Live · Wohngebäude 2026

Wohngebäude-Rechner 2026

Ermittlung der Versicherungssumme zum gleitenden Neuwert nach Wohnfläche und Ausstattung, mit Beitragsschätzung und Elementarschutz. So wird der Wiederaufbau im Schadenfall zu aktuellen Baupreisen abgesichert — und eine schleichende Unterversicherung vermieden.

§§ 88 ff VVG

Sachversicherung

Stand 05/2026

Gleitender Neuwert

100 % lokal

keine Datenübertragung

Fachliche Prüfung durch die Versicherungs­redaktion am 22. Mai 2026. Neubauwerte je m² als Marktorientierung; Beitragsschätzung vereinfacht.

Live · 2026

🏠 Versicherungssumme (Neuwert)

336.000 €

140 m² × 2.400 €/m² · geschätzter Jahresbeitrag 538 € inkl. Elementar

Dein Gebäude müsste im Schadenfall für rund 336.000 € wieder aufgebaut werden — dafür zahlst du geschätzt 538 € Beitrag pro Jahr.

Wert je m²

2.400 €

Wohnfläche

140 m²

Neuwert

336.000 €

Beitrag/Jahr

538 €

Gleitender Neuwert · Die Wohngebäudeversicherung sollte den gleitenden Neuwert absichern — die Kosten eines Wiederaufbaus zu aktuellen Preisen. Über den Baupreisindex wird die Summe jährlich angepasst, was eine Unterversicherung verhindert. Elementarschäden (Starkregen, Hochwasser) sind angesichts zunehmender Extremwetter dringend zu empfehlen.

Hinweis: Der Rechner schätzt die Versicherungssumme über ein vereinfachtes Wohnflächenmodell (Wohnfläche × Neubauwert je m²). Die verbindliche Wertermittlung und der tatsächliche Beitrag richten sich nach Bauweise, Lage (Naturgefahrenzone), Ausstattung und Tarif des Versicherers. Keine Versicherungsberatung.

🧮 Schutz der Immobilie zum Wiederaufbauwert

Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude und seine fest verbundenen Bestandteile vor Feuer, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel — und mit Zusatzbaustein vor Elementargefahren wie Überschwemmung und Starkregen. Maßgeblich ist der gleitende Neuwert: Die Versicherung finanziert den Wiederaufbau zu den aktuellen Baupreisen. Für Eigentümer ist sie unverzichtbar; bei einer Finanzierung verlangt die Bank ihren Nachweis, da das Gebäude als Sicherheit dient.

Rechtsgrundlage §§ 88 ff VVG · VGB
Grunddeckung Feuer · Wasser · Sturm/Hagel
Wertermittlung gleitender Neuwert · Wert 1914
Neubauwert je m² ~ 1.900 – 3.100 € (Ausstattung)

📊 Versicherte Gefahren im Überblick

Drei Gefahren bilden die Grunddeckung, Elementarschäden sind ein eigener Baustein.

Gefahr Umfang Baustein
Feuer Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion Grunddeckung
Leitungswasser Rohrbruch, Frostschäden an Leitungen Grunddeckung
Sturm & Hagel ab Windstärke 8, Hagelschlag Grunddeckung
Elementar Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdrutsch, Schneedruck Zusatzbaustein
Weitere Naturgefahren Lawinen, Erdbeben, Vulkanausbruch Zusatzbaustein

Sturm und Hagel gehören zur Grunddeckung — Überschwemmung und Starkregen nur mit dem Elementarbaustein. Diese Unterscheidung ist der häufigste Grund für Leistungsablehnungen. Quelle: GDV-Musterbedingungen (VGB).

🧮 Der gleitende Neuwert

Die richtige Wertermittlung verhindert Unterversicherung und sichert den vollständigen Wiederaufbau.

Rechenbeispiel — 140 m², mittlere Ausstattung

Versicherungssumme und Beitrag im Wohnflächenmodell.

Ausstattung Wert je m² Summe (140 m²)
Einfach1.900 €266.000 €
Mittel / Standard2.400 €336.000 €
Gehoben3.100 €434.000 €

Beim gleitenden Neuwert wird die Summe über den Baupreisindex jährlich angepasst — so bleibt der Schutz auch bei steigenden Baukosten vollständig. Bauliche Erweiterungen melden. Quelle: Neubauwerte als Marktorientierung 2026.

