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Rentenlücke-Rechner

Die Rentenlücke ist der Unterschied zwischen dem, was du im Alter brauchst, und dem, was die Renten netto bringen. Bei 2.500 € Netto heute, 80 % Bedarf und 1.500 € Bruttorente fehlen 722 € im Monat. Das Kapital dafür wären 157.414 € in heutiger Kaufkraft, rund 358 € Sparrate über 25 Jahre.

Stand: So werden die Rechner geprüft

Rentenlücke-Rechner

Rentenlücke im Monat

721,67 €

Bedarf 2.000,00 € · Rente netto 1.278,33 € · gedeckt 64 %

Du brauchst 2.000,00 €, die Rente bringt netto 1.278,33 €. Um die 721,67 € im Monat für 20 Jahre zu decken, brauchst du beim Rentenbeginn 157.414 € in heutiger Kaufkraft. Dafür müsstest du ab jetzt rund 358 € im Monat sparen.

Kapital nötig
157.414 €
Sparrate heute
358 €
In Euro von 2051
258.255 €

Rechenweg

Gesetzliche Rente brutto1.500,00 €
− Kranken- und Pflegeversicherung−185,25 €
− Einkommensteuer (Rentenbeginn 2051)−36,42 €
= Rente netto1.278,33 €
Bedarf: 80 % von 2.500,00 €2.000,00 €
= Lücke im Monat721,67 €

Steuer für Alleinstehende ohne weitere Einkünfte, Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag. Die Sparrate steigt jedes Jahr mit der Inflation.

Früh anfangen: Jedes Jahr, das du wartest, macht die Rate größer, weil die Zeit für Zinseszins fehlt. Mit 10 Jahren weniger Zeit wären es rund 686 € im Monat statt 358 €.

Auf dieser Seite
  1. Von brutto zu netto
  2. Was das Rentenniveau bedeutet
  3. Wie viel du brauchst
  4. Die Lücke schließen
  5. Häufige Fragen
  6. Quellen

Von brutto zu netto

Die Zahl in der Renteninformation ist brutto. Davon gehen als Mitglied der Krankenversicherung der Rentner die Hälfte des Krankenkassenbeitrags und der volle Pflegebeitrag ab. Dazu kommt Einkommensteuer auf den steuerpflichtigen Teil der Rente, der mit dem Jahr des Rentenbeginns wächst.

Rente bruttoKranken- und PflegeversicherungSteuernetto
1.000 €123,50 €0,00 €876,50 €
1.500 €185,25 €4,92 €1.309,83 €
2.000 €247,00 €71,83 €1.681,17 €
2.500 €308,75 €159,08 €2.032,17 €

Rentenbeginn 2026, alleinstehend, keine weiteren Einkünfte, mit Kindern, durchschnittlicher Zusatzbeitrag. Wer später in Rente geht, versteuert einen höheren Anteil.

Was das Rentenniveau bedeutet

Das Rentenniveau vergleicht die Rente eines Durchschnittsverdieners nach 45 Beitragsjahren mit dem Durchschnittslohn, beides nach Sozialabgaben und vor Steuern (§ 154a SGB VI). Bis 2031 darf es nicht unter 48 % fallen (§ 255e SGB VI). Diese Standardrente beträgt seit Juli 2026 1.913,40 € brutto im Monat.

Für dich sagt das Niveau wenig. Wer weniger verdient hat, Jahre in Teilzeit war oder später angefangen hat, kommt nicht auf 45 Punkte. Ob deine Rente reicht, zeigt nur der Vergleich mit deinem eigenen Bedarf.

Wie viel du brauchst

Eine feste Regel gibt es nicht. Der Rechner startet mit 80 % deines heutigen Nettos, weil im Alter manche Kosten wegfallen: Beiträge für die Altersvorsorge, Fahrten zur Arbeit, oft auch Kredite. Andere kommen dazu, etwa Zuzahlungen für Gesundheit und irgendwann Pflege.

Den größten Unterschied macht das Wohnen. Wer im abbezahlten Eigenheim lebt, braucht deutlich weniger als jemand, der Miete zahlt, die weiter steigt. Genauer wird es, wenn du deine heutigen Ausgaben durchgehst und überlegst, welche bleiben.

Die Lücke schließen

Je früher du anfängst, desto kleiner die Rate. Für eine Lücke von 500 € im Monat, die 20 Jahre lang gedeckt werden soll:

Zeit bis zur RenteSparrate heuteKapital zum Rentenbeginn
10 Jahre784 €109.063 €
20 Jahre336 €109.063 €
30 Jahre190 €109.063 €

In heutiger Kaufkraft, 5 % Rendite vorher, 3 % im Ruhestand, 2 % Inflation, vor Steuern. Die Rate wächst jedes Jahr mit der Inflation.

