312 €4.127 €
E112.750 €3.154 €3.821 €
E102.672 €3.025 €3.508 €
E9c2.611 €2.921 €3.396 €
E9b2.486 €2.714 €3.289 €
E9a2.420 €2.658 €3.120 €
E82.326 €2.521 €2.729 €
E72.220 €2.434 €2.630 €
E62.189 €2.378 €2.566 €
E52.124 €2.305 €2.488 €
E42.051 €2.253 €2.399 €
E32.028 €2.175 €2.334 €
E21.923 €2.070 €2.297 €
E1–1.809 €1.915 €

Gerundet, vor dem Eigenanteil zur Zusatzversorgung. Beim Bund weichen nur E1 Stufe 2 und die Gruppen 9a bis 9c ab.

In E9a Stufe 3 kommen so 65 % des Bruttos an, in E15 Stufe 6 noch 58 %, also 4.775 € von 8.204,11 €. Mit Kindern, in Steuerklasse III oder mit Kirchensteuer sieht es anders aus. Dein eigenes Netto bekommst du über den Link unter dem Ergebnis des Rechners, er übergibt dein Monatsbrutto.

Zusatzversorgung: was davon noch abgeht

Im öffentlichen Dienst kommt eine Betriebsrente dazu, an der du dich beteiligst (§ 25). Beim Bund bist du bei der VBL versichert. Im Abrechnungsverband West beträgt die Umlage 7,3 %, davon zahlt dein Arbeitgeber 5,49 % und du 1,81 %. Im Osten zahlst du 4,25 % Beitrag zur Kapitaldeckung, der Arbeitgeber 2 % Beitrag und 1,06 % Umlage, ab 2027 steigt seine Umlage auf 2,59 %. In E9a Stufe 3 beim Bund sind das für dich im Westen 72,06 €, im Osten 169,20 € im Monat. Bei den Kommunen bist du meist bei einer kommunalen Zusatzversorgungskasse, die ihre Sätze selbst festlegt. Deinen Anteil zeigt die Gehaltsabrechnung.

Die Umlage deines Arbeitgebers ist bis 338 € im Monat steuerfrei (§ 3 Nr. 56 EStG). In der Sozialversicherung zählt ein Teil davon aber als Entgelt (§ 1 Abs. 1 SvEV). Deine Sozialbeiträge fallen deshalb etwas höher aus, als der Brutto-Netto-Rechner zeigt. Was die Zusatzversorgung im Alter bringt, zeigt der VBL-Rechner.

Entgeltgruppen E1 bis E15: welche Tätigkeit wohin gehört

Welche Entgeltgruppe du bekommst, entscheidet deine Tätigkeit, nicht allein dein Abschluss. Eingruppiert bist du in der Gruppe, deren Merkmale Arbeitsvorgänge erfüllen, die zeitlich mindestens die Hälfte deiner Arbeit ausmachen (§ 12 Abs. 2). Es zählt also die Arbeitszeit, nicht die Zahl der Arbeitsvorgänge. Die Gruppe muss im Arbeitsvertrag stehen (§ 12 Abs. 3). Die Merkmale stehen bei den Kommunen in der Entgeltordnung (Anlage 1 zum TVöD), beim Bund im TV EntgO Bund. Für Verwaltung und Büro gelten bei den Kommunen diese allgemeinen Merkmale:

GruppeWas die Tätigkeit verlangt
E15wie E13, dazu besondere Schwierigkeit und Bedeutung sowie erheblich mehr Verantwortung, oder mindestens fünf ständig unterstellte Beschäftigte ab E13
E14wie E13, dazu zu mindestens einem Drittel besondere Schwierigkeit und Bedeutung oder hochwertige Leistungen bei besonders schwierigen Aufgaben, oder mindestens drei ständig unterstellte Beschäftigte ab E13
E13wissenschaftliches Hochschulstudium und entsprechende Tätigkeit, oder gleichwertige Fähigkeiten und Erfahrungen
E12wie E11, dazu erheblich mehr Verantwortung
E11wie E9c, dazu besondere Schwierigkeit und Bedeutung
E10wie E9c, dazu zu mindestens einem Drittel besondere Schwierigkeit und Bedeutung
E9cwie E9b, dazu besonders verantwortungsvoll
E9bHochschulstudium (Bachelor, FH-Diplom) und entsprechende Tätigkeit, oder gründliche, umfassende Fachkenntnisse und selbstständige Leistungen
E9awie E6, dazu selbstständige Leistungen
E8wie E6, dazu zu mindestens einem Drittel selbstständige Leistungen
E7wie E6, dazu zu mindestens einem Fünftel selbstständige Leistungen
E6gründliche und vielseitige Fachkenntnisse
E5Ausbildung von mindestens drei Jahren und entsprechende Tätigkeit, oder gründliche Fachkenntnisse
E4zu mindestens einem Viertel gründliche Fachkenntnisse, oder schwierige Tätigkeiten
E3eingehende fachliche Einarbeitung
E2einfache Tätigkeiten: keine Ausbildung, aber eine fachliche Einarbeitung
E1einfachste Tätigkeiten, etwa Essensausgabe, Garderobe, Botengänge ohne Aufsicht

