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Werkstudent Brutto-Netto-Rechner 2026

Als Werkstudent zahlst du von deinem Brutto nur den Rentenbeitrag, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung fallen weg. Von 1.300 € brutto bleiben dir 2026 so 1.200,79 € netto, Lohnsteuer fällt in Steuerklasse I erst über 1.251 € im Monat an. Arbeitest du in der Vorlesungszeit mehr als 20 Stunden pro Woche, ist das Privileg weg, dann bleiben von 1.300 € nur 1.088,95 €.

Stand: So werden die Rechner geprüft

Werkstudenten-Rechner

Netto Werkstudent

1.200,79 €

RV-Beitrag 92,80 € · Steuern 6,41 €

Von 1.300,00 € brutto bleiben dir 1.200,79 € netto. Abgezogen werden der Rentenbeitrag und gegebenenfalls Steuern; Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung fallen weg.

  1. Brutto1.300,00 €100 %
  2. Rentenversicherung−92,80 €7 %
  3. Steuern−6,41 €0 %
  4. Netto1.200,79 €92 %
Netto im Jahr
14.409,48 €
Steuern im Monat
6,41 €
Kosten Arbeitgeber
1.430,00 €

Das zahlt dein Arbeitgeber

Brutto
1.300,00 €
Arbeitgeberanteil Rentenversicherung (Übergangsbereich)
+ 130,00 €
Kosten für den Arbeitgeber im Monat
1.430,00 €

Im Übergangsbereich zahlt der Arbeitgeber den Gesamtbeitrag auf eine höhere Bemessungsgrundlage, abzüglich deines reduzierten Anteils, also etwas mehr als die Hälfte. Dazu kommen die Umlagen U1 und U2 (je nach Krankenkasse), die Insolvenzgeldumlage von 0,15 % und die Unfallversicherung.

Werkstudentenprivileg: keine Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, nur Rentenversicherung. In Steuer­klasse I fällt bis rund 1.250 € im Monat keine Lohn­steuer an, und was im Jahr zu viel einbehalten wurde, holst du mit der Steuererklärung zurück. Familien­versichert bleibst du bis 25 und bis 667,50 € brutto im Monat (565 € nach Abzug der Werbungs­kosten­pauschale, im Minijob bis 603 €), sonst brauchst du eine eigene Kranken­versicherung.

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Auf dieser Seite
  1. Was vom Brutto abgeht
  2. Brutto-Netto-Tabelle
  3. Rentenbeitrag
  4. 20-Stunden-Regel
  5. Wer Werkstudent ist
  6. Lohnsteuer I und VI
  7. Kindergeld
  8. Krankenversicherung
  9. BAföG
  10. Minijob, Ferienjob, Praktikum
  11. Drei Beispiele
  12. Häufige Fragen
  13. Quellen

Werkstudentenprivileg: was vom Brutto abgeht

  • 9,3 %Rentenbeitrag, dein Anteilbis 2.000 € ermäßigt
  • 0 €Kranken-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung§ 6 SGB V, § 27 SGB III
  • 1.251 €Keine Lohnsteuer bis zu diesem MonatslohnSteuerklasse I
  • bis 20Wochenstunden in der Vorlesungszeitin den Ferien mehr

Bist du ordentlich an einer Hochschule eingeschrieben und arbeitest neben dem Studium, bist du in diesem Job frei von der Kranken- und der Arbeitslosenversicherung (§ 6 Abs. 1 Nr. 3 SGB V, § 27 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 SGB III). Die Pflegeversicherung folgt der Krankenversicherung (§ 20 Abs. 1 SGB XI), also entfällt auch sie. Voraussetzung ist, dass Zeit und Arbeitskraft überwiegend ins Studium gehen. Davon gehen Krankenkassen und Rentenversicherung aus, solange du in der Vorlesungszeit höchstens 20 Stunden pro Woche arbeitest. Wie viel du dabei verdienst, ist egal.

Für die Rente gibt es kein Privileg. Als Beschäftigter bist du rentenversicherungspflichtig (§ 1 Satz 1 Nr. 1 SGB VI), frei bist du dort nur bei einem Praktikum, das deine Studien- oder Prüfungsordnung vorschreibt (§ 5 Abs. 3 SGB VI). Weil du nicht in die Arbeitslosenversicherung einzahlst, zählt der Job auch nicht für ein späteres Arbeitslosengeld (§ 142 Abs. 1 SGB III).

