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Vorsorge-Bedarfs-Rechner 2026

Dein Vorsorgebedarf ist das, was du im Alter jeden Monat brauchst. Der Rechner legt alle Bausteine daneben: gesetzliche Rente, Betriebsrente, Riester, Rürup, private Rentenversicherung, ETF-Depot, Sparkonto und die gesparte Miete, jeden mit seiner eigenen Steuer und Krankenversicherung. Im Beispiel mit 3.000 € Netto heute, 1.600 € gesetzlicher Rente, Betriebsrente, ETF-Sparplan und Sparkonto fehlen mit 67 noch 486 € im Monat, in Euro von heute. Nur die gesetzliche Rente gegen den Bedarf rechnet der Rentenlücke-Rechner.

Stand: So werden die Rechner geprüft

Vorsorge-Bedarfs-Rechner

Vorsorgelücke im Monat

486,03 €

Bedarf 2.400,00 € · netto im Alter 1.913,97 € · gedeckt 80 %

Du brauchst im Alter 2.400,00 € im Monat in Euro von heute. Alle Bausteine bringen nach Kranken- und Pflegeversicherung und Steuern 1.913,97 €. Um die Lücke zu schließen, müsstest du bis zum Rentenbeginn 232,54 € im Monat zusätzlich in den ETF-Sparplan stecken.

Sparrate zusätzlich
232,54 €
oder einmalig heute
46.278 €
Guthaben zum Rentenbeginn
144.020 €

Rechenweg im Monat, in Euro von heute

Gesetzliche RenteHochrechnung laut Renteninformation1.600,00 €
Betriebsrenteaus 38.957 € Guthaben, verteilt bis 90151,18 €
ETF-Entnahmeaus 98.839 € Guthaben, verteilt bis 90490,07 €
Sparguthabenaus 6.223 € Guthaben, verteilt bis 9024,36 €
= Summe brutto2.265,61 €
− Krankenversicherung−140,00 €
− Pflegeversicherung−57,60 €
− Einkommensteuer und SoliRentenbeginn 2058, 100 % der gesetzlichen Rente steuerpflichtig, Altersentlastungsbetrag 14 € im Jahr−100,08 €
− Abgeltungsteuer auf Erträge−53,96 €
= Netto im Alter1.913,97 €
Bedarf: 80 % von 3.000,00 €2.400,00 €
= Lücke486,03 €

Alles in Euro von heute: Bis 2058 steigen die Preise bei 2 % Inflation um den Faktor 1,88.Guthaben verteilt der Rechner gleichmäßig auf 23 Jahre. Krankenversicherung der Rentner mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag, Steuer für Alleinstehende mit dem Tarif 2026, ohne Kirchensteuer.

Ein Jahr später in Rente: Mit 68 statt 67 sinkt die Lücke von 486,03 € auf 383,82 €. Nach der Regelaltersgrenze bringt jeder Monat 0,5 % Zuschlag auf die gesetzliche Rente, dazu sparst du ein Jahr länger und entnimmst ein Jahr kürzer.

Auf dieser Seite
  1. So rechnet der Rechner
  2. Inflation, Rendite, Lebensdauer
  3. Steuer und Krankenkasse je Baustein
  4. Drei Beispiele
  5. Die Lücke schließen
  6. Wo du die Zahlen findest
  7. Häufige Fragen
  8. Quellen

So rechnet der Vorsorge-Rechner

Alle Beträge stehen in Euro von heute. So vergleichst du den Bedarf direkt mit deinem heutigen Netto, auch wenn die Rente erst in 32 Jahren beginnt. Bis 2058 steigen die Preise bei 2 % Inflation um den Faktor 1,88, ein Euro von morgen ist heute also weniger wert.

  1. Bedarf festlegenEin Anteil deines heutigen Nettos, im Beispiel 80 % von 3.000 €, also 2.400 € im Monat.
  2. Renten auf heute umrechnenDie Renteninformation rechnet schon ohne künftige Erhöhungen, ihre Zahl gilt ungefähr in heutiger Kaufkraft. Renten aus Standmitteilungen sind Euro beim Rentenbeginn, der Rechner teilt sie durch die Preissteigerung bis dahin.
  3. Guthaben verteilenETF-Depot, Sparkonto und Verträge ohne Rentenangabe wachsen mit der angenommenen Rendite bis zum Rentenbeginn. Danach verteilt der Rechner sie gleichmäßig bis zum Planungsalter, die Entnahme steigt mit der Inflation. Ein Versicherer zahlt dagegen lebenslang und rechnet dafür mit eigenen Faktoren, seine Rente kann niedriger ausfallen.
  4. AbzügeKranken- und Pflegeversicherung, Einkommensteuer auf die Renten, Abgeltungsteuer auf die Erträge. Was bleibt, ist dein Netto im Alter.