🛡️ Elementarschutz — heute unverzichtbar

Starkregen kann jedes Gebäude treffen — nicht nur Lagen an Flüssen. Die Grunddeckung reicht dafür nicht.

Grunddeckung

Immer enthalten

  • + Feuer, Blitz, Explosion
  • + Leitungswasser, Rohrbruch, Frost
  • + Sturm (ab Windstärke 8) und Hagel
  • KEINE Überschwemmung / Starkregen
  • KEIN Rückstau / Erdrutsch

Lücke

Naturgefahren durch Wasser von unten/außen sind nicht abgedeckt — die häufigste Schadenursache bei Extremwetter.

+ Elementar

Dringend empfohlen

  • + Überschwemmung & Starkregen
  • + Rückstau aus Kanalisation
  • + Erdrutsch, Erdsenkung, Schneedruck
  • + Lawinen, Erdbeben, Vulkanausbruch
  • + moderater Mehrbeitrag, existenzieller Schutz

Empfehlung

Angesichts zunehmender Extremwetter unverzichtbar. In hohen Gefährdungszonen ggf. mit Selbstbehalt.

Politischer Kontext: Nach mehreren schweren Hochwasser- und Starkregenereignissen wird eine bundesweite Pflicht zur Elementarschadenversicherung diskutiert. Unabhängig vom Ausgang gilt: Der freiwillige Elementarschutz ist heute dringend zu empfehlen — Starkregen trifft auch Gebäude weit entfernt von Gewässern.

🪜 In sieben Schritten zur richtigen Police

Von den Gebäudedaten bis zum Tarifvergleich — die sinnvolle Reihenfolge.

I

Gebäudedaten erfassen

Wohnfläche, Ausstattungsstandard, Bauweise und Baujahr bestimmen den Wiederaufbauwert. Erweiterungen (Anbau, Dachausbau) vollständig berücksichtigen.

II

Versicherungssumme ermitteln

Über den gleitenden Neuwert (Wert 1914 × Baupreisindex) oder das einfachere Wohnflächenmodell. Beim Wohnflächenmodell entfällt eine feste Summe.

III

Grunddeckung festlegen

Feuer, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel bilden die Basis. Diese drei Gefahren sind in jedem Tarif enthalten.

IV

Elementarschutz einschließen

Überschwemmung, Starkregen, Rückstau und Erdrutsch dringend ergänzen — angesichts zunehmender Extremwetter ein zentraler Baustein.

V

Zusatzbausteine prüfen

Photovoltaik, Grundstücksbestandteile, Glasbruch, Mietausfall und der Verzicht auf den Einwand grober Fahrlässigkeit je nach Bedarf einschließen.

VI

Unterversicherung vermeiden

Beim gleitenden Neuwert mit Unterversicherungsverzicht und korrekter Wohnflächenangabe ist die volle Leistung gesichert. Bauliche Änderungen melden.

VII

Tarife vergleichen & abschließen

Auf Leistungsumfang (grobe Fahrlässigkeit, Ableitungsrohre, Überspannung) achten, nicht nur auf den Preis. Bei Finanzierung verlangt die Bank den Nachweis.

Bei der Wohngebäudeversicherung unterscheiden sich Leistung und Beitrag erheblich — vor allem bei Elementarschutz, grober Fahrlässigkeit und Ableitungsrohren. Ein Vergleich der Wohngebäudeversicherung stellt leistungsstarke Tarife nebeneinander und filtert nach Wohnfläche, Ausstattung und gewünschten Bausteinen. Da das Gebäude den größten Vermögenswert darstellt, lohnt der Blick auf den umfassendsten Schutz. Hinweis nach § 5a UWG: gekennzeichnete Werbe-Links — bei Vermittlung erhält RechnerCheck eine Provision, ohne dass dem Nutzer Mehrkosten entstehen.

👥 Vier Konstellationen aus der Praxis

Wiederaufbau nach Brand, Starkregen ohne Elementar, Unterversicherung und die Wahl der Wertermittlung.