Werkstudent Brutto Netto Tabelle 2026

So viel bleibt von typischen Monatslöhnen, gerechnet mit dem Rechner oben in Steuerklasse I. Bis 603 € ist der Job ein Minijob, darüber zahlst du bis 2.000 € einen ermäßigten Rentenbeitrag.

Brutto im MonatNettoRentenbeitragLohnsteuerNetto über 20 Std.
603 € (Minijob)581,29 €21,71 €0,00 €581,29 €
700 €687,09 €12,91 €0,00 €670,63 €
800 €773,77 €26,23 €0,00 €740,35 €
900 €860,46 €39,54 €0,00 €810,07 €
1.000 €947,14 €52,86 €0,00 €879,79 €
1.100 €1.033,83 €66,17 €0,00 €949,51 €
1.200 €1.120,51 €79,49 €0,00 €1.019,23 €
1.300 €1.200,79 €92,80 €6,41 €1.088,95 €
1.400 €1.272,98 €106,11 €20,91 €1.158,68 €
1.500 €1.343,41 €119,43 €37,16 €1.218,49 €
1.600 €1.411,93 €132,74 €55,33 €1.274,21 €
1.800 €1.543,88 €159,37 €96,75 €1.382,90 €
2.000 €1.672,75 €186,00 €141,25 €1.485,92 €
2.500 €2.009,00 €232,50 €258,50 €1.780,09 €

Steuerklasse I, keine Kirchensteuer, Soli fällt bei diesen Löhnen nicht an. „Über 20 Std.“: mehr als 20 Stunden in der Vorlesungszeit, dann voll sozialversicherungspflichtig, gerechnet mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag und dem Pflegebeitrag für Eltern und unter 23-Jährige. Kinderlose ab 23 zahlen 0,6 % mehr Pflegeversicherung (§ 55 Abs. 3 SGB XI).

Netto bei 20 Wochenstunden nach Stundenlohn

Rechnest du in Stunden, hilft diese Tabelle. Der Monatslohn ist Stundenlohn × Wochenstunden × 13 ÷ 3, das entspricht im Schnitt gut vier Wochen im Monat.

StundenlohnNetto im MonatBrutto im Monat
13,90 € (Mindestlohn)1.124,56 €1.204,67 €
15 €1.200,79 €1.300,00 €
16 €1.263,50 €1.386,67 €
18 €1.384,75 €1.560,00 €
20 €1.500,59 €1.733,33 €
22 €1.612,77 €1.906,67 €
25 €1.785,84 €2.166,67 €

20 Stunden pro Woche in der Vorlesungszeit, Steuerklasse I, keine Kirchensteuer.

Den gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 € je Stunde bekommst du auch als Werkstudent, ab 2027 sind es 14,60 €. Eine Ausnahme für Werkstudenten gibt es nicht. Ohne Mindestlohn bleiben etwa Pflichtpraktika nach der Studienordnung (§ 22 Abs. 1 MiLoG).

Rentenbeitrag im Übergangsbereich

Liegt dein Lohn zwischen 603,01 € und 2.000 €, gilt auch für dich der Übergangsbereich (§ 20 Abs. 2 SGB IV). Dein Rentenbeitrag wird dann aus einer verringerten Bemessungsgrundlage berechnet (§ 20 Abs. 2a SGB IV): knapp über der Minijob-Grenze fast nichts, bei 2.000 € der volle Satz von 9,3 %. Werkstudenten betrifft das nur bei der Rente, die übrigen Beiträge fallen ohnehin weg.

Rechenweg Rentenbeitrag bei 1.000 € brutto

Werkstudent mit einem Job, Vorlesungszeit, bis 20 Stunden pro Woche.

Bruttolohn
1.000,00 €
Bemessung: 2.000 ÷ 1.397 × (1.000 € − 603 €)
568,36 €
Dein Rentenbeitrag: 9,3 % davon
52,86 €
Zum Vergleich: 9,3 % vom vollen Lohn
93,00 €

Deine Rentenansprüche zählen trotzdem aus dem vollen Lohn (§ 70 Abs. 1a SGB VI). Hast du mehrere Jobs, entscheidet das Entgelt aus allen zusammen, ob du im Übergangsbereich liegst (§ 20 Abs. 2 SGB IV).