Entgeltordnung (VKA), Teil A Abschnitt I, sinngemäß gekürzt. Spezielle Merkmale gehen vor (Vorbemerkung Nr. 1), etwa für IT, Ingenieure, Meister und Techniker (Teil A Abschnitt II) oder für Pflege, Sozial- und Erziehungsdienst und Sparkassen (Teil B). Für handwerkliche Tätigkeiten gilt eine eigene Reihe: E5 mit Ausbildung, E6 für hochwertige, E7 für besonders hochwertige Arbeiten.

Hochschulbildung heißt für E9b ein Bachelor oder ein Diplom einer Fachhochschule mit mindestens sechs Semestern Regelstudienzeit. Für E13 braucht es ein wissenschaftliches Studium mit Master, Universitätsdiplom oder Staatsexamen. Ein Bachelor reicht dafür nicht, auch nicht mit mehr als sechs Semestern (Vorbemerkungen Nr. 3 und 4). Ohne passenden Abschluss führt der Weg über gleichwertige Fähigkeiten und Erfahrung oder, bis E12, über die geforderten Fachkenntnisse und selbstständigen Leistungen.

Entgeltgruppe 12 (E12)

Mit E12 endet bei den Kommunen die Reihe für Büro und Verwaltung ohne wissenschaftliches Studium. Die Tätigkeit muss alles verlangen, was E11 ausmacht, und sich durch das Maß der Verantwortung erheblich davon abheben. Bund und Kommunen zahlen in E12 dasselbe: 4.415,70 € in Stufe 1 bis 6.900,18 € in Stufe 6, netto nach der Tabelle oben 2.827 € bis 4.127 €. Die Jahressonderzahlung in Stufe 3 beträgt bei den Kommunen 4.555,58 €, beim Bund 4.823,55 €, weil der Bund in E9a bis E12 90 % zahlt. Für Überstunden gibt es ab E9c nur noch 15 % Zuschlag statt 30 %.

Entgeltgruppe 15 (E15)

E15 ist die höchste Gruppe der Tabelle. Bei den Kommunen setzt sie ein wissenschaftliches Studium voraus und eine Tätigkeit, die sich durch besondere Schwierigkeit und Bedeutung und erheblich durch ihre Verantwortung aus E13 heraushebt, oder mindestens fünf ständig unterstellte Beschäftigte ab E13. Das Tabellenentgelt reicht von 5.827,86 € bis 8.204,11 €. Bei der Sonderzahlung liegen Bund und Kommunen hier weit auseinander: In Stufe 3 sind es bei den Kommunen 5.638,94 €, beim Bund mit 75 % nur 4.975,54 €. Wer regelmäßig mehr bekommt als das Tabellenentgelt der E15, fällt nicht mehr unter den TVöD (§ 1 Abs. 2 Buchst. b), sein Vertrag ist dann frei verhandelt.

Höhergruppierung und höherwertige Tätigkeit

Wächst deine Tätigkeit auf Dauer in eine höhere Gruppe hinein, ohne dass sie dir neu übertragen wurde, bist du nach 6 Monaten ab dem folgenden Monat höher eingruppiert (§ 13 Abs. 1). Überträgt dir der Arbeitgeber eine höherwertige Tätigkeit nur vorübergehend, etwa als Vertretung, gibt es nach einem Monat eine persönliche Zulage, rückwirkend ab dem ersten Tag (§ 14 Abs. 1). Sie gleicht den Unterschied zu dem Entgelt aus, das du nach einer Höhergruppierung bekämest (§ 14 Abs. 3). Bei Eingruppierung, Höhergruppierung und der damit verbundenen Stufenzuordnung bestimmt der Personalrat mit, beim Bund nach § 78 Abs. 1 Nr. 4 BPersVG, bei den Kommunen nach dem Personalvertretungsgesetz des Landes.

6 Monate Ausschlussfrist

Hältst du deine Gruppe oder Stufe für zu niedrig, verlange das höhere Entgelt schriftlich. Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis verfallen, wenn du sie nicht innerhalb von 6 Monaten nach Fälligkeit in Textform geltend machst (§ 37 Abs. 1). Textform heißt lesbar und mit deinem Namen, ein Brief oder eine E-Mail genügt (§ 126b BGB). Einmal geltend gemacht, gilt das auch für die später fälligen Monate.