Konstellation A · Wiederaufbau nach Brand

Gleitender Neuwert · Vollschaden

Einfamilienhaus brennt ab · Neuwert sichert den Wiederaufbau

Sachverhalt. Ein 140-m²-Einfamilienhaus mit mittlerer Ausstattung brennt nach einem Blitzeinschlag vollständig ab. Die Wohngebäudeversicherung ist zum gleitenden Neuwert abgeschlossen.

Bewertung. Neuwert deckt die heutigen Wiederaufbaukosten

Ergebnis. Bei mittlerer Ausstattung (≈ 2.400 €/m²) ergibt sich eine Versicherungssumme von rund 336.000 €. Der gleitende Neuwert stellt sicher, dass die Versicherung den Wiederaufbau zu den heute gültigen Baupreisen finanziert — nicht zum (niedrigeren) Zeitwert. Über den Baupreisindex wird die Summe jährlich angepasst. So entsteht keine Lücke zwischen Versicherungssumme und tatsächlichen Baukosten, selbst wenn diese seit Vertragsabschluss gestiegen sind.

Konstellation B · Starkregen ohne Elementar

Elementarschäden nicht eingeschlossen

Keller nach Starkregen überflutet · Versicherer zahlt nicht

Sachverhalt. Nach einem Starkregenereignis läuft der Keller voll, Heizung und Estrich sind zerstört (Schaden 40.000 €). Die Wohngebäudeversicherung enthält nur die Grunddeckung ohne Elementarbaustein.

Bewertung. ohne Elementarbaustein bleibt der Schaden ungedeckt

Ergebnis. Sturm und Hagel sind in der Grunddeckung enthalten — Überschwemmung und Starkregen aber nur mit dem Elementarbaustein. Ohne diesen trägt der Eigentümer den Schaden selbst. Angesichts zunehmender Extremwetter empfehlen Verbraucherschützer und die Bundesländer den Elementarschutz dringend; eine bundesweite Pflichtversicherung wird politisch diskutiert. Der Mehrbeitrag für Elementar ist meist überschaubar gegenüber dem existenziellen Risiko.

Konstellation C · Unterversicherung

zu niedrige Versicherungssumme

Anbau nicht gemeldet · Leistung anteilig gekürzt

Sachverhalt. Ein Eigentümer hat das Haus um einen Wintergarten und ein ausgebautes Dachgeschoss erweitert, dies aber dem Versicherer nicht gemeldet. Nach einem Leitungswasserschaden (30.000 €) stellt der Versicherer eine Unterversicherung von 20 % fest.

Bewertung. Unterversicherung führt zur anteiligen Kürzung

Ergebnis. Ist die tatsächliche Wiederaufbausumme höher als die versicherte, liegt Unterversicherung vor — der Versicherer kürzt die Leistung anteilig (hier um 20 %, also nur 24.000 € statt 30.000 €). Der gleitende Neuwert mit Unterversicherungsverzicht schützt davor, sofern die Wohnfläche korrekt angegeben ist. Bauliche Erweiterungen (Anbau, Dachausbau, Wintergarten) sind dem Versicherer stets zu melden, um die Summe aktuell zu halten.

Konstellation D · Wohnfläche vs. Wert 1914

Wohnflächenmodell vs. Wertermittlung

Einfacher Tarifabschluss über die Wohnfläche

Sachverhalt. Ein Eigentümer will eine neue Wohngebäudeversicherung abschließen und steht vor der Wahl: Berechnung über den historischen „Wert 1914" oder das moderne Wohnflächenmodell.

Bewertung. das Wohnflächenmodell ist einfacher und vermeidet Unterversicherung

Ergebnis. Klassisch wird die Summe über den Wert 1914 (fiktiver Baupreis in Mark) und den Baupreisindex ermittelt. Viele moderne Tarife nutzen stattdessen das Wohnflächenmodell: Der Beitrag richtet sich nach den Quadratmetern, eine feste Versicherungssumme entfällt, und der Versicherer verzichtet auf den Unterversicherungseinwand. Voraussetzung ist die korrekte Angabe der Wohnfläche. Für die meisten Eigentümer ist dieses Modell die unkompliziertere und sicherere Wahl.