Bis 603 € ist der Job ein Minijob. Dann zahlst du 3,6 % Rentenbeitrag, der Arbeitgeber einen Pauschalbeitrag von 15 %. Von der Rentenversicherungspflicht kannst du dich dort befreien lassen (§ 6 Abs. 1b SGB VI), erwirbst dann aber weniger Ansprüche aus dem Job.

20-Stunden-Regel, Semesterferien und 26 Wochen

Maßgeblich ist die Arbeitszeit in der Vorlesungszeit, gezählt über alle Jobs. Bis 20 Stunden pro Woche giltst du als Student, der nebenbei arbeitet, egal wie viel du verdienst. In den Semesterferien darfst du mehr arbeiten, als Ferien zählt die vorlesungsfreie Zeit deiner Hochschule.

SituationFolge
Bis 20 Stunden in der VorlesungszeitPrivileg: nur Rentenversicherung
Mehr als 20 Stunden, tagsüber unter der WocheVoll versicherungspflichtig. Ausnahme: Der Job ist von vornherein auf höchstens drei Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr befristet, dann ist er als kurzfristige Beschäftigung sozialversicherungsfrei (§ 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV).
Mehr als 20 Stunden, Mehrarbeit abends, nachts oder am WochenendePrivileg bleibt, wenn der Job auf höchstens 26 Wochen befristet ist und das Studium Hauptsache bleibt
Aufstocken nur in den SemesterferienPrivileg bleibt, auch bei Vollzeit
Job nur in den SemesterferienPrivileg, unabhängig von Stunden und Verdienst; bei höchstens drei Monaten oder 70 Arbeitstagen oft sogar ganz sozialversicherungsfrei
Im Jahr mehr als 26 Wochen mit über 20 StundenVoll versicherungspflichtig ab Beginn des Jobs oder ab dem Zeitpunkt, an dem es absehbar ist
Zwei Jobs, zusammen über 20 StundenDer Werkstudentenjob wird voll versicherungspflichtig, ein Minijob daneben bleibt Minijob

Für die 26 Wochen zählt ein Zeitjahr, kein Kalenderjahr: Vom voraussichtlichen Ende des Jobs wird ein Jahr zurückgerechnet, über alle Arbeitgeber. Zeiten mit mehr als 20 Wochenstunden dürfen darin zusammen höchstens 26 Wochen ausmachen, also 182 Kalendertage. Liegst du darüber, entfällt das Privileg. Reicht die Mehrarbeit über die Semesterferien hinaus, entfällt es ab dem Zeitpunkt, an dem das absehbar ist. Bis zu zwei Wochen Überschneidung sind ausnahmsweise unschädlich.

Wer als Werkstudent gilt

Werkstudent ist, wer als ordentlich Studierender eingeschrieben ist und das Studium in den Vordergrund stellt. Wann das so ist, haben die Sozialversicherungsträger in ihrem gemeinsamen Rundschreiben festgelegt, die Krankenkassen wenden es an. Danach gilt:

Privileg möglich

  • Bachelor, Master, Diplom oder Staatsexamen an einer Hochschule
  • Aufbau- oder Zweitstudium, das mit einer Hochschulprüfung endet
  • freiwillige Wiederholung des Examens
  • Fernstudium, wenn du nachweist, dass es ein Vollzeitstudium ist

Kein Privileg

  • duales Studium, seit 2012 versichert wie eine Ausbildung
  • Promotion, auch wenn du eingeschrieben bleibst
  • Urlaubssemester: Du wirst behandelt wie ein normaler Beschäftigter
  • die Lücke zwischen Bachelor und Master: Der Bachelor endet mit dem Monat, in dem du das Ergebnis schriftlich bekommst, der Master beginnt frühestens mit dem nächsten Semester
  • Studienkolleg, Gasthörer
  • mehr als 25 Fachsemester, wenn du nicht belegen kannst, dass das Studium weiter im Vordergrund steht

Lohnsteuer in Steuerklasse I und VI

Einen eigenen Steuertarif für Werkstudenten gibt es nicht. Dein Arbeitgeber behält Lohnsteuer nach deiner Steuerklasse ein, als Lediger hast du Steuerklasse I. In die Vorsorgepauschale geht nur dein Rentenbeitrag ein, weil du aus dem Job nichts in die Kranken- und Pflegeversicherung zahlst (BMF-Schreiben vom 14.08.2025). So bleibt ein Monatslohn bis 1.251 € lohnsteuerfrei. Kirchensteuer zahlst du, wenn du Mitglied bist und Lohnsteuer anfällt: 8 % der Lohnsteuer in Bayern und Baden-Württemberg, 9 % in den übrigen Ländern.

