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ETF-Sparplan-Rechner 2026

200 € im Monat plus 1.000 € zum Start werden bei angenommenen 6 % Rendite im Jahr in 25 Jahren zu 129.257 €, nach allen Steuern. Eingezahlt hast du 61.000 €. In heutiger Kaufkraft sind das bei 2 % Inflation 78.786 €. Die Rendite ist eine Annahme, der Rechner zeigt, wie stark sie das Ergebnis verändert.

Stand: So werden die Rechner geprüft

ETF-Sparplan-Rechner

Depot nach 25 Jahren, nach Steuern

129.257 €

vor Steuern 139.550 € · eingezahlt 61.000 € · Gewinn 78.550 €

Aus 61.000 € Einzahlungen werden bei 6 % Rendite im Jahr 129.257 € nach Steuern. In heutiger Kaufkraft sind das 78.786 €.

Gewinn vor Steuern
78.550 €
Steuer insgesamt
10.293 €
Kaufkraft heute
78.786 €

Entwicklung

JahrEingezahltDepotVorabpauschale
513.000 €15.235 €299 €
1025.000 €34.286 €702 €
1537.000 €59.779 €1.240 €
2049.000 €93.895 €1.961 €
2561.000 €139.550 €2.926 €

Steuer aufgeteilt: Auf die Vorabpauschalen der Jahre vor dem Verkauf fallen zusammen rund 950 € Steuer an. Beim Verkauf am Ende sind es rund 9.343 €, mit der Vorabpauschale des letzten Jahres. Verkaufst du über mehrere Jahre verteilt, nutzt du den Sparer-Pauschbetrag öfter.

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Kopier den Code an die Stelle deiner Seite, an der der Rechner stehen soll. Er läuft dann bei dir, kostenlos, ohne Werbung und ohne Statistik, und rechnet immer mit den aktuellen Werten. Der Link zu RechnerCheck unter dem Rechner muss drinbleiben. Alle Rechner zum Einbinden

Auf dieser Seite
  1. Formel und Rechenweg
  2. Sparplan-Tabelle
  3. Welche Rendite realistisch ist
  4. Risiko und größter Verlust
  5. Was ein ETF ist
  6. MSCI World oder All-World
  7. Aktien-Sparplan
  8. TER und Tracking Difference
  9. Vorabpauschale und Steuern
  10. Inflation und Dynamik
  11. Entnahme
  12. Sparplan für Kinder
  13. Häufige Fragen
  14. Quellen

Sparplan berechnen: Formel und Rechenweg

Jeder Sparplan-Rechner rechnet im Kern mit Zinseszins: Jede Rate wächst ab ihrem Monat, und die Erträge wachsen mit. Der Rechner oben nimmt dafür diese Formel, danach zieht er die Steuern ab:

Endkapital = Einmalbetrag × (1 + r)J + Rate × ((1 + m)n − 1) ÷ m, mit m = (1 + r)1/12 − 1

  1. Monatsrendite bestimmenAus der Jahresrendite r wird die Monatsrendite m so, dass sich übers Jahr genau r ergibt. Wer einfach r ÷ 12 nimmt, rechnet sich das Ergebnis etwas schöner.
  2. Einmalbetrag aufzinsenEr wächst J Jahre lang mit (1 + r) hoch J.
  3. Raten aufzinsenDie Summe aller Raten mit ihren Erträgen ist die Rate mal dem Endwertfaktor, n ist die Zahl der Monate. Die Rate geht am Monatsende ein.
  4. Steuern abziehenJedes Jahr auf die Vorabpauschale, am Ende auf den Gewinn beim Verkauf, siehe Steuern.
  5. KaufkraftDas Ergebnis geteilt durch (1 + Inflation) hoch J zeigt, was es in heutigem Geld wert ist.
Rechenbeispiel 1.000 € zum Start, 200 € im Monat, 6 % Rendite, 25 Jahre
Monatsrendite: 1,06 hoch 1/12, minus 1
0,4868 %
Einmalanlage: 1.000 € × 1,06 hoch 25
4.292 €
Sparraten: 200 € × Endwertfaktor 676,29 für 300 Monate
135.258 €
Depot vor Steuern
139.550 €
Steuer auf die Vorabpauschalen der Jahre 1 bis 24
−950 €
Steuer beim Verkauf am Ende, mit der Vorabpauschale des letzten Jahres
−9.343 €
Depot nach Steuern
129.257 €

Von den 139.550 € vor Steuern hast du 61.000 € selbst eingezahlt, 78.550 € sind Erträge. Steuern zahlst du nur auf die Erträge, und davon bleiben bei einem Aktien-ETF 30 % steuerfrei.