Erfahrungsstufen: Einstufung und Aufstieg

Bei der Einstellung landest du ohne einschlägige Berufserfahrung in Stufe 1, ab einem Jahr einschlägiger Erfahrung in Stufe 2 und ab 3 Jahren in der Regel in Stufe 3 (§ 16 Abs. 2). Einschlägig ist nach der Protokollerklärung beim Bund Erfahrung in der übertragenen oder einer entsprechenden Tätigkeit, ein Berufspraktikum nach dem TVPöD zählt bei Bund und Kommunen grundsätzlich mit. Andere förderliche Zeiten darf der Arbeitgeber anrechnen, wenn er Personal braucht. Wechselst du direkt aus dem öffentlichen Dienst oder von einem Arbeitgeber mit vergleichbarem Tarifvertrag, darf er deine bisherige Stufe ganz oder teilweise übernehmen (§ 16 Abs. 2a VKA, Abs. 3 Bund). Kommst du direkt aus einem Arbeitsverhältnis beim Bund zum Bund, behältst du Stufe und Laufzeit sogar zwingend, wenn deine Erfahrung einschlägig ist (§ 16 Abs. 2 Satz 4 Bund).

Der Bund darf außerdem, um Fachkräfte zu gewinnen oder zu halten, ein bis zu 2 Stufen höheres Entgelt vorweg zahlen. Wer schon in Stufe 5 oder 6 ist, kann bis zu 20 % der Stufe 2 seiner Gruppe zusätzlich bekommen. Beides ist jederzeit widerruflich (§ 16 Abs. 6 Bund).

Danach steigst du ohne Antrag auf, solange du in derselben Gruppe bleibst. So sieht das in E9a bei einer Kommune aus:

StufeErreichtSeit Stufe 1E9a im Monat
Stufe 1bei Einstellung ohne einschlägige ErfahrungStart3.658,61 €
Stufe 2nach 1 Jahr in Stufe 11 Jahr3.877,94 €
Stufe 3nach 2 Jahren in Stufe 23 Jahre4.097,67 €
Stufe 4nach 3 Jahren in Stufe 36 Jahre4.586,77 €
Stufe 5nach 4 Jahren in Stufe 410 Jahre4.697,43 €
Stufe 6nach 5 Jahren in Stufe 515 Jahre4.979,97 €

§ 16 Abs. 3 VKA, Abs. 4 Bund. E1 beginnt in Stufe 2, jede weitere Stufe folgt nach 4 Jahren.

Bis zur Endstufe dauert es ohne Anrechnung 15 Jahre, in E9a liegt sie 36 % über der Stufe 1. Das höhere Entgelt gibt es vom Beginn des Monats an, in dem du die neue Stufe erreichst (§ 17 Abs. 1). Ab Stufe 3 zählt auch die Leistung: Liegt sie erheblich über dem Durchschnitt, kann der Arbeitgeber die Zeit bis Stufe 4, 5 und 6 verkürzen, liegt sie erheblich darunter, verlängern. Eine Verlängerung muss er jedes Jahr überprüfen, über deine schriftliche Beschwerde berät eine Kommission aus Arbeitgeber und Personal- oder Betriebsrat (§ 17 Abs. 2).

Jahressonderzahlung 2026

Die Jahressonderzahlung, oft Weihnachtsgeld genannt, kommt mit dem Gehalt für November. Anspruch hat, wer am 1. Dezember im Arbeitsverhältnis steht (§ 20 Abs. 1). Grundlage ist dein durchschnittliches Monatsentgelt aus Juli, August und September. Überstunden außerhalb des Dienstplans, Leistungszulagen und Prämien zählen nicht mit, den Satz bestimmt deine Entgeltgruppe am 1. September. Seit 2026 sind die Sätze höher:

EntgeltgruppenBund bis 2025Bund ab 2026Kommunen bis 2025Kommunen ab 2026
EG 1 bis 890 %95 %84,51 %85 %
EG 9a bis 1280 %90 %70,28 %85 %
EG 13 bis 1560 %75 %51,78 %85 %

In kommunalen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bekommen EG 1 bis 8 sogar 90 %, die übrigen Gruppen 85 % (§ 54 Abs. 3 BT-K, § 52a BT-B).