Zweiter Job: Steuerklasse VI

Hast du zwei Jobs, die beide keine Minijobs sind, rechnet der zweite Arbeitgeber mit Steuerklasse VI (§ 38b Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 EStG). Dort gibt es keinen Grundfreibetrag, Lohnsteuer fällt ab dem ersten Euro an: 88,83 € bei 700 €, 101,50 € bei 800 € und 126,91 € bei 1.000 € im Monat. Die Steuererklärung ist dann Pflicht (§ 46 Abs. 2 Nr. 2 EStG). Liegt dein zu versteuerndes Einkommen im Jahr unter dem Grundfreibetrag von 12.348 €, bekommst du die Lohnsteuer damit komplett zurück.

Ein Minijob als zweiter Job braucht keine Steuerklasse, ihn versteuert der Arbeitgeber in der Regel pauschal (§ 40a Abs. 2 EStG). Für die 20-Stunden-Grenze zählen seine Stunden trotzdem mit.

Lohnsteuer zurück mit der Steuererklärung

Die Lohnsteuer rechnet jeden Monat so, als würdest du das ganze Jahr gleich viel verdienen. In Monaten mit viel Arbeit, etwa in den Semesterferien, wird deshalb mehr einbehalten, als am Ende fällig ist. Mit der Steuererklärung holst du das zurück, freiwillig bis zu vier Jahre rückwirkend (§ 46 Abs. 2 Nr. 8 EStG).

Rechenweg 18 Stunden im Semester, zwei Ferienmonate Vollzeit, 15 € Stundenlohn

Zehn Monate mit 18 Stunden, zwei Ferienmonate mit 40 Stunden, Steuerklasse I, studentisch versichert, keine weiteren Einkünfte.

Brutto im Jahr (10 × 1.170 € + 2 × 2.600 €)
16.900 €
Arbeitnehmer-Pauschbetrag
−1.230 €
Sonderausgaben-Pauschbetrag
−36 €
Rentenbeiträge
−1.238,50 €
Studentische Kranken- und Pflegeversicherung
−1.715,52 €
Zu versteuerndes Einkommen
12.679 €
Einkommensteuer nach dem Tarif
47 €
Im Jahr einbehaltene Lohnsteuer
565,82 €
Erstattung
518,82 €

Auch Studienkosten zählen: Fürs Erststudium setzt du bis 6.000 € im Jahr als Sonderausgaben ab (§ 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG), das bringt aber nur in Jahren mit Steuer etwas. Kosten für einen Master nach dem Bachelor sind Werbungskosten (§ 9 Abs. 6 EStG). Ergibt sich daraus ein Verlust, trägst du ihn in spätere Jahre vor (§ 10d EStG).

Kindergeld neben dem Werkstudentenjob

Deine Eltern bekommen Kindergeld, solange du studierst und noch nicht 25 bist (§ 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a EStG), 2026 sind das 259 € im Monat. Im Erststudium darfst du daneben so viel arbeiten und verdienen, wie du willst, eine Einkommensgrenze gibt es nicht.

Nach einem ersten Abschluss, etwa dem Bachelor, zählt die Arbeitszeit. Dann bleibt das Kindergeld nur, wenn du regelmäßig höchstens 20 Stunden pro Woche arbeitest, einen Minijob hast oder in einem Ausbildungsdienstverhältnis stehst (§ 32 Abs. 4 Satz 2 und 3 EStG). Ein Master, der zeitlich und inhaltlich auf den Bachelor abgestimmt ist, gehört aber noch zur Erstausbildung, wenn du ihn zum nächstmöglichen Zeitpunkt beginnst und die Arbeit nicht im Vordergrund steht (DA-KG 2026, A 20.2.4; BFH, Urteil vom 12. Oktober 2023, III R 10/22). Dann gilt die Grenze nicht.