Sparplan-Tabelle: Endkapital nach Rate, Laufzeit und Rendite

Was aus einer monatlichen Rate wird, bei angenommenen 6 % Rendite im Jahr, nach Steuern:

Sparrate im Monat10 Jahre20 Jahre30 Jahre40 Jahre
25 €4.062 €10.941 €22.758 €43.645 €
50 €8.113 €21.618 €45.252 €86.814 €
100 €15.963 €42.972 €90.029 €170.970 €
200 €31.662 €85.591 €177.634 €336.878 €
300 €47.361 €127.658 €264.403 €501.951 €
500 €78.757 €211.095 €437.245 €831.400 €
1.000 €156.626 €418.665 €868.328 €1.654.000 €

Thesaurierender Aktien-ETF ohne Einmalanlage und ohne Kosten, Vorabpauschale mit dem Basiszins 2026 für alle Jahre, ein Sparer-Pauschbetrag.

Dieselben 200 € im Monat mit anderer Rendite. Eingezahlt hast du nach 10, 20 und 30 Jahren 24.000 €, 48.000 €, 72.000 €:

Rendite im Jahr (Annahme)10 Jahre20 Jahre30 Jahre
2 %26.519 €58.846 €97.957 €
4 %29.065 €70.751 €130.237 €
6 %31.662 €85.591 €177.634 €
8 %34.565 €104.613 €248.592 €

Mit 8 % statt 2 % hast du nach 30 Jahren das 2,5-Fache. Auch die Laufzeit wirkt stark: Wer 40 statt 30 Jahre spart, landet beim 1,9-Fachen, obwohl er nur ein Drittel mehr einzahlt.

Welche Rendite realistisch ist: Zahlen zum MSCI World

Die Rendite ist die wichtigste Annahme und die unsicherste. Ein Anhaltspunkt ist die Vergangenheit: Der MSCI World brachte seit Ende 1987 im Schnitt 9,02 % im Jahr, in den zehn Jahren bis 30. September 2026 13,37 % im Jahr. Beides gilt in US-Dollar, mit wieder angelegten Dividenden und vor Kosten und Steuern (Factsheet von MSCI, Stand 30. September 2026). Für dich in Euro kommt die Schwankung des Dollarkurses dazu.

Die Beispiele rechnen mit 6 % im Jahr, also unter diesen Werten, weil Fondskosten, Steuern und schwächere Jahrzehnte die Rendite drücken können. Eine Prognose ist das nicht. Spiel im Rechner mit mehreren Werten und plane so, dass du auch mit dem niedrigen klarkommst. Wer einen festen Zins will, rechnet mit dem Zinseszins-Rechner.

Risiko: größter Verlust und Verlustjahre

Aktienfonds schwanken stark. Der größte Verlust, den das Factsheet von MSCI für den MSCI World ausweist, betrug 57,46 %, vom 31. Oktober 2007 bis zum 9. März 2009, in der Finanzkrise. Von 2012 bis 2025 gab es 3 Jahre mit Verlust, am stärksten 2022 mit einem Minus von 17,73 %. Beides in US-Dollar.

Für den Sparplan heißt das: Ein Einbruch dieser Größe kurz vor dem Ende würde aus den 139.550 € aus dem Beispiel oben vor Steuern 59.364 € machen. Wer dann verkaufen muss, trägt den Verlust. Wer weiterspart, kauft billig nach: Drei Raten von 100 € zu Kursen von 100 €, 50 €, 100 € bringen 4 Anteile, im Schnitt also 75 € je Anteil, obwohl der Kurs im Schnitt 83,33 € betrug.