In Euro bedeutet das für Vollzeit in Stufe 3:

GruppeKommunenBundSatz Bund
E155.638,94 €4.975,54 €75 %
E145.179,91 €4.570,51 €75 %
E134.853,39 €4.282,40 €75 %
E124.555,58 €4.823,55 €90 %
E114.289,13 €4.541,43 €90 %
E104.075,49 €4.315,22 €90 %
E9c3.905,55 €4.130,18 €90 %
E9b3.573,03 €3.840,33 €90 %
E9a3.483,02 €3.582,96 €90 %
E83.266,86 €3.651,19 €95 %
E73.130,29 €3.498,56 €95 %
E63.043,39 €3.401,44 €95 %
E52.931,69 €3.276,60 €95 %
E42.851,87 €3.187,38 €95 %
E32.733,23 €3.054,79 €95 %
E22.573,05 €2.875,76 €95 %
E12.183,51 €2.440,39 €95 %

Jahressonderzahlung 2026 brutto, gerechnet mit dem Rechner oben. Für deine Stufe und deine Stunden stellst du ihn entsprechend ein.

Ändern sich deine Stunden im Sommer, werden die drei gezahlten Monatsentgelte addiert und durch drei geteilt (Protokollerklärung zu § 20). Fehlt für einzelne Tage Entgelt, teilt man die Summe durch die Kalendertage mit Entgelt und nimmt sie mal 30,67. Beginnt dein Arbeitsverhältnis erst nach dem 30. September, zählt dein erster voller Kalendermonat.

Rechenweg E9a Stufe 3 bei einer Kommune, im Juli noch 30 Stunden

Ab August Vollzeit. In Vollzeit über alle drei Monate wären es 3.483,02 €, beim Bund 3.582,96 €.

Juli, 30 Stunden
3.152,05 €
August, 39 Stunden
4.097,67 €
September, 39 Stunden
4.097,67 €
Durchschnitt der drei Monate
3.782,46 €
× 85 % = Jahressonderzahlung
3.215,09 €

Für jeden Kalendermonat ohne Entgelt sinkt der Betrag um ein Zwölftel (§ 20 Abs. 4), zum Beispiel wenn du erst im Laufe des Jahres anfängst. Mutterschutz, Elternzeit im Geburtsjahr des Kindes und Monate mit Krankengeldzuschuss kürzen nicht. Netto bleibt von der Sonderzahlung weniger als von einem Monatsgehalt, weil die Lohnsteuer auf das Jahreseinkommen gerechnet wird: Von 3.483,02 € bleiben in Steuerklasse I ohne Kinder etwa 1.850 €, nach rund 875 € Lohnsteuer und 758 € Sozialbeiträgen. Deine Zahlen rechnet der Weihnachtsgeld-Rechner.

Freie Tage statt Geld

Seit 2026 kannst du einen Teil der Sonderzahlung in bis zu 3 freie Tage tauschen (§ 29a). Das verlangst du in Textform bis zum 1. September, die Tage nimmst du im Jahr darauf. Jeder Tag kostet so viel, wie du an einem Arbeitstag verdienst, in E9a Stufe 3 bei einer Kommune in Vollzeit also 188,45 €. Bei den Kommunen gilt das in Verwaltung, Sparkassen, Flughäfen und Entsorgung. Nicht genommene Tage verfallen dort ohne Geld, außer Krankheit oder dringende dienstliche Gründe haben sie verhindert. Beim Bund brauchst du Anspruch auf mindestens 5 Zwölftel der Sonderzahlung, nicht genommene Tage bekommst du dort bezahlt.

Zuschläge 2026: Feiertag, Sonntag, Nacht und Überstunden

Zusätzlich zum Entgelt für die geleistete Arbeit gibt es Zeitzuschläge, auch in Teilzeit in gleicher Höhe je Stunde (§ 8 Abs. 1). Gerechnet werden sie vom Stundenentgelt der Stufe 3 deiner Gruppe, egal in welcher Stufe du bist:

  • Überstunden: 30 % in EG 1 bis 9b, 15 % in EG 9c bis 15
  • Nachtarbeit zwischen 21 und 6 Uhr: 20 %
  • Sonntagsarbeit: 25 %
  • Feiertagsarbeit: 135 % ohne, 35 % mit Freizeitausgleich
  • 24. und 31. Dezember ab 6 Uhr: 35 %
  • Samstag von 13 bis 21 Uhr außerhalb von Schichtarbeit: 20 %

Fallen Sonntag, Feiertag, Samstag oder der 24. und 31. Dezember zusammen, gibt es nur den höchsten dieser Zuschläge. Nachtzuschlag und Überstundenzuschlag kommen dagegen dazu. Gibt es ein Arbeitszeitkonto und lässt der Betrieb es zu, kannst du dir die Zuschläge in Zeit gutschreiben lassen. Je Stunde bei den Kommunen, in Euro:

GruppeStunde Stufe 3ÜberstundeNacht, SamstagSonntagFeiertag ohne / mit Ausgleich
E1539,125,877,829,7852,81 / 13,69
E1435,945,397,198,9948,52 / 12,58
E1333,675,056,738,4245,45 / 11,78
E1231,614,746,327,9042,67 / 11,06
E1129,764,465,957,4440,18 / 10,42
E1028,284,245,667,0738,18 / 9,90
E9c27,104,075,426,7836,59 / 9,49
E9b24,797,444,966,2033,47 / 8,68
E9a24,167,254,836,0432,62 / 8,46
E822,676,804,535,6730,60 / 7,93
E721,726,524,345,4329,32 / 7,60
E621,116,334,225,2828,50 / 7,39
E520,346,104,075,0927,46 / 7,12
E419,795,943,964,9526,72 / 6,93
E318,965,693,794,7425,60 / 6,64
E217,855,363,574,4624,10 / 6,25
E115,154,553,033,7920,45 / 5,30

Zuschlag je Stunde, zusätzlich zum Entgelt für die Stunde. Beim Bund liegt das Stundenentgelt der Stufe 3 in E9a 23,48 €, E9b 25,16 €, E9c 27,06 €, die Zuschläge entsprechend.

Für 8 Stunden Arbeit an einem Feiertag gibt es in E9a bei einer Kommune ohne Freizeitausgleich 260,96 € Zuschlag (32,62 € je Stunde), mit Freizeitausgleich 67,68 € und dazu 8 Stunden frei. Der Ausgleich muss im Dienstplan stehen. Ohne ihn zahlt der Arbeitgeber für die Feiertagsstunde einschließlich Zuschlag und Tabellenentgelt höchstens 235 % (Protokollerklärung zu § 8 Abs. 1). In Stufe 3 sind das genau die volle Stunde plus 135 %.

Überstunden sind angeordnete Stunden über die Wochenarbeitszeit von Vollbeschäftigten, die nicht bis zum Ende der folgenden Kalenderwoche ausgeglichen werden (§ 7 Abs. 7). Die Stunde selbst wird nach deiner Stufe bezahlt, höchstens nach Stufe 4. Für ständige Wechselschicht gibt es 200 € im Monat, für ständige Schichtarbeit 100 €, sonst je Stunde 1,18 € bzw. 0,59 € (§ 8 Abs. 5 und 6). Arbeiten mit außergewöhnlicher Erschwernis, etwa besonderer Gefahr, Hitze oder Schmutz, bringen in der Regel 5 % bis 15 % des Stundenentgelts aus E2 Stufe 2, also 0,88 € bis 2,63 € je Stunde. Welche Arbeiten das sind, regeln eigene Tarifverträge (§ 19).

Zuschläge für tatsächliche Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit bleiben steuerfrei, soweit sie 25, 50 und 125 % deines Grundlohns je Stunde nicht übersteigen, gerechnet mit höchstens 50 € je Stunde (§ 3b EStG). Beitragsfrei sind sie nur bis zu einem Grundlohn von 25 € (§ 1 Abs. 1 SvEV). Weil der TVöD-Zuschlag an der Stufe 3 hängt, die Grenze aber an deinem eigenen Stundenlohn, kann der Feiertagszuschlag ohne Freizeitausgleich in den unteren Stufen etwas darüber liegen. Zuschläge für Überstunden und Samstage sind voll steuerpflichtig. Den steuerfreien Teil und was davon netto bleibt, rechnet der Nachtzuschlag-Rechner.

Teilzeit im TVöD: Entgelt nach Stunden

In Teilzeit bekommst du Tabellenentgelt und alle anderen Monatsbeträge im Verhältnis deiner Stunden zu 39 (§ 24 Abs. 2), dein Stundenentgelt bleibt gleich. Betreust du ein Kind unter 18 Jahren oder pflegst einen Angehörigen, soll der Arbeitgeber deinem Antrag auf weniger Stunden zustimmen, wenn keine dringenden dienstlichen Belange dagegen sprechen. Auf deinen Wunsch wird die Teilzeit auf bis zu 5 Jahre befristet (§ 11 Abs. 1). Am Beispiel E2 Stufe 3 bei einer Kommune mit 17,85 € je Stunde:

WochenstundenBrutto im MonatNetto im Monat
10776,18 €720,16 € *
151.164,28 €988,07 € *
19,51.513,56 €1.218,29 € *
251.940,46 €1.446,99 € *
302.328,55 €1.669,50 €
39 (Vollzeit)3.027,12 €2.069,73 €

Steuerklasse I, keine Kinder, keine Kirchensteuer, gesetzlich versichert. * Übergangsbereich bis 2.000 € brutto: Du zahlst ermäßigte Sozialbeiträge, für die Rente zählt trotzdem das volle Entgelt (§ 20 Abs. 2a SGB IV).