⚖️ Unterversicherung vermeiden

Eine zu niedrige Versicherungssumme führt zur anteiligen Kürzung — auch bei kleinen Schäden.

So bleibt die Summe korrekt

Die wichtigsten Maßnahmen gegen Unterversicherung.

Gleitender Neuwert wählen: Die jährliche Anpassung über den Baupreisindex hält die Summe automatisch auf Höhe der aktuellen Baukosten.

Unterversicherungsverzicht vereinbaren: Bei korrekter Wohnflächenangabe verzichtet der Versicherer auf den Einwand der Unterversicherung und zahlt im Schaden voll.

Bauliche Änderungen melden: Anbau, Dachausbau, Wintergarten oder eine Photovoltaikanlage erhöhen den Wert — sie sind dem Versicherer mitzuteilen.

Wohnfläche vollständig angeben: Auch ausgebaute Keller- und Dachräume zählen je nach Bedingungen mit. Eine zu niedrige Angabe rächt sich im Schadenfall durch die anteilige Kürzung nach §75 VVG.

🆕 Update-Log 2025 → 2026

Entwicklungen bei Baupreisindex, Elementarpflicht und Tarifqualität.

Januar 2025

Höherer Baupreisindex treibt Beiträge

Der gestiegene Baupreisindex hat die Versicherungssummen und damit die Beiträge im gleitenden Neuwert spürbar erhöht. Das ist gewollt — es verhindert Unterversicherung —, sollte aber bei der Budgetplanung berücksichtigt werden.

Frühjahr 2025

Debatte um Elementarschaden-Pflichtversicherung

Nach mehreren schweren Hochwasser- und Starkregenereignissen wird auf Bund-Länder-Ebene eine verpflichtende Elementarschadenversicherung diskutiert. Unabhängig vom Ausgang gilt der freiwillige Elementarschutz als dringend empfohlen.

Sommer 2025

Mehr Tarife mit Grobfahrlässigkeit-Einschluss

Der Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit ist zunehmend Standard guter Tarife — die Leistung wird dann auch bei grob fahrlässig verursachten Schäden voll erbracht.

Mai 2026

Naturgefahren-Einstufung (ZÜRS) aktualisiert

Die Gefährdungsklassen für Hochwasser und Starkregen wurden aktualisiert. In höheren Klassen steigt der Elementarbeitrag; in Einzelfällen ist der Schutz nur mit Selbstbehalt oder besonderen Auflagen erhältlich.

❓ Häufige Fragen zur Wohngebäudeversicherung

12 Antworten zu Versicherungssumme, Neuwert, Elementar und Unterversicherung.

Was deckt die Wohngebäudeversicherung ab?

Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude und fest verbundene Bestandteile (Mauern, Dach, Heizung, fest verlegte Böden, Sanitäranlagen) vor Schäden durch Feuer, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel (Grunddeckung). Elementarschäden wie Überschwemmung, Starkregen, Rückstau und Erdrutsch sind nur über einen Zusatzbaustein versichert. Nicht abgesichert ist der bewegliche Hausrat — dafür ist die Hausratversicherung zuständig.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Die Versicherungssumme muss den Wiederaufbauwert abdecken — also die Kosten, das Gebäude im Schadenfall vollständig neu zu errichten. Sie hängt von Wohnfläche, Ausstattungsstandard und Bauweise ab. Als grobe Orientierung gelten 1.900 €/m² (einfach), 2.400 €/m² (mittel) und 3.100 €/m² (gehoben). Beim gleitenden Neuwert mit korrekter Wohnflächenangabe verzichtet der Versicherer auf den Unterversicherungseinwand.

Was ist der gleitende Neuwert?

Der gleitende Neuwert sichert die Kosten eines Wiederaufbaus zu den aktuellen Baupreisen. Über den jährlich angepassten Baupreisindex steigt die Versicherungssumme (und der Beitrag) automatisch mit der Baukostenentwicklung. Das verhindert eine schleichende Unterversicherung, die entstünde, wenn die einmal festgelegte Summe über die Jahre hinter den gestiegenen Baukosten zurückbliebe. Der gleitende Neuwert ist der Standard moderner Verträge.

Was ist der „Wert 1914"?