  • Betriebsrente: Bis 8.112 € im Jahr kannst du aus dem Brutto steuerfrei einzahlen, bis 4.056 € auch ohne Sozialabgaben. Spart der Arbeitgeber dadurch Sozialbeiträge, muss er 15 % dazugeben (§ 1a Abs. 1a BetrAVG).
  • Riester: 175 € Zulage im Jahr, 300 € je Kind ab Geburtsjahr 2008, wenn du 4 % deines Vorjahresbruttos einzahlst, abzüglich der Zulagen. Lohnt sich vor allem mit Kindern und kleinem Einkommen.
  • ETF-Sparplan: flexibel, jederzeit verfügbar, mit Kursrisiko. Erträge kosten Abgeltungsteuer über dem Pauschbetrag.
  • Rürup-Rente: für Selbstständige und Gutverdiener, Beiträge bis 30.826 € im Jahr als Sonderausgabe, dafür nicht vererbbar und nur als Rente auszahlbar.
Erst die Zahl prüfen

Bevor du Verträge abschließt: Schau in deinen Versicherungsverlauf, ob alle Zeiten erfasst sind. Fehlende Ausbildungs- oder Kindererziehungszeiten erhöhen die Rente, ohne dass du etwas zahlst.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meine Rentenlücke?
Bedarf im Alter minus Netto-Rente. Den Bedarf setzt du als Anteil deines heutigen Nettos an, im Beispiel 80 % von 2.500 €. Von 1.500 € Bruttorente gehen Kranken- und Pflegeversicherung und gegebenenfalls Steuer ab, es bleiben 1.278 €. Die Lücke beträgt so 722 € im Monat in heutiger Kaufkraft. Der Rechner oben rechnet das mit deinen Zahlen und der Inflation bis zum Rentenbeginn.
Wie hoch ist das Rentenniveau?
Gesetzlich gesichert sind 48 % bis zum 1. Juli 2031 (§ 255e SGB VI). Gemeint ist das Verhältnis einer Standardrente nach 45 Jahren Durchschnittsverdienst zum Durchschnittsverdienst, beides vor Steuern und nach Sozialbeiträgen. Deine eigene Rente kann darüber oder darunter liegen, je nach Verdienst und Beitragsjahren.
Ist die Rente in der Renteninformation schon inflationsbereinigt?
Nicht ausdrücklich. Die Hochrechnung rechnet mit dem Rentenwert von heute, ohne künftige Erhöhungen. Weil die Renten ungefähr mit den Löhnen steigen, entspricht die Zahl grob der heutigen Kaufkraft. Der Rechner behandelt sie deshalb so und rechnet auch den Rest in heutigem Geld.
Zahle ich auf die Betriebsrente Krankenversicherung?
Ja, als gesetzlich Versicherter den vollen Beitrag, also auch den Arbeitgeberanteil. Für die Krankenversicherung gibt es 2026 einen Freibetrag von 197,75 € im Monat, für die Pflegeversicherung nur eine Freigrenze. Was genau abgeht, zeigt der KVdR-Rechner.
Welche Rendite ist realistisch?
Das kann niemand sicher sagen. Sichere Anlagen wie Tagesgeld bringen oft kaum mehr als die Inflation, ein breit gestreutes Aktien-Depot hat langfristig mehr gebracht, schwankt aber stark. Rechne lieber mit einer vorsichtigen Annahme und prüf, wie sich die Rate ändert, wenn es schlechter läuft.
Zählt eine abbezahlte Wohnung zur Altersvorsorge?
Ja, als gesparte Miete. Wer im Alter mietfrei wohnt, braucht weniger Einkommen, die Lücke wird entsprechend kleiner. Rechne aber Instandhaltung, Grundsteuer und Nebenkosten ein, die bleiben. Ob Kaufen oder Mieten mit Sparen besser abschneidet, zeigt der Mieten-oder-Kaufen-Rechner.
Wie viel Vermögen brauche ich, um die Lücke zu schließen?
Eine grobe Faustregel ist die 4-Prozent-Regel: Für 1.000 € im Monat brauchst du rund 300.000 €. Wie viel du dafür monatlich sparen musst, rechnet der Vermögensaufbau-Rechner, wie lange ein Vermögen bei einer bestimmten Entnahme reicht, der Entnahmeplan-Rechner.
Muss ich im Alter Steuern auf die private Vorsorge zahlen?
Kommt auf die Form an. Erträge im Depot kosten Abgeltungsteuer, über dem Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € im Jahr. Riester- und Betriebsrenten werden voll versteuert, weil die Beiträge vorher steuerlich gefördert wurden. Der Rechner lässt diese Steuern außen vor.

Quellen

  1. § 154a SGB VI: Sicherungsniveau vor Steuern, Standardrente mit 45 Entgeltpunkten gesetze-im-internet.de
  2. § 255e SGB VI: Mindestsicherungsniveau von 48 % bis 1. Juli 2031 gesetze-im-internet.de
  3. § 1a BetrAVG: Entgeltumwandlung und 15 % Arbeitgeberzuschuss gesetze-im-internet.de
  4. § 22 EStG: Besteuerungsanteil der Rente gesetze-im-internet.de
  5. § 226 SGB V: Krankenversicherung auf Betriebsrenten gesetze-im-internet.de

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