Die Jahressonderzahlung sinkt im selben Verhältnis, weil sie am gezahlten Entgelt hängt, maßgeblich sind die Stunden von Juli bis September. Was weniger Stunden außerhalb des TVöD bringen, zeigt der Teilzeitrechner.

Beschäftigungszeit nach § 34 Abs. 3

Die Beschäftigungszeit ist die Zeit, die du bei deinem Arbeitgeber im Arbeitsverhältnis verbracht hast, auch mit Unterbrechungen (§ 34 Abs. 3). Elternzeit zählt mit, weil das Arbeitsverhältnis weiterläuft. Nicht mit zählt nur Sonderurlaub ohne Bezahlung, es sei denn, der Arbeitgeber hat vorher schriftlich ein dienstliches Interesse daran anerkannt. Wechselst du zu einem anderen Arbeitgeber im TVöD oder kommst von einem anderen öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber, wird die Zeit dort ebenfalls anerkannt.

Mit der Stufenlaufzeit hat das nichts zu tun. Die läuft nur in derselben Entgeltgruppe und beginnt bei einer Höhergruppierung neu, die Beschäftigungszeit läuft einfach weiter. An ihr hängen Kündigungsfrist, Krankengeldzuschuss und Jubiläumsgeld:

BeschäftigungszeitWas gilt
in den ersten 6 MonatenProbezeit, Kündigungsfrist 2 Wochen zum Monatsende (§ 2 Abs. 4, § 34 Abs. 1)
bis 1 JahrKündigungsfrist ein Monat zum Monatsende, kein Krankengeldzuschuss (§ 34 Abs. 1, § 22 Abs. 3)
mehr als 1 JahrKündigungsfrist 6 Wochen zum Quartalsende, Krankengeldzuschuss bis zum Ende der 13. Woche (§ 34 Abs. 1, § 22 Abs. 3)
mehr als 3 JahreKrankengeldzuschuss bis zum Ende der 39. Woche (§ 22 Abs. 3)
ab 5 JahrenKündigungsfrist 3 Monate zum Quartalsende (§ 34 Abs. 1)
ab 8 JahrenKündigungsfrist 4 Monate zum Quartalsende (§ 34 Abs. 1)
ab 10 JahrenKündigungsfrist 5 Monate zum Quartalsende (§ 34 Abs. 1)
ab 12 JahrenKündigungsfrist 6 Monate zum Quartalsende (§ 34 Abs. 1)
mehr als 15 Jahreab dem 40. Geburtstag kündigt der Arbeitgeber nur noch aus wichtigem Grund (Bund, Kommunen im Tarifgebiet West) (§ 34 Abs. 2)
25 JahreJubiläumsgeld 350 €, auch in Teilzeit in voller Höhe (§ 23 Abs. 2)
40 JahreJubiläumsgeld 500 €, auch in Teilzeit in voller Höhe (§ 23 Abs. 2)

Für Kündigungsfrist und Unkündbarkeit zählt nur die Zeit beim jetzigen Arbeitgeber, ohne angerechnete Zeiten anderer Arbeitgeber (§ 34 Abs. 1 und 2 verweisen nur auf Abs. 3 Satz 1 und 2). Für Krankengeldzuschuss und Jubiläumsgeld zählen sie mit.

Rechenweg Beschäftigungszeit mit Sonderurlaub
1. April 2014 bis 30. September 2026
12 Jahre und 6 Monate
Sonderurlaub ohne schriftlich anerkanntes dienstliches Interesse
−6 Monate
Beschäftigungszeit am 1. Oktober 2026
12 Jahre

Damit beträgt die Kündigungsfrist 6 Monate zum Quartalsende, und bei längerer Krankheit gibt es Krankengeldzuschuss bis zum Ende der 39. Woche.

Bist du ohne eigenes Verschulden krank, bekommst du 6 Wochen lang dein Entgelt weiter (§ 22 Abs. 1). Danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld, und der Arbeitgeber legt als Krankengeldzuschuss den Unterschied zu deinem Nettoentgelt drauf (§ 22 Abs. 2). Wie lange, hängt an der Beschäftigungszeit, maßgeblich ist die Zeit, die du während der Krankheit vollendest. Was die Kasse zahlt, rechnet der Krankengeld-Rechner.

Drei Beispiele

Alle drei gerechnet mit dem Rechner oben, ohne Zulagen und Zuschläge.