Der Wert 1914 ist ein fiktiver Gebäudewert, ausgedrückt in Goldmark des Jahres 1914 — einem Jahr stabiler Baupreise. Über den aktuellen Baupreisindex wird er in die heutige Versicherungssumme umgerechnet. Dieses Verfahren ermöglicht eine indexierte, gleitende Anpassung. Viele moderne Tarife ersetzen es durch das einfachere Wohnflächenmodell, bei dem sich der Beitrag direkt nach den Quadratmetern richtet.

Was bedeutet Unterversicherung?

Unterversicherung liegt vor, wenn die Versicherungssumme niedriger ist als der tatsächliche Wiederaufbauwert. Im Schadenfall kürzt der Versicherer die Leistung dann anteilig — auch bei Teilschäden. Beispiel: Ist nur 80 % des Werts versichert, werden auch nur 80 % des Schadens ersetzt. Vermeiden lässt sich das durch den gleitenden Neuwert mit Unterversicherungsverzicht und die korrekte, vollständige Angabe von Wohnfläche und baulichen Erweiterungen.

Warum ist Elementarschutz so wichtig?

Die Grunddeckung umfasst Sturm und Hagel, aber nicht Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdrutsch oder Schneedruck — diese deckt nur der Elementarbaustein. Angesichts häufigerer Extremwetterereignisse (Starkregen kann jedes Gebäude treffen, nicht nur Lagen an Gewässern) ist der Elementarschutz heute dringend zu empfehlen. Der Mehrbeitrag ist meist moderat gegenüber dem existenziellen Risiko eines Totalschadens. Eine bundesweite Pflichtversicherung wird politisch diskutiert.

Wer braucht eine Wohngebäudeversicherung?

Jeder Eigentümer eines Hauses oder einer Eigentumswohnung (bei Wohnungen über die Eigentümergemeinschaft/WEG). Bei einer Immobilienfinanzierung verlangt die Bank in der Regel den Nachweis einer Wohngebäudeversicherung, da das Gebäude als Sicherheit dient. Mieter brauchen dagegen keine Wohngebäude-, sondern eine Hausratversicherung für ihr Eigentum sowie eine Privathaftpflicht.

Was kostet eine Wohngebäudeversicherung?

Der Beitrag hängt von Versicherungssumme, Bauweise, Lage (Naturgefahrenzone), Ausstattung und gewählten Bausteinen ab. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus liegen die Jahresbeiträge oft zwischen 250 und 600 €, mit Elementarschutz entsprechend höher. Die Lage in einer hohen Gefährdungsklasse (ZÜRS-Zone) für Hochwasser kann den Elementarbeitrag deutlich erhöhen. Ein Vergleich nach Leistung lohnt sich.

Was ist nicht versichert?

Nicht versichert sind der bewegliche Hausrat (Hausratversicherung), Schäden durch grobe Fahrlässigkeit (je nach Tarif gekürzt oder eingeschlossen), allmähliche Abnutzung und Baumängel, Schäden vor Vertragsbeginn sowie — ohne Zusatzbaustein — Elementarereignisse. Auch Grundstücksbestandteile wie Garten, Pool oder Photovoltaikanlage sind nur bei ausdrücklichem Einschluss mitversichert.

Sind Photovoltaikanlagen mitversichert?

Aufdach-Photovoltaikanlagen sind in vielen Tarifen einschließbar oder über einen Zusatzbaustein bzw. eine separate Photovoltaikversicherung abzusichern. Da PV-Anlagen erhebliche Werte darstellen und besonderen Risiken (Sturm, Hagel, Überspannung, Diebstahl) ausgesetzt sind, sollte der Einschluss ausdrücklich geprüft und die Versicherungssumme um den Anlagenwert erhöht werden.

Was passiert bei einem Eigentümerwechsel?

Beim Verkauf einer Immobilie geht die Wohngebäudeversicherung kraft Gesetzes auf den Käufer über (§95 VVG). Der Käufer kann den Vertrag innerhalb eines Monats nach Eintragung im Grundbuch außerordentlich kündigen und einen eigenen abschließen. Bis dahin besteht der Schutz lückenlos fort. Verkäufer und Käufer sollten den Übergang und die Beitragszahlung im Kaufvertrag klar regeln.