Die 20 Stunden fürs Kindergeld sind nicht dieselben wie beim Werkstudentenprivileg. Hier zählt die vertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit, eine Ausnahme für die Semesterferien gibt es nicht. Mehr als 20 Stunden für höchstens zwei Monate schaden aber nicht, solange der Durchschnitt im Kalenderjahr bei höchstens 20 Stunden liegt (DA-KG 2026, A 20.3.1 Abs. 2). Deinen Anspruch prüfst du mit dem Kindergeld-Rechner.

Krankenversicherung der Studenten

Aus dem Job selbst bist du nicht krankenversichert. Familienversichert über die Eltern bleibst du bis zum 25. Geburtstag (§ 10 Abs. 2 Nr. 3 SGB V), länger um die Zeit eines freiwilligen Wehrdiensts oder Freiwilligendiensts, der dein Studium verzögert hat, höchstens um 12 Monate. Dein Einkommen darf 2026 nicht über 565 € im Monat liegen (§ 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 SGB V). Vom Lohn geht dafür die Werbungskostenpauschale von 102,50 € im Monat ab, du darfst also bis 667,50 € brutto verdienen, im Minijob bis 603 €.

Darüber oder ab 25 bist du in der studentischen Krankenversicherung (§ 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V), längstens bis zum Ende des Semesters, in dem du 30 wirst (§ 190 Abs. 9 SGB V). Der Beitrag hängt nicht von deinem Lohn ab, du zahlst ihn allein:

Rechenbeispiel Studentische Krankenversicherung 2026

Unter 23 oder mit Kind, Krankenkasse mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag.

Bemessung: BAföG-Bedarf ohne Wohnen bei den Eltern
855 €
Krankenversicherung, 10,22 % (sieben Zehntel des allgemeinen Satzes)
87,38 €
Zusatzbeitrag, Durchschnitt 2,9 %
24,80 €
Pflegeversicherung, 3,6 %
30,78 €
Beitrag im Monat
142,96 €

Ohne Kinder ab 23 kostet die Pflegeversicherung 35,91 €, zusammen sind es dann 148,09 €. Den genauen Zusatzbeitrag legt deine Kasse fest.

Von der studentischen Versicherung kannst du dich binnen 3 Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht befreien lassen, wenn du privat versichert bist (§ 8 Abs. 1 Nr. 5 und Abs. 2 SGB V). Die Befreiung lässt sich nicht widerrufen. Was für dich günstiger ist, vergleicht der Rechner zur Krankenversicherung im Studium.

BAföG und Werkstudentenjob

Bis zur Minijob-Grenze bleibt dein Verdienst anrechnungsfrei, gerechnet im Durchschnitt des Bewilligungszeitraums. Vom Brutto gehen die Werbungskostenpauschale und eine Sozialpauschale von 22,3 % ab, vom Rest bleiben 389 € im Monat frei (§§ 21, 23 BAföG). Was darüber liegt, zieht das Amt voll vom BAföG ab.

Brutto im MonatBAföG sinkt umEinkommen nach Pauschalen
603 €nichts388,89 €
800 €153 €541,96 €
1.000 €308 €697,36 €
1.200 €464 €852,76 €

Im Monat, gerechnet mit dem Rechenkern des BAföG-Rechners, ohne eigene Steuern. Bis 1.251 € fällt in Steuerklasse I keine Lohnsteuer an.

Weil der Durchschnitt zählt, kannst du in den Ferien mehr verdienen, wenn du im Semester weniger arbeitest. Deinen Anspruch mit dem Einkommen deiner Eltern rechnet der BAföG-Rechner aus.

Minijob, Ferienjob, Praktikum

ArtKranken- und PflegeRenteGrundlage
Werkstudent, über 603 €, bis 20 Stundenfrei9,3 %, bis 2.000 € ermäßigt§ 6 Abs. 1 Nr. 3 SGB V, § 27 Abs. 4 SGB III
Minijob bis 603 €frei3,6 %, Befreiung möglich§ 8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV, § 6 Abs. 1b SGB VI
Kurzfristiger Job, höchstens drei Monate oder 70 Arbeitstagefreifrei§ 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV
Vorgeschriebenes Praktikum im Studiumfreifrei§ 6 Abs. 1 Nr. 3 SGB V, § 5 Abs. 3 SGB VI
Freiwilliges Praktikum im Studiumfrei, Regeln wie beim Werkstudentenpflichtig§ 6 Abs. 1 Nr. 3 SGB V, § 1 SGB VI
Duales Studiumpflichtigpflichtig§ 5 Abs. 4a SGB V, § 1 Satz 5 SGB VI

Ein vorgeschriebenes Praktikum während des Studiums ist unabhängig von Dauer, Stunden und Verdienst frei. Praktika vor oder nach dem Studium fallen nicht unter diese Regeln. Freiwillige Praktika bis 603 € sind Minijobs.