Vorsorgelücke = Bedarf − Netto aus allen Bausteinen

SchrittFormel
Monatszinsq = (1 + Rendite)^(1/12) − 1
Guthaben zum RentenbeginnK = Guthaben × (1 + q)^n + Rate × ((1 + q)^n − 1) ÷ q, n = Monate bis zur Rente
In Euro von heuteK heute = K ÷ (1 + Inflation)^Jahre
Entnahme im MonatE = K heute × r ÷ ((1 − (1 + r)^(−m)) × (1 + r)), r = Monatszins nach Inflation, m = Monate bis zum Planungsalter

Rate am Monatsende, Entnahme am Monatsanfang. Steuern auf Erträge zieht der Rechner danach von der Entnahme ab.

Im Beispiel bringen alle Bausteine netto 1.914 €, es fehlen 486 €. Um das zu schließen, rechnet der Rechner die zusätzliche Sparrate im ETF-Sparplan aus, die bis zum Rentenbeginn gleich bleibt: 233 € im Monat, die Steuer auf die späteren Erträge schon eingerechnet. Oder einmalig 46.278 €, heute angelegt.

Wert2026Grundlage
Aktueller Rentenwert seit 1. Juli 202642,52 €§ 1 RWBestV 2026
Vorläufiges Durchschnittsentgelt 2026, ergibt einen Entgeltpunkt51.944 €Anlage 1 SGB VI
Steuerpflichtiger Anteil der Rente bei Beginn 202684 %§ 22 Nr. 1 EStG
Dein Krankenkassenbeitrag auf die gesetzliche Rente8,75 %§§ 247, 249a SGB V
Pflegebeitrag auf die Rente, mit Kindern3,6 %§§ 55, 59 SGB XI
Pflegebeitrag auf die Rente, kinderlos4,2 %§ 55 Abs. 3 SGB XI
Freibetrag Betriebsrente in der Krankenversicherung197,75 €§ 226 Abs. 2 SGB V
Werbungskosten-Pauschbetrag für Renten102 €§ 9a Satz 1 Nr. 3 EStG
Grundfreibetrag12.348 €§ 32a EStG
Sparer-Pauschbetrag1.000 €§ 20 Abs. 9 EStG
Ertragsanteil private Rente bei Beginn mit 6717 %§ 22 Nr. 1 EStG

Werte 2026, mit denen der Rechner arbeitet. Kranken- und Pflegeversicherung gelten für Pflichtmitglieder der Krankenversicherung der Rentner mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag.

Nicht abgebildet sind Kirchensteuer, die gemeinsame Veranlagung von Paaren, freiwillig und privat Versicherte, die Vorabpauschale im Depot und die jährliche Steuer auf Zinsen, die der Rechner erst bei der Entnahme ansetzt. Gehst du vor der Regelaltersgrenze in Rente, zieht der Rechner den Abschlag ab. Dass dir dann auch Beitragsjahre fehlen, die die Hochrechnung noch enthält, kann er nicht wissen.

Standmitteilungen nennen Euro von morgen

Die Rente in der Mitteilung deiner Betriebsrente, deines Riester- oder Rürup-Vertrags ist ein Betrag zum Rentenbeginn. 300 € im Jahr 2058 entsprechen bei 2 % Inflation heute nur 159 €. Trägst du die Zahl in den Rechner ein, rechnet er sie um.

Inflation, Rendite, Lebensdauer: die drei Annahmen

Drei Zahlen kennt heute niemand: wie stark die Preise steigen, was das Geld bringt und wie alt du wirst. Der Rechner startet mit begründeten Werten, du kannst jeden ändern.

Inflation: 2 %, das Ziel der Europäischen Zentralbank für die mittlere Sicht. Die Wirklichkeit weicht davon ab: Von 2020 bis 2025 stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland um 21,9 %, im Schnitt um 4 % im Jahr. Die gesetzliche Rente trifft das weniger, weil sie in der Regel mit den Löhnen steigt. Guthaben und Renten aus Verträgen, die in Euro festgelegt sind, verlieren dagegen voll an Kaufkraft.

