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Riester-Zulagen-Rechner

Für Beiträge im Jahr 2026 gibt es 175 € Grundzulage, 300 € für jedes Kind ab Geburtsjahr 2008 und 185 € für ältere Kinder. Die volle Zulage bekommst du, wenn du 4 % deines Vorjahresbruttos einzahlst, abzüglich der Zulagen. Ab 2027 gilt für neue Verträge ein neues Recht mit anderen Zulagen.

Stand: So werden die Rechner geprüft

Riester-Zulagen-Rechner

Förderung im Jahr

775,00 €

Zulage 775,00 € · Förderquote 43 %

Du bekommst die volle Zulage: 775,00 € im Jahr. Die Steuerersparnis über den Sonderausgabenabzug wäre kleiner, deshalb bleibt es bei der Zulage.

Mindestbeitrag
1.025,00 €
Im Monat
85,42 €
Neu ab 2027
946,25 €

Rechenweg

4 % von 45.000,00 €, höchstens 2.100,00 €1.800,00 €
− volle Zulagen−775,00 €
= Mindesteigenbeitrag (mindestens 60,00 €)1.025,00 €
Dein Beitrag 1.025,00 €: 100 % der Zulage775,00 €
Sonderausgaben: Beitrag plus Zulage, höchstens 2.100,00 €1.800,00 €
Steuer, die das spart552,00 €
= Förderung (das Höhere von Zulage und Steuer)775,00 €

Steuer nach dem Tarif 2026 ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Bei Ehepaaren mit zwei Verträgen prüft das Finanzamt beide zusammen.

Neues Recht ab 2027: Ein neuer Vertrag bekäme bei gleichem Beitrag 946,25 € Zulage statt 775,00 €. Wechseln kannst du mit einer Erklärung beim Anbieter, dann gilt das neue Recht für alle deine Verträge.

Auf dieser Seite
  1. Die Zulagen 2026
  2. Mindesteigenbeitrag
  3. Günstigerprüfung
  4. Neues Recht ab 2027
  5. Häufige Fragen
  6. Quellen

Die Zulagen 2026

  • Grundzulage: 175 € im Jahr für jeden Förderberechtigten (§ 84 EStG). Wer zu Beginn des Jahres noch keine 25 ist, bekommt einmalig 200 € dazu.
  • Kinderzulage: 300 € je Kind, das ab 2008 geboren ist, 185 € für ältere, solange es Kindergeld gibt (§ 85 EStG).
  • Ehepartner: Ist nur einer von euch gefördert, bekommt der andere die Grundzulage auch, wenn er einen eigenen Vertrag hat und mindestens 60 € im Jahr einzahlt (§ 79 EStG).

Gefördert werden vor allem Pflichtversicherte der gesetzlichen Rentenversicherung, dazu Beamte, Minijobber mit Rentenversicherungspflicht, Bezieher von Arbeitslosengeld und Eltern in der Kindererziehungszeit. Die Zulage beantragst du beim Anbieter, die Zentrale Zulagenstelle überweist sie in den Vertrag.

Wer die Kinderzulage bekommt

Bei verheirateten Eltern, die zusammenleben, geht die Kinderzulage an die Mutter, auf gemeinsamen Antrag an den Vater (§ 85 Abs. 2 EStG). Bei gleichgeschlechtlichen Paaren bekommt sie, wer das Kindergeld erhält, auf gemeinsamen Antrag der andere. Sind die Eltern nicht verheiratet, steht sie dem Elternteil zu, für den das Kindergeld festgesetzt ist. Schon ein Monat mit Kindergeld im Jahr reicht für die volle Kinderzulage dieses Jahres.

Die Zuordnung hat eine Nebenwirkung: Wem die Kinderzulage zusteht, dem senkt sie auch den Mindesteigenbeitrag (§ 86 EStG). Rechnet deshalb beide Verträge durch, bevor ihr sie ändert. Für ein abgelaufenes Beitragsjahr lässt sich der Antrag nicht mehr zurücknehmen.

Maximale Zulage im Jahr

FallZulage im Jahr
Ohne Kinder175 €
Ohne Kinder, unter 25 (erstes Jahr mit Bonus)375 €
Ein Kind ab 2008 geboren475 €
Zwei Kinder ab 2008 geboren775 €
Drei Kinder ab 2008 geboren1.075 €
Ein Kind vor 2008, eins ab 2008 geboren660 €

Volle Zulage bei Zahlung des Mindesteigenbeitrags. Kinderzulage nur für den Elternteil, dem sie zugeordnet ist.