Drei Rechenbeispiele

Mit 15 € Stundenlohn, Steuerklasse I, gerechnet mit dem Rechner oben.

Rechenbeispiel 18 Stunden in der Vorlesungszeit

Der Normalfall: nur Rentenbeitrag, und der ist im Übergangsbereich ermäßigt.

Bruttolohn (15 € × 18 Std.)
1.170,00 €
Rentenbeitrag (Übergangsbereich)
−75,49 €
Lohnsteuer
0,00 €
Netto
1.094,51 €

Familienversichert bist du mit diesem Lohn nicht mehr. Die studentische Krankenversicherung kostet zusätzlich rund 142,96 € im Monat.

Rechenbeispiel Zwei Ferienmonate in Vollzeit

In den Semesterferien bleibt das Privileg, auch bei 40 Stunden.

Bruttolohn (15 € × 40 Std.)
2.600,00 €
Rentenbeitrag (voller Satz)
−241,80 €
Lohnsteuer
−282,91 €
Netto im Ferienmonat
2.075,29 €

Was davon mit der Steuererklärung zurückkommt, steht oben im Rechenweg unter Lohnsteuer.

Rechenbeispiel Werkstudentenjob plus Minijob, zusammen 25 Stunden

Für die 20-Stunden-Grenze zählen beide Jobs. Der Werkstudentenjob wird voll versicherungspflichtig, dort gehen zusätzlich 96,19 € für Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung ab.

Netto Hauptjob mit Privileg (18 Std.)
1.094,51 €
Netto Hauptjob ohne Privileg
998,32 €
Netto Minijob (7 Std.)
438,62 €
Unterm Strich mehr als mit dem Hauptjob allein
342,43 €
Vor dem Aufstocken rechnen

Kommst du in der Vorlesungszeit über 20 Stunden, kostet dich das bei 1.300 € brutto 111,84 € netto im Monat. Spiel die Wochenstunden im Rechner durch, bevor du einen zweiten Job annimmst oder im Semester aufstockst.