Rechenbeispiel E9a Stufe 3 bei einer Kommune, Vollzeit
Tabellenentgelt im Monat
4.097,67 €
× 12 Monate
49.172,04 €
+ Jahressonderzahlung 85 %
3.483,02 €
Jahresbrutto
52.655,06 €
Rechenbeispiel E13 Stufe 2 beim Bund, 30 Stunden

Entgelt und Sonderzahlung sinken im selben Verhältnis wie die Stunden. Das Stundenentgelt bleibt mit 31,13 € gleich.

Tabellenentgelt bei 39 Stunden
5.279,32 €
× 30 ÷ 39 = Monatsbrutto
4.061,02 €
+ Jahressonderzahlung 75 %
3.045,77 €
Jahresbrutto
51.778,01 €
Rechenbeispiel E6 Stufe 4 bei einer Kommune, 42 Stunden

Drei Stunden mehr pro Woche nach § 6 Abs. 1a. Mit dem Faktor 4,348 werden daraus 13,04 Stunden im Monat, jede bringt 25 % des Stundenentgelts der Stufe 3 (21,11 €), also 5,28 €.

Tabellenentgelt bei 39 Stunden
3.719,22 €
× 42 ÷ 39
4.005,31 €
+ Zuschlag: 13,04 Stunden × 5,28 €
68,85 €
Monatsbrutto
4.074,16 €

Häufige Fragen

Wie viel Urlaub gibt es im TVöD?
Bei einer Fünf-Tage-Woche 30 Arbeitstage im Jahr, ab 2027 31 (§ 26 Abs. 1). Arbeitest du an weniger oder mehr Tagen, ändert sich der Anspruch im selben Verhältnis, bei vier Tagen sind es 24. Übertragenen Urlaub musst du bis zum 31. März antreten, bei Krankheit oder aus dienstlichen Gründen bis zum 31. Mai (§ 26 Abs. 2). Wer ständig Wechselschicht leistet, bekommt für je 2 zusammenhängende Monate einen Tag Zusatzurlaub, bei ständiger Schichtarbeit für je 4 Monate (§ 27). Deinen Anspruch bei Ein- oder Austritt im Lauf des Jahres rechnet der Urlaubsrechner.
Was passiert bei einer Höhergruppierung mit meiner Stufe?
Du behältst deine Stufe, mindestens aber Stufe 2, und die Stufenlaufzeit beginnt in der neuen Gruppe von vorn (§ 17 Abs. 4 für Kommunen, Abs. 5 für den Bund). Das höhere Entgelt gibt es ab dem Monat, in dem die Höhergruppierung wirksam wird. Hattest du die Tätigkeit vorher vorübergehend mit Zulage ausgeübt und bekommst sie direkt danach auf Dauer, zählt die Stufenlaufzeit schon ab dem ersten Tag der Vertretung (Protokollerklärung Nr. 1 zu § 17 Abs. 4, 4a und 5).
Zählen Teilzeit und Elternzeit für den Stufenaufstieg?
Teilzeit zählt voll, du steigst genauso schnell auf wie in Vollzeit (§ 17 Abs. 3). Mit angerechnet werden auch Mutterschutz, Krankheit bis zu 39 Wochen und bezahlter Urlaub. Elternzeit bis zu fünf Jahren und andere Unterbrechungen bis zu drei Jahren schaden nicht, zählen aber nicht mit: Die Wartezeit läuft danach dort weiter, wo sie stand. Dauert die Pause länger, kommst du eine Stufe tiefer zurück, aber nicht unter die Stufe einer Neueinstellung.
Wie hoch ist der Stundenlohn im TVöD?
Das Stundenentgelt ist der Monatsbetrag geteilt durch das 4,348-Fache der Wochenstunden (§ 24 Abs. 3), in Vollzeit also durch 169,572. In E1 Stufe 2 kommen die Kommunen damit auf 14,95 €, mehr als der Mindestlohn von 13,90 €. E9a Stufe 3 bringt 24,16 €, E15 Stufe 6 48,38 €. Den Stundenlohn aus einem beliebigen Gehalt rechnet der Stundenlohn-Rechner.
Kann ich mit dem Rechner auch 2019 oder andere Jahre rechnen?
Nein. Er rechnet nur mit den Tabellen, die seit dem 1. Mai 2026 gelten. Gekündigt werden können sie frühestens zum 31. März 2027 (§ 39 Abs. 4 Buchst. c), bis dahin steigt dein Entgelt nur mit der nächsten Stufe oder einer höheren Gruppe. Die Beträge früherer Jahre stehen in der damals gültigen Fassung der Anlage A zum TVöD. Willst du für ein früheres Jahr Geld nachfordern, etwa wegen einer falschen Stufe, hilft dir das meist nicht mehr: Ansprüche verfallen, wenn du sie nicht innerhalb von 6 Monaten nach Fälligkeit in Textform verlangst (§ 37 Abs. 1). Hast du sie damals geltend gemacht, gilt das auch für die später fälligen Beträge.
Für wen gilt der TVöD und für wen nicht?
Für Beschäftigte des Bundes und von Arbeitgebern, die Mitglied eines Arbeitgeberverbands der VKA sind (§ 1 Abs. 1). Das sind vor allem Städte, Gemeinden, Kreise und kommunale Unternehmen in einem kommunalen Arbeitgeberverband. Nicht unter den TVöD fallen unter anderem leitende Angestellte mit eigens vereinbarten Arbeitsbedingungen, Chefärztinnen und Chefärzte, wer regelmäßig mehr als das Tabellenentgelt der E15 bekommt, und Beschäftigte, für die der TV-V der Versorgungsbetriebe gilt (§ 1 Abs. 2).
Wann wird das Gehalt im TVöD überwiesen?
Am letzten Tag des Monats, für den laufenden Monat (§ 24 Abs. 1). Fällt der Zahltag auf einen Samstag, einen Feiertag oder den 31. Dezember, zählt der Werktag davor, fällt er auf einen Sonntag, der zweite Werktag davor. Was nicht als Monatsbetrag festgelegt ist, etwa Zeitzuschläge, wird erst am Zahltag des übernächsten Monats fällig. Die Jahressonderzahlung kommt mit dem Gehalt für November (§ 20 Abs. 5).
Gibt es im TVöD vermögenswirksame Leistungen?
Ja, 6,65 € im Monat für Vollbeschäftigte, wenn das Arbeitsverhältnis voraussichtlich mindestens sechs Monate dauert (§ 23 Abs. 1). Der Anspruch beginnt frühestens mit dem Monat, in dem du deinem Arbeitgeber die nötigen Angaben zu deinem Sparvertrag schriftlich mitteilst, rückwirkend für die beiden Monate davor im selben Jahr. In Teilzeit gibt es den Anteil deiner Stunden (§ 24 Abs. 2), bei den Kommunen ist der Betrag ein Mindestbetrag. Für die Zusatzversorgung zählt er nicht.
Wie lange dauert die Probezeit im TVöD?
Die ersten 6 Monate, wenn ihr nichts Kürzeres vereinbart (§ 2 Abs. 4). Wer direkt nach der Ausbildung übernommen wird, hat keine Probezeit. In den ersten 6 Monaten können beide Seiten mit 2 Wochen zum Monatsende kündigen (§ 34 Abs. 1). Mehr als 39 Wochenstunden kannst du erst nach der Probezeit vereinbaren (§ 6 Abs. 1a).

