Auf dieser Seite
Von brutto zu netto
Die Zahl in der Renteninformation ist brutto. Davon gehen als Mitglied der Krankenversicherung der Rentner die Hälfte des Krankenkassenbeitrags und der volle Pflegebeitrag ab. Dazu kommt Einkommensteuer auf den steuerpflichtigen Teil der Rente, der mit dem Jahr des Rentenbeginns wächst.
| Rente brutto | Kranken- und Pflegeversicherung | Steuer | netto |
|---|---|---|---|
| 1.000 € | 123,50 € | 0,00 € | 876,50 € |
| 1.500 € | 185,25 € | 4,92 € | 1.309,83 € |
| 2.000 € | 247,00 € | 71,83 € | 1.681,17 € |
| 2.500 € | 308,75 € | 159,08 € | 2.032,17 € |
Rentenbeginn 2026, alleinstehend, keine weiteren Einkünfte, mit Kindern, durchschnittlicher Zusatzbeitrag. Wer später in Rente geht, versteuert einen höheren Anteil.
Was das Rentenniveau bedeutet
Das Rentenniveau vergleicht die Rente eines Durchschnittsverdieners nach 45 Beitragsjahren mit dem Durchschnittslohn, beides nach Sozialabgaben und vor Steuern (§ 154a SGB VI). Bis 2031 darf es nicht unter 48 % fallen (§ 255e SGB VI). Diese Standardrente beträgt seit Juli 2026 1.913,40 € brutto im Monat.
Für dich sagt das Niveau wenig. Wer weniger verdient hat, Jahre in Teilzeit war oder später angefangen hat, kommt nicht auf 45 Punkte. Ob deine Rente reicht, zeigt nur der Vergleich mit deinem eigenen Bedarf.
Wie viel du brauchst
Eine feste Regel gibt es nicht. Der Rechner startet mit 80 % deines heutigen Nettos, weil im Alter manche Kosten wegfallen: Beiträge für die Altersvorsorge, Fahrten zur Arbeit, oft auch Kredite. Andere kommen dazu, etwa Zuzahlungen für Gesundheit und irgendwann Pflege.
Den größten Unterschied macht das Wohnen. Wer im abbezahlten Eigenheim lebt, braucht deutlich weniger als jemand, der Miete zahlt, die weiter steigt. Genauer wird es, wenn du deine heutigen Ausgaben durchgehst und überlegst, welche bleiben.
Die Lücke schließen
Je früher du anfängst, desto kleiner die Rate. Für eine Lücke von 500 € im Monat, die 20 Jahre lang gedeckt werden soll:
| Zeit bis zur Rente | Sparrate heute | Kapital zum Rentenbeginn |
|---|---|---|
| 10 Jahre | 784 € | 109.063 € |
| 20 Jahre | 336 € | 109.063 € |
| 30 Jahre | 190 € | 109.063 € |
In heutiger Kaufkraft, 5 % Rendite vorher, 3 % im Ruhestand, 2 % Inflation, vor Steuern. Die Rate wächst jedes Jahr mit der Inflation.
- Betriebsrente: Bis 8.112 € im Jahr kannst du aus dem Brutto steuerfrei einzahlen, bis 4.056 € auch ohne Sozialabgaben. Spart der Arbeitgeber dadurch Sozialbeiträge, muss er 15 % dazugeben (§ 1a Abs. 1a BetrAVG).
- Riester: 175 € Zulage im Jahr, 300 € je Kind ab Geburtsjahr 2008, wenn du 4 % deines Vorjahresbruttos einzahlst, abzüglich der Zulagen. Lohnt sich vor allem mit Kindern und kleinem Einkommen.
- ETF-Sparplan: flexibel, jederzeit verfügbar, mit Kursrisiko. Erträge kosten Abgeltungsteuer über dem Pauschbetrag.
- Rürup-Rente: für Selbstständige und Gutverdiener, Beiträge bis 30.826 € im Jahr als Sonderausgabe, dafür nicht vererbbar und nur als Rente auszahlbar.
Bevor du Verträge abschließt: Schau in deinen Versicherungsverlauf, ob alle Zeiten erfasst sind. Fehlende Ausbildungs- oder Kindererziehungszeiten erhöhen die Rente, ohne dass du etwas zahlst.
Häufige Fragen
Wie berechne ich meine Rentenlücke?
Wie hoch ist das Rentenniveau?
Ist die Rente in der Renteninformation schon inflationsbereinigt?
Zahle ich auf die Betriebsrente Krankenversicherung?
Welche Rendite ist realistisch?
Zählt eine abbezahlte Wohnung zur Altersvorsorge?
Wie viel Vermögen brauche ich, um die Lücke zu schließen?
Muss ich im Alter Steuern auf die private Vorsorge zahlen?
Quellen
- § 154a SGB VI: Sicherungsniveau vor Steuern, Standardrente mit 45 Entgeltpunkten gesetze-im-internet.de
- § 255e SGB VI: Mindestsicherungsniveau von 48 % bis 1. Juli 2031 gesetze-im-internet.de
- § 1a BetrAVG: Entgeltumwandlung und 15 % Arbeitgeberzuschuss gesetze-im-internet.de
- § 22 EStG: Besteuerungsanteil der Rente gesetze-im-internet.de
- § 226 SGB V: Krankenversicherung auf Betriebsrenten gesetze-im-internet.de