Häufige Fragen

Wie viel darf ich als Werkstudent verdienen?
Für das Werkstudentenprivileg gibt es keine Verdienstgrenze, es kommt nur auf die Stunden an. Grenzen gibt es an anderer Stelle: Familienversichert bleibst du nur bis 667,50 € brutto im Monat, dein BAföG sinkt, wenn du im Schnitt mehr als 603 € im Monat verdienst, und über 1.251 € fällt in Steuerklasse I Lohnsteuer an. Das Kindergeld deiner Eltern hängt im Erststudium nicht vom Verdienst ab.
Wie viel verdient man als Werkstudent mit 20 Stunden?
Zum Mindestlohn von 13,90 € kommst du mit 20 Stunden pro Woche auf 1.204,67 € brutto im Monat (20 × 13,90 € × 13/3 Wochen), davon bleiben 1.124,56 € netto. Bei 15 € Stundenlohn sind es 1.300 € brutto und 1.200,79 € netto. Mit deinem eigenen Stundenlohn rechnet der Rechner oben im Modus „Stundenlohn“.
Was kostet ein Werkstudent den Arbeitgeber?
Bei 1.300 € brutto zahlt der Arbeitgeber 130 € Rentenversicherung dazu, zusammen 1.430 € im Monat. Im Übergangsbereich bis 2.000 € ist sein Anteil etwas höher als die Hälfte, denn er zahlt den Gesamtbeitrag auf eine höhere Bemessungsgrundlage, abzüglich deines reduzierten Anteils. Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung fallen mit dem Werkstudentenprivileg auch für ihn weg. Dazu kommen die Umlagen U1 und U2 nach Krankenkasse, die Insolvenzgeldumlage von 0,15 % und die Unfallversicherung. Ein Minijob mit 603 € kostet ihn mit allen Pauschalen 790,96 €, ohne Unfallversicherung.
Darf ich in den Semesterferien Vollzeit arbeiten?
Ja. Wer seinen Job nur in den Semesterferien aufstockt, bleibt Werkstudent, auch mit 40 Stunden pro Woche. Geht die Mehrarbeit über die Ferien hinaus, entfällt das Privileg ab dem Zeitpunkt, an dem das absehbar ist; bis zu zwei Wochen Überschneidung sind ausnahmsweise unschädlich. Kommen solche Phasen im Jahr zusammen auf mehr als 26 Wochen, ist das Privileg ebenfalls weg. In den Ferienmonaten fällt wegen des höheren Lohns meist Lohnsteuer an, die du mit der Steuererklärung ganz oder teilweise zurückbekommst.
Kann ich neben dem Werkstudentenjob einen Minijob haben?
Ja. Für die 20-Stunden-Grenze zählen die Stunden beider Jobs zusammen, die Verdienste werden aber nicht zusammengerechnet: Der Minijob bleibt ein Minijob mit 3,6 % Rentenbeitrag, von dem du dich befreien lassen kannst. Kommst du zusammen auf mehr als 20 Stunden, verliert der Werkstudentenjob sein Privileg. Beiden Arbeitgebern musst du den jeweils anderen Job nennen (§ 28o SGB IV).
Wann endet der Werkstudentenstatus?
Mit Ablauf des Monats, in dem du das Gesamtergebnis deiner Abschlussprüfung offiziell schriftlich mitgeteilt bekommst. Die Abgabe der Bachelor- oder Masterarbeit allein beendet ihn noch nicht. Brichst du das Studium ab oder wirst ohne Prüfung exmatrikuliert, endet er am Tag der Exmatrikulation. Arbeitest du danach weiter, bist du normal versicherungspflichtig.
Lohnt es sich, knapp über die Minijob-Grenze zu gehen?
Solange du familienversichert bleibst, ja. Im Minijob mit 603 € zahlst du 3,6 % Rentenbeitrag und behältst 581,29 €, wenn du dich nicht befreien lässt. Als Werkstudent mit 650 € liegst du im Übergangsbereich und zahlst nur 6,26 € Rentenbeitrag, es bleiben 643,74 €. Über 667,50 € brutto endet aber die Familienversicherung, dann kostet dich die studentische Krankenversicherung rund 142,96 € im Monat. Nach diesem Beitrag hast du erst ab 743 € brutto mehr als im Minijob.
Bekomme ich als Werkstudent Urlaub und Lohn, wenn ich krank bin?
Ja, beides wie jeder Arbeitnehmer. Dir stehen mindestens 20 Urlaubstage bei einer Fünftagewoche zu (§ 3 BUrlG), bei zwei Arbeitstagen pro Woche sind es 8, bei drei 12. Wirst du krank, zahlt dein Arbeitgeber den Lohn bis zu sechs Wochen weiter, sobald das Arbeitsverhältnis vier Wochen besteht (§ 3 EFZG). Danach gibt es kein Krankengeld: Wer studentisch oder über die Familie versichert ist, hat darauf keinen Anspruch (§ 44 Abs. 2 Nr. 1 SGB V).
Was bringt der Werkstudentenjob für die Rente?
Ein Jahr mit 1.300 € brutto im Monat bringt 0,3003 Entgeltpunkte. Das sind nach dem Rentenwert ab Juli 2026 12,77 € Monatsrente für jedes solche Jahr. Der ermäßigte Beitrag im Übergangsbereich schmälert das nicht, die Punkte zählen aus dem vollen Lohn (§ 70 Abs. 1a SGB VI). Die Monate zählen außerdem für die Wartezeit. Was mehrere Jahre bringen, rechnet der Rentenpunkte-Rechner.
Was gilt für internationale Studierende?
Studierende aus Staaten außerhalb der EU dürfen mit einer Aufenthaltserlaubnis zum Studium an insgesamt 140 Arbeitstagen im Jahr arbeiten. Bei Teilzeit zählt, was für dich günstiger ist: entweder Tage mit höchstens vier Stunden als halbe Tage oder jede Woche als zweieinhalb Tage, in der Vorlesungszeit bei bis zu 20 Stunden, in den Ferien unabhängig von der Verteilung der Stunden. Studentische Nebentätigkeiten an der Hochschule werden nicht angerechnet (§ 16b Abs. 3 AufenthG). Für die Sozialversicherung gelten dieselben Regeln wie für alle Werkstudenten.
Welche Nachweise braucht mein Arbeitgeber?
Die Immatrikulationsbescheinigung, jedes Semester neu. Damit meldet er dich als Werkstudent unter der Personengruppe 106. Hast du weitere Jobs, musst du sie ihm nennen (§ 28o SGB IV), weil die Stunden zusammenzählen. Ist unklar, ob du als Werkstudent giltst, kann dein Arbeitgeber die Krankenkasse um eine verbindliche Entscheidung bitten (§ 28h Abs. 2 SGB IV).