Quellen

  1. VKA: TVöD Allgemeiner Teil, Lesefassung Stand 1. Januar 2026: Tabellen für Bund und Kommunen ab 1. Mai 2026, §§ 1, 2, 6 bis 8, 11 bis 24, 26, 27, 29a, 34, 37 vka.de
  2. dbb: Einigungspapier der Tarifrunde vom 6. April 2025: Erhöhungen, Jahressonderzahlung ab 2026, bis zu 42 Stunden, zusätzlicher Urlaubstag dbb.de
  3. VKA: TVöD Verwaltung, Broschürenfassung: Entgeltordnung (VKA) mit den allgemeinen Tätigkeitsmerkmalen, Urlaub ab 2027 vka.de
  4. VKA: TVöD-V, durchgeschriebene Fassung Stand 1. August 2025: Jahressonderzahlung der Kommunen bis 2025 vka.de
  5. Öffentlicher-Dienst.Info: Jahressonderzahlung TVöD Bund: Sätze bis 2025 und ab 2026 oeffentlicher-dienst.info
  6. VBL: Rechengrößen 2026, Abrechnungsverband West: Umlage und steuerfreier Betrag vbl.de
  7. VBL: Rechengrößen 2026, Abrechnungsverband Ost: Umlage und Beitrag zur Kapitaldeckung vbl.de
  8. § 1 SvEV: Umlage des Arbeitgebers und Zuschläge in der Sozialversicherung gesetze-im-internet.de
  9. § 3b EStG: Steuerfreie Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit gesetze-im-internet.de
  10. § 20 SGB IV: Übergangsbereich bis 2.000 € gesetze-im-internet.de
  11. § 78 BPersVG: Mitbestimmung bei Eingruppierung und Stufenzuordnung gesetze-im-internet.de
  12. § 126b BGB: Textform gesetze-im-internet.de

Passende Rechner