Antrag und Dauerzulagenantrag

Den Antrag auf Zulage stellst du über deinen Anbieter, für jedes Beitragsjahr bis zum Ende des zweiten folgenden Jahres, für 2026 also bis zum 31. Dezember 2028 (§ 89 Abs. 1 EStG). Bequemer ist der Dauerzulagenantrag: Du bevollmächtigst den Anbieter, die Zulage jedes Jahr für dich zu beantragen (§ 89 Abs. 1a EStG). Melde ihm dann jede Änderung, etwa ein neues Kind oder einen anderen Familienstand.

Mindesteigenbeitrag

Die volle Zulage gibt es nur, wenn du genug selbst einzahlst: 4 % deines rentenversicherungspflichtigen Vorjahresbruttos, höchstens 2.100 €, minus der Zulagen, mindestens aber 60 € im Jahr (§ 86 EStG).

Brutto im Vorjahrohne Kind1 Kind2 Kinder
15.000 €425 €125 €60 €
25.000 €825 €525 €225 €
35.000 €1.225 €925 €625 €
45.000 €1.625 €1.325 €1.025 €
60.000 €1.925 €1.625 €1.325 €

Mindesteigenbeitrag im Jahr 2026, Kinder ab 2008 geboren, ohne Berufseinsteigerbonus.

Zahlst du weniger, wird die Zulage im selben Verhältnis gekürzt. Wer statt 1.025,00 € nur die Hälfte einzahlt, bekommt auch nur die halbe Zulage: 387,50 € statt 775,00 €. Prüf den Beitrag deshalb jedes Jahr, besonders nach einer Gehaltserhöhung, weil sich der Mindesteigenbeitrag nach dem Vorjahresbrutto richtet.

Günstigerprüfung

Beiträge und Zulagen kannst du zusammen bis 2.100 € im Jahr als Sonderausgaben absetzen (§ 10a EStG). Das Finanzamt rechnet automatisch, was mehr bringt: Ist die Steuerersparnis größer als die Zulage, bekommst du die Differenz mit dem Steuerbescheid zurück. Dafür gibst du die Anlage AV ab.

Wem das nützt

Bei kleinem Einkommen und Kindern ist die Zulage meist höher als die Steuerersparnis. Bei höherem Einkommen ohne Kinder bringt der Abzug oft mehr, die Förderquote bleibt aber niedriger als bei Familien.

Neues Recht ab 2027

Das Altersvorsorgereformgesetz vom 26. Mai 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 156) löst das alte Riester-Modell ab. Ab dem 1. Januar 2027 werden keine Verträge alter Art mehr abgeschlossen. Neue Verträge, auch das neue Altersvorsorgedepot, bekommen 50 % Zulage auf die ersten 360 € Eigenbeitrag und 25 % auf den Teil bis 1.800 €, zusammen höchstens 540 €. Die Kinderzulage beträgt 100 % des Beitrags, höchstens 300 € je Kind, egal wann es geboren ist. Zulagen gibt es ab 120 € Eigenbeitrag im Jahr, der Berufseinsteigerbonus von 200 € bleibt. Ein Ehepartner, der nur über den anderen gefördert wird, muss dann mindestens 120 € einzahlen und bekommt höchstens 175 € Grundzulage. Auch Selbstständige werden gefördert. Was das für deinen Beitrag heißt, rechnet der Altersvorsorgedepot-Rechner.

Eigenbeitrag im JahrZulage 2026Zulage neues Recht
Sockelbetrag, 2 Kinder775,00 €0,00 €
1.025 €, 2 Kinder775,00 €946,25 €
1.625 €, ohne Kinder175,00 €496,25 €
1.800 €, ohne Kinder175,00 €540,00 €

Altes Recht mit passendem Vorjahresbrutto, sodass der Beitrag dem Mindesteigenbeitrag entspricht. Neues Recht: Zulage nur nach dem Beitrag, unabhängig vom Einkommen.