Quellen

  1. Gemeinsames Rundschreiben zu beschäftigten Studenten und Praktikanten (23.11.2016): GKV-Spitzenverband, DRV Bund, Bundesagentur für Arbeit: 20-Stunden-Grenze, Semesterferien, 26-Wochen-Regel, Praktika, Studienende deutsche-rentenversicherung.de
  2. Deutsche Rentenversicherung: Lexikon Werkstudentenprivileg: Kurzfassung der Regeln für Arbeitgeber deutsche-rentenversicherung.de
  3. AOK: Beschäftigung von Werkstudenten: wer Werkstudent ist, 26 Wochen im Zeitjahr, Personengruppe 106, Stand 01.01.2026 aok.de
  4. Minijob-Zentrale: Werkstudentenjob und Minijob: Stunden zusammenrechnen, Übergangsbereich auch für Werkstudenten magazin.minijob-zentrale.de
  5. § 6 SGB V: Abs. 1 Nr. 3: Werkstudentenprivileg in der Krankenversicherung gesetze-im-internet.de
  6. § 27 SGB III: Abs. 4 Satz 1 Nr. 2: Arbeitslosenversicherung gesetze-im-internet.de
  7. § 5 SGB VI: Abs. 3: rentenversicherungsfrei nur beim vorgeschriebenen Praktikum gesetze-im-internet.de
  8. § 20 SGB IV: Übergangsbereich bis 2.000 €, mehrere Jobs zusammen gesetze-im-internet.de
  9. § 8 SGB IV: Minijob-Grenze und kurzfristige Beschäftigung gesetze-im-internet.de
  10. § 70 SGB VI: Abs. 1a: Rentenpunkte aus dem vollen Lohn gesetze-im-internet.de
  11. BMF-Schreiben vom 14.08.2025: Vorsorgepauschale ab 2026: kein Teilbetrag für Kranken- und Pflegeversicherung, wenn kein Arbeitnehmeranteil anfällt bundesfinanzministerium.de
  12. § 46 EStG: Steuererklärung: Pflicht bei zwei Arbeitgebern, Antrag freiwillig gesetze-im-internet.de
  13. § 10 EStG: Abs. 1 Nr. 7: Kosten der Erstausbildung bis 6.000 € gesetze-im-internet.de
  14. § 32 EStG: Abs. 4 Satz 2 und 3: Kindergeld und 20-Stunden-Grenze nach dem ersten Abschluss gesetze-im-internet.de
  15. BZSt: Dienstanweisung Kindergeld (DA-KG), Stand 2026: A 20.2.4 konsekutiver Master, A 20.3.1 vorübergehend mehr als 20 Stunden bzst.de
  16. BFH, Urteil vom 12. Oktober 2023, III R 10/22: Master zum nächstmöglichen Zeitpunkt bundesfinanzhof.de
  17. § 10 SGB V: Familienversicherung: Altersgrenze, Einkommensgrenze, Minijob gesetze-im-internet.de
  18. § 236 SGB V: Beitrag der Studenten nach dem BAföG-Bedarf gesetze-im-internet.de
  19. § 245 SGB V: Beitragssatz der Studenten: sieben Zehntel gesetze-im-internet.de
  20. vdek: Krankenversicherung der Studenten: Bemessung, Beitrag und Pflegebeitrag 2026 vdek.com
  21. BAföG: Welche Freibeträge werden gewährt?: Hinzuverdienst bis zur Minijob-Grenze, Freibetrag ab Januar 2026 bafög.de
  22. § 3 BUrlG: Mindesturlaub gesetze-im-internet.de
  23. § 3 EFZG: Lohnfortzahlung bei Krankheit gesetze-im-internet.de
  24. § 16b AufenthG: Abs. 3: Arbeitstagekonto für internationale Studierende gesetze-im-internet.de

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