Modellrechnung, keine Garantie

Der Rechner rechnet mit einer gleichmäßigen Rendite. In Wirklichkeit kann das Depot für Jahre deutlich weniger wert sein als eingezahlt. Plane Geld, das du in den nächsten Jahren brauchst, nicht in Aktienfonds ein, und steig in einer Krise nicht aus Angst aus.

Was ein ETF ist und wie sicher dein Geld ist

Ein ETF ist ein Fonds, der einen Index nachbildet und an der Börse gehandelt wird. Statt einzelne Aktien auszuwählen, kaufst du mit jeder Rate einen kleinen Teil aller Unternehmen im Index. Die Kosten sind niedrig, weil niemand Aktien aussucht.

Das Geld im Fonds ist Sondervermögen. Die Fondsgesellschaft muss es von ihrem eigenen Vermögen getrennt halten (§ 92 Abs. 1 KAGB), und geht sie pleite, gehört es nicht zur Insolvenzmasse (§ 99 Abs. 3 KAGB). Für die vielen ETFs aus Irland und Luxemburg gelten vergleichbare Regeln aus der EU-Richtlinie für OGAW-Fonds. Das Kursrisiko der Aktien bleibt, das Risiko der Gesellschaft trägst du nicht.

MSCI World, MSCI ACWI oder FTSE All-World?

Ein MSCI-World-Sparplan streut über 1.249 große und mittlere Unternehmen aus 23 Industrieländern. Die beiden anderen bekannten Weltindizes nehmen Schwellenländer wie China, Indien oder Taiwan dazu:

IndexLänderWerteAnteil USA
MSCI World23 Industrieländer1.24972,9 %
MSCI ACWI23 Industrie- und 24 Schwellenländer2.41464,2 %
FTSE All-World49 Länder und Märkte4.20462,3 %

Stand 30. September 2026 laut Factsheets von MSCI und FTSE Russell.

In allen dreien machen die USA den größten Teil aus. ACWI und All-World streuen etwas breiter. Für den Sparplan zählt mehr, dass du dabei bleibst, als welcher der drei es genau ist.

Aktien-Sparplan: Einzelaktien statt ETF

Den Rechner kannst du auch für einen Sparplan auf einzelne Aktien nutzen, die Rendite gibst du selbst vor. Zwei Unterschiede musst du kennen. Erstens das Risiko: Eine einzelne Firma kann pleitegehen, ein Weltindex verteilt dein Geld auf über tausend. Zweitens die Steuer: Teilfreistellung und Vorabpauschale gibt es nur für Investmentfonds (§§ 18, 20 InvStG). Bei Aktien versteuerst du Dividenden, wenn sie fließen, und Kursgewinne beim Verkauf, dann ohne Freistellung.

Auf 10.000 € Kursgewinn sind das 2.638 € statt 1.846 € beim Aktien-ETF, gerechnet mit Abgeltungsteuer und Soli, ohne Pauschbetrag und Kirchensteuer. Verluste aus Aktienverkäufen darfst du nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnen (§ 20 Abs. 6 Satz 4 EStG), mehr dazu beim Rechner Aktien-Verlustverrechnung.

TER und Tracking Difference: was Kosten ausmachen

Die TER (Total Expense Ratio) sind die laufenden Kosten des Fonds im Jahr, sie werden aus dem Fondsvermögen entnommen. Die Tracking Difference zeigt, wie weit der ETF am Ende eines Jahres tatsächlich hinter dem Index lag oder davor. Sie ist aussagekräftiger, weil sie auch Erträge aus Wertpapierleihe und Steuereffekte im Fonds enthält.

Kosten im JahrDepot nach 25 Jahrenweniger als ohne Kosten
0,2 %122.297 €3.170 €
0,5 %117.727 €7.739 €
1,5 %104.008 €21.459 €

200 € im Monat, 6 % Rendite vor Kosten, Kosten vereinfacht als geringere Rendite, nach Steuern.

Ein Zehntelprozent mehr oder weniger fällt kaum ins Gewicht, teuer wird es ab etwa einem Prozent im Jahr. Dazu kommen die Kosten deines Depots und der Sparplan-Ausführung. Was ein konkreter Fonds kostet, rechnet der ETF-Kosten-Rechner.