Bestehende Riester-Verträge laufen mit der bisherigen Förderung weiter. Du kannst mit einer Erklärung beim Anbieter ins neue Recht wechseln. Aber Vorsicht: Wechselst du oder schließt du ab 2027 einen neuen Vertrag ab, gilt das neue Recht für alle deine Verträge. Für Familien mit kleinem Einkommen, die mit dem Sockelbetrag die volle Zulage bekommen, ist das alte Recht deutlich günstiger.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die maximale Riester-Zulage?
Für dich allein 175 € im Jahr, im ersten Jahr unter 25 einmalig 200 € mehr. Für jedes Kind, das ab 2008 geboren ist, kommen 300 € dazu, für ältere Kinder 185 €. Die volle Zulage gibt es nur, wenn du den Mindesteigenbeitrag zahlst, sonst wird sie anteilig gekürzt (§ 86 EStG). Die Tabelle oben zeigt typische Fälle.
Was ist der Dauerzulagenantrag?
Eine Vollmacht an deinen Anbieter, die Zulage jedes Jahr automatisch für dich zu beantragen (§ 89 Abs. 1a EStG). Du musst dann nur Änderungen melden, etwa ein neues Kind, eine Heirat oder ein anderes Einkommen. Widerrufen kannst du die Vollmacht bis zum Ende des Beitragsjahres, für das der Anbieter keinen Antrag mehr stellen soll.
Bis wann muss ich die Zulage beantragen?
Bis zum Ende des zweiten Jahres nach dem Beitragsjahr, für 2026 also bis zum 31. Dezember 2028 (§ 89 Abs. 1 EStG). Einfacher ist der Dauerzulageantrag beim Anbieter: Dann beantragt er die Zulage jedes Jahr für dich. Melde ihm aber Änderungen, etwa ein neues Kind oder einen Jobwechsel.
Kann ich die Zulage für mehrere Verträge bekommen?
Für höchstens zwei (§ 87 EStG). Zahlst du in mehr Verträge ein, bestimmst du im Zulageantrag, auf welche zwei die Zulage fließt. Beantragst du sie für mehr als zwei, gibt es sie nur für die zwei mit den höchsten Beiträgen (§ 89 Abs. 1 EStG). Den Mindesteigenbeitrag darfst du auf beide verteilen.
Was passiert, wenn ich das Geld vorzeitig abhebe?
Dann musst du alle Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen, die auf das abgehobene Kapital entfallen (§ 93 EStG). Ausnahmen gibt es für Wohn-Riester und bei Tod für Übertragungen auf den Vertrag des Ehepartners.
Muss ich die Riester-Rente im Alter versteuern?
Ja, voll, soweit sie auf geförderten Beiträgen und Zulagen beruht. Weil diese Beiträge über Zulage und Sonderausgabenabzug steuerfrei waren, ist dieser Teil der Auszahlung komplett steuerpflichtig (§ 22 Nr. 5 Satz 1 EStG). Bei der gesetzlichen Rente ist dagegen nur ein Anteil steuerpflichtig. Was aus nicht geförderten Beiträgen stammt, etwa über dem Höchstbetrag, wird nur mit dem Ertragsanteil oder den Erträgen besteuert (§ 22 Nr. 5 Satz 2 EStG). Wie hoch die Steuer ausfällt, hängt vom übrigen Einkommen im Alter ab.
Wie bekomme ich den Berufseinsteiger-Bonus?
Er kommt mit dem ersten Zulageantrag: Bist du zu Beginn dieses Beitragsjahres noch keine 25, steigt die Grundzulage einmalig um 200 € (§ 84 EStG). Er gilt nur für das erste Jahr, für das du überhaupt eine Zulage beantragst, und wie jede Zulage wird er in diesem Jahr vom Mindesteigenbeitrag abgezogen. Ehepartner, die nur über den anderen gefördert werden, bekommen ihn nicht.
Was passiert mit der Förderung, wenn ich ins Ausland ziehe?
Innerhalb der EU und des EWR bleibt sie erhalten. Wohnst du aber ab Beginn der Auszahlung außerhalb, etwa in der Schweiz oder den USA, gilt das als schädliche Verwendung: Zulagen und Steuervorteile müssen zurück (§ 95 EStG). Für neue Beiträge gibt es im Ausland nur so lange Zulagen, wie du weiter zum geförderten Personenkreis gehörst.
Bekommen auch Selbstständige die Zulage?
Nach bisherigem Recht nur, wenn sie rentenversicherungspflichtig sind, etwa Handwerker oder über die Künstlersozialkasse, oder wenn ihr Ehepartner gefördert ist. Ab 2027 können Selbstständige einen Vertrag nach neuem Recht abschließen und werden gefördert.

Quellen

  1. § 84 EStG: Grundzulage und Berufseinsteigerbonus gesetze-im-internet.de
  2. § 85 EStG: Kinderzulage gesetze-im-internet.de
  3. § 86 EStG: Mindesteigenbeitrag und Kürzung gesetze-im-internet.de
  4. § 10a EStG: Sonderausgabenabzug und Günstigerprüfung gesetze-im-internet.de
  5. § 89 EStG: Zulageantrag, Frist, höchstens zwei Verträge gesetze-im-internet.de
  6. § 95 EStG: Wohnsitz außerhalb von EU und EWR gesetze-im-internet.de
  7. Altersvorsorgereformgesetz vom 26.05.2026: BGBl. 2026 I Nr. 156, neues Recht ab 2027 recht.bund.de
  8. Bundestag: Beschluss vom 27.03.2026: Altersvorsorgedepot und neue Zulagen bundestag.de

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