Rendite: Für den ETF-Sparplan nimmt der Rechner 5 % im Jahr an. Der MSCI World, ein Index großer Unternehmen aus Industrieländern, brachte seit Ende 1987 im Schnitt 9,02 % im Jahr, gerechnet in US-Dollar und vor Kosten. In der Finanzkrise lag er zwischenzeitlich 57,5 % im Minus. Ob sich das wiederholt, weiß niemand. Verträge starten mit der laufenden Verzinsung klassischer Rentenversicherungen, 2026 im Branchenschnitt 2,62 % (Assekurata). Sie gilt für den Sparanteil nach Kosten, auf deinen ganzen Beitrag bezogen bleibt weniger. Das Sparkonto startet mit dem Durchschnittszins für Festgeld über zwei Jahre, 2,72 % im August 2026 laut Bundesbank.

Lebensdauer: Gesetzliche Rente und Versicherungsrenten zahlen lebenslang. Ein Depot ist dagegen irgendwann leer, deshalb verteilt der Rechner das Guthaben bis zu einem Alter, das du festlegst. So lange lebt man im Schnitt nach Rentenbeginn noch:

RentenbeginnMännerFrauen
mit 6319,5 Jahrebis 82,522,8 Jahrebis 85,8
mit 6518 Jahrebis 8321,1 Jahrebis 86,1
mit 6716,5 Jahrebis 83,519,5 Jahrebis 86,5

Durchschnittliche fernere Lebenserwartung laut Sterbetafel 2023/2025 des Statistischen Bundesamts, erschienen am 7. Juli 2026. Sie beschreibt die Sterblichkeit von heute und ist keine Prognose.

Das sind Durchschnitte. Von den 67-Jährigen wird die Hälfte der Männer älter als 84,1 und die Hälfte der Frauen älter als 87,5 Jahre. Das Alter von 90 erreichen 24 % der Männer und 37 % der Frauen. Deshalb plant der Rechner bis 90, du kannst das ändern.

AnnahmeNetto im AlterLückeSparrate zusätzlich
Startwerte1.914 €486 €233 €
Inflation 1 %2.189 €211 €67 €
Inflation 3 %1.725 €675 €489 €
ETF-Rendite 3 %1.727 €673 €549 €
ETF-Rendite 7 %2.267 €133 €37 €
Geld reicht bis 852.034 €366 €145 €
Geld reicht bis 951.837 €563 €309 €

Beispiel mit den Startwerten des Rechners: 35 Jahre, Rente mit 67, 3.000 € Netto, 1.600 € gesetzliche Rente, Betriebsrente, ETF-Sparplan und Sparkonto. Jeweils nur eine Annahme geändert.

Steuer und Krankenkasse je Baustein

Brutto ist nicht netto, und jeder Baustein wird anders behandelt. Für Pflichtmitglieder der Krankenversicherung der Rentner gilt:

BausteinSteuer im AlterKranken- und Pflegeversicherung
Gesetzliche RenteBesteuerungsanteil nach Rentenbeginn, 84 % bei Beginn 2026, ab 2058 vollhalber Beitrag plus voller Pflegebeitrag
Betriebsrentevoll (§ 22 Nr. 5 EStG), bei Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfondsvoller Beitrag auf den Teil über 197,75 €, Pflege auf alles, sobald die Rente darüber liegt
Riester-Rentevoll (§ 22 Nr. 5 EStG)keine
Rürup-Rentewie die gesetzliche Rentekeine
Private Rentenversicherungnur der Ertragsanteil, bei Beginn mit 67 17 %keine
ETF-DepotAbgeltungsteuer auf den Gewinnanteil, bei Aktienfonds 30 % davon frei, 1.000 € Pauschbetrag im Jahrkeine
SparkontoAbgeltungsteuer auf Zinsen über dem Pauschbetragkeine
Eigene Wohnungkeine auf die gesparte Mietekeine

In der Krankenversicherung der Rentner zählen nur die gesetzliche Rente, Versorgungsbezüge wie die Betriebsrente und Arbeitseinkommen (§ 237 SGB V). Riester-Leistungen nimmt § 229 SGB V ausdrücklich aus.