Steuern im Sparplan: Vorabpauschale und Teilfreistellung

Bei thesaurierenden Fonds wird jedes Jahr eine Vorabpauschale versteuert. Sie ist der Wert am Jahresanfang mal 70 % des Basiszinses, höchstens der Wertzuwachs im Jahr; Ausschüttungen gehen davon ab (§ 18 Abs. 1 InvStG). Im Jahr des Kaufs sinkt sie um ein Zwölftel für jeden vollen Monat vor dem Kauf (§ 18 Abs. 2). Bei Aktienfonds sind 30 % davon steuerfrei (§ 20 Abs. 1 InvStG).

Rechenbeispiel Vorabpauschale 2026 auf 10.000 € Fondswert
Wert des Fonds am 1. Januar
10.000 €
× 70 % des Basiszinses von 3,20 %
224,00 €
davon steuerpflichtig nach 30 % Teilfreistellung
156,80 €

Der Basiszins ändert sich jedes Jahr, bei negativem Zins fällt keine Vorabpauschale an:

JahrBasiszinsBasisertrag auf 10.000 €
20180,87 %60,90 €
20190,52 %36,40 €
20200,07 %4,90 €
2021−0,45 %0,00 €
2022−0,05 %0,00 €
20232,55 %178,50 €
20242,29 %160,30 €
20252,53 %177,10 €
20263,20 %224,00 €

Basisertrag vor Teilfreistellung, höchstens der Wertzuwachs des Jahres. Basiszins laut Bundesfinanzministerium.

Im Sparplan wächst die Vorabpauschale mit dem Depot. Im Beispiel oben:

JahrDepot am JahresendeVorabpauschalesteuerpflichtig
13.525 €52 €36 €
515.235 €299 €209 €
1034.286 €702 €491 €
1559.779 €1.240 €868 €
2093.895 €1.961 €1.373 €
25139.550 €2.926 €2.048 €

Basiszins 3,20 % für alle Jahre angenommen. Mehr Varianten rechnet der Vorabpauschale-Rechner.

Hast du keine anderen Kapitalerträge, deckt der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € (2.000 € für Ehepaare, § 20 Abs. 9 EStG) den steuerpflichtigen Teil im Beispiel bis ins 16. Jahr. Damit die Bank ihn berücksichtigt, brauchst du einen Freistellungsauftrag. Beim Verkauf wird der Gewinn um alle schon angesetzten Vorabpauschalen vermindert, in voller Höhe (§ 19 Abs. 1 InvStG), es zählt also nichts doppelt.

Die Abgeltungsteuer beträgt 25 % plus 5,5 % Soli darauf, zusammen 26,375 %, dazu gegebenenfalls Kirchensteuer. Auf Gewinne aus einem Aktien-ETF sind das wegen der Teilfreistellung effektiv 18,46 %. Liegt dein persönlicher Steuersatz darunter, holst du die Differenz mit der Günstigerprüfung zurück. Wie viel steuerfrei bleibt, hängt von der Fondsart ab (§ 20 InvStG):

Fondsartsteuerfrei
Aktienfonds (fortlaufend mehr als 50 % Aktien)30 %
Mischfonds (fortlaufend mindestens 25 % Aktien)15 %
Immobilienfonds60 %
Immobilienfonds mit Schwerpunkt Ausland80 %
Anleihen- und sonstige Fonds0 %

Teilfreistellung für Privatanleger. Aktienquote laut Anlagebedingungen des Fonds (§ 2 Abs. 6 und 7 InvStG).

Inflation und steigende Sparrate

Was in 25 Jahren auf dem Depot steht, ist dann weniger wert als heute. Von 1991 bis 2025 stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland im Schnitt um 2 % im Jahr (Destatis). Bei 2 % Inflation entsprechen die 129.257 € aus dem Beispiel heute 78.786 €, bei 3 % nur 61.734 €. Mehr dazu beim Inflationsrechner.