Wie wirkt sich grobe Fahrlässigkeit aus?

Klassisch durfte der Versicherer bei grob fahrlässig herbeigeführten Schäden (z. B. brennende Kerze unbeaufsichtigt) die Leistung anteilig kürzen. Viele moderne Tarife verzichten ganz oder bis zu einer bestimmten Summe auf diesen Einwand und zahlen auch bei grober Fahrlässigkeit voll. Dieser Einschluss ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal und sollte beim Tarifvergleich beachtet werden.

Ist dieser Rechner eine Versicherungsberatung?

Nein. Der Rechner schätzt die Versicherungssumme nach einem vereinfachten Wohnflächenmodell (Wohnfläche × Neubauwert je m²) und gibt eine grobe Beitragsorientierung. Die tatsächliche Summe und der Beitrag hängen von Bauweise, Lage, Ausstattung und Tarif ab; verbindlich ist die Wertermittlung des Versicherers. Für die konkrete Absicherung sollte ein unabhängiger Vergleich oder eine Beratung genutzt werden.

📖 Schlüsselbegriffe der Wohngebäudeversicherung

Gleitender Neuwert
Versicherungssumme, die über den Baupreisindex jährlich angepasst wird und die Wiederaufbaukosten zu aktuellen Preisen sichert.
Wert 1914
Fiktiver Gebäudewert in Goldmark des Jahres 1914, über den Baupreisindex in die heutige Versicherungssumme umgerechnet.
Wohnflächenmodell
Modernes Tarifmodell, bei dem sich der Beitrag nach den Quadratmetern richtet; eine feste Versicherungssumme und der Unterversicherungseinwand entfallen.
Unterversicherung
Versicherungssumme niedriger als der Wiederaufbauwert — führt zur anteiligen Kürzung der Leistung, auch bei Teilschäden.
Elementarschäden
Naturgefahren wie Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdrutsch, Schneedruck — nur über Zusatzbaustein versichert.
ZÜRS-Zone
Zonierungssystem für Überschwemmungsrisiken; bestimmt Beitrag und Verfügbarkeit des Elementarschutzes je nach Lage.

📚 Quellen und Paragraphen

Gesetzestexte und Branchenquellen, auf denen die Berechnungslogik beruht.

🔗 Zum Weiterlesen

Themen rund um Wohneigentum und Absicherung.

Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude, die Hausratversicherung den beweglichen Besitz darin — beide gehören für Eigentümer zusammen. Zur Grundabsicherung kommt die Privathaftpflicht.

Bei der Immobilienfinanzierung verlangt die Bank den Nachweis der Wohngebäudeversicherung — der Baufinanzierungs-Rechner zeigt die monatliche Belastung. Eine Photovoltaikanlage sollte in die Versicherungssumme einbezogen werden.

Laufende Kosten der Immobilie zeigen der Grundsteuer-Rechner (Bundesmodell 2026) und der Nebenkosten-Rechner. Bei Vermietung ist der Vermietung-Rechner relevant.

§

Methodik & Pflegezyklus

Wie die Summen-Schätzung dieses Rechners zustandekommt

Der Rechner verwendet ein vereinfachtes Wohnflächenmodell: Versicherungssumme = Wohnfläche × Neubauwert je m² (≈ 1.900 € einfach, 2.400 € mittel, 3.100 € gehoben, Stand 2026). Der Beitrag wird grob über einen Promillesatz auf die Versicherungssumme geschätzt, mit Aufschlag bei eingeschlossenem Elementarschutz. Fachliche Grundlage der Absicherung ist der gleitende Neuwert (Wert 1914 × Baupreisindex). Die verbindliche Wertermittlung und der tatsächliche Beitrag richten sich nach Bauweise, Lage und Tarif. Dies ist ein Orientierungswerkzeug und ersetzt keine Versicherungsberatung.

Quellen: §§ 88, 75, 95 VVG · GDV-Musterbedingungen (VGB) · GDV-Naturgefahrenreport · Verbraucherzentrale · Stiftung Warentest 2026 Letzte fachliche Prüfung: 22. Mai 2026 Update-Zyklus: Jährlich zum Baupreisindex sowie bei Änderungen der Naturgefahren-Einstufung. Methodik-Übersicht →
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