Rechenbeispiel 2.000 € brutto aus vier Renten, Beginn 2026

Wie sich das zusammen auswirkt: vier Renten, Beginn in diesem Jahr, alleinstehend, mit Kindern.

Gesetzliche Rente
1.400,00 €
Betriebsrente
300,00 €
Riester-Rente
150,00 €
Rürup-Rente
150,00 €
= brutto
2.000,00 €
− Krankenversicherung, 8,75 % der gesetzlichen Rente
−122,50 €
− Krankenversicherung, 17,5 % der Betriebsrente über 197,75 €
−17,89 €
− Pflegeversicherung, 3,6 % auf beide
−61,20 €
− Einkommensteuer, 1.039 € im Jahr
−86,58 €
Netto im Monat
1.711,83 €

Auf Riester und Rürup fallen keine Beiträge an. Steuerpflichtig sind 84 % der gesetzlichen und der Rürup-Rente, Betriebsrente und Riester voll, zusammen 21.024 € im Jahr. Für Betriebsrente und Riester gibt es den Altersentlastungsbetrag, für Jahrgang 1959 13,6 %, höchstens 646 € im Jahr, hier 646 € (§ 24a EStG). Er wird mit jedem Jahrgang kleiner, wer 2057 oder später 64 wird, bekommt keinen mehr. Nach Pauschbeträgen, diesem Betrag und den eigenen Beiträgen bleiben 17.820 € zu versteuern. Insgesamt gehen 14 % der Bruttorenten ab.

Pflichtmitglied in der Krankenversicherung der Rentner wirst du, wenn du in der zweiten Hälfte deines Erwerbslebens mindestens 90 % der Zeit gesetzlich versichert warst (§ 5 Abs. 1 Nr. 11 SGB V). Familienversicherung zählt mit, für jedes Kind werden 3 Jahre angerechnet. Wer die Zeit nicht erfüllt, bleibt in der Regel als freiwilliges Mitglied in seiner Kasse und zahlt auf alle Einnahmen, auch auf Mieten, Zinsen und private Renten. Mit 1.400 € Rente, 300 € Betriebsrente und 500 € Einkünften aus Vermietung sind das 338,70 € im Monat nach dem Zuschuss der Rentenversicherung, als Pflichtmitglied 201,59 €. Ob du die Zeit erfüllst, prüft der KVdR-Rechner.

Drei Beispiele

Drei Ausgangslagen mit angenommenen Zahlen, gerechnet mit dem Rechner und seinen Startannahmen: 2 % Inflation, 5 % ETF-Rendite, Geld bis 90, Rente mit 67, Bedarf 80 % vom Netto.

  • Mit 30: 1.250 € gesetzliche Rente laut Renteninformation, 2.000 € im ETF-Depot plus 100 € Sparrate im Monat, 3.000 € auf dem Sparkonto.
  • Mit 45: 1.900 € gesetzliche Rente, laut Mitteilungen 280 € Betriebsrente und 140 € Riester-Rente, 30.000 € im ETF-Depot plus 250 € im Monat, 10.000 € Sparguthaben. Die Wohnung ist zum Rentenbeginn abbezahlt, das spart 700 € Kaltmiete.
  • Mit 55: 1.500 € gesetzliche Rente, neuer Rürup-Vertrag mit 300 € im Monat, 15.000 € im ETF-Depot plus 200 € im Monat, 25.000 € Sparguthaben.
Im Monat, Euro von heuteMit 30Mit 45Mit 55
Netto heute2.600 €3.600 €3.200 €
Bedarf im Alter2.080 €2.880 €2.560 €
Alle Bausteine brutto1.591 €3.578 €2.019 €
Beiträge und Steuern−192 €−478 €−250 €
Netto im Alter1.400 €3.100 €1.769 €
Ergebnis680 € Lücke220 € übrig791 € Lücke
Sparrate zusätzlich268 €keine1.159 €

Rentenbeginn 2063, 2048 und 2038. Sparrate: zusätzlich im ETF-Sparplan bis zum Rentenbeginn, gleichbleibend, nach Steuern.

Mit 30 ist die Lücke noch groß, aber die Zeit arbeitet mit: 268 € im Monat reichen. Mit 45 decken die abbezahlte Wohnung und die Verträge den Bedarf. Die 280 € Betriebsrente aus der Mitteilung sind im Jahr 2048 allerdings nur 181 € von heute wert. Mit 55 bleiben 12 Jahre, die Sparrate liegt deshalb bei 1.159 €. Einmalig heute angelegt wären es 128.825 €.

So schließt du die Lücke

Der wichtigste Hebel ist die Zeit. Dasselbe Beispiel, nur mit anderem Alter heute:

Alter heuteJahre bis zur RenteLückeSparrate zusätzlichoder einmalig
25 Jahre42285 €94 €20.512 €
35 Jahre32486 €233 €46.278 €
45 Jahre22634 €478 €79.282 €
55 Jahre12763 €1.117 €124.173 €

Startwerte des Rechners, nur das Alter geändert, auch Guthaben und Sparraten gleich. Die Lücke wächst, weil weniger Jahre bleiben, in denen Depot und Betriebsrente wachsen.

  • Später in Rente: Nach der Regelaltersgrenze bringt jeder Monat 0,5 % mehr Rente, ein Jahr also 6 %; jeder Monat davor kostet 0,3 % (§ 77 SGB VI). Im Beispiel sinkt die Lücke mit Rente ab 68 auf 384 €, ab 70 auf 169 €. Arbeitest du als Arbeitnehmer nach der Regelaltersgrenze weiter, bleiben seit 2026 bis 24.000 € Lohn im Jahr steuerfrei, wenn der Arbeitgeber dafür Rentenbeiträge zahlt (Aktivrente, § 3 Nr. 21 EStG).
  • Weniger brauchen: Mit 70 % statt 80 % Bedarf sinkt die Lücke im Beispiel auf 186 €. Das klappt, wenn im Alter wirklich Kosten wegfallen, etwa eine Miete oder ein Kredit.
  • Mit Förderung sparen: In die Betriebsrente fließen bis 8.112 € im Jahr steuerfrei. Wandelst du Gehalt um und spart der Arbeitgeber dadurch Sozialbeiträge, muss er 15 % dazugeben (§ 1a Abs. 1a BetrAVG). Riester bringt 175 € Grundzulage und 300 € je Kind ab Geburtsjahr 2008, ab 2027 gilt für neue Verträge ein neues Recht. Rürup-Beiträge setzt du ab, zusammen mit deinen Beiträgen zur gesetzlichen Rente samt Arbeitgeberanteil bis 30.826 € im Jahr (§ 10 Abs. 3 EStG). Die Details stehen im Riester-Rechner und im Rürup-Rechner.
  • Selbst anlegen: Ein ETF-Sparplan ist flexibel und jederzeit verfügbar, schwankt aber stark. Wie viel ein Plan in 20 oder 30 Jahren ergibt, zeigt der ETF-Sparplan-Rechner.

Wo du die Zahlen findest

Für den Rechner brauchst du ein paar Papiere, die meisten kommen einmal im Jahr von selbst.

BausteinUnterlageWas du einträgst
Gesetzliche RenteRenteninformation, jedes Jahr ab 27 mit mindestens fünf Beitragsjahren; ab 55 alle drei Jahre die Rentenauskunft (§ 109 SGB VI)die Hochrechnung der Regelaltersrente
BetriebsrenteMitteilung des Arbeitgebers oder des VersorgungsträgersRente im Monat, sonst Guthaben und Beitrag
Riester, Rürup, private Rentejährliche Standmitteilung des Anbietersgarantierte oder erwartete Rente im Monat
ETF, SparkontoDepot- und KontoauszugWert heute und Sparrate

Fehlen in der Renteninformation Zeiten, etwa Ausbildung, Kindererziehung oder ein Job im Ausland, stellst du einen Antrag auf Kontenklärung bei der Deutschen Rentenversicherung (Formular V0100, auch online). Fehlende Zeiten können die Rente erhöhen, ohne dass du etwas einzahlst. Die Hochrechnung solltest du jedes Jahr neu eintragen, wenn die nächste Renteninformation kommt.

Alles auf einen Blick: die Digitale Rentenübersicht

Unter rentenuebersicht.de zeigt die Deutsche Rentenversicherung gesetzliche Rente und angebundene Verträge zusammen, mit garantierten und erwarteten Werten aus den Standmitteilungen (§ 5 Rentenübersichtsgesetz). Du brauchst den Personalausweis mit Online-Funktion und deine Steuer-ID. Nicht alle machen mit: Direktzusagen des Arbeitgebers, berufsständische Versorgungswerke und die Beamtenversorgung müssen sich nicht anbinden.

Häufige Fragen

Wie viel Prozent meines Nettos brauche ich im Alter?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Der Rechner startet mit 80 %, einer verbreiteten Faustregel. Im Alter fallen Kosten weg: Beiträge für die Altersvorsorge, der Weg zur Arbeit, oft ein Kredit. Andere kommen dazu, etwa Zuzahlungen für Gesundheit und irgendwann Pflege. Am meisten macht das Wohnen aus. Genauer wird es, wenn du deine heutigen Ausgaben durchgehst und streichst, was im Ruhestand wegfällt.
Wie verlässlich ist die Hochrechnung in der Renteninformation?
Sie nimmt an, dass du bis zur Regelaltersgrenze Beiträge zahlst wie im Schnitt der letzten fünf Kalenderjahre, und rechnet mit dem Rentenwert von heute, seit Juli 2026 42,52 € je Entgeltpunkt. Künftige Rentenerhöhungen fehlen, deshalb entspricht die Zahl ungefähr heutiger Kaufkraft. Arbeitest du später weniger, machst eine Pause oder verdienst deutlich mehr, ändert sich die Rente. Deshalb lohnt es sich, die Zahl jedes Jahr neu einzutragen.
Kann die gesetzliche Rente sinken?
Der Rentenwert nicht: Ergibt die Anpassung ein Minus, bleibt er gleich, und das Minus wird mit späteren Erhöhungen verrechnet (§ 68a SGB VI). Bis 2031 gilt außerdem die Haltelinie: Das Rentenniveau vor Steuern darf nicht unter 48 % fallen. Das Rentenpaket II mit einem Generationenkapital aus Aktien ist vor der Bundestagswahl 2025 nicht mehr beschlossen worden. Was nach 2031 gilt, ist offen. Sinken kann aber, was netto ankommt, etwa wenn die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung steigen.
Warum rechnet der Rechner mit Steuer auf die ganze Rente?
Weil der steuerpflichtige Anteil vom Jahr des Rentenbeginns abhängt: 84 % bei Beginn 2026, danach jedes Jahr 0,5 Prozentpunkte mehr (§ 22 EStG). Wer 2058 oder später in Rente geht, versteuert gesetzliche Rente und Rürup-Rente voll. Mit 35 Jahren und Rentenbeginn mit 67 ist das 2058. Der steuerfreie Teil wird bei früherem Beginn im ersten vollen Jahr als Eurobetrag festgeschrieben, Erhöhungen danach sind voll steuerpflichtig. Mehr dazu im Rentenbesteuerungs-Rechner.
Gilt die 4-Prozent-Regel auch in Deutschland?
Nicht verlässlich. Die Regel stammt aus US-Studien, zuerst von William Bengen 1994, dann aus der sogenannten Trinity-Studie 1998: Wer im ersten Jahr 4 % seines Depots entnimmt und den Betrag danach mit der Inflation erhöht, kam mit US-Aktien und US-Anleihen in der Vergangenheit meist 30 Jahre aus. Wade Pfau hat 2010 Daten aus 17 Ländern von 1900 bis 2008 ausgewertet: Nur in vier davon hätten 4 % immer 30 Jahre gereicht. In Deutschland, wo Weltkriege und Inflation in die Daten fallen, wären die Depots in einem Viertel der Startjahre früher leer gewesen. Der Rechner verteilt das Guthaben deshalb bis zum Planungsalter. Wie lange ein Depot bei fester Entnahme reicht, zeigt der Entnahmeplan-Rechner.
Kann ich mir Riester, Rürup oder die Betriebsrente auf einmal auszahlen lassen?
Teilweise. Bei Riester darfst du zu Beginn bis zu 30 % des Kapitals auf einmal nehmen, der Rest kommt als Rente oder Auszahlplan (§ 1 AltZertG). Die Rürup-Rente gibt es nur als lebenslange Rente, kleine Renten darf der Anbieter abfinden. Manche Betriebsrenten sehen eine Kapitalauszahlung vor. Kranken- und Pflegebeiträge zahlst du dann trotzdem: Die Summe gilt 10 Jahre lang zu einem Hundertzwanzigstel als monatliche Betriebsrente (§ 229 Abs. 1 SGB V).
Rürup oder ETF-Sparplan: was bringt mehr?
Das hängt vor allem vom Steuersatz ab, heute und im Alter. Rürup-Beiträge setzt du als Sonderausgaben ab, zusammen mit deinen Beiträgen zur gesetzlichen Rente samt Arbeitgeberanteil bis 30.826 € im Jahr (§ 10 Abs. 3 EStG), dafür wird die Rente später wie die gesetzliche versteuert, ab Rentenbeginn 2058 voll. Vererben lässt sie sich nicht, nur eine Hinterbliebenenrente ist möglich. Ein ETF-Depot bleibt verfügbar und vererbbar, im Alter kostet nur der Gewinnanteil Abgeltungsteuer, bei Aktienfonds sind davon 30 % steuerfrei. Wer heute hoch und im Alter niedrig besteuert wird, gewinnt mit Rürup eher. Was du sparst, zeigt der Rürup-Rechner.
Wir sind zu zweit. Wie rechnen wir als Paar?
Rechnet für jeden einzeln, denn Renten und Verträge gehören jeweils einer Person. Beim Bedarf spart ihr zu zweit: Das Statistische Bundesamt gewichtet für Vergleiche von Haushalten die erste erwachsene Person mit 1 und jede weitere Person ab 14 Jahren mit 0,5. Ein Paar braucht danach etwa das 1,5-Fache eines Singles, nicht das Doppelte. Die Steuer rechnet der Rechner für Alleinstehende, mit Zusammenveranlagung kann sie niedriger sein, wenn eure Renten unterschiedlich hoch sind. Was bleibt, wenn einer stirbt, zeigt der Witwenrenten-Rechner.
Ich erwarte eine Erbschaft. Soll ich sie einrechnen?
Solange sie nicht sicher ist, besser nicht. Vergleiche sie lieber mit dem Einmalbetrag, den der Rechner neben der Sparrate zeigt: Er sagt dir, welche Summe heute angelegt die Lücke schließen würde, im Beispiel 46.278 €. Kinder erben von jedem Elternteil bis 400.000 € steuerfrei, Ehepartner bis 500.000 €. Der Freibetrag gilt alle zehn Jahre neu (§§ 14, 16 ErbStG). Genauer rechnet der Erbschaftsteuer-Rechner.
Zählt meine abbezahlte Wohnung als Altersvorsorge?
Ja, als gesparte Miete. Trag die Kaltmiete ein, die du für eine vergleichbare Wohnung zahlen müsstest, abzüglich Instandhaltung und Grundsteuer, denn die bleiben. Auf diesen Vorteil fallen weder Steuer noch Krankenkassenbeiträge an. Er zählt aber nur, wenn der Kredit zum Rentenbeginn getilgt ist. Einen Verkauf oder eine Verrentung der Immobilie rechnet der Rechner nicht mit. Ob Kaufen gegenüber Mieten und Sparen vorne liegt, zeigt der Mieten-oder-Kaufen-Rechner.

Quellen

  1. § 22 EStG: Besteuerungsanteil, Ertragsanteil, Betriebsrente und Riester (Nr. 5) gesetze-im-internet.de
  2. § 77 SGB VI: Zugangsfaktor: Abschlag und Zuschlag gesetze-im-internet.de
  3. § 109 SGB VI: Renteninformation ab 27, Rentenauskunft ab 55 gesetze-im-internet.de
  4. § 68a SGB VI: Schutzklausel: der Rentenwert sinkt nicht gesetze-im-internet.de
  5. § 229 SGB V: Beiträge auf Betriebsrenten, Riester ausgenommen gesetze-im-internet.de
  6. Rentenübersichtsgesetz: Digitale Rentenübersicht, Inhalte nach § 5 gesetze-im-internet.de
  7. Destatis: Pressemitteilung Nr. 236 vom 7. Juli 2026: Lebenserwartung, Sterbetafel 2023/2025 destatis.de
  8. EZB: Preisstabilität: Inflationsziel 2 % auf mittlere Sicht ecb.europa.eu
  9. MSCI World Index: Factsheet, Stand 30. September 2026 msci.com
  10. Assekurata: Marktstudie Überschussbeteiligungen 2026: laufende Verzinsung klassischer Rentenversicherungen assekurata-rating.de
  11. Pfau: An International Perspective on Safe Withdrawal Rates (2010): 4-Prozent-Regel in 17 Ländern financialplanningassociation.org

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