Dagegen hilft eine Rate, die mitwächst. Steigt sie jedes Jahr um 2 %, behält sie bei 2 % Inflation ihren Wert: Aus 200 € werden im letzten Jahr 322 €, und am Ende stehen 151.684 € statt 125.467 € auf dem Depot. Mit 3 % mehr pro Jahr:

Rechenbeispiel 200 € im Monat, 25 Jahre, 6 % Rendite
Gleiche Rate: eingezahlt
60.000 €
Gleiche Rate: Depot nach Steuern
125.467 €
Rate steigt jedes Jahr um 3 %: eingezahlt
87.502 €
Rate steigt jedes Jahr um 3 %: Depot nach Steuern
167.765 €

Die Erhöhung kostet dich über die Jahre 27.502 € mehr Einzahlung und bringt 42.299 € mehr Depot nach Steuern.

Entnahme: was du dir später auszahlen kannst

Irgendwann soll das Depot Geld abwerfen. Verkaufst du nach und nach, bleibt der Rest angelegt und arbeitet weiter. Aus den 129.257 € aus dem Beispiel kannst du so viel im Monat entnehmen, bis das Depot leer ist:

Auszahlung überim Monat
15 Jahre888 €
20 Jahre712 €
25 Jahre609 €
30 Jahre541 €

Ausgangswert ist das Depot nach Steuern, als wäre am Ende alles verkauft. 3 % Rendite in der Auszahlphase angenommen, Entnahme am Monatsanfang, ohne Inflation und ohne Steuern auf die Erträge dieser Phase.

Beim Verkauf gelten die zuerst gekauften Anteile als zuerst verkauft (§ 20 Abs. 4 Satz 7 EStG, über § 19 Abs. 1 InvStG). Steuer fällt nur auf den Gewinnanteil jedes Verkaufs an. Wie lange ein Betrag mit steigenden Entnahmen reicht, rechnet der Entnahmeplan-Rechner.

Sparplan für Kinder

Ein Depot auf den Namen des Kindes hat steuerlich Vorteile: Das Kind hat einen eigenen Sparer-Pauschbetrag und einen eigenen Grundfreibetrag. Hat es sonst keine Einkünfte, bleiben so Kapitalerträge bis 13.348 € im Jahr steuerfrei, mit einer Nichtveranlagungs-Bescheinigung vom Finanzamt ohne Abzug durch die Bank. Das Geld gehört dann aber dem Kind, mit 18 kann es frei darüber verfügen.

Legst du das Geld im eigenen Depot für das Kind an, behältst du die Kontrolle, nutzt aber deine eigenen Freibeträge. Welche Variante passt, hängt davon ab, wofür das Geld später gedacht ist.

Häufige Fragen

Wie viel muss ich im Monat sparen, um 100.000 € zu haben?
Bei angenommenen 6 % Rendite im Jahr und nach allen Steuern: 636 € über 10 Jahre, 235 € über 20 Jahre, 112 € über 30 Jahre. Je früher du anfängst, desto mehr erledigt der Zinseszins. Bei weniger Rendite brauchst du mehr, den Rechner oben kannst du auf jede Annahme stellen.
Thesaurierend oder ausschüttend?
Ein thesaurierender Fonds legt Erträge automatisch wieder an, ein ausschüttender zahlt sie aus. Steuerlich ist der Unterschied klein, vor allem der Zeitpunkt der Steuer ist ein anderer. Der Rechner rechnet mit einem thesaurierenden Aktien-ETF.
Sparplan oder Einmalanlage?
Hast du das Geld schon, arbeitet es bei steigenden Kursen sofort angelegt länger und bringt mehr. Verteilst du es über einen Sparplan, sinkt das Risiko, alles kurz vor einem Einbruch zu kaufen. Was besser war, weiß man erst hinterher. Für Geld, das du jeden Monat neu verdienst, ist der Sparplan ohnehin der natürliche Weg.
Wie hoch ist der Basiszins für die Vorabpauschale 2026?
3,20 %. Das Bundesfinanzministerium hat ihn mit Schreiben vom 13. Januar 2026 bekanntgegeben, abgeleitet aus der Rendite langlaufender Bundeswertpapiere, die die Bundesbank zum ersten Börsentag des Jahres errechnet (§ 18 Abs. 4 InvStG). Für die Vorabpauschale zählen davon 70 %.
Wann wird die Vorabpauschale abgebucht?
Sie gilt am ersten Werktag des Folgejahres als zugeflossen (§ 18 Abs. 3 InvStG), die für 2026 also am 4. Januar 2027. Die Bank zieht die Steuer dann vom Verrechnungskonto ein, soweit dein Sparer-Pauschbetrag aufgebraucht ist. Halte dort etwas Geld bereit.
Physisch oder synthetisch replizierend?
Ein physischer ETF kauft die Aktien des Index, ganz oder als repräsentative Auswahl. Ein synthetischer bildet den Index über ein Tauschgeschäft mit einer Bank nach. Bei beiden ist das Fondsvermögen vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt. Beim synthetischen kommt das Risiko des Tauschpartners dazu, das durch Anlagegrenzen und Sicherheiten begrenzt ist. Für einen Sparplan auf einen breiten Index ist der Unterschied meist klein.
Was passiert mit der Steuer, wenn ich das Depot wechsle?
Beim Übertrag muss die alte Bank der neuen die Anschaffungsdaten mitteilen (§ 43a Abs. 2 EStG). Fehlen sie, nimmt die Bank beim Verkauf 30 % des Erlöses als Gewinn an. Das kannst du über die Steuererklärung korrigieren.
Wann lohnt sich die Günstigerprüfung?
Wenn dein persönlicher Steuersatz unter 25 % liegt, etwa in Elternzeit, im Studium oder in Rente. Dann rechnet das Finanzamt auf Antrag deine Kapitalerträge mit deinem Tarif statt mit der Abgeltungsteuer (§ 32d Abs. 6 EStG). Das Kreuz setzt du in der Anlage KAP.
Komme ich jederzeit an mein Geld?
Ja, ETF-Anteile kannst du an jedem Börsentag verkaufen und den Sparplan in der Regel jederzeit aussetzen oder ändern. Der Haken ist der Preis: Verkaufst du nach einem Einbruch, machst du den Verlust endgültig. Geld, das du in den nächsten Jahren sicher brauchst, gehört deshalb nicht in Aktienfonds.
Was passiert mit meinem Depot, wenn der Broker pleitegeht?
Die Fondsanteile gehören dir, die Bank verwahrt sie nur. In der üblichen Sammelverwahrung bist du Miteigentümer am Bestand (§ 6 Abs. 1 DepotG) und kannst die Anteile in der Insolvenz herausverlangen (§ 47 InsO). Geld auf dem Verrechnungskonto ist dagegen eine Einlage, die die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Kunde und Bank schützt (§ 8 Abs. 1 EinSiG).

Quellen

  1. § 18 InvStG: Vorabpauschale gesetze-im-internet.de
  2. § 19 InvStG: Gewinn beim Verkauf, Abzug der Vorabpauschalen gesetze-im-internet.de
  3. § 20 InvStG: Teilfreistellung gesetze-im-internet.de
  4. § 20 EStG: Sparer-Pauschbetrag (Abs. 9), Aktienverluste (Abs. 6) gesetze-im-internet.de
  5. § 32d EStG: Abgeltungsteuer und Günstigerprüfung gesetze-im-internet.de
  6. § 43a EStG: Depotübertrag und Ersatzbemessungsgrundlage gesetze-im-internet.de
  7. § 92 und § 99 KAGB: Sondervermögen, Schutz bei Insolvenz der Fondsgesellschaft gesetze-im-internet.de
  8. § 6 DepotG: Miteigentum am Sammelbestand gesetze-im-internet.de
  9. MSCI: Factsheet MSCI World (USD): Renditen, größter Verlust, Länder, Stand 30. September 2026 msci.com
  10. MSCI: Factsheet MSCI ACWI (USD): Länder, Werte, Gewichte, Stand 30. September 2026 msci.com
  11. FTSE Russell: Factsheet FTSE All-World: Länder, Werte, Gewichte, Stand 30. September 2026 research.ftserussell.com
  12. Destatis: Verbraucherpreisindex, lange Reihen: Jahresdurchschnitte ab 1991 